Tiefpunkt bei Hart aber fair: Wer von denen im Studio hat überhaupt Kontakt zur deutschen Lebenswirklichkeit?

Screenprint: ARD/hart aber fair

Wie soll man so eine Sendung nun wieder nacherzählen, wo sich die Redaktion einmal mehr nicht zu schade war, neben dem Regierungsvertreter noch einen Grünen hinzu zu bitten, als gäbe es in Deutschland keine Opposition mehr. So allerdings erreicht man nur eines: Die Opposition formiert sich notgedrungen außerparlamentarisch und wo das hinführt, das wissen wir ja vom letzten Durchgang. Muss das sein?

Wie fühlt man sich eigentlich als Moderator so einer Sendung? Plasberg ist doch ein Ehrenmann. Jedenfalls macht er manchmal einen gradlinigen Eindruck. Was also genau ist da passiert, dass auch Frank Plasberg sich in Zukunft in die Verantwortung wird nehmen lassen müssen, dass dieser Graben in der Gesellschaft immer größer wurde und die Distanz zwischen Regierenden, zwischen Politik und Volk immer mehr auseinander klafft.

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Diese Frage ist 2020 mit Nachdruck zu stellen: Was macht es so einfach für Menschen wie Plasberg, so einen einseitigen Unsinn noch zu moderieren? Nein, es kann nicht nur am Geld liegen, das zu glauben will man verweigern. Es wäre doch zu banal und zu traurig. Aber was macht es dann, dass man in so einer exponierten öffentlich-rechtlichen Position so wenig Hemmungen hat, und dabei noch so unbedarft daherkommen kann. Das muss doch wahnsinnig anstrengen.

Bei Hart aber fair wird also ein aktuelles Thema besprochen und einmal mehr darf sich der zukünftige Koalitionspartner der Union, darf sich mit Robert Habeck einer der Parteivorsitzenden der Grünen ins zwangsgebührenfinanzierte Scheinwerferlicht stellen, und auch Habeck hat wie schon Plasberg keinerlei Schamgefühl, dieses Spiel mitzuspielen.

Der Oppositionsführer bleibt ebenso außen vor wie dieses Oppositiönchen von der FDP, wie die mattgesetzte Linkspartei, die zwar etwas gegen Merkel hat, aber nicht meckern mag, um bloß den Bösen nicht das Wort zu reden. Die Grünen sind keine Opposition, sie verraten damit im Prinzip sogar das parlamentarische System, aber es ist ihnen völlig schnuppe. Denn sie saßen schon einmal bei den Jamaika-Verhandlungen mit Merkel am Kartentisch, der Schinken war schon verteilt, dann platzte der Deal – noch mal soll das nicht passieren. Und ARD und ZDF helfen nach Kräften mit, dass Schwarz-Grün beim nächsten Durchgang auch glatt durchrutscht.

Es geht bei Hart aber fair natürlich wieder um Corona. Dieses Mal sollen die Schlachthöfe thematisiert werden und die dort so gehäuft auftretenden Corona-Fälle. Also fragt Plasberg: „Corona im Schlachthof – sind uns Mensch und Tier Wurst?“. Das soll dann so eine funny Einleitung sein. Aber es bleibt Mist. Denn es geht doch um viel mehr, als um Schlachtvieh und Schlachter, die in Unterkünften zu eng aufeinanderhocken. Das alles ist übel, aber am Thema vorbei, wo es doch eigentlich beispielsweise heißen müsste: „Diffamierungen, Diskreditierungen und Denunziationen gegen die Opposition – sind Merkel und Co die Grundrechte und die Menschen in Deutschland Wurst?“

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Also Robert Habeck von den Grünen darf wieder, Arbeitsminister Heil ebenso und dann – schlimm – zwei weitere Vertreter der Merkel zugetanen Medien, als gäbe es auch hier keine anderen kritischen Stimmen. Und für die Presse ist es noch katastrophaler: Die ist nämlich schon aus sich heraus und per Grundgesetz explizit dazu legitimiert, Demokratie zu schützen, indem die Regierenden maximal kritisch beschaut werden.

Dabei sein dürfen dieses Mal Anette Dowideit von der WELT und Manfred Goetzke vom Deutschlandfunk. Mit dem Bundestagsabgeordneten Max Straubinger (CSU) darf ein weiterer Regierungsparteivertreter teilnehmen, und dann soll Heiner Manten noch ein paar Rippen brechen für die Ehre der Fleischer, die vertritt er nämlich als Vorsitzender des Verbandes der Fleischwirtschaft. Bringt er für alle zur Befriedung eine Scheibe Mortadella mit? Nein, macht er natürlich nicht. Hätte er aber  sollen,mindestens für Plasberg, wie sich gleich zeigen wird.

Los geht’s. Mal sehen, wie es Leute, die sich im Grundsätzlichen einig sind, schaffen, so etwas, wie eine Debatte zu inszenieren. Über 1.200 Personen hätten sich in Schlachthöfen infiziert, weiß Plasberg. Und darüber müsse sich niemand wundern, der die Lebens- und Arbeitsbedingungen kenne. Das ist nun schon aus zweierlei Gründen Unfug vom Moderator. Zum einen muss man doch fragen, wer erkrankt ist. Die Infektion an sich ist da fast uninteressant. Und zum anderen wird hier bald so getan, als wäre da zufällig dank Corona etwas bekannt geworden, das jahrzehntelang irgendwo drei Stockwerke unter den Lebenden passiert sei. Aber nein: In Deutschland kontrolliert der Staat die Bedingungen der Fleischverarbeitung so akribisch wie in kaum einen anderen Land der Welt.

Übrigens ebenso, wie die Schlafmöglichkeiten der Leiharbeiter. Da war es aber bisher durchaus zumutbar, für einen bestimmten Zeitraum zu mehreren Personen beispielsweise in einem Schlafraum zu nächtigen. In Zeiten von Corona muss das freilich anders geregelt werden. Wurde es aber offensichtlich von den Behörden nicht, bzw. wurde es nicht durchgesetzt, sonst hätte es diese Ansteckungen nicht gegeben.

Plasberg fragt nach einem Mindestpreis für Fleisch und ob das helfen könnte. Wo es früher ebenso klar, gerecht für alle und selbstverständlich die staatliche Regulierung war, kommen jetzt grüne Moral- und Ethikvorstellungen ins Spiel.

Steuern sind nie zweckgebunden
Warum eine Fleischsteuer verfassungswidrig wäre

Wo noch mal war der Moment, als Moral über Gerechtigkeit, über Recht und Gesetz triumphierte? War das, als sich Angela Merkel mit ihrem Gesetzesbruch in der Zuwanderungsfrage auf einen humanistischen Imperativ berief, als wäre das so etwas wie ein selbstverständlicher Zusatz der Verfassung? War das der Dammbruch? Will Plasberg nicht besprechen, wollte er nie, lieber will er über die Qualität zwischen zwei Zipfeln sprechen und was das mit denen macht, die aus dem Osten kommen und nicht nur Spargel stechen, sondern auch Wurstbrei in Därme pressen.

Deutschlandweit haben sich über 1.200 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Aber wenn niemand weiß, wie viele Personen sich überhaupt infizierten im Land, weil ja die größere Mehrzahl nicht einmal Symptome zeigt, wie bitte soll der Zuschauer diese Zahlen einordnen, wenn ein Vielfaches mehr an Personen in dieser Branche tätig ist?

Anette Dowideit von der WELT erzählt von Schlachtergehilfen, die aus Osteuropa kommen und hier unter schlechten Bedingungen arbeiten müssten. Aber sowohl Plasberg wie Dowedeit ignorieren die wesentliche Frage: Sind diese Bedingungen unter dem Aspekt der Ansteckungsgefahr besonders schlecht oder sind sie es generell? Das klar zu benennen wäre die Aufgabe.

Frank Plasberg watscht und unterbricht erst einmal Heiner Manten, den Vertreter der Fleischverarbeiter, dass man sich für den Moderator gleich fremdschämen muss. Noch mehr, weil der arme Mann darüber den Faden verliert und soviel Schneid hat, das auch offen einzugestehen. Dann, nachdem er also verbal kapituliert hat, darf er von Plasbergs Gnaden doch mal ein paar Sätze zu Ende sprechen. Er erzählt von kalten Arbeitsbedingungen und spricht über Unterbringungen der Mitarbeiter, die er so negativ wie geschildert nicht kennen würde. Und wird dann wieder unterbrochen und unterbrochen. Vom Moderator selbst.

Grüne Klassenpolitik
Fleisch nur für Besserverdiener?

Hubertus Heil darf man immerhin dankbar sein für seine Offenheit: „Wann, wenn nicht jetzt?“, fragt er in die Runde und möchte also die Corona-Ermächtigungen der Regierung jetzt nutzen, mal so richtig aufzuräumen. Bisher hätten ja auch die Interessenvertreter alles so „verwässert“. Dass er der Regierung und der Gesetzgebung damit ein Armutszeugnis ausstellt, merkt er nicht einmal. Und was das mit einem Demokratieverständnis macht, ganz zu schweigen.

Max Straubinger (CSU) ist nicht nur Bundestagsabgeordneter, sondern auch gelernter Landwirt. Er sieht das Problem auf wenige Betriebe konzentriert und als Ursache eher die privaten Unterkünfte dort.

Interessant wäre mal die Frage der Eigenverantwortung der Mitarbeiter aus Osteuropa. Wie sorglos sind die eigentlich damit umgegangen und welche Möglichkeiten des Schutzes, die vorhanden waren oder aber eben nicht, wurden abgelehnt bzw. nicht eingefordert oder selbst organisiert?

Für Plasberg jedenfalls ist es unvorstellbar, das Saisonarbeiter zu viert auf einem Zimmer verbringen. Aber was tun, wenn diese nicht bereit sind, eine kostenaufwendigere Wohnung zu nehmen? Wenn sie das Geld lieber mit nach Hause nehmen, dahin, wo es im Verhältnis so viel mehr wert ist als hier?

„Corona öffnet den Blick auf ein System, das so nicht weitergeführt werden kann“, wirbt Robert Habeck für irgendeine Transformation der Gesellschaft oder für die grüne Ideologie oder wofür immer. Was aber war, als die Grünen unter Gerhard Schröder Regierungsverantwortung hatten und die für das Problem entscheidenden Minister aus den Reihen der Grünen kamen? Warum wurde damals das Tierwohl in diesen Jahren nicht angefasst und stattdessen beispielsweise Harz-IV installiert?

60-70.000 Arbeiter aus Mittel- und Osteuropa arbeiten in der Fleischindustrie. Die müssen jetzt um ihre Jobs bangen. Manfred Goetzke vom Deutschlandfunk hat sich in einem Betrieb umgeschaut und mit Arbeitern gesprochen, die in Quarantäne sind oder es waren. Und tatsächlich klingen die Zustände ebenso, wie die Entlohnung von 1.200 Euro brutto über Subunternehmer elend, denn hier wird sogar noch Geld abgezogen für eine miserable Unterbringung und Bekleidung und für Fahrtkosten.

Man will das Fleischessen vermiesen
Fleischsteuer: kein Weg zu mehr Tierwohl

Ja, in Rumänien gibt es sehr arme Regionen, da liegt der Durchschnittslohn bei drei- vierhundert Euro. Aber ist es das wert? Offensichtlich ja. Und offensichtlich sind auch die Verhältnisse in diesen deutschen Schlachthöfen Ergebnis der EU-Erweiterung nach Osten, auch das darf man hier nicht vergessen.

Für Hubertus Heil ist, was in der Fleischindustrie passiert, „organisierte Verantwortungslosigkeit“. Wie man nennt, was die Bundesregierung samt Herrn Heil macht, das wird Samstag für Samstag auf Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet immer lauter gesagt. Selbstredend ohne Beteilung der ehemaligen Protestpartei Die Grünen.

Journalist Goetzke meint noch, wenn man in Deutschland ausgebeutet wird, das sei für Rumänen auch mit Scham verbunden, dann erzählt man das zu Hause auch nicht. Das diese Rumänen aber immer noch doppelt soviel Lohn mitbringen, als sie daheim hätten verdienen können, ist hier die andere Wahrheit.

Und noch etwas zur EU wird gesagt: Viele Rumänen hätten früher ein Schwein gehalten und laufen jetzt zu Lidl, wo es das Fleisch konkurrenzlos billig gibt, was früher eben nicht der Fall war. Aber ist das nun gut oder ist das schlecht? Entspricht das Schwein im Wohnzimmer eher den romantischen Vorstellungen der Grünen unter Robert Habeck? Ist das die große herbeigesehnte Veränderung? Die Rumänen bekommen von der EU Lidl und wir stellen Deutschland so um, dass wir anstatt der Abwrackprämie für Diesel- und Benzinautos jedem Privatmann, der sich ein Schwein hält und es liebevoll großzieht, eine Schweinehalteprämie bezahlen? Es ist grotesk.

Grüne privilegieren Reiche
Fleisch, Flugreisen und Vertragskonfetti

Plasberg will mit diesem System aufhören. Aber was kommt als nächstes? Sollen Krabben wieder in Deutschland gepult werden anstatt in Nordafrika? Oder müssen Schweine dann in Osteuropa geschlachtet werden nach deutschen Standards? Was für ein Tohuwabohu. Einerseits wird die Globalisierung und One-World-Bewegung gefeiert, aber andererseits soll Deutschland bitte sein eigenes Süppchen kochen, ohne Rumänen, weil die hier nicht mehr zum doppelten rumänischen Lohn arbeiten dürfen?

Plasberg empört sich weiter an Heiner Manten. Der darf eine Frage an Manfred Goetzke stellen, aber bevor der antworten darf, fährt Plasberg gleich wieder dazwischen. Und dann gibt er dem Vertreter der Fleischwirtschaft so etwas wie einen virtuellen Bolzenschuss als Gnade. Menschenverachtender geht es ja kaum noch. Plasberg wähnt sich dermaßen im Recht mit seiner Habeck-kompatiblen Meinung über Fleisch und Co, dass er sich an den Tresen von Manten stellt und diesen auf 20 Zentimeter Abstand mitten ins Gesicht spricht, dass die Flocken fliegen und dabei lümmelt er sich in aller Körperlichkeit auf dessen wackeligen Tresen. Plasberg bringt sich selbst und den Gast dabei in eine Infektionsgefahr, als wäre wieder Samstag und Demonstration gegen deutsche Polizeigewalt.

Nein, es geht kaum schäbiger. „Reden Sie für sich als einen ehrlichen deutschen Unternehmer“ fordert Plasberg im Onkel Dittmeyer-Sound und unterstellt Manten einfach mal, er sei vorher von Fachleuten auf diese Sendung hin trainiert worden.

Am liebsten würde man sich jetzt aus Solidarität mit dem Fleischmann ein Billigkotelett kaufen aus der Packung mit dem roten 30% Aufkleber, denn auch das gibt es ja: Familien mit mehreren Kinder achten auch auf solche Angebote von verbilligtem Billigfleisch, weil bald abgelaufen. Wer von den Anwesenden im Studio hat überhaupt Kontakt zu diesem großen Teil deutscher Lebenswirklichkeit?

Plasberg sagt öffentlich zu Manten: „Ich weiß, dass sie ein feiner Kerl sind.“ Und er sagt es fast so, als meine er damit: Lass doch diesen Mist, für so einen Laden zu arbeiten. Frank Plasberg, schämen Sie sich. „Reden sie für sich und ihre Familien, dann reden sie gut.“, stichelt Plasberg noch großkotzig und hat Manten damit ein weiteres Mal unterbrochen. Also das müssen doch jetzt selbst eingefleischte Fans der Sendung erbärmlich finden – oder doch nicht?

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Alle bemängeln das Subunternehmertum in der Branche und sicher zu Recht. Und viele vor dem Fernseher empören sich darüber. Aber merkwürdigerweise ist es den gleichen Empörten ziemlich schnuppe, wenn der verschwitze Subunternehmer der Post oder anderer Paketdienste mitunter noch abends um 21 Uhr Pakete ausliefert. Hat mal jemand gefragt, was der verdient und vor allem, wann er seinen Dienst angefangen hat? Hat der Mensch da an der Tür Spätschicht oder ist er doch schon um 5 Uhr aufgestanden? Doppelmoral?

Der Minister möchte mit dem Verbandschef „nicht mehr über das ob, sondern nur noch über das wie“ sprechen. Auch Hubertus Heil tritt hier auf eine Weise gutsherrenartig wie Plasberg auf, dass man denken könnte, die beiden ritten am Wochenende gemeinsam aus. Ja, es ist so schlimm, wie es hier steht.

Der privilegierte Herr Plasberg findet die Fleischpreise obszön. Dann soll er sich doch einmal am Samstag spät nachmittags heimlich neben die Fleischtheke bei Penny stellen und miterleben, wie dort Leute darauf warten, dass diese Obszönität noch obszöner wird, wenn nämlich die 30%-billiger Aufkleber auf die Waren kommen, weil Wochenende ist.

Warum die Leute hier warten? Weil sie sich nur so ein Stück Fleisch überhaupt leisten können! Warum? Weil eben auch viele andere Branchen nur noch Mindestlohn bezahlen und meinen, sich damit sozial gut aufzustellen, obwohl früher viel mehr bezahlt wurde. Und diesen Leuten will Plasberg noch ihre Hühnerkeulen wegnehmen, weil diese obszön billig sind? Schämen Sie sich Herr Plasberg. Nein, das hat nichts mit Geiz ist geil zu tun, aber viel mit jenen politischen und wirtschaftlichen Entscheidern, mit denen Plasberg womöglich noch gerne im Luxusurlaub morgens nach dem späten Aufstehen – Hallöchen und Hallo – von einem unter Mindestlohn arbeitenden Hilfskoch die Bio-Eier am prallvollen Buffet so richtig schaumig schlagen lässt.

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Und nur, damit auch das hier nicht zu kurz kommt: Natürlich ist es eine Sauerei und ein Jammer, unter welchen Umständen beispielsweise Schweine im ungünstigsten Falle ihr kurzes Leben verbringen müssen. Und bedenkt man mit, was der grüne Parteichef einwirft, nämlich dass Schweine so intelligent sind wie Hunde, dann blutet einem Hundebesitzer das Herz. Aber ebenso wahr ist es eben auch, dass die Billigpreise für Fleisch auch Lockangebote der Discounter sind, ganz andere Waren in diesem Zuge mit zu verkaufen, sie sich also ihre Gewinne woanders holen. Kann man hier staatlich eingreifen? Offensichtlich nicht. Jedenfalls nicht ohne die Ermächtigung durch eine Corona-Krise. Also wird auch das auf diesem Wege geklärt werden?

„Wir können als politische Wesen besser sein, als beim Einkauf an der Theke.“, liefert Habeck den wahrscheinlich selbstgefälligsten Satz des Abends als Alibi für grüne Billigfleischkäufer. Aber so sehr man es kritisieren mag, so weiß man instinktiv doch auch, dass der Auftritt des Grünen inhaltlich noch mehr Leute anspricht, als aktuell grün wählen würden. Soviel muss einem dann auch klar sein: Viele Deutsche sind eben heute so unehrlich gestrickt.

Abschließend vielleicht eine letzte tröstende Beobachtung: Heiner Manten vom Fleischverband soll als letzter noch sagen, mit wem er wohl aus der Runde am liebsten in einer der engen Sauenboxen läge, wenn er müsste, da nennt er Robert Habeck, denn in so einer engen Box dürfte es kein Dicker sein. Damit hat er dem kräftiger gebauten Minister Heil dann noch einen einschenken können. Nun ja, belassen wir es dabei.

 

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