Klima-Katastro­phisten, die BBC & Bob Ward: Angriffe auf abweichende Meinungen

Matt Ridley, Reaction
Was Zeitungsleser und Radiohörer nicht sehen oder hören ist der nachhaltige und vorsätzliche Druck auf die Herausgeber, unbedingt der alarmistischen Linie bzgl. Klimawandel zu folgen.

Man bat mich, in einer Sendung der BBC am 28. Dezember zu erscheinen. Gefragt hatte mich der Gastredakteur Charles Moore. Dabei sprach ich an, dass die Berichterstattung der BBC bzgl. Klimawandel unausgewogen ist. Trotz zahlreicher Unterbrechungen seitens Nick Robinson konnte ich gerade noch geltend machen, dass sich die BBC völlig unkritisch auf alte Kamellen bzgl. Umwelt stützt, solange diese nur alarmistisch sind – und sogar auch dann, wenn sie von uninformierten Quellen stammen wie dem Führer von Extinction Rebellion oder auch weit außerhalb des wissenschaftlichen Konsens‘ liegen, dass es in diesem Jahrhundert um 1 bis 4 Grad wärmer wird. Aber es gibt dort strikte Regeln hinsichtlich der Gäste, welche möglicherweise sagen, dass die Klimawandel-Bedrohung übertrieben ist, selbst wenn deren Ansichten und deren genannte Fakten noch deutlich innerhalb der Konsens-Bandbreite liegen (hier).

Bei der BBC gibt es jetzt die Anweisung, dass falls ein Lukewarmer oder ein Skeptiker auf Sendung gehen, ihm oder ihr ein Korrektur-Interview eines Wissenschaftlers folgen muss, welcher alles wieder auf Linie bringt. Und folgerichtig wurde nach mir Sir David King befragt, der ehemalige leitende Wissenschaftsberater der Regierung (er ist qualifizierter Chemiker, während ich qualifizierter Biologe bin).

Ich lauschte mit hoch gezogenen Augenbrauen, als er mit Genuss meinen Punkt mit einer Übertreibung nach der anderen demonstrierte. Er sagte, dass der Vorstoß Europas für Diesel nichts mit den Grünen zu tun habe, obwohl ebendiese aktiv Druck genau dafür ausgeübt hatten. Er sagte, dass der Meeresspiegel in diesem Jahrhundert um 1 bis 3 Meter steigen werde, obwohl die gegenwärtige Rate 3,4 mm pro Jahr beträgt ohne jede Beschleunigung (was 0,3 m pro Jahrhundert ausmacht). Er sagte, dass die grönländische Eiskappe schmelzen und der Meeresspiegel dadurch um 5 bis 6 Meter steigen könnte, obwohl die Eiskappe angesichts der derzeitigen Schmelzraten dann noch zu 99% intakt sein würde. Er sagte, dass Waldbrände von sterbenden Bäumen verursacht werden infolge steigender Temperaturen, anstatt anzumerken, dass die Brände viel eher auf schlechte Forstwirtschaft in feueranfälligen Regionen zurückzuführen sind. Er sagte, dass Wissenschaftler übereinstimmend der Ansicht seien, dass die Stadt Kolkata verlegt werden muss, obwohl sich das Ganges-Delta in Wirklichkeit ausdehnt und nicht schrumpft.

Was Zeitungsleser und Radiohörer nicht sehen oder hören ist der nachhaltige und vorsätzliche Druck auf die Herausgeber, unbedingt der alarmistischen Linie bzgl. Klimawandel zu folgen. Nehmen wir z. B. Bob Ward von der London School of Economics, wo er von einem Milliardär bezahlt wird, nämlich Jeremy Grantham. Ward ist nicht als Forscher beschäftigt, sondern um Klimawissenschaft zu „kommunizieren“. Er gefällt sich darin, dies als seine Pflicht anzusehen, Druck auf die Medien auszuüben, um Menschen wie mich zu zensieren. Er beklagt sich fast jedes Mal bei der Times, wann immer ich den Terminus Klimawandel erwähne, wobei er oftmals die Fakten falsch darstellt und jedes Mal großes Geschrei erhebt, wenn die Times, nachdem sie ein halbes Dutzend seiner Briefe veröffentlicht hatte, es einmal ablehnt, noch einen weiteren zu veröffentlichen.

Jüngst hat er sich dazu verstiegen, sich bei der Independent Press Standards Organisation IPSO zu beklagen. Immer wenn Charles Moore, James Delingpole, David Rose, Christopher Booker, ich selbst oder irgendein anderer Journalist einen Artikel schreiben, in welchem wir den übertriebenen Klima-Alarmismus in einer der Zeitungen kritisieren, die von der IPSO kontrolliert werden, übermittelt er eine detaillierte und lange Klage. Hingegen beklagt er sich niemals über die Myriaden von Fehlern seitens der Alarmisten, welche andauernd in Artikeln auftauchen z. B. des Inhalts, dass „der Wissenschaft“ zufolge demnächst sechs Milliarden Menschen infolge des Klimawandels sterben werden.

Man vergesse nicht: die IPSO wurde ins Leben gerufen, um Menschen zu entschädigen, in deren Privatleben Journalisten eingefallen waren, aber Ward beklagt sich niemals um seiner selbst willen (obwohl er es vielleicht nach diesem Beitrag doch tut). Beispiel: Im Jahre 2017 schrieb ich in der Times einen Artikel über einen Whistleblower-Wissenschaftler in den USA, der gesagt hatte, dass Kollegen absichtlich einen Datensatz manipuliert hätten, um den Klimawandel noch alarmierender aussehen zu lassen.

Obwohl dies alles in den USA vor sich gegangen war und nichts mit britischen Wissenschaftlern zu tun hatte, geschweige denn mit Ward selbst, und obwohl der betreffende Wissenschaftler froh war über meinen Artikel, sandte Ward der IPSO langatmige Klagen über vermeintliche Ungenauigkeiten in meinem Artikel. Ich antwortete darauf mit einer sehr langen Erwiderung, die zusammenzustellen mich zwei Wochen in Anspruch nahm. Die IPSO forderte Ward auf, meine Widerlegung zu widerlegen, was er sehr langatmig auch tat. Dabei schrieb er viele neue Dinge hinein, die in meinem Originalartikel gar nicht enthalten waren. IPSO forderte mich erneut zu einer Erwiderung auf, was ich ausführlich und mit Mühe auch tat. Ward reagierte ein drittes Mal (man erinnere sich: das ist sein täglicher Job!). Dieses Mal, also nach sechs Monaten dieses Streits, lehnten ich und die Times es ab, erneut zu antworten und forderten stattdessen die IPSO auf, hierüber ein eigenes Urteil zu fällen. Das tat sie und urteilte rasch zu meinen Gunsten. Sie verwarf alle 11 Klagen von Mr. Ward. Jede einzelne.

Im Jahre 2019 versuchte er es erneut hinsichtlich eines Artikels von mir im Telegraph, in welchem es darum ging zu ergründen, dass der Verzicht auf Fleischkonsum kaum einen Unterschied machen würde bzgl. Emissionen, aber dieses Mal wies die IPSO seine Klagen sofort zurück, ohne mich auch nur um eine Erwiderung zu bitten.

Ich möchte einen Eindruck vermitteln über die Art und Weise, wie er seine Klagen schreibt. In meinem Artikel hatte ich geschrieben „Eine Studie aus den ländlichen Gebieten in Kenia hatte herausgefunden, dass der Verzehr von Eiern die Kinder um 5% schneller hat wachsen lassen“. Ward beschwerte sich, dass „obwohl die Studie ergab, dass ‚ein Kind, das während des Untersuchungszeitraums einmal täglich Eier aß, um 5% größer wurde als ein Kind, das keine Eier aß’“, hielt Ward die Behauptung für irreführend, „weil die Studie keinen Vergleich mit Kindern auf veganer Ernährung anstellte“. Dabei hatte ich das niemals behauptet. Dies ist ein sehr eindeutiges Beispiel für jemanden, der nichts als Schikane im Sinn hat, der auch noch nicht einmal erwartet, recht zu bekommen, sondern der mir einfach nur meine Zeit stehlen will.

Tatsächlich scheint es das Ziel von Ward zu sein, niemals einen argumentativen Streit zu gewinnen – das wäre ein Bonus – sondern uns niederzuhalten mit einem Zeit raubenden Verfahren, uns zu verteidigen – in der Hoffnung, dass uns dies davon abhält, Herausgebern ähnliche Artikel in Zukunft anzubieten, und dass es die Herausgeber davon abhält, diese Artikel zu veröffentlichen. Und leider funktioniert das. Er hat einige Journalisten und Herausgeber verschreckt, etwas über das vitale Thema Klimawandel zu bringen. Dies überlässt den Katastrophikern ein breites Feld, Kinder nach Herzenslust zu ängstigen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/the-bbc-bob-ward-the-climate-catastrophists-attack-on-dissent/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Quelle

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