Kollektives Schweigen der Medien über Bombenanschlag gegen Organisatoren von Stuttgarter Corona-Demo

Kollektives Schweigen der Medien über Bombenanschlag gegen Organisatoren von Stuttgarter Corona-Demo

In Stuttgart gab es am Samstag eine Demo gegen die Corona-Beschränkungen, über die in den Medien kaum berichtet wurde. Wichtiger noch: Auch über einen Bombenanschlag gegen die Organisatoren der Demo wurde kein Wort berichtet.

Ich arbeite seit Tagen an einem Artikel darüber, wie Medien und Politik derzeit heißlaufen und den Kritikern der Corona-Einschränkungen alles mögliche vorwerfen. Leider bin ich bisher nicht zufrieden, mit dem was ich dazu bislang aufgeschrieben habe. Zu abstrus ist das, was wir derzeit erleben, mir fehlen bisher die passenden Worte.

In einer Demokratie sollte jede Meinung erlaubt sein, das nennt man Meinungsfreiheit. Wenn aber heute Menschen gegen die Regierung und die beschlossenen Corona-Einschränkungen demonstrieren, dann wird nicht diskutiert, es wird die ganze Palette an Kampfbegriffen aus der untersten Schublade geholt. Wer zu den Demos geht, der ist — laut „Qualitätsmedien“ — mal rechtsextrem, mal Verschwörungstheoretiker und natürlich demokratiefeindlich.

Es wird nichts ausgelassen, im Spiegel hat am Sonntag ein Gastbeitrag die Demonstranten bereits in die Nähe von Antisemiten gerückt, allerdings ohne dafür auch nur eine These oder Begründung zu liefern. Unter der Überschrift „Corona-Leugnung und Antisemitismus — Warum Verschwörung? Warum die Juden?“ wurde zwar über Antisemitismus bei Seuchen im Mittelalter berichtet, aber es fand sich nicht ein einziges Wort darüber, was denn die heutigen Demonstranten mit Antisemiten zu tun haben könnten. Aber das böse Wort „Antisemitismus“ konnte in der Überschrift platziert werden. So geht Stimmungsmache, das hat nichts mit Journalismus zu tun.

Das, was wir derzeit sehen, dürfte es in einer Demokratie gar nicht geben. Es dürfte in einer Demokratie nicht vorkommen, dass Menschen wegen ihrer Meinung verleumdet werden. In einer Demokratie müsste man unterschiedliche Positionen sachlich diskutieren können, aber derzeit erleben wir, dass nur eine Meinung „erlaubt“ ist, nämlich die Meinung der Regierung. Wer einer andere Meinung hat wird verleumdet (wie die Demonstranten), verliert seinen Posten (wie Referatsleiter Kohn aus dem Innenministerium) oder wird sogar Opfer von Bombenanschlägen.

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Es gab in Stuttgart in der Nacht zum Samstag einen Bombenanschlag gegen die Organisatoren der Demonstrationen. Aber in den Medien findet sich darüber kein Wort. Selbst in der Stuttgarter Zeitung habe ich unter den Suchbegriffen „Explosion“, „Bombe“ oder „Anschlag“ nichts darüber gefunden.

Gehört habe ich davon von jemandem, der mit dem Organisator Michael Ballweg gesprochen und es von ihm aus erster Hand erfahren hat. In der Nacht zum Samstag wurden zwei LKW mit elektronischer Ausrüstung für die Demo mit Bomben in die Luft gesprengt. Es gab laut Augenzeugen drei heftige Explosionen, der Schaden — leider nicht versichert — liegt bei circa 200.000 Euro.

Bei einer intensiven Recherche über das Thema habe ich nur einen Bericht darüber gefunden, und zwar ausgerechnet auf dem YouTube-Kanal der Bild-Zeitung.Mehrere Technik-Lastwagen für Corona-Demo angezündet

Der Twitter-Kanal der Stuttgarter Polizei hat in jener Nacht nichts darüber gemeldet. Stattdessen gab es dort Meldungen darüber, jemand habe einem Polizisten in den Finger gebissen, irgendwer habe vor Jugendlichen onaniert und sogar der Diebstahl von Parfüm war der Stuttgarter Polizei eine Meldung auf Twitter wert. Ein Bombenanschlag gegen die Organisatoren der Corona-Demo mit drei schweren Explosionen vor einem Wohnhaus hingegen nicht.

Meine Quelle hat bestätigt, was in dem Beitrag der Bild-Zeitung gesagt wurde: Nur durch Glück ist es nicht Toten gekommen, denn die Organisatoren hatten in der Nacht Ausrüstung in die LKW verladen und den Ort des Geschehens erst kurz vor den Explosionen verlassen.

Der Organisator der Proteste, Michael Ballweg, hat auf der Demo überraschend mitgeteilt, keine weiteren Demos mehr zu organisieren. Kein Wunder: Wenn Mittel wie Bombenschläge gegen Organisatoren der Proteste ergriffen werden und die Medien darüber schweigen, dann würde ich mir es mir auch überlegen, ob ich weitere Proteste organisieren würde.

Ballweg selbst hat als Grund für das überraschende Ende seiner Tätigkeit als Demo-Organisator angeführt, dass er eine starke Bewegung geschaffen habe und nun müssten andere weitermachen. Dazu hat er symbolisch am Ende der Demo Bälle ins Publikum geworfen und den „Ball an alle weitergegeben“.

Welche Folgen es für Demokratie und Meinungsfreiheit hat, wenn die Medien Bombenanschläge gegen Menschen, die nur für ihre Meinung demonstrieren wollen, nicht anprangern, darf sich jeder selbst überlegen.

Quelle

Ein Kommentar zu “Kollektives Schweigen der Medien über Bombenanschlag gegen Organisatoren von Stuttgarter Corona-Demo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: