Die „Zeit“ im Klimawandel: Hier werdet ihr verwarnt!

Die „Zeit“, eines der grotesken Medienerzeugnisse der deutschen Gegenwart im zivilreligiösen Irrenhaus, hat wieder einen Brecher rausgehauen. Herr Walter Osztovic textete in der Rubrik „Klimawandel“ die sensationelle Schlagzeile: „Wir sind gewarnt!“. Vielleicht stimmt das sogar. Aber es ist garantiert nicht das Wichtigste von dem, was sie bei der „Zeit“ sind. Um der lieben Eindeutigkeit Willen: Hier werdet ihr Zeitler verwarnt. Die Medienkritik.

von Max Erdinger

Wälder statt Skipisten und kaum noch Autos in den Städten: In den nächsten zehn Jahren führt kein Weg an einer radikalen Veränderung des alltäglichen Lebens mehr vorbei.„, schreibt der Warn-Walter von der „Zeit“. Um das jetzt gleich mal zu klären. Wenn hier einer warnt, dann bin ich das. Und wovor ich warne, das sieht so aus: „Journalisten statt impertinenter Indoktrinatoren und kaum noch Linke in den Redaktionen: In den nächsten zehn Jahren führt kein Weg an einer radikalen Veränderung der alltäglichen Medienlandschaft vorbei.“

Vielleicht sollte man sich doch einmal in das Jahr 2030 versetzen„, meint der Warn-Walter. Wahrscheinlich glaubt er sogar, daß das geht, ohne sich danebenzusetzen. „Während die Welt von 2020 ja doch im Wesentlichen noch die gleiche ist wie jene von 2010, stehen nun Veränderungen bevor, die den Alltag, die Lebensweise und das Wirtschaftssystem ziemlich gründlich umkrempeln werden„. – Alter Ver-Walter. Ist die Welt doch „im Wesentlichen“ noch die gleiche wie jene von 2010? Fast würde ich meinen & finden wollen, daß es sogar noch immer dieselbe ist. Und ich sehe nicht, daß sich das bis zum Jahr 2030 „im Wesentlichen“ ändern könnte. Aber der Warn-Walter meint wahrscheinlich, daß Alltag, Lebensweise und Wirtschaftssystem zusammengenommen „im Wesentlichen“ die „Welt“ sind.

Veränderungen

Veränderungen stehen bevor? – Nein! – Doch! – Oooh! Der Warn-Walter meint natürlich ganz bestimmte Veränderungen, die bevorstehen, nicht einfach irgendwelche. Und nonchalant tut er so, als ob diese Veränderungen, die „im Wesentlichen“ bevorstehen, dennoch einfach irgendwelche Veränderungen seien, die vom Himmel fallen, und nichts, das mit der Frage steht und fällt, ob diejenigen, die diese Veränderungen herbeiführen wollen, auch nur in zwei Jahren überhaupt noch etwas zu melden haben werden – oder ob sie dann nicht schon geteert und gefedert aus dem Lande verjagt – oder ins Kittchen gewandert sind.

Ob das so kommt, hängt einzig und allein an der Frage, ob es unsereinem bis dahin gelingt, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, daß der menschengemachte Klimawandel die dreisteste Volksverarschung in der neueren Menschheitsgeschichte ist, eine gigantische Medienlüge zur Erreichung ganz anderer Ziele als dem der Weltrettung. Die Chancen stehen allerweil gar nicht so schlecht, daß dieser Super-Hoax demnächst in sich zusammenfallen könnte. Also, für den Warne-Walter ist 2030 defintiv kein Jahr, in das seinereiner sich heute schon „vielleicht“ hineinversetzen könnte. Gut möglich ist, daß Leute wie der Warn-Walter 2030 so arbeitslos sind wie der alte Schnitzler nach der Wende. Und gut möglich ist, daß ihn im Jahre 2030 jemand zu der Frage interviewt, wie er 2020 auf das schmale Brett mit der Schlagzeile „Wir sind gewarnt!“ gekommen ist.

Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Dieses „Wir“, das die Warne-Walters dieser grünen Verbots- und Warnwesten-Republik dauernd verwenden, um so zu tun, als hätten vernünftige Menschen etwas mit ihnen zu tun, wird, wenn „wir“ uns vielleicht einmal in die Zukunft versetzen wollen, ein ganz eigener Themenkreis werden. Meinereiner befindet sich mit den Warn-Walters dieser verblödenden Republik nicht in einer Gemeinschaft, weswegen es auch kein „wir“ mit solchen Walters gibt. Dieses „wir“ existiert nur so in Warn-Walters Einbildung wie fast alles andere.

Die meisten dieser Veränderungen müssen und werden Menschen selbst vornehmen, der Wandel bricht nicht einfach so über sie herein. Doch welche Initiativen die Gesellschaft in den nächsten Jahren unternimmt, welchen Weg sie einschlägt, entscheidet über ihre Zukunft.“ – Da möchte man den Warn-Walter fast fragen, ob er eigentlich weiß, was eine Binsenweisheit ist, was man im übertragenen Sinne unter einer Weichenstellung versteht – und daß die Fahrt in die Zukunft sehr davon abhängt, wie die Weichen gestellt sind. So viel steht fest: Die Warne-Walters und ihre zivilreligiösen Meßdiener von der globalsozialistischen Klimakirche darf man nicht zu Weichenstellern machen, sonst gibt´s keine schöne Zukunft.

Meinereiner schlägt vor, daß „wir“ erst einmal uns des linken Lieblingswortes bemächtigen und selbst die „Initiative“ ergreifen. Eine „breite Initiativmasse“ zur Abschaffung des linksdoktrinären Initiativengeredes könnte vielleicht in eine schöne Zukunft führen. Wie könnte man die nennen? „Initiative für alternatives zivilgesellschaftliches Engagement zur Veränderung“, vielleicht? – Na ja, „im Wesentlichen“ könnte man sie so nennen. Damit man sich nicht gar so sehr aus derselben Welt entfernt, in der die Warne-Walters von „der gleichen“ reden.

Was „uns“ wirklich interessiert

Total interessant ist, wo der Warn-Walter von der „Zeit“ sein Veränderungswissen für das Jahr 2030 herhat. Er schreibt: „Diese etwas pathetisch klingende Schlussfolgerung ergibt sich aus der Arena Analyse 2020 – Wir wissen, was wir tun. Diese Studie, die auf Expertenbefragungen beruht, wird seit 2006 jedes Jahr vom Wiener Beratungsunternehmen Kovar & Partners in Zusammenarbeit mit der ZEIT und der Tageszeitung Der Standard durchgeführt. Ziel ist es, zukünftige Trends aufzuspüren und ihre Hintergründe auszuleuchten. Dafür wurden 48 Tiefeninterviews und schriftliche Beiträge von Expertinnen und Experten ausgewertet.

Die Warne-Walters dieser Republik sind die unfreiwillig Lustigsten, die einem heute über den Weg in die Zukunft laufen können. Sie werden von linkspopulistischen Schundblättern dafür bezahlt, das als neutrale Information auszugeben, was ihnen doktrinäre Internationalsozialisten in Zusammenarbeit mit anderen doktrinären Internationalsozialisten zuvor als der Weisheit letzten Schluß zur Präsentation aufgetragen haben. „Wir wissen, was wir tun“ – ?? – Das ist ein Schuldeingeständnis! Mildernde Umstände hätte es 2030 vielleicht gegeben für eine Arena-Analyse mit dem Titel: „Wir wissen nicht, was wir tun“. (Weswegen „wir“ auch immer irgendwelche Experten aus dem Hut zaubern, die uns weiß-der-Geier-warum besonders gut gefallen in unserer zivilreligiösen Ignoranz).

Solche Sätze muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: „Ziel ist es, zukünftige Trends aufzuspüren und ihre Hintergründe auszuleuchten.“ – Früher hätte man „Ziel ist es, Spökenkiekerei zu betreiben“ geschrieben. „Dafür wurden 48 Tiefeninterviews und schriftliche Beiträge von Expertinnen und Experten ausgewertet„. Mit anderen Worten: Wir haben mal ein paar Leute gefragt, ob sie uns vielleicht erzählen würden, was wir gerne hören wollen, damit wir es dann als wissenswerte Neuigkeiten verkaufen können. Jede Wette, daß es Tiefenexperten und Schriftexperten gewesen sind, die 48 „Tiefeninterviews“ (Wo? Im U-Boot in der Tiefsee?) und die schriftlichen Beiträge von ganz normalen Expertinnen und sogar auch Experten ausgewertet haben. Entschuldigung bitte, ich meinte natürlich „Tiefenexpertinnen und Tiefenexperten“ sowie „Schriftexpertinnen und Schriftexperten“ als auch „das Tiefen- und Schriftexpert“.

Jedenfalls: Mit einem Interview – und gerade die Wiener Beratungsfirma Kovar & Partners wird das wegen ihrer örtlichen Nähe zum Wiener Sprachgebrauch bestätigen können – kannst du als Warne-Walter von der „Zeit“ heute „scheißen gehen“. Ein „Tiefeninterview“ ist doch gleich etwas ganz anderes. Das schindet Tiefeneindruck beim „Zeit“-Leser. Oder tiefen Eindruck? Egal, jedenfalls hat er´s nicht gern profan. Das kann man schon daran erkennen, daß er sich nicht einfach für die Auswirkungen heutiger Trends interessiert, die ja – das hat der gegenwärtige Trend so an sich – bereits in die Zukunft weisen, sondern für „zukünftige Trends“. Am interessantesten sind wahrscheinlich Trends, die ihren Startpunkt im Jahr 3548 haben. Die sind sowas von „zukünftige Trends“, daß man es mit dem heutigen Trend noch gar nicht richtig tiefenerfassen kann. Stimmt´s, Warne-Walter?

Trotzdem bleibt derzeit die Beschäftigung damit immer noch ein wenig abstrakt: ein bisschen ungläubiges Kopfschütteln angesichts der Macht der Cyber-Monopolisten, ein gelegentliches Seufzen über schneelose Winter und sommerliche Hitzewellen. Jetzt plötzlich haben beide Phänomene eine Eskalationsstufe erreicht, die zum Handeln zwingt. Und zwar im doppelten Sinn: Jeder und jede einzelne wird sein persönliches Alltagsverhalten ändern, ob es ihm passt oder nicht. Und die Politik kommt immer stärker unter Zugzwang, weil die Bürger und Bürgerinnen verlangen, dass neue Gesetze sie unterstützen. Schließlich kann sowohl der Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft als auch die Zähmung der Big-Data-Giganten nur gelingen, wenn alle dazu verpflichtet werden, am selben Strang zu ziehen. In den Zwanzigerjahren wird daher auch der Ruf nach dem Primat der Politik, nach einem starken Staat oder einer starken Staatengemeinschaft immer lauter erschallen.

Für diese abgefeimte Hinterfotzigkeit werden die Warne-Walters und die Meßdiener der internationalsozialistischen Volksverarschungskirche eines nicht allzu fernen Tages schallend maulschelliert werden, fürchte ich. Ich betone: Fürchte ich. Allerdings habe ich auch wenig Tiefenangst vor den Furchtexperten. Ich frage mich nämlich ernsthaft, ob das Verfassen solcher Artikel wie dem vom Warn-Walter in der „Zeit“ nicht schon kriminell ist angesichts der offen propagierten Abschaffung der Demokratie. Journalistisch gesehen ist das ja fast so, wie wenn ein Schönheitschirurg der Claudia Roth, statt eine Warzenentfernung vorzunehmen, einen Schweinsrüssel ins grüne Antlitz bastelt, weil er glaubt, daß das ein „zukünftiger Trend“ ist, den er beim Ausleuchten gesehen hat.

Vielleicht ist es auch einfach so, daß die Warn-Walters dieser verblödenden Republik allmählich hysterisch werden vor lauter Angst, daß es um ihre Zukunft bis zum Jahr 2030 sehr schlecht bestellt sein könnte. Der Plan, über den Umweg „anthropogener Klimawandel“ doch noch die globale Oktoberrevolution durchzudrücken, scheint nicht so richtig aufzugehen. Und ich könnte nicht behaupten, daß das dann eine völlig unberechtigte Hysterie wäre. Die schauspielernden Klimahysteriker sitzen in der Falle, so, wie sie sich bis zum heutigen Tag bereits verstiegen haben. Da gibt es kein verlustloses Zurück mehr. So katastrophal, wie die Folgen des in den schaurigsten Farben gemalten Klimawandels für die Welt wären, gäbe es ihn, so katastrophal wären die Folgen für die Klimaprediger, wenn sich durchsetzt, daß es den anthropogenen Klimawandel nicht gibt. Weshalb es ihn geben muß. Das ist keine Frage wissenschaftlicher Fakten mehr, sondern nur noch eine des Machterhalts für seine „Befürworter“.

ARD, ZDF, WDR, SPIEGEL, ZEIT, FAZ, SPD, GRÜNE …. – das alles stand schon mal auf weit weniger wackligen Beinen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Kämpfer gegen den zivilreligiösen Wahn der Warn-Walters und der Heimsuchung im Kanzleramt nach einem erneuten Sieg Donald Trumps bei den US-Wahlen subtil Hilfe aus dem Ausland bekämen. Es kann ihnen nicht entgangen sein, daß sich das klima- und migrationswahnsinnige Deutschland international zusehends isoliert hat, und daß der Geduldsfaden sowohl von Putin als auch der von Trump immer kürzer geworden ist. Ich meine, was der Warn-Walter da als der Weisheit letzten Schluß auftragsgemäß abliefert in seinem Artikel, ist ja nichts weniger, als der Aufruf, sich einer angeblich unumgänglichen Ökodiktatur zu fügen, ob „es einem passt oder nicht.“ Ich glaube nicht, daß er damit durchkommt.

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