Anschlagsversuch auf Ken Jebsen

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Während der Rede von Ken Jebsen am Ende der bisher größten Corona-Grundrechte-Demonstration in Stuttgart am 9. Mai dieses Jahres fand um 18:13 ein Anschlag auf Ken Jebsen statt, vermutlich durch Antifa Anhänger. Eine Gruppe von vermummten Personen, die meisten trugen Mützen, Sonnenbrillen und Atemschutzmasken und unterschieden sich damit von den Demonstranten, hatte etwa 30 Meter von der Rednerbühne entfernt auf den Auftritt von Ken Jebsen gewartet. Kurz nachdem er zu reden begann, wurde die Zündschnur eines sogenannten Polenböllers angezündet und ein Mann schleuderte den etwa 30 cm langen Sprengkörper mit erstaunlicher Zielgenauigkeit auf die Bühne. Er landete etwa einen Meter von Ken Jebsen entfernt. Der Polenböller explodierte zum Glück nicht.

Das Anbrennen der Zündschnur wurde von Sergej Filbert bemerkt, der den charakteristischen Geruch von Pyrotechnik in die Nase bekam. Sergej Filbert erreicht mit seinen YouTube Videos ein Millionenpublikum in Russland, er übersetzt vor allem deutsche TV-und Video Beiträge ins Russische. Sein Beruf ist die Reparatur und Wartung von professionellen Kaffeemaschinen, aber seine Bedeutung als freier Journalist ist einzigartig. Niemand erreicht so viele Zuschauer in Russland mit übersetzten deutschen Beiträgen wie Filbert mit seinem YouTube Kanal Golos Germanii, die Stimme Deutschlands. Die bei den Russen beliebteste deutsche Fernsehsendung ist übrigens „Die Anstalt“, die er aber aus juristischen Gründen, das ZDF hatte Einspruch erhoben, nicht mehr auf Russisch übersetzen darf.

Filbert war am 9. Mai auf der Demonstration auf dem Cannstätter Wasen, um einen Beitrag für seinen Videokanal zu drehen. Er war gerade dabei, mit seiner Handykamera die Zuschauer zu filmen, als er den Pyrotechnikgeruch bemerkte. In seiner Aufnahme ist die dünne Pulverdampfwolke zu sehen, die beim Anbrennen der Zündschnur des Polenböllers entstanden war.

Seine Aufmerksamkeit lag aber nicht auf dem Böller, sondern auf dem blitzschnellen Entfalten des großen, mehr als 3 Meter breiten Transparentes der vermummten Gruppe. Gleichzeitig entstand sofort ein Tumult. Das lag an der Beschriftung des Transparentes. Das Transparent wurde mit der Schriftseite nach hinten aufgerollt. Darauf stand: „Klassenkampf statt Querfront“. Es verdeckte einerseits den Blick auf den Werfer, der sofort in der Menge untertauchte, andererseits diente es der Ablenkung von der Straftat. Diese Methode, die Aufmerksamkeit des Zuschauer im entscheidenden Moment umzuleiten, die auch Zauberer verwenden, wenn sie ihre Tricks auf der Bühne zeigen, funktionierte auch bei Sergej Filbert. Er hatte das Werfen des Böllers gar nicht bemerkt. Erst als er zu Hause das Material sichtete, fiel ihm auf, dass jemand in der Menge etwas auf die Bühne warf. Und er fand im Internet Material, dass zeigte, dass etwas auf der Bühne neben Ken Jebsen landete. Erst durch Ausschnittsvergrößerungen wurde ihm klar, was da geworfen worden war.

Wann die brennende Zündschnur wieder verlöschte, ob bereits im Flug oder beim Aufschlag auf der Bühne, ist unklar. Der Böller explodierte jedenfalls nicht. Das war ein großes Glück für Ken Jebsen und den auf der Bühne stehenden Tontechniker Jürgen Heyl. Heyl hatte den Böller bemerkt, hob ihn auf, bemerkte dass er angebrannt worden war, aber nicht mehr brannte, hielt ihn für einen alten überdimensionierten Kanonenschlag oder eine abgebrannte bengalische Fackel, und warf ihn seitlich von der Bühne. Es waren nach seiner Erinnerung noch andere Gegenstände auf die Bühne geflogen, eine Halbliterflasche Wasser, ein rotes Objekt, dass vom Schlagzeug abprallte und vor der Bühne zu Boden fiel und ein Stein. Jürgen Heyl war sich, genau wie Ken Jebsen, der Gefahr nicht bewusst, als er den Böller in der Hand hielt und betrachtete.

Ein Polenböller dieser Größe kann Gliedmaßen abreißen – oder noch schlimmere Schäden anrichten. Die Wirkung großer Polenböller, die meist spezielle Sprengmischungen mit Metallstaub enthalten, also kein simples Schwarzpulver, kann man in zahlreichen Videos auf YouTube beobachten. Sie reißen Löcher in den Boden, zerfetzen in einem geschlossenen Kofferauf das Fahrzeugheck, erzeugen vergraben Erdfontänen und erschüttern die Erde im Umkreis um die Explosion. Der Polenböller, der auf Ken Jebsen geworfen wurde, gehört zu den größten, die es überhaupt gibt.

Man muss also davon ausgehen, dass das Ziel des Anschlages kein lauter Knall, sondern mindestens die Verstümmelung Ken Jebsens war.

Es handelt sich um eine detailliert geplante Operation, in der die Mitglieder der Gruppe koordiniert vorgingen, was am gleichzeitigen Entfalten des Transparentes während des Böllerwurfes erkenntlich war.

Irritierend wirkte auf mehrere Zeugen des Vorfalls, dass ein ZDF Team sich unmittelbar mit Beginn der Rede von Ken Jebsen von der Bühne wegbewegte, statt seine Rede kurz zu drehen. Das Team bewegte sich in einem Videoausschnitt parallel zu einem Vermummten, allerdings ohne sichtbaren Kontakt und nimmt eine Position ein, von dem aus es kurz nach Erreichen des Zieles das Entfalten des Transparentes und die Bühne in einer Einstellung drehen konnte. Ein Zeuge sagte: „Die standen in richtigen Moment sehr passend da.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte keiner der Zeugen den angezündeten Böller bemerkt, es ging um das Transparent. Ich habe deshalb eine Presseanfrage an das ZDF gestellt, ob es eine Absprache zwischen dem Team und der vermummten, vermutlichen Antifa Gruppe gegeben habe, sich zur Entfaltung des Transparentes auf diese Position zu begeben, was ein ZDF Sprecher eindeutig dementierte. Das ZDF Team habe auch nichts von einer Straftat bemerkt, also dem Werfen des Böllers, so der Sprecher auf meine zweite Frage. Das ist glaubwürdig, das hatte in diesem Moment offenbar niemand der Zuschauer.

Wir haben aus verschiedenen Videoaufnahmen von Alternativmedien den Hergang des versuchten Anschlages rekonstruieren können. Die Sachlage ist klar.  Sie passt auch zu zwei weiteren Gewaltakten, die eine Woche später begingen wurden, nämlich dem Angriff von Vermummten auf drei Demonstranten in Tötungsabsicht, wie die Polizei feststellte, und dem Bomben und Brandanschlag auf drei Technik LKWs des Veranstalters, die komplett ausbrannten.

Irritierend ist die Rolle der sogenannten Qualitätsmedien bei diesen Vorgängen. Fast alle berichten scheinbar widerwillig, einige verharmlosend über die Gewaltakte, viele Medien haben überhaupt nicht über die Vorgänge berichtet.

Die selbsternannten Factchecker einiger Medien verbreiteten sogar Fake News. So schrieb die Schwäbische, eine Internetpublikation, dass es bei einer nur mutmasslichen Brandstiftung keine Bombenanschläge gegeben habe. Das ganze verbunden mit einer Publikumsbefragung: „Für wie gefährlich halten sie Fake News?“ Nun, kommt drauf an. In diesem Fall halte ich die Fake News für bedenklich, weil eine reale Gewaltwelle verharmlost wird, die von einer Gruppe ausgeht, über die nicht viel berichtet wird. Wodurch wird diese etwas zu vornehme Zurückhaltung ausgelöst?

Ich habe auch bei der Polizei Stuttgart angefragt, die zu dem Anschlag auf die LKWs nichts sagen wollte, weil noch ermittelt wird. Das ist Standard. Es dabei bewenden zu lassen, ist grottenschlechte Recherche. Es war mir ohne Probleme telefonisch von Berlin aus möglich, mit Tatzeugen zu sprechen, die von vermummten Personen sprachen, die sich an den LKW zu schaffen machten, von Explosionen und einer Druckwelle, die sie gespürt hatten. Die Metallgestelle der LKW seien angeschmolzen gewesen, ein Anwohner will sogar eine brennende Zündschnur bemerkt haben.

Es gibt bisher keine einzigen Bericht, noch mal zum Mitschreiben, keinen EINZIGEN Bericht in den sogenannten Qualitätsmedien über den versuchten Anschlag auf Ken Jebsen. Statt dessen aber einen Tsunami von angeblich aufklärenden Artikeln über Ken Jebsen, in denen er als gefährlicher Demagoge, Verschwörungsmystiker und Antisemit bezeichnet wird. Immer wieder, ungebremst, mit Schaum vor dem Mund. Er wird wahrheitswidrig mit dem Anschlag auf ein ZDF Team in Berlin in Verbindung gebracht. Spiegel TV berichtet unter Nennung seines iranischen Namens und mit Hausnummer und Klingelschild im Bild über seinen Wohnort.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass Aktionen wie der versuchte Anschlag billigend in Kauf genommen werden.

Stellen wir uns vor, Ken Jebsen wäre nicht halbiranischer Abstammung sondern hieße David Weintraub, arbeitete für eine israelische Webseite und es wäre im Umfeld von Bombenanschlägen und Angriffen mit Tötungsabsicht zu einem versuchten Anschlag auf ihn gekommen.

Ist es vermessen, anzunehmen, dass es, möglicherweise sogar über mehrere Tage eine Flut von Berichten über einen versuchten Terroranschlag in allen Qualitätsmedien, inklusive Kommentar in der Tagesschau, vielleicht auch einen ARD Brennpunkt gegeben hätte? Dass es einheitlich große moralische Empörung und Abscheu gegeben hätte?

Was von der Moralität dieser stets abrufbaren und vehementen Empörung zu halten ist, kann man gerade quasi experimentell überprüfen.

Sie ist höchst selektiv, sie findet nicht statt, wenn die richtigen Personen attackiert werden, und sie ist deshalb nicht moralisch verursacht. Wäre die Grundhaltung der Journalisten in den fälschlicherweise Qualitätsmedien genannten Publikationen humanistisch geprägt, ginge es um Empörung über politische Gewalt, wäre es nicht möglich, dass über den Anschlag auf Ken Jebsen überhaupt nicht berichtet wird.

Das hängt eher damit zusammen, dass man ihn öffentlich desavouiert, erniedrigt und zum Abschuss freigegeben hat. Dass dieser Journalismus in Rudeln ohne Beißhemmung stattfindet. Ich gehöre nicht zu den Fans von Ken Jebsens Joker Auftritt. Wir haben im 3. Jahrtausend eine andere Haltung zu COVID-19 als KenFM. Aber wie Ken Jebsen behandelt wird, ist für die fälschlicherweise Qualitätsmedien genannte Kampagnenpresse bezeichnend.

Die immer wiederkehrenden Angriffe auf ihn, dass er Antisemit sei, sind ebenso genüßlich wie falsch. Den Hergang des Skandals im RBB kann man beim geschätzten Kollegen Paul Schreyer nachlesen. Das war eine Kampagne von Henryk M. Broder. Ken Jebsen als Holocaustleugner zu bezeichnen, nachdem er jahrelang wöchentlich eine Kolumne zum Holocaust veröffentlicht hatte, was damals schlicht unmöglich, dass hat der RBB auch nicht getan. Der wahre Grund für seine Entlassung war ein Bericht über 911, was ebenfalls viel über die deutschen Medien aussagt.

Wer antisowjetische Propaganda veröffentlicht, muss mit schärfsten Strafen… Moment, da habe ich was verwechselt. Wer den großartigsten Hegemon der Welt kritisiert, muss sich nicht wundern, wenn… Nein, so geht das auch nicht. Wie wäre es damit? Journalismus hat auch eine Verantwortung für das NATO Bündnis. Klingt besser, das nehmen wir.

Der Antisemitismusvorwurf wird nicht nur inflationär gebraucht, da hat man gar keine Probleme damit, das Andenken an die Opfer durch massenhafte, untaugliche Vergleiche mit minderen Vergehen zu beleidigen, wie es sonst oft mit Sorgenmiene angemahnt wird. Er ist mittlerweile fast immer nicht mehr als die Suche nach der wirksamsten Diskreditierung, um politische Wirkung zu erzielen. Er ist eine Angriffswaffe gegen unliebsame Personen, eine Variation des McCarthyismus, keine Abwehr gegen rassistische Angriffe auf die jüdische Kultur. Die Stimmung, aus die der Angriff erfolgt ist nicht Entsetzen und Abwehr, sondern machiavellistischer Machtgenuss und die Freude an der existenzvernichtenden Wirkung, die damit erzielt werden kann.

Und der Vorwurf führt dazu, dass sich einige Aktivisten aufgerufen fühlen, zu handeln. Er führt dazu, die Angegriffenen so zu diskreditieren, dass sie vogelfrei sind. Als ich in Facebook über den Anschlag berichtet habe, schrieb eine „Zeit“ Journalistin dazu einen Kommentar, dass man Ken Jebsen nicht als Journalist bezeichnen solle. Er verbreite Fake News. Das kommentiere sie, nicht den Angriff. Ein weiteres Beispiel für den selektiven Humanismus der Journalisten.

Selektion und Humanismus passen nicht zusammen, das sollte selbsterklärend sein.

Wie die fälschlicherweise Qualitätsmedien genannten Kampagnenorgane mit dem Fall Ken Jebsen umgehen, ist ein Lehrstück. Schauen sie hin. Sie können etwas für Leben lernen. Glauben Sie, dass diese Medien bei anderen Themen mit Konfliktpotential wie 911, Libyen, Syrien, China und der Neue Kalte Krieg besser arbeiten, wenn sie schon bei  einem Fall vor der Haustür in Reihe die Bild Zeiung unterbieten?

Bitte schauen Sie sich in Youtube unseren etwa sechs Minuten langen Bericht im 3. Jahrtausend Folge 45 über den Anschlag an, er läuft ab Timecode 16 Minuten. Die Folge ist mit der Suchfunktion in Youtube nicht leicht zu finden, YouTube versucht eher, sie zu verstecken. Wenn sie mehr wissen wollen, schauen sie die ganze halbe Stunde zu diesem Thema an, oder auch die ganze Sendung. Wir berichten nach bestem Wissen und Gewissen und nach intensiver Recherche über wichtige Themen.

Aber teilen sie bitte diesen einen Beitrag mit Freunden und Bekannten.

Die werden sonst nie davon erfahren, dass es einen Anschlag auf Ken Jebsen gegeben hat, aber sie werden ständig weiter davon hören, wie gefährlich Ken Jebsen angeblich ist.

So etwa: Wenn der Jebsen weiter seinen antisemitischen Verschwörungsmythen verbreiten darf, werden seine Anhänger bald Anschläge begehen. Da gibt es irgendwie auch eine Verbindung zu einem Anschlag auf das ZDF Team. Ist noch nicht ganz bewiesen. Aber schlimmeres muss unbedingt verhindert werden! Also können Sie die Drecksarbeit gegen diesen üblen Halbiraner, der noch dazu ein Putintroll ist, doch nicht dem ZDF, der Süddeutschen, der Bild, sowie den Sicherheitskräften und -diensten überlassen!

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildquelle:  ©KenFM0620

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