Klimagate: Zehn Jahre später

25. November 2019Chris Frey

Kelvin Kemm, Ph.D.
In diesem Monat [November 2019] jährt sich zum 10. Mal „Klimagate“ – also das Bekanntwerden Tausender E-Mails von Klimawissenschaftlern, die konspirativ zusammengearbeitet haben (und das nach wie vor tun), um den Eindruck einer vom Menschen verursachten Klimakrise zu erwecken. Diese befindet sich bereits in ihrem Kopf und in Computermodellen, nicht aber in der realen Welt. Der Skandal hätte eigentlich den Klima-Katastrophismus beenden müssen – hat er aber nicht. Stattdessen wurde er [der Skandal] höchst eifrig von Politikern, Wissenschaftlern, Aktivisten und Kapitalisten-Spießgesellen unter den Teppich gekehrt, konnten diese Herrschaften doch Billionen Dollar aus den Übertreibungen und Falschheiten für sich selbst locker machen – wobei sie sich selbst auch noch von den Schäden ausnahmen, die sie anderen Menschen zufügten.

Nur wenige Menschen kennen die unbequemen Fakten hinsichtlich der vermeintlichen, vom Menschen verursachten Klimakrise. Zum Beispiel ist die Temperatur seit dem Jahr 1998 um lediglich wenige Hundertstel Grad gestiegen und während der letzten Jahr sogar leicht gesunken. Aber trotzdem dreht es sich bei allem, was wir hören, nur um die Angstmache bzgl. menschlichem Kohlendioxid, welches angeblich eine globale Erwärmung und Klimawandel auslösen soll, der wiederum eine existentielle Gefahr für Menschheit, Natur und den Planeten darstellen soll. Auf dieser Grundlage werden wir gedrängt, den Verbrauch fossiler Treibstoffe zu beenden, um unseren Lebensstandard zu verbessern. Das sind schlechte Nachrichten für Afrika und die Entwicklungsländer allgemein.

Unablässig hören wir vom steigenden atmosphärischen Kohlendioxid-Niveau und dem dadurch ausgelösten Anstieg der globalen Temperatur, aber Satellitendaten zeigen nichts Derartiges. Die Computermodell-Simulationen für das Jahr 2019 liegen schon jetzt bereits ein halbes Grad Celsius über den tatsächlichen Satellitenmessungen. Und ist es so, dass wann immer ein Wissenschaftler Fragen stellt hinsichtlich der Vermeintlichen Krise, wird er oder sie sofort als „Klimawandel-Leugner“ verunglimpft.

Eine Hauptquelle von Daten, welche die vom Menschen verursachte, durch Kohlendioxid induzierte Erwärmung stützt, ist die Climate Research Unit CRU an der University of East Anglia, UK.

Am Morgen des 17. November 2009 explodierte die Büchse der Pandora, und Massen von empörenden CRU-Informationen ergossen sich über die Welt. Ein Hacker hatte das Computersystem der Universität geknackt und 61 Megabyte Material abgegriffen. Dieses Material zeigte, wie die CRU und die mit ihr verbundenen auswärtigen Wissenschaftler zusammenarbeiteten, um wissenschaftliche Informationen so zu manipulieren, dass sie die globale Erwärmung den Menschen in die Schuhe schoben, besonders dem vom Menschen erzeugten Kohlendioxid. Neben vielen anderen Skandalen zeigten die durchgesickerten E-Mails, wie der damalige Direktor der CRU Phil Jones damit prahlte, mit welchen großartigen statistischen „Tricks“ er die Belege eines beobachteten Rückgangs der globalen Temperaturen entfernte.

In einer anderen E-Mail befürwortete Jones das Löschen von Daten, anstatt diese Wissenschaftlern zugänglich zu machen, die seine Standpunkte nicht teilten und seine Analysen hätten kritisieren können. Nicht-alarmistische Wissenschaftler mussten das Informationsfreiheitsgesetz von UK bemühen, um die Daten zu erhalten. Jones wurde später entlassen, und der ehemalige britische Kanzler Lord Lawson forderte eine regierungsamtliche Untersuchung bzgl. dieses empörenden Vorgangs.

Die Affäre wurde rasch unter der Bezeichnung Klimagate bekannt. Eine Gruppe amerikanischer Studenten brachte sogar einen YouTube-Song in Umlauf mit dem Titel „Hide The Decline“, in welchem man sich über die CRU und den Klima-Modellierer Dr. Michael Mann lustig machte – fand sich doch die Phrase „hide the decline“ bzgl. der Temperatur wiederholt in den gehackten E-Mails.

Seit Kalifornien zu einem Staat wurde, lag der gemessene Anstieg der globalen Temperatur unter 1,0 Grad Celsius, wobei der Hauptanteil dieses Anstiegs bereits vor dem Jahr 1940 erfolgt war. Von 1943 bis 1978 sanken die mittleren planetaren Temperaturen, was zu einer Angstmache bzgl. globaler Abkühlung führte. Bis zum Jahr 1998 waren die Temperaturen dann wieder etwas gestiegen und danach stabil geblieben, trotz des unverändert steigenden Kohlendioxid-Niveaus. Änderungen des Kohlendioxidgehalts und der Temperatur korrelieren nicht gerade sehr gut.

Während der vielfach und gut dokumentierten Mittelalterlichen Warmzeit (MWP) von etwa 950 bis etwa 1350 erlaubten es höhere Temperaturen den Wikingern, in Grönland Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Die genauso gut belegte, etwa 500 Jahre währende Kleine Eiszeit (LIA) vertrieb die Wikinger wieder aus Grönland durch Hunger und Kälte. Zwischen 1645 und 1715 erreichte die LIA mit dem Maunder-Minimum ihren Tiefpunkt. Damals war die Themse in England zugefroren, norwegische Landwirte verlangten Ausgleich für ihr unter Gletschern begrabenes Land, und Priester übten Exorzismus-Rituale aus, um Gletscher in den Alpen daran zu hindern, Dörfer zu überrollen. Gemälde aus jener Zeit Zeit zeigten Schlittschuhläufer und Pferdefuhrwerke auf der Themse.

Industrie und Emissionen von Autos können offensichtlich weder bei der MWP noch bei der LIA irgendeine Rolle gespielt haben.

Diese dramatischen Ereignisse sollten die Alarmglocken klingen lassen bei jedwedem kompetenten, ehrlichen Wissenschaftler. Falls es zu der MWP ohne jede industrielle Kohlendioxid-Emissionen gekommen war, warum sollten diese Emissionen dann heutzutage die beobachtete Erwärmung ausgelöst haben? Während der Kleinen Eiszeit verschwand fast ein Viertel der damaligen Bevölkerung in Europa. Die Warmphase hingegen brachte Wohlstand und Rekordernten mit sich, während die Kaltphase geprägt war durch Elend, Hunger und Tod.

Zehn Jahre vor Klimagate veröffentlichte Mann eine im Computer erzeugte Graphik, welche vermeintlich den Temperaturverlauf der letzten 1500 Jahre zeigen sollte. Auf wundersame Weise waren aus seiner Graphik plötzlich sowohl die MWP als auch die LIA samt deren Maunder-Minimum verschwunden. Stattdessen zeigte sie einen plötzlichen und dramatischen Anstieg der globalen Temperatur während der letzten paar Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Diese Graphik wurde zu dem berüchtigten „Hockeyschläger“ und rückte ins Zentrum des IPCC.

Vielen Wissenschaftlern kam diese Hockeyschläger-Graphik von Anfang an höchst verdächtig vor. Zwei der Wissenschaftler, nämlich Steven McIntyre und Ross McKitrick konnten das Computerprogramm von Mann zur Erzeugung der revisionistischen Historie dieser Graphik vollständig diskreditieren. Dies hielt jedoch den ehemaligen Vizepräsidenten der USA Al Gore nicht davon ab, diese diskreditierte Graphik in seinem Doom-and-Gloom-Klimawandelfilm An Inconvenient Truth an vorderste Stelle zu rücken.

Die gehackten CRU-E-Mails zeigten auch den Austausch zwischen Mann und Jones, wie man Herausgeber unter Druck setzen könnte, welche wissenschaftliche Standpunkte veröffentlichen wollten, die im Gegensatz zu Mann und Jones standen. In einer E-Mail verlieh Jones seinem Wunsch Ausdruck, den „Ärger bereitenden Herausgeber“ des Journals Climate Research loszuwerden, weil der es gewagt hatte, abweichende Standpunkte zu veröffentlichen. Der Herausgeber wurde kurz danach entlassen.

Als der Professor an der University of Colrado Roger Pielke Jr. die CRU aufforderte, ihm die Original-Temperaturmessungen zur Verfügung zu stellen, erhielt er zur Antwort, dass diese Daten verloren gegangen seien. Verloren! Verlieren Profis etwas so wertvolles wie Originaldaten? Bei vielen Beobachtern verstärkte sich der Eindruck, dass die Verantwortlichen einfach verhindern wollten, dass Außenstehende auf ihre Fabrikationen und Fälschungen aufmerksam wurden.

Womöglich noch schlimmer ist aber noch etwas Anderes: Nach dem Bekanntwerden von Klimagate tönte die Campaignerin für „Klima-Gerechtigkeit“ bei Friends of the Earth lauthals, dass „eine Reaktion auf den Klimawandel eine Umverteilung von Wohlstand und Ressourcen im Mittelpunkt haben muss“. Nicht um den Schutz der Erde vor menschengemachten Kohlendioxid-Emissionen oder vor dem natürlichen oder anthropogenen Klimawandel sollte es gehen, sondern um die Umverteilung von Wohlstand und Ressourcen, wobei selbst ernannte Eliten wie sie selbst entscheiden, was „sozial gerecht“ ist und was nicht.

Klima-Campaigner opponieren gegen den Bau moderner Wohnungen für Afrikaner, wobei einige sogar verlauten lassen, dass die Afrikaner weiterhin in Lehmhütten wohnen und den Verbrauch von Strom sowie moderne landwirtschaftliche Technologien vermeiden müssen. Der Schauspieler Ed Begley sagte: „Afrikaner sollten Solarenergie dort nutzen, wo sie diese am meisten brauchen: auf ihren Hütten“. Diese Aktivisten sowie ihre Meinungs-Rädelsführer wie Al Gore, Phil Jones und Mike Mann sind natürlich von diesen Restriktionen ausgenommen.

Wirkliche soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte bedeuten, dass jedermann Zugang zu ausreichender, bezahlbarer und zuverlässiger Energie hat, besonders zu Strom, und das nicht von teuren, wetterabhängigen Windrädern und Solarpaneelen, sondern durch fossile Treibstoffe, Wasser- und Kernkraftwerke.

Wir hier in der entwickelten Welt sollten nicht länger tatenlos zusehen, wie der Klima-Betrug durch laute und radikale Aktivisten der Entwicklung der afrikanischen Ökonomie, Arbeitsplätzen und verbesserten Gesundheits- und Lebensstandards Bremsen anlegen.

Kelvin Kemm, Ph.D., ist Kerphysiker und Direktor von Nuclear Africa.

Quellen: Climate Etc.; Economics

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climategate-ten-years-later-1

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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