USA drohen mit neuen Sanktionen gegen Nord Stream 2

USA drohen mit neuen Sanktionen gegen Nord Stream 2

Washington will neue Sanktionen gegen Nord Stream 2 verhängen, die europäische Unternehmen treffen könnten, wenn Russland selbst versucht, die Pipeline alleine zu vollenden. Das berichtete das Handelsblatt am Dienstag unter Berufung auf amerikanische Quellen.

Washington will neue Sanktionen gegen Nord Stream 2 verhängen, die europäische Unternehmen treffen könnten, wenn Russland selbst versucht, die Pipeline alleine zu vollenden. Das berichtete das Handelsblatt am Dienstag unter Berufung auf amerikanische Quellen.

„Wenn Russland versucht, den Bau der verbleibenden Kilometer der Pipeline abzuschließen, sind das Repräsentantenhaus und der US-Senat bereit, ein neues Sanktionsgesetz zu verabschieden“ sagte die Quelle laut Handelsblatt.

Diesmal könnten die europäischen Investoren betroffen sein, die an dem Projekt beteiligt sind, oder jene Firmen, die das Gas kaufen wollen, wenn es durch die Pipeline geliefert wird. Diplomatische Kreise schließen nicht aus, dass bereits im Februar oder März neue Sanktionen verhängt werden könnten.

Die Zeitung erinnerte daran, dass der CEO der Schweizer Firma Allseas einen Brief vom amerikanischen Senators Ted Cruz erhalten hat, in dem dieser drohte, „die wirtschaftliche Existenz“ der Firma zu vernichten, wenn Allseas die Arbeiten „auch nur einen Tag“ fortsetzt. Cruz merkte an, dass Allseas „ernsthafte und potenziell vernichtende rechtliche und wirtschaftliche Sanktionen“ drohen würden.

Laut Handelsblatt sind deutsche Unternehmen besorgt über mögliche neue Sanktionen gegen das Projekt. „Wir wissen, dass die Amerikaner entschlossen sind, Nord Stream 2 zu stoppen“, bemerkte Uniper. Dort würde man die Situation „sehr genau verfolgen“. Gleichzeitig, schreibt die Zeitung, setze die Bundesregierung weiterhin auf die Umsetzung des Projekts, allerdings will sie selbst keine technische Hilfe bei der Fertigstellung des Baus leisten.

„Wir setzen auf die Aussetzung der US-Sanktionen, damit sich die Fertigstellung von Nord Stream 2 nicht weiter verzögert“, sagte ein deutscher Diplomat dem Handelsblatt. Das deutsche Außenministerium ist demnach der Ansicht, dass die Einigung zwischen Russland und der Ukraine über den Gas-Transit Washington deutlich macht, dass die neue Gaspipeline keine Bedrohung für den Transit durch die Ukraine darstellt und dass Washington daher seinen Kurs ändern könnte.

Diese Aussage ist nur schwer verständlich, denn es geht den USA bei den Sanktionen nicht um die Ukraine. Ganz offiziell treten die USA gegen russisches Gas für Europa ein, egal durch welche Pipeline es geliefert wird, weil die USA ihr teureres Fracking-Gas in die EU verkaufen wollen. Aber dass man die Äußerungen des deutschen Außenministeriums nicht ernst nehmen kann, ist nicht neu.

Quelle

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