Stefan Rahmstorf: „Klima- und Coronakrise. Fünf Desinformations-Tricks, die jeder kennen sollte“

„Haltet den Dieb!“ schrie der Dieb. By Unknown, signature at bottom but illegible – Needham, George Carter (1884) Street Arabs and Gutter Snipes, Boston: D. L. Guernsey, pp. p. 109 Retrieved on 5 June 2009., Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2694462

von AR Göhring

Klima-Prof Rahmstorf vom PIK war in der letzten Zeit häufiger mit seinen Kolumnen bei SPIEGEL und Scilogs-SPEKTRUM im Gespräch, weil er die SARS2-Quarantäne mit der „Klimakrise“ verquickt, um gegen seine Corona-bedingte mediale Unterrepräsentierung anzukämpfen.
Gerade schreibt er über Verschwörungstheoretiker, die die Coronamanahmen kritisieren und/oder den menschgemachten Klimawandel nicht wahrhaben wollen.

„PLURV“ nennt Rahmstorf die Strategie der „Verschwörungstheoretiker“, die wie Wolfgang Wodarg oder wir EIKE-isten vorgehen. Was bedeutet das?

P – Pseudo-Experten

L – Logikfehler

U – unerfüllbare Erwartungen

R – Rosinenpickerei

V – Verschwörungsmythen.

Daß gerade ein Klima-Modellierer, dessen Computer-Realitäten mit der erlebbaren Realität erfahrungsgemäß nicht übereinstimmen (siehe Klima-Gates), mit den Argumenten kommt, die gegen ihn und ähnliche Akteure vorgebracht werden, hat ein Geschmäckle. „Haltet den Dieb!“ schrie der Dieb, lautet das Prinzip dahinter.

Wir verbessern Rahmstorfs Argumente daher einmal mit PLERV. Schräggestellt Rahmstorfs Originalsätze, teils etwas korrigiert.

P – Pseudo-Experten

Um eine Gegenthese zum etablierten Wissensstand zu lancieren, werden oft Pseudoexperten aufgeboten. Diese verbreiten immer wieder neu aufgelegte Weltuntergangsmythen („In zehn/elf/zwölf Jahren ist das Klima nicht mehr zu retten!“), die mit untauglichen und einseitigen Methoden wie chaotisch-nichtlinearen und nur auf Annahmen beruhenden Algorithmen „bewiesen“ werden. Die Pseudoexperten verbreiten ihre Mythen über ihre exzellenten Kontakte in Politik und Medien. Politiker und Journalisten wiederum wollen ihre Politik/ ihr Blättchen verkaufen und nutzen gerne „Krisen“, auf die die Wähler/Leser automatisch emotional reagieren.

L – Logikfehler

Ein Beispiel: „In Deutschland ist der Wald nicht gestorben, weil die grünen Politiker und Journalisten/Aktivisten ihn gerettet haben.“ So herum wird ein Schuh daraus: Die Maßnahmen, ein bißchen Kalkung und die Einführung von Abgasfiltern, hätten den übersäuerten und angeblich so gut wie toten Wald nicht in ein paar Jahren retten können. Außerdem gab es gar kein flächendeckendes Waldsterben.
Und in etwa zehn bis 20 Jahren, wenn es natürlicherweise kühler geworden sein wird, wird es nicht an der guten Arbeit von Stefan Rahmstorf et alii liegen, daß die Heißzeit abgewendet werden konnte. Trotzdem werden SR und Politiker Milliarden Euro an Steuergeldern verbrannt haben.

E – Erfüllbare Erwartungen

Zweifler fordern gern mögliche Beweise – etwa, daß der Treibhauseffekt nicht nur in reduzierten Labormodellen unter ausgewählten Bedingungen, sondern in der atmosphärischen Realität mit mehreren Methoden nachgewiesen werden kann- ohne Zirkelschlüsse. Die Grundlage – daß CO2 langwellige Strahlung einfängt- ist zwar seit 1869 experimentell im Labor bewiesen, aber solche unbrauchbaren Modell-„Beweise“ sind in den Naturwissenschaften nicht selten. Es gibt zum Beispiel etliche Wirkstoffe, die Bakterien oder Krebszellen in der Kulturschale töten, im Patienten aber überhaupt nicht wirken, zumindest nicht im medizinischen Sinne.

R – Rosinenpickerei

Gute Wissenschaftler wollen die Welt verstehen – und wägen dazu alle verfügbaren Informationen kritisch ab. Ideologen wollen ihre vorgefaßte Meinung bestätigen, picken sich dazu die passenden Daten heraus und übersehen geflissentlich einen Berg gegenläufiger Belege.
Genau das machen Klimaforschen*de laufend – ist der Sommer heiß und trocken, ist das „Klimawandel“. Ist das Frühjahr vorher kalt und naß, ist das nur „Wetter“, reiner Zufall.
Zieht sich das arktische Sommereis stark zurück, ist das „Klimawandel“. Dehnen sich das arktische Eis und die Grönland-Gletscher im Winter wieder ordentlich aus, ist das wieder nur „Wetter“, reiner Zufall.

V – Verschwörungsmythen

Um wahr zu sein, würden viele Fake-Geschichten eine atemberaubende Inkompetenz von Wissenschaftlern erfordern. Oder zumindest eine ordentliche Portion Selbstbetrug und narzißtische Motivation. Denn: Ohne ihre Weltuntergangsmythen würden etliche Forscher nicht in die Medien kommen und müßten hart arbeiten, ohne dafür etwas anderes als einen Titel und Geld zu erhalten; und viele nicht einmal das.
Damit der Schwindel nicht auffliegt, konstruiert man z.B. Verschwörungen der „Klimaleugner“ und behauptet, Kritiker seien „rechtsextrem“ oder ähnliches; und sie seien von Interessensgruppen wie der Ölindustrie finanziert. Die Lobbyisten, gern aus dem Umkreis des US-Präsidenten, gäben dabei befehlsartig die Themen und Kampagnen vor, die die „Klimaleugner“-Vereinigungen dann auszuführen hätten.

 

Ergänzung der Redaktion

Rahmstorf Leugnung wissenschaftlicher unzweifelhaft belegter Tatsachen, diesmal vorgetragen von Fritz Vahrenholt, und Rahmstorf Hinweis auf die Falschheit der gleichwohl richtigen Tatsachenbehauptungen von F. Vahrenholt an die „taz“ führen im Endeffekt zu dessen Entlassung als Alleinvorstand er Deutschen Wildtierstiftung. Lesen Sie selbst. Aus dem wöchentlichen Newsletter von Fritz Vahrenholt erschienen bei „Die kalte Sonne“. Hier.

Die Erde wird grüner

Im August 2019 hatte ich auf diesem Wege über eine bemerkenswerte Veröffentlichung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg berichtet.„Unsere zentrale Erkenntnis ist”, so die Forscher um Aexander Winkler damals, „dass der Effekt der CO2- Konzentration auf die terrestrische Photosynthese größer als zuvor gedacht ist und daher bedeutende Implikationen für den zukünftigen Kohlenstoffkreislauf hat.“ Der CO2- Dämpfungseffekt durch Pflanzen ist demnach 60 % höher als das Mittel der Klima-Modelle angenommen hatte. „In den letzten beiden Jahrzehnten entstanden im Mittel 310 000 km² zusätzliche Blatt- und Nadelfläche – ungefähr die Größe Polens oder Deutschlands – jedes Jahr,“ so die Forscher. Ich hatte diese wichtige Erkenntnis seinerzeit den Mitgliedern des Deutschen Bundestages mitgeteilt, was dazu führte, dass Stefan Rahmstorf meinte zu urteilen, dass ich „den deutschen Bundestag für dumm verkaufen wollte“. Diese Bewertung wurde von einigen Medien wie der TAZ aufgenommen und führte schliesslich zur Entlassung als Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Quelle