Deutschland: Die Besten wandern gleichzeitig aus und ein

Einer neuen Studie zufolge wandern alljährlich 180.000 Deutsche aus. Gut drei Viertel der Emigranten sind hochqualifizierte Akademiker. Man könnte also meinen, es drohe Deutschland der Verlust von Fachkräften, deren Ausbildung zuvor vom Steuerzahler finanziert worden ist. Man spricht dabei von einem sogenannten „brain drain“. Aber darf das wirklich so wahrgenommen werden im Lande derjenigen, die doch das Weltklima retten müssen? – Nein, darf es nicht. Wo es um unerwünschte Wahrnehmungen geht, hilft erfahrungsgemäß die Studie. Notfalls tut es auch eine Umfrage.

Viele Deutsche ziehen aus beruflichen Gründen ins Ausland – und verdienen dort deutlich mehr„, heißt es im „Focus„. Zitiert wird Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Bei der Vorstellung erster Ergebnisse aus der Studie „German Emigration and Remigration Panel“ am Mittwoch in Berlin beschwichtigte er: „Häufig geht es um den nächsten Karriereschritt„. Forsch, forscher, am forschesten. Die institutionalisierte Bevölkerungsforschung also. Was es nicht alles gibt heutzutage, um endlich herauszubekommen, was das für Leute sind, die man da regiert. Erstaunlich. „Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung“. Erforscht ist also: Es geht den Auswanderern häufig um den nächsten Karriereschritt. Wir reden also von Karrieren in Deutschland, die bis zu einem gewissen Punkt gut verlaufen sind. Lediglich der nächste Karriereschritt liegt im Ausland. Wieso? Weshalb? Warum kann der nächste Karriereschritt nicht einfach da liegen, wo bis dahin schon alles bestens gewesen ist? Das ist eine Frage, die in der neuen Studie vermutlich ebenfalls erklärt wird. Die Antwort darauf ist lediglich nicht in den „ersten Ergebnissen“ enthalten. Die forscheste Bevölkerungsforschung von allen wird schon wissen, warum am Mittwoch in Berlin nur die ersten Ergebnisse vorgestellt werden konnten, und nicht alle. Zu viele Antworten auf einmal könnten womöglich Teile der Bevölkerung verunsichern.

Im Durchschnitt verdienten Vollzeitbeschäftigte innerhalb eines Jahres rund 1200 Euro mehr als in Deutschland. Das gelte auch kaufkraftbereinigt, sagten die Forscher„, steht im „Focus“. Daß die Ausgewanderten im Ausland mehr verdienen, scheint also ein Auswanderungsgrund zu sein, der häufig nur für den „nächsten Karriereschritt“ gilt. So bald es um den übernächsten Karriereschritt geht, verdienen sie im Ausland vermutlich genauso wenig wie in Deutschland. Meine Güte, was bin ich gespannt auf die Vorstellung der zweiten Ergebnisse. Und was ist mit „brain drain“? Ersten Ergebnissen des Bundesinstituts zufolge gibt es keinen „brain drain“, also „Abfluß von Gehirn“ aus Deutschland. Alle „die Menschen“ sind nämlich gleich. Weil das wiederum so ist, heißt es im „Focus“ – Obacht: „Weil gleichzeitig qualifizierte Fachkräfte aus anderen Ländern zuwanderten, sei der Wanderungssaldo aber positiv. „Es gehen die Besten, es kommen aber auch die Besten“, hieß es von den Forschern. Bei der Abwanderung von Fachkräften handele es sich daher nicht um einen „brain drain“, sondern um eine „brain circulation“ – also nicht um eine Abwanderung von Kompetenz, sondern um einen Kreislauf.“ – Da haben wir es. Nur die Besten schaffen es, zu einer Tür hinauszugehen und zur selben Zeit durch dieselbe Tür auch wieder hereinzukommen. Für die Besten der Besten ist das wahrscheinlich sogar eine ihrer leichtesten Übungen.

Männer und Frauen wanderten zwar zu gleichen Teilen aus, allerdings dominiere ein „eher klassisches Familienmodell“, in dem die Karriere von Männern eine stärkere Rolle spiele. Frauen arbeiteten häufig erst nach der Rückkehr nach Deutschland wieder.“ – Wie gesagt, wir werden auf die Vorstellung der zweiten Ergebnisse warten müssen, um in Erfahrung zu bringen, wie karrierebewußte Männer aus Deutschland es hinbekommen, im Ausland nur durchschnittlich 1.200 Euro mehr im Jahr zu verdienen, mit der zusätzlichen Kohle ihre im Ausland arbeitslosen Frauen zwölf Monate lang durchzufüttern, und das Ganze dennoch als einen „nächsten Karriereschritt“ zu begreifen. Ob ihre Frauen vielleicht nur 500 Euro in einem ausländischen Jahr verbrauchen, so daß unter dem Strich 700 übrig bleiben? – Wir wissen es noch nicht. Vielleicht wurde das aber auch von einem anderen Bundesinstitut erforscht. Womöglich vom „Bundesinstitut für Bundesinstitutsforschung“. Weil wir aber neugierig sind, schauen wir einfach einmal in der Bibel nach – und siehe da: „Also sprach der Herr: Wahrlich ich sage euch, es herrscht kein Mangel an Experten im Lande der Leichtgläubigen“.

Der Fernsehmoderator im Lande der Leichtgläubigen ist das Restle wovon genau?

Mit den Besten, die als deutsche Christen, Agnostiker oder Atheisten in Bundeswehrstärke alljährlich auswandern, vollzieht sich in dem kurzen Moment, in dem sie sich außerhalb des Landes befinden, eine bemerkenswerte Verwandlung, ehe sie als die Immer-noch-Besten zur Drehtür wieder hereinkommen. Von jetzt auf gleich sind sie zu Moslems geworden, was dem Dasein als Bester natürlich keinen Abbruch tut. Weswegen auch die vermaldedeite Islamophobie ein arges Übel ist, wie Georg Restle weiß, dessen brain aus Deutschland gottlob noch nicht herausgedraint ist. Der berüchtigte Haltungsjournalist von der ARD, der immer von Haltung spricht, wenn es um Fehlhaltungen aller Art geht, ist nämlich in Oman gewesen, wo eine Menge Moslems wohnen, die, ohne die Besten sein zu müssen, auch so die freundlichsten aller „die Menschen“ überhaupt sind. Georg Restle bei Twitter am 27.11.2019: „Eine Reise in den Oman lehrt vieles: vor allem aber, wie beschämend die Islamophobie im eigenen Land sein kann, wenn man die Gastfreundschaft hier erleben darf.

Das ist natürlich eine Binsenweisheit in Sachen Scham, wie meinereiner schon anhand anderer Zusammenhänge herausgefunden hat. Eine Reise zu den chinesischen oder den russischen Karrieristen lehrt nämlich ebenfalls vieles: vor allem, wie beschämend die Autophobie im eigenen Land sein kann, wenn man die Freude am 600er Mercedes dort erleben darf. Eine Reise nach Amerika lehrt einen Reisedeutschen ebenfalls vieles: vor allem aber, wie beschämend die Schußwaffenfeindlichkeit im eigenen Land sein kann, wenn man die Waffenfreundlichkeit dort erleben darf. Was dem Georg Restle auf seiner Reise nach Oman in Sachen Scham offenbar nicht gelehrt wurde, das ist vor allem aber: wie beschämend die Beschneidungsfeindlichkeit im eigenen Land sein kann, wenn man die Schnippelfreudigkeit dort erleben darf. Von der Steinigungsfreundlichkeit gar nicht erst zu reden. Aber so richtig beschämend wird es erst, wenn man angesichts der Bierfeindlichkeit in Oman an die Bierfreundlichkeit im eigenen Land denkt. Es sieht ganz so aus, ob Georg Restle im eigenen Land getwittert hätte. In Oman hätte er sich schwerlich einen ansaufen dürfen.

Jedenfalls gibt Restles Tweet einen Hinweis darauf, warum er seinen nächsten Karriereschritt nicht ins Ausland macht. Logisch: Die gleichzeitige Aus- und Einwanderung der Hochqualifizierten durch die Drehtür des Karrierschritts ist nichts für seinesgleichen. Für den „brain drain“ aus Deutschland heraus bräuchte es eben erst einmal ein brain, das drainen kann. Was wir in der ARD zu sehen bekommen, ist also das Restle der Zurückgebliebenen. Warten wir also in aller Ruhe auf die Vorstellung der zweiten Ergebnisse.

Quelle

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