Wann endet der Shutdown? Medien ganz verzückt über nichtssagende Merkel; wie man sieht steht sie zu Ihrem Wort!

Regnet’s im Mai, ist der April vorbei: In etwa den Erkenntnisgewinn bzw. Aussagegehalt dieser Bauernregeln hatte Angela Merkels gestriger Live-Auftritt: Nichtssagender trat noch kein deutscher Regierungschef je vor sein Volk. Was Merkel versprach, war dies: Die „Aufhebung aller Maßnahmen nach Ende der Pandemie“.

Unpräziser, verwaschener und wirrer hätte Merkels Auftritt kaum ausfallen können. Eigentlich war dieser dazu gedacht, der zunehmenden Ungewissheit und Ungeduld der Deutschen zu begegnen – die die Einschränkungen trotz des schönen Ausgehwetters weiterhin geduldig ertragen, aber endlich eine Exitstrategie von der Regierung hören wollen. Sie wurden auch gestern enttäuscht.

Außer der völlig vagen Erklärung, die Bundesregierung denke „intensiv“ darüber nach, wie die derzeit geltenden Beschränkungen „schrittweise gelockert“ werden könnten, war Merkel nichts zu entlocken. Vor allem: Vor dem 19. April soll sich keinesfalls etwas ändern. Völlig absurd und fast von beleidigend nichtssagendem Sinngehalt waren auch die weiteren Beteuerungen der Kanzlerin: Sobald es die gesundheitliche Lage zulasse, werde das öffentliche Leben zum Zustand vor der Krise zurückkehren. „Das ist überhaupt gar keine Frage“, versicherte Merkel.

Banales ohne Informationsgehalt

Eine absolute Selbstverständlichkeit – soll man sich etwa noch dafür bedanken, dass die Regierung die Notstandsmaßnahmen über die Krise hinaus verlängern will oder gar zur Dauerinstitution machen will? Ungefragt erklärte Merkel weiterhin vielsagend, sie sei selbst „ein freiheitsliebender Mensch“. Was führt die Frau im Schilde, wieso dieses verdächtige Bekenntnis? Wie der „Spiegel“ sinniert, habe es zuletzt „immer wieder Bedenken gegeben, manche der Regelungen könnten auch weiter Bestand haben, wenn die Corona-Pandemie vorüber sei“. Wollte Merkel also diesen Befürchtungen entgegentreten, als sie gestern sagte, sie könne „garantieren, dass dies nicht eintritt“?

Selbst wenn dann irgendwann Lockerungen kämen, würde „der Normalzustand zunächst nicht zurückkehren“, so Merkel – denn man lebe weiterhin „in der Pandemie“. Gesundheitsschutz vor Freiheit bleibe auch weiterhin die Devise.

Jubelarien auf die Kanzlerin der Ungewissheit

Umso absurder, wie deutsche Leitmedien die Kanzlerin feiern: Neben dem „Spiegel“ gab sich auch „Focus“ mehr als servil; Autorin Margarete von Ackeren konzedierte Merkel gestern völlig sinn- und anlassfrei: „Bei alledem zeigt die mächtigste Frau der Welt, was manche lange an ihr vermissten: hohe Risikobereitschaft, enormen Mut“. Die „Corona-Kanzlerin“ sei „in blendender Spätform“.

Tatsächlich ist die verzagte, uninspirierte und unpräzise Art Merkels – wie auch das komplette Kommunikationsmanagement ihrer Regierung – alles andere als hilfreich, um die Moral der Bevölkerung zu stärken. Denn leider fehlt weiterhin jeder für die Bevölkerung nachvollziehbare, objektive Handlungsplan. Weder zur überfälligen Änderung der Testpraxis hin zu repräsentativen Stichproben noch zur realen Belegungssituation der Intensivbetten konnte die Bundesregierung gestern irgendwelche Angaben machen.

Die Kanzlerin gab denn auch keinerlei Etappenziele bekannt, die angestrebt werden – noch legte sie dar, bei Erreichen welcher Wirkungen der Maßnahmen neu entschieden wird. Merkel sagte lediglich, es werde „ein Bündel von Kriterien“ geben, die es „vor einer solchen Entscheidung zu beurteilen“ gelte. Welche genau dies sind, darüber schwieg sich Merkel aus. (DM)

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