Wer wird finanziell gemästet – die „Klimaleugner“ oder die Klima-Alarmisten?

Ehemaliges Astrophysikalisches Observatorium Potsdam, heute
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung By H. Raab (User:Vesta) – Own
work, CC BY-SA 3.0,

von AR Göhring

Halbseidene Figuren aus der weltweiten Klimawissenschaftsszene wie
„Mister 97%“, John Cook, verbreiten seit Jahren das Narrativ, die Klimaskeptiker würde mit jährlich einer Milliarde Dollar von der Fossilindustrie gefüttert. Nachweise: keine. Die frei erfundene Zahl wird seit ihrer Erstnennung aber von den Klima-Aktivisten in Universitäten und Redaktionen einfach als Fakt behandelt und
weitererzählt.

Wie
sieht es eigentlich bei der Gegenseite aus? Werden die von finanzstarken
Geldgebern üppig finanziert, und das nachweisbar? Allerdings: Die
Sender um ARD und ZDF erhalten jährlich über acht Milliarden Euro,
erhoben von allen Haushalten, die mittlerweile gar nicht mehr
entscheiden können, ob sie DFF-Fernsehen, -Radio oder Internetformate
wie FUNK genießen wollen oder nicht; gezahlt muß werden, als
„Demokratieabgabe“. Bis etwa zum Jahre 2.000 haben Journalisten wie die
von nano bei 3Sat ihre Arbeit noch ordentlich gemacht und die
Klimaapokalypsen-Theorie noch pro und contra behandelt. Nach 2.000 war
das vorbei, und es wurden nur hie und da noch einzelne Kritiker wie Dirk
Maxeiner (hart aber fair) und Michael Limburg in Talkshows
eingeladen. Seit etwa 2010 ist auch das vorbei; die Apokalypse gilt
seitdem als Dogma, das in den TV-Rederunden als unanzweifelbar gilt. Nur
noch AfD-Politiker wie Guido Reil, die man notgedrungen manchmal
einladen muß, bringen bei Lanz Widerspruch vor.

Bei den privat finanzierten Klimajournalisten von Zeit, Berliner Tagesspiegel, Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Allgemeiner oder der Bild
geht die Zwangsfinanzierung nicht so einfach; und deren Auflagen
brechen heftig ein. Vor allem die bis etwa 2010 als konservativ
geltenden Organe wie FAZ oder Bild sehen in nicht allzu ferner
Zukunft dem Konkurs entgegen, wenn die Vertretung eher grüner
Parteipositionen dort nicht bald ein Ende hat. Welcher kritische Bürger
zahlt denn noch für PR? In der DDR war die wenigstens noch gratis. Wobei
– es gibt ja schon Pläne, auch Privatzeitungen über Steuergelder zu
finanzieren, damit die Weltsicht der Profiteure auf allen Kanälen
weiterlaufen kann.

Wie
sieht es mit den Weltuntergangs-Propheten der privaten Institute und
Universitäten aus? Die Unis bekommen eine Grundfinanzierung und noch
einmal beantragte Fördergelder – die bekannten „Drittmittel“. Wenn da
auf einem Antrag „Nachhaltigkeit“, „Gender“ oder gar „Klimawandel“
draufsteht, ist die Genehmigung fast schon zwangsläufig. Außer, es
kabbeln sich zu viele Opportunisten mit „Klima“ um einen einzelnen
Förderposten. Nebenbei: Die Forschungs-Fördermittel, die für „Klima“
oder „Integration“ oder ein anderes Polit-Thema herausgeschmissen
werden, fehlen in der echten Wissenschaft, zum Beispiel in der
medizinisch-biologischen Krebsforschung. Habe ich selber erlebt.

Was ist mit privaten Vereinen wie dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK von Schellnhuber, Rahmstorf, Rockström, Edenhofer und „Winkel-CO2“-Levermann?
Wer es noch nicht weiß, das PIK ist kein universitäres Institut,
sondern genau wie EIKE ein privates und ein eingetragener Verein e.V.

Bei uns
wurden schon Goldbarren von Trump und der Ölindustrie vermutet, aber
nichts gefunden. Schön wär’s ja, dann hätte ich einen Dienst-Diesel mit
viel PS. Und CO2-Ausstoß, denn das brauchen wir bei acht Milliarden Menschen und einem solaren Minimum.

Beim
PIK muß gar nicht lange nach den Staats-Millionen suchen; weil die
Förderung durch die Bundesregierung ganz öffentlich ist. Zusätzlich
fragen bürgerliche Parlamentarier auch noch mal bei Merkels Genossen
nach, wie viele Steuermillionen Rahmstorf und Co. so für ihre wertvolle
Arbeit als Grundfinanzierung erhalten.

Eine
Kleine Anfrage der FDP-Fraktion des Deutschen Bundestags unter
Federführung von Christoph Meyer, Christian Dürr und Nicola Beer
offenbarte sage und schreibe146 Millionen Euro für die Jahre
2.000 bis 2018. Sind 7,68 Millionen durchschnittlich per annum. Und das
ist nur die Grundfinanzierung für die Gehälter der Hausangestellten wie
den Profs, Gebäudenebenkosten etc. Hinzu kommen weitere Millionen im
Jahr aus den erwähnten Drittmitteln, mit denen dann Zeitstellen wie
Doktorandenposten finanziert werden. Heißt, die Ausbildung weiterer
Propagandisten, die in die Universitäten ausschwärmen und die
Glaubenslehre verbreiten.

Der Anfragetext der FDP im Wortlaut (Auswahl):

„9. Flossen
dem PIK oder seinen weiteren Organisationseinheiten in den Jahren von
2000 bis 2018 Mittel aus dem Bundeshaushalt zu, und wenn ja, in welcher
Höhe und aus welchen Titeln (bei Projektmitteln bitte nach
Einzelprojekten und Jahresleistungen aufschlüsseln)?“

Antwort BR:

„Dem
PIK oder seinen weiteren Organisationseinheiten flossen in den Jahren
von 2000 bis 2018 Bundesmittel in Höhe von insgesamt 146 026 510 Euro
zu.“

Höchst
delikat auch die Antwort der Regierung zur Frage nach den Verflechtungen
des PIK e.V. mit der Regierung und ihrer Parteien:

„11.
Wurden das PIK oder seine Mitarbeiter in den Jahren von 2012 bis 2018
mit der Erstellung von Gutachten, Analysen oder Ähnlichem durch die
Bundesregierung beauftragt, und wenn ja, auf welcher Grundlage entschied
sich die Bundesregierung für das PIK, seine weiteren
Organisationseinheiten oder seine Mitarbeiter als Auftragnehmer? 


12. Gab
es bei etwaigen Auftragsarbeiten Ausschreibungen, und wenn nein, warum
nicht? 
Wenn ja, welche weiteren Mitbewerber gab es?“

Antwort BR:

„Das
PIK wurde in den Jahren von 2012 bis 2018 mit der Erstellung von
Gutachten, Analysen oder ähnlichem durch die Bundesregierung beauftragt.
Die Beauftragung erfolgte durch Verträge im Rahmen der haushalts- und
vergaberechtlichen Bestimmungen.“

Nicht verwunderlich ist personelle Verflechtung der Klimaforscher.

„15.
Entsendet das PIK oder seine weiteren Organisationseinheiten Vertreter
in Ausschüsse, Beratungsgremien oder Fachbeiräte des Bundes, und wenn
ja, in welche?

16.
Sofern Frage 15 zutrifft, welche konkrete Organisationseinheit
entscheidet in den jeweiligen Bundesministerien über die Besetzung der
jeweiligen Ausschüsse, Beratungsgremien oder Fachbeiräte auf welcher
rechtlichen Grundlage (bitte einzeln zuordnen)?“

Antwort BR:

„Folgende PIK-Mitarbeiter wurden in Fachbeiräte der Bundesregierung berufen:

– Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen
(WGBU). Gemäß § 3 Absatz 2 des Gemeinsamen Erlasses zur Errichtung des
WBGU vom 8. April 1992 werden die Mitglieder des Beirates federführend
von der Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie von der
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im
Einvernehmen mit den beteiligten Ressorts für die Dauer von vier Jahren
berufen.

– Prof. Dr. Wolfgang Lucht, Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen der Bundesregierung
(SRU). Gemäß § 8 Absatz 1 des Erlasses über die Einrichtung eines
Sachverständigenrates für Umweltfragen bei dem Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 1. März 2005 werden die
Mitglieder des Sachverständigenrates für Umweltfragen vom
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit nach
Zustimmung des Bundeskabinetts für die Dauer von vier Jahren berufen.“

Da die
Geber von Drittmitteln nicht unbedingt staatliche Stellen sein müssen,
sondern durchaus auch Thinktanks, politisch-weltanschauliche
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) oder profitorientierte Firmen
(Industrie etc), ist die personelle Verflechtung von Regierung und PIK
äußerst problematisch.

„18.
Erachtet die Bundesregierung eine wirtschaftliche Beziehung von
Mitgliedern von Ausschüssen, Beratungsgremien oder Fachbeiräten der
Bundesregierung, einzelner Bundesministerien oder nachgelagerter
Behörden mit drittmittelfinanzierten Forschungseinrichtungen generell
für problematisch, und wenn ja, welche Vorkehrungen und Mechanismen hat
sie etabliert, um eine Interessenverquickung zu unterbinden, bzw. wenn
nein, warum nicht?“

Antwort BR:

„Es
können grundsätzlich bei allen Mitgliedern von Ausschüssen,
Beratungsgremien oder Fachbeiräten der Bundesregierung, einzelner
Bundesministerien oder nachgelagerter Behörden Interessenkonflikte
auftreten. Es ist Aufgabe des jeweiligen Gremiums, diese zu erkennen und
im erforderlichen Umfang zu adressieren. Auch die
drittmittelfinanzierten Forschungseinrichtungen haben ein offenkundiges
Eigeninteresse, keine Zweifel an ihrer wissenschaftlichen Unabhängigkeit
aufkommen zu lassen. Die Bundesregierung begrüßt grundsätzlich das
Interesse von Drittmittelgebern an der Tätigkeit von
Forschungseinrichtungen. Aus dem Interesse an einer konkreten
Forschungseinrichtung kann aber keinesfalls pauschal auf eine
unzulässige Einflußnahme auf Mitglieder geschlossen werden, die der
Forschungseinrichtung angehören.“

Nun, da
wollte man offensichtlich nicht so recht antworten und verlegt sich auf
Allgemeinplätze. Warum? Gibt es etwas zu verbergen?

Man
muß den FDP-Politikern aus dem Bundestag, die die Kleine Anfrage
stellten, ein großes Lob machen. So geht Oppositionsarbeit. Überdies ist
es in Zeiten, in denen selbst die CDU-Kanzlerin eine tiefgrüne Politik
macht, schon als mutig zu bezeichnen, Merkels wichtigsten
Klimaalarmisten zu attackieren.

Quelle : https://www.eike-klima-energie.eu/2020/01/14/wer-wird-finanziell-gemaestet-die-klimaleugner-oder-die-klima-alarmisten/

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