Medial ausgeschlachtet: Das Coronavirus als Teil des Informationskrieges

Medial ausgeschlachtet: Das Coronavirus als Teil des Informationskrieges

Das russische Fernsehen hat auf die Unterschiede der Berichterstattung über den Coronavirus und die amerikanische Grippeepidemie hingewiesen. Von der haben Sie noch nichts gehört? In dieser Saison sind weit über 10.000 US-Bürger an der Grippe gestorben, aber die Medien melden das mit keinem Wort.

An der Grippe sterben jedes Jahr hunderttausende Menschen weltweit, in der Saison 2017/2018 waren es alleine in Deutschland über 25.000 Todesopfer. Das geschieht ohne großen Wirbel in den Medien. Wenn aber in China ein Virus auftaucht, wird jedes Mal eine mediale Panik angestoßen.

SARS, Vogelgrippe, Schweinegrippe, an all diesen Krankheiten drohte die Welt zu Grunde zu gehen, wenn man den Medienberichten seinerzeit geglaubt hat. Und jedes Mal wieder dürfen „Enthüllungen“ nicht fehlen, dass das Virus wahlweise vom Pentagon, von Bill Gates oder von Soros entwickelt wurde.

Und jedes Mal war nichts dran, weder ist die Menschheit untergegangen und noch sind die Viren im Labor entstanden.

Die genannten „chinesischen“ Viren stellten sich am Ende sogar als wesentlich weniger tödlich heraus, als die „normale“ Grippewelle, die die Welt jedes Jahr wieder heimsucht. Man fragt sich also, warum immer so eine mediale Panik verbreitet wird, wenn ein Virus in China auftaucht, aber kein Wort berichtet wird, wenn andere Viren wesentlich mehr Todesopfer fordern.

Ich bin kein Mediziner und ich rate natürlich jedem zur Vorsicht, denn eine Lungenentzündung ist kein Spaß und kann für vorbelastete Menschen gefährlich werden. Aber ich frage mich schon, woher diese Panik jedes Mal kommt, wenn ein Virus in China auftaucht. Und was würden die Medien wohl veranstalten, wenn so ein Virus mal in Russland auftauchen würde? Wahrscheinlich müssten wir dann Schlagzeilen über den „russischen Tod“ oder „Rasputins Rache“ lesen.

In der Sendung „Nachrichten der Woche“ hat das russische Fernsehen ausführlich über das aktuelle Coronavirus berichtet. In der Sache unterscheiden sich die russischen Berichte nicht wesentlich von dem, was auch in Deutschland berichtet wird. Daher habe ich sie nicht übersetzt.

Jedoch der Kommentar, der sich damit beschäftigt hat, wie das Virus medial und politisch missbraucht wird, gab mir zu denken. Daher habe ich den Kommentar des russischen Moderators übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

In China hat das Coronavirus neben Todesopfern bereits enorme Schäden an der Wirtschaft des Landes angerichtet. Alleine nach den vom amerikanischen Fernsehsender CNN zitierten Schätzungen belaufen sich die finanziellen Verluste auf rund 60 Milliarden Dollar und das Wirtschaftswachstum ist bisher um zwei Prozent zurückgegangen.

Dennoch ist das eher das Ergebnis der übertriebenen Reaktion der Welt auf die Vorkommnisse in China. Und man ist genau an einer solchen Reaktion interessiert, vor allem in den Vereinigten Staaten, die einen erbitterten Handelskrieg mit China führen. Der Coronavirus und die übertriebene Angst sind amerikanische Verbündete.

Und tatsächlich, während die Zahl der Opfer des chinesischen Coronavirus in China in die Hunderte geht, hat die US-amerikanischen Grippe, die derzeit wütet, schon mindestens 10.000 Menschenleben gekostet, vielleicht auch 25.000. Das sind die offiziellen Zahlen der US-Bundesbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention of the United States). Diese Bandbreite zwischen den Angaben über Opfer der amerikanischen Grippe von 10.000 bis zu 25.000 Todesopfern in dieser Saison erklärt die Agentur bestechend einfach:

„Die Centers for Disease Control and Prevention haben keine Daten über die genaue Anzahl der Grippefälle und die Betroffenen, da es in den meisten Teilen der Vereinigten Staaten keine solchen Statistiken gibt. Diese Schätzungen stammen aus der Verwendung eines mathematischen Modells, das auf verfügbaren Daten über die Anzahl der im Labor bestätigten Krankenhausaufenthalte basiert“, so die Agentur in einer Erklärung.

Das bedeutet, dass Amerika bei der Schätzung der Todesopfer der eigenen Grippe eine Fehlerbandbreite von Zehntausenden angibt. Aber in den USA wird jeder Chinese überwacht, wie auch China selbst. Jeder Mensch, der an dem chinesischen Virus stirbt, kommt in die Medien und ist viel schrecklicher für die Welt, als Tausende von Amerikanern, die an der Grippe sterben. Oder warum reden wir jetzt nur über die Chinesen? Und warum werden China und die Chinesen jetzt verteufelt wie nie zuvor und zu einem weltweiten Schreckenszenario gemacht?

Es ist China, das jetzt beispiellose Offenheit demonstriert und eine Organisiertheit und Geschwindigkeit an den Tag legt, wie sie kaum jemand erreichen kann und im Epizentrum der Infektion auf seinem gesamten Territorium kämpft und die Ausbreitung von Infektionen auf der ganzen Welt aufhält. Dieser Kampf verdient Solidarität und höchstes Lob. Es ist selbstverständlich, dass Präsident Putin ein Telegramm mit Worten des Mitgefühls und der Unterstützung an den chinesischen Staatschef Xi Jinping geschickt hat, wie der Kreml-Pressedienst berichtete: „Der russische Staatschef hat sich zuversichtlich gezeigt, dass dank der entschiedenen Maßnahmen der chinesischen Führung die Ausbreitung der Epidemie gestoppt und der Schaden dadurch minimiert wird. Der russische Präsident erklärte sich bereit, dem befreundeten chinesischen Volk jede notwendige Hilfe zu gewähren und erklärte, dass sich die zuständigen russischen Behörden auf die engste Zusammenarbeit mit den einschlägigen chinesischen Behörden konzentrieren, um die diese gemeinsame Bedrohung zu überwinden.“

Eine solche Unterstützung ist vor dem Hintergrund dessen, was China vom Westen erfährt, besonders wertvoll. Was bedeutet alleine die Karikatur der chinesischen Flagge, die in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten erschienen ist, wo statt goldener Sterne auf rotem Hintergrund gelbe Symbole des Coronavirus abgebildet wurden?

Das ist zynisch. Chefredakteur Jacob Nibro lehnte es ab, sich zu entschuldigen: „Wir können uns nicht für etwas entschuldigen, was wir nicht falsch finden. Wir haben nicht die Absicht, jemanden zu demütigen oder zu verspotten und wir glauben nicht, dass das durch die Zeichnung geschieht“, sagte er.

Ich glaube nicht, dass, wenn – Gott bewahre – in Dänemark etwas Tragisches passiert wäre und jemand die Tragödie als Karikatur auf die dänische Flagge benutzt hätte, das den Dänen gefallen hätte.

Ende der Übersetzung

Quelle

2 Kommentare zu „Medial ausgeschlachtet: Das Coronavirus als Teil des Informationskrieges

  1. Meine Frau ist Kinderkrankenschwester und schüttelt aktuell auch nur den Kopf über die erneute Panikmache.
    Wirtschaftskrieg? Ja, denkbar.

    Liken

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