Die Grenzen staatlicher Anmaßung

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Zwangsimpfungen – was kommt als Nächstes?

(An­dre­as Tö­gel) Im Zu­sam­men­hang mit der vom po­lit­me­dia­len Kom­plex ge­schür­ten Hys­te­rie rund um die Co­ro­na –Pan­de­mie sind hoch­in­ter­es­san­te Phä­no­me­ne zu be­ob­ach­ten. Da wä­re ein­mal die un­glaub­li­che Ob­rig­keits­hö­rig­keit gro­ßer Tei­le der Be­völ­ke­rung, die sich von der an­dau­ern­den Be­schwö­rung der dräu­en­den Apo­ka­lyp­se durch Po­li­tik und Me­di­en tief be­ein­dru­cken las­sen und eben­so kri­tik­los wie folg­sam al­les tun, was Po­li­zei- und Ge­sund­heits­mi­nis­ter an­ord­nen – und sei es noch so un­sin­nig. Das geht so weit, dass mut­ter­see­len­al­lei­ne im Au­to sit­zen­de oder Fahr­rad fah­ren­de Zeit­ge­nos­sen ei­nen Mund­schutz tra­gen. Das äu­ßert sich auch dar­in, dass sich – be­vor­zugt in­tel­li­gen­te und ge­bil­de­te Men­schen – mo­na­te­lang in To­des­angst zu Hau­se ver­schan­zen, je­den Au­ßen­kon­takt ver­mei­den und trotz­dem mehr­mals täg­lich zur Ganz­kör­per­des­in­fek­ti­on schrei­ten. Und das, ob­wohl ge­gen En­de Mai die Wahr­schein­lich­keit, von ei­nem mit dem Co­ro­na­vi­rus In­fi­zier­ten an­ge­steckt zu wer­den – und dann tat­säch­lich schwe­ren ge­sund­heit­li­chen Scha­den zu neh­men -, zu­min­dest in Mit­tel­eu­ro­pa in­zwi­schen nicht mehr viel grö­ßer ist als die, von ei­nem Blu­men­topf er­schla­gen zu wer­den, der aus ei­nem Fens­ter fällt.
Da­mit ist nicht ge­sagt, dass es sich bei ei­ner In­fek­ti­on mit dem Co­vid-19-Vi­rus um ei­ne Ba­ga­tel­le han­delt. Na­tür­lich kommt es fall­wei­se zu schwer­wie­gen­den Ver­laufs­for­men. Den­noch darf nicht über­se­hen wer­den, dass in Eu­ro­pa über 740 Mil­lio­nen Men­schen le­ben und da­von we­ni­ger als 150.000 (Stand Mit­te Mai 2020) an oder mit ei­ner Co­vid-19-In­fek­ti­on ge­stor­ben sind. Der Sinn für die Re­la­tio­nen scheint vie­len Leu­ten, der un­ent­wegt kol­por­tier­ten Ka­ta­stro­phen­pro­pa­gan­da sei Dank, voll­stän­dig ab­han­den­ge­kom­men zu sein.
Dass die­se ver­un­si­cher­ten Men­schen, oh­ne zu mur­ren, be­reit­wil­lig die meis­ten ih­rer Grund­rech­te, z. B. die auf Er­werbs- und Ver­samm­lungs­frei­heit und auf die Un­ver­letz­lich­keit der Woh­nung, hin­ge­ben, ist schon be­denk­lich. Dass sie dar­über hin­aus nicht da­vor zu­rück­schre­cken, je­den zu de­nun­zie­ren, der nur ein paar Zen­ti­me­ter aus der Rei­he tanzt und nicht au­gen­blick­lich über je­des ihm von der Re­gie­rung hin­ge­hal­te­ne Stöck­chen springt, ist aber er­schre­ckend. Über­ra­schend auf­tre­ten­de Aus­nah­me­si­tua­tio­nen und Kri­sen, sind of­fen­sicht­lich ein Lack­mus­test für den Cha­rak­ter der Men­schen – be­son­ders für ih­re Zi­vil­cou­ra­ge und den Bür­ger­stolz vor Fürs­ten­thro­nen.
Wer von den mit der „Gna­de der spä­ten Ge­burt“ Le­ben­den sich heu­te wun­dert, wie rasch es in der Ver­gan­gen­heit mög­lich war, ein ver­hält­nis­mä­ßig frei­sin­ni­ges Sys­tem in ei­ne Des­po­tie zu trans­for­mie­ren, hat die Ant­wort vor Au­gen: auch heut­zu­ta­ge ge­nügt, au­ßer­ge­wöhn­li­che Um­stän­de vor­aus­ge­setzt, ein Macht­wort der Re­gie­rung und al­le pa­rie­ren.
Be­son­ders be­denk­lich ist die zu­letzt im­mer wie­der er­ho­be­ne For­de­rung nach ei­ner Impf­pflicht, so­bald ein ent­spre­chen­des Im­mun­se­rum ge­fun­den ist. Mo­men­tan ist kei­nes in Sicht. Der blo­ße Glau­be dar­an ver­setzt näm­lich lei­der kei­ne Ber­ge, wes­halb es Jah­re dau­ern wird, bis ein der­ar­ti­ges Prä­pa­rat ent­wi­ckelt und sei­ne An­wen­dungs­si­cher­heit gründ­lich ge­prüft ist. Den­noch wird schon jetzt von staats­gläu­bi­gen Wis­sen­schaft­lern und von ei­ni­gen Po­li­ti­kern dar­über phan­ta­siert, die gan­ze Mensch­heit zwangs­wei­se da­mit be­han­deln zu wol­len. Spä­tes­tens an die­sem Punkt hört je­doch je­der Spaß auf.
Es sei dar­an er­in­nert, dass es seit ge­rau­mer Zeit nicht mehr er­laubt ist, ra­dio­lo­gi­sche Dia­gno­se­me­tho­den ein­zu­set­zen, um ei­ne Al­ters­be­stim­mung an­geb­lich ju­gend­li­cher „Flücht­lin­ge“ vor­zu­neh­men. Das Ver­bot wird da­mit mit be­grün­det, dass da­mit ein un­zu­läs­si­ger Ein­griff in die kör­per­li­che In­te­gri­tät der Be­trof­fe­nen ver­bun­den sei. Kann sein. Jetzt aber soll­te es plötz­lich kein Pro­blem dar­stel­len, wenn der Staat ge­walt­sam in die Blut­bahn der schon län­ger hier Le­ben­den ein­greift, in­dem er sie da­zu nö­tigt, sich ein Im­mun­se­rum in­ji­zie­ren zu las­sen? Al­lein das blo­ße An­sin­nen ist un­ge­heu­er­lich.
Dem bri­ti­schen Phi­lo­so­phen John Lo­cke ver­dan­ken wir das Wis­sen um das „Ei­gen­tum am ei­ge­nen Kör­per“, das er 1689 in sei­ner hier­mit zur Lek­tü­re emp­foh­le­nen „Zwei­ten Ab­hand­lung über die Re­gie­rung“ nie­der­ge­schrie­ben hat. Je­der­mann ist Herr sei­ner selbst – nie­mand an­de­rer. Der Kör­per ei­nes Men­schen kann in ei­ner li­be­ra­len Rechts­ge­sell­schaft nie­mals Ei­gen­tum ei­nes an­de­ren – al­so auch kein Ge­mein­ei­gen­tum sein. Nie­mand, au­ßer der be­trof­fe­nen Per­son selbst, hat folg­lich das Recht, dar­über zu be­stim­men, was mit sei­nem Kör­per ge­schieht. Al­les an­de­re wür­de ei­nen Vor­rang frem­der In­ter­es­sen be­deu­ten und lie­fe auf Skla­ve­rei oder Leib­ei­gen­schaft hin­aus. Da­zu darf es un­ter kei­nen Um­stän­den kom­men – ganz gleich, wie auch im­mer der ge­wähl­te Vor­wand lau­ten mag.
Wer sich imp­fen las­sen möch­te – nur zu. Das soll und kann ihm kei­ner ver­weh­ren. Der Be­tref­fen­de er­freut sich dann, zwar mög­li­cher­wei­se un­ter In­kauf­nah­me des Ri­si­kos schwer­wie­gen­der Ne­ben­wir­kun­gen, ei­ner tat­säch­li­chen oder im­mer­hin wahr­schein­li­chen Im­mu­ni­sie­rung ge­gen das heim­tü­cki­sche Vi­rus. Aber auch ei­ner, der das nicht möch­te, ent­schei­det auf ei­ge­nes Ri­si­ko, das er im Fall der Fäl­le auch selbst zu tra­gen hat. Viel­leicht stirbt er ja an ei­ner In­fek­ti­on, die durch die Imp­fung ver­meid­bar ge­we­sen wä­re. Sein – und nur sein – Pech. Der Um­stand, dass er auf das Plä­sier ei­ner Im­mu­ni­sie­rung ver­zich­tet, tan­giert die Rech­te Drit­ter auf Si­cher­heit und kör­per­li­che Un­ver­sehrt­heit je­den­falls nicht im Ge­rings­ten. Des­halb ist es an­ma­ßend und ab­we­gig, ihn zu ei­ner von ihm nicht ge­wünsch­ten Hand­lung – ei­ner Imp­fung – zu zwin­gen.
Ord­net der Staat tat­säch­lich ob­li­ga­te Co­vid-19-Imp­fun­gen an, darf üb­ri­gens auch nicht dar­auf ver­ges­sen wer­den, al­le prak­tisch re­le­van­ten De­tails zu de­ren Durch­füh­rung fest­zu­le­gen: steck­brief­li­che Su­chen et­wa, und po­li­zei­li­che Zwangs­vor­füh­run­gen von Non­kon­for­mis­ten – in­klu­si­ve de­ren Fi­xie­rung auf ei­nem Be­hand­lungs­tisch. All das wür­de dann zur Rou­ti­ne. Viel­leicht wird bei die­ser Ge­le­gen­heit auch gleich über die Ein­wei­sung re­ni­ten­ter Impf­ver­wei­ge­rer in die Psych­ia­trie nach­ge­dacht. Denn kann je­mand, der sich ei­ner Co­vid-19-Imp­fung wi­der­setzt, ganz rich­tig im Kopf sein?
Man hü­te sich da­vor, die Büch­se der Pan­do­ra zu öff­nen. Nichts an­de­res wür­de es be­deu­ten, die Kör­per le­ben­der Men­schen zum Staats- oder Ge­mein­ei­gen­tum zu er­klä­ren und da­mit der Ver­fü­gungs­ge­walt der Re­gie­rung aus­zu­lie­fern.

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In „Freie Menschen“ Verwendete Schlagwörter: Impfungen, Zwangsmassnahmen

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1 Comment on “Die Grenzen staatlicher Anmaßung”

  1. mi­cha­el Sub­asic Soll­ten sich die An­zei­chen ver­dich­ten, daß ei­ne Zwangs­imp­fung an­steht, wer­de ich mei­nen Wohn­sitz in die­ser Fir­ma BRiD ent­gül­tig auf­ge­ben, bis­her war es so, daß es schwie­rig war ein bes­se­res Land zum Le­ben zu fin­den, seit ge­rau­mer Zeit gilt: es wird im­mer schwe­rer ein schlech­te­res Land zu le­ben zu fin­den- lei­der…..

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Ein Kommentar zu “Die Grenzen staatlicher Anmaßung

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