Wer profitiert vom Lockdown? Rede von Prof. Dr. Christian Kreiß auf der Corona-Demo vom 13.6.2020 in Ulm / Wichtig!

Hier die Rede von Herrn Prof. Dr. Christian Kreiß vom 13.6.2020 zum Nachlesen:

Als Ökonom möchte ich mit ökonomischen Entwicklungen beginnen. Laut Wall Street Journal verdoppelt sich dieses Jahr die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt von 130 Millionen auf 260 Millionen. 260 Millionen Menschen: Das sind ungeheuer viele. Darunter sind erfahrungsgemäß sehr viele Kinder. Davon sterben immer ziemlich viele. Was können Zahlen schon sagen? Vermutlich werden wir schon dieses Jahr mehrere Millionen zusätzliche Hungertote sehen, vor allem Kinder, vor allem Mädchen, vor allem Schwarze und Farbige. Der Grund: Die Covid-Lockdown-Maßnahmen, die von dem Vorbild „westliche Welt“ ausgingen und unhinterfragt in den meisten Ländern der Dritten Welt übernommen wurden. Deshalb stehe ich hier und demonstriere friedlich. Mehrere Millionen Hungertote.

Die Zahl der Corona-Toten weltweit liegt momentan unter 0,5 Millionen. Etwa 1,5 Milliarden Schüler wurden weltweit aus den Schulen ausgesperrt. Laut Wall Street Journal werden viele davon in der Dritten Welt nicht wieder in die Schulen zurückkehren, vor allem Mädchen, vor allem Farbige. Wegen Corona-Lockdowns nach westlichem Vorbild. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. In Indien brachen Exporte und Importe um 60 Prozent ein. Es wurden etwa 100 Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt. 100 Millionen Menschen. Allein in Indien. Durch die Corona-Lockdowns dort und im Rest der Welt. Auch in Ländern wie Indonesien, Philippinen und dutzenden anderen brechen Importe und Exporte zusammen. Die Folge: Massenarbeitslosigkeit, Elend und Not.

Die Lebensmittelpreise in besonders armen Regionen sind laut Wall Street Journal deutlich gestiegen, für viele unerschwinglich hoch. 36 Länder der Dritten Welt stehen vor starken Schuldenproblemen. Finanzkrisen sind abzusehen. Ich war sieben Jahre Investment Banker und denke, das wird für einige Länder und viele hundert Millionen Menschen übel ausgehen. Der Grund: Corona-Lockdowns weltweit nach westlichem, nach unserem Vorbild. Dadurch produzieren wir in den armen Ländern dieser Welt Elend, Leid und Tod in unvorstellbarem Ausmaß. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Die Situation in den USA: In den letzten neun Wochen haben sich etwa 30 Millionen US-Amerikaner arbeitslos gemeldet. 30 Millionen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 25 Prozent. Besonders hart betroffen: Schwarze. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Knapp 40 Prozent der US-Haushalte mit Kindern unter 12 Jahren wissen nicht, wie sie sich ernähren sollen. Überdurchschnittlich hart davon betroffen: Schwarze. Grund: Corona-Lockdown.

Ein Blick nach Deutschland: Momentan sind bei uns über 20 Prozent der arbeitenden Menschen arbeitslos, die meisten davon auf Kurzarbeit. In Baden-Württemberg war im April jedes vierte Produktionsunternehmen geschlossen. Die Auftragseingänge der Industrie sind von Januar bis April um 38 Prozent gesunken. Das verheißt für die kommenden Monate gar nichts Gutes für den Arbeitsmarkt. Es sind hunderttausende Operationen in unserem Land ausgefallen, u.a. gegen Krebs, hunderttausende Arztbesuche unterblieben. Wegen Corona-Maßnahmen, wegen Corona-Angst. Man schätzt die Folgetoten auf 125.000. Das sind natürlich alles nur ganz grobe Schätzungen, kein Mensch weiß, ob die Zahlen stimmen. Sicher ist: es wird gravierende gesundheitliche Folgeschäden geben, sicher auch viele Tote in unserem Land. Wegen der Corona-Maßnahmen und der Covid-Angst.

Zum Vergleich die Zahl der Corona-Toten in Deutschland am 9. Juni 2020: unter 9.000; Durchschnitts- und Medianalter: etwa 80, praktisch alle mit mehreren schweren Vorerkrankungen (multimorbid vorerkrankt). Man könnte den Verdacht haben, die staatlich verordnete Kur sei um ein vielfaches schlimmer als die Krankheit. Selbst der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin sagt jetzt (11.6.), wenn eine zweite Corona-Welle kommt, dann wird es keine Lockdowns geben, denn die seien unverhältnismäßig. Der Schaden sei größer als der Nutzen, selbst der gesundheitliche. Von dieser Einsicht sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Unsere ergriffenen Covid-Maßnahmen waren und sind vollkommen unverhältnismäßig. Mittel und Zweck stehen in keinerlei vernünftigem Verhältnis. Wir müssen sie sofort beenden. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Kommen wir zu den Ursachen dieser weltweiten, dramatischen Entwicklungen, die meiner Einschätzung nach zu dutzenden Millionen Toten führen werden, vor allem in der Dritten Welt, vor allem bei Kindern, Mädchen, Schwarzen und Farbigen. Wegen der Covid-Lockdowns nach westlichem Vorbild.

Der Hauptgrund dafür ist nicht Covid, sondern die Angst vor Covid. Diese Angst wird seit Monaten auf fast allen Medienkanälen geschürt. Und gleich vorneweg: Diese Angst ist meiner Meinung nach für den allergrößten Teil der Bevölkerung unbegründet und daher vollkommen unsinnig. Diese Angst wird bewusst und aktiv geschürt. Covid ist ein extrem aggressives Virus für ganz bestimmte Zielgruppen. In Alters- und Pflegeheimen werden die Menschen dadurch mit rasender Geschwindigkeit hinweggerafft. Das stimmt. Das ist grausam. Diese Menschen muss man dringend schützen. Aber für junge und gesunde Menschen, bei Kindern und nicht multimorbid Vorerkrankten stimmt es nicht. Da sprechen alle Zahlen eine eindeutige Sprache. Selbst die Zahlen der Impflobby. Selbst die Zahlen von Johns Hopkins University. Selbst die Zahlen von RKI, selbst die Zahlen der Bundesregierung. Aber dieser beruhigende Teil der Nachrichten wird praktisch immer weggelassen.

Es wird auf fast allen Kanälen dermaßen einseitig angstschürend berichtet, dass es an aktives Lügen grenzt. Und das kommt von ganz oben. Bundeskanzlerin Merkel sagte beispielsweise am 13.5.2020 „Corona ist und bleibt also eine Gefahr für jede und jeden von uns“. Das ist eine objektive Unwahrheit. Corona ist keine Gefahr für jede und jeden von uns, sondern nur für ganz bestimmte Zielgruppen. Nochmal: Durchschnitts- und Medianalter der Covid-Toten liegen um die 80. Praktisch alle Covid-Toten waren statistisch signifikant sehr alt und/ oder multimorbid vorerkrankt. Wenn Frau Merkel diese Zahlen vorlagen, wovon ich ausgehe, und wenn Frau Merkel als promovierte Physikerin Statistiken lesen kann – sie beschäftigte sich schon in ihrer Diplomarbeit mit statistischen Fragestellungen – wenn die Kanzlerin diese Aussage also bewusst falsch gemacht hat, dann ist diese Aussage von Frau Merkel eine Lüge. Ich wiederhole: Diese Aussage von Bundeskanzlerin Merkel vom 13.5.2020 ist objektiv unwahr und wenn sie dies wusste, dann ist es eine Lüge. Eine Unwahrheit, die Angst erzeugt und meiner Einschätzung nach Angst erzeugen soll. Das finde ich nicht richtig.

Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Dass seitens der Bundesregierung bewusst mit Angst gearbeitet werden sollte, hat ja auch ein regierungsinternes Dokument gezeigt, das ans Tageslicht kam und das detailliert aufzeigt, wie man konkret bei der Darstellung von Covid Angst erzeugen soll. Diese Unwahrheiten kommen also von ganz oben. Und fast die gesamte Medienlandschaft hat diese äußerst einseitige, Angst erzeugende Darstellung über Covid übernommen. Eine nüchterne, objektive, sachliche Diskussion über die realen, zielgruppenbezogenen Gefahren und über vernünftige, ausgewogene Gegenmaßnahmen gegen Covid war dadurch praktisch nicht mehr möglich. Das Angst-Klima war derart aufgeheizt, dass alle Menschen, auch ausgezeichnete Experten, die sehr gute Argumente gegen die Angst hatten, praktisch nicht mehr zu Worte kamen, sondern teilweise sogar beschimpft wurden.

Der Argumentationsstil in den Medien und gegenüber abweichenden Meinungen war oft geradezu erschreckend. Es gab – und gibt – Intoleranz in einem Ausmaß, wie ich es bis jetzt in unserem Land selten erlebte. Das ist sehr schmerzhaft. Jetzt versuchen viele Medien, friedliche Demonstranten schlechtzumachen, die sich für Grund- und Menschenrechte und gegen die Unverhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen einsetzen, indem man sie in eine rechte Ecke stellen will. Die Demonstrationen seien von Reichsbürgern unterwandert, von der AfD, von Rechten, von Esos, von Spinnern, seien Querfront. Das ist unwahr, unehrlich und unaufrichtig. Deshalb stehe ich hier und demonstriere.

Ein Beispiel: In einem Nachbarort von uns fand eine Demonstration für unsere Menschenrechte und gegen die übertriebenen Corona-Maßnahmen statt. Wir kennen die Organisatoren. Es wurden alle politischen Parteien eingeladen, außer der AfD. Am nächsten Tag konnten wir in den Zeitungen zu den Großdemonstrationen in den großen Städten lesen, die Demonstrationen würden von Rechtsextremen und der AfD missbraucht. Das ist kein guter Journalismus.

Ich komme zurück zum Thema Angst. Um bewusst Angst vor Corona zu erzeugen benutzt man bestimmte Wissenschaftler, die man zu Worte kommen lässt. Andere Wissenschaftler lässt man nicht zu Worte kommen. Der prominenteste, Angst erzeugende Wissenschaftler auf diesem Gebiet in unserem Land ist Christian Drosten. Herr Drosten ist schon vor einigen Jahren mit unsinnigen Fehlprognosen aufgefallen. Er hat im Juni 2010 massiv vor der Schweingrippe gewarnt. Sie werde über ganz Deutschland hinwegziehen. Wörtlich: „Bei der Erkrankung [Schweinegrippe] handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann.“ Das war kompletter Unsinn. Reine Fehlaussagen und Fehlprognosen, das Gegenteil dessen, was eingetreten ist. Herr Drosten ist also erwiesenermaßen ein großartiger Fehlprognostiker. Warum wird er heute zum medizinischen Hauptsprachrohr der Regierung ernannt? Ich war sieben Jahre Investmentbanker.

Wenn jemand einen bombensicheren Tipp gegeben hat zu einer Aktie, die werde absolut sicher hochgehen – und dann stürzt sie ab – das kommt gar nicht gut an. Auf solche Leute hört man künftig nicht mehr. Unsere Bundesregierung und viele unserer Leitmedien schon, sogar erst recht. Da stören fundamentale Fehlprognosen kein bisschen. Es geht auch nicht um Wahrheit oder Ehrlichkeit. Sondern Herr Drosten ist sehr nützlich, um die gewollte Angst zu schüren. Kurz: Die in der Bevölkerung weit verbreitete Angst vor Covid ist meiner Meinung nach kein Zufall, sondern aktiv erzeugt. Dieser Angsterzeugung und der Angstaufrechterhaltung dienen meiner Meinung nach auch die abstoßenden, unmenschlichen, medizinisch äußerst umstrittenen Gesichtsmasken. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Da stellt sich natürlich sofort die Frage: Warum nur diese Angstmache? Wozu um alles in der Welt will man den Menschen denn solche Angst vor Ansteckung, Leid und Tod durch Covid einjagen? Nun, diese Angst ist für bestimmte Zwecke sehr nützlich. Man kann sich dadurch als Macher profilieren, wie der machthungrige Populist Markus Söder in Bayern. Eine Anekdote am Rande:

Meine Familie und ich ruhten uns nach einer gesetzlich erlaubten Bergwanderung Ende März am Walchensee in Obernbayern aus. Kommt die Polizei, verlangt unsere Ausweise, beschimpft uns: „Ja spinnts denn ihr?“ Auf die Frage, was denn die Rechtsgrundlage der Beschimpfung sei kam die Antwort, wortwörtlich: „In der Sonne sitzen ist verboten“. Da dachten wir uns: Jetzt sind wir in einem Irrenhaus gelandet. Dank Herrn Söder. Deshalb stehe ich hier und demonstriere. Zurück zum Thema: In einer Angststimmung kann man als machtgieriger Politiker seine Macht erhöhen, indem man Grundrechte ausschaltet: Das Recht auf Versammlungsfreiheit, das Recht auf Religionsausübung, das Recht, sich im Freien aufzuhalten, das Recht, alte und kranke Menschen zu besuchen und ihnen Anteilnahme zu zeigen, Wärme und Trost zu spenden usw. usw. Machtmenschen lieben Grundrechtseinschränkungen, das kommt ihrem Herrschertrieb sehr entgegen. Und praktisch alle Spitzenpolitiker sind Machtmenschen, denen es meistens mehr um ihr Ego als um das Wohl der Bevölkerung geht.

Auch für die Medien sind Angstartikel besser. Reißerische Schock-Nachrichten verkaufen sich besser als ausgewogene, beruhigende Information. Das gilt leider nicht nur für die Sensationspresse, sondern auch für die Mainstream-Medien. Anxiety sells, Angst verkauft sich. Weitverbreitete Angst hat aber für bestimmte Interessengruppen auch noch andere Vorteile. Zum einen die Pharmaindustrie, die Impfindustrie. Je größer die Angstverbreitung, desto sicherer wird später millionenfach, vielleicht gar mit Staatszwang, vielleicht gar milliardenfach geimpft werden. Das ist ja das erklärte Ziel etwa von Bill Gates und seiner Multimilliarden-Stiftung. Da winken zweistellige Milliardengewinne. Aber nicht nur die Impfindustrie hat Vorteile von Angstmache durch einseitig Berichterstattung. Je größer die Angst, desto leichter kann man Lockdowns anordnen, desto weiter verbreiten sie sich in der Welt und desto länger bleiben sie.

Der wirtschaftliche Wachstumsmotor war in der westlichen Welt schon Ende 2018 ins Stottern gekommen. Die Automobilabsätze gingen zurück, die Auftragseingänge schrumpften, die Geschäfte liefen immer schlechter, die Gewinne kamen unter Druck. Irgendetwas musste geschehen, um die Marktanteile und die Gewinne wieder hochzubekommen. Da kam den Konzernlenkern ein staatlich verordneter Stillstand nicht ganz unrecht. Und zwar aus folgenden Gründen: Zum einen konnte man jetzt zum Beispiel die Autoflotte mangels Produktion und Absatz altern lassen – dann kommt in den Folgemonaten sicheres Ersatzgeschäft. Zum anderen hatte man als Konzernvorstand nun einen schwarzen Peter für die ganze Misere, einen Schuldigen. Und außerdem und konnte auf hohe Staatshilfen zu Lasten der Steuerzahler hoffen. Die Großen lässt man nicht pleitegehen, das kann sich die Regierung nicht leisten. Too big to fail.

Aber bei weitem das wichtigste an den Lockdowns ist folgendes: Es gibt dabei riesige Gewinner. Nämlich bestimmte Großkonzerne und Multimilliardäre, die schon vor der Krise auf unvorstellbar hohen Liquiditätsbergen saßen. Denn in allen Wirtschaftskrisen gilt: Cash is king. Das wissen manche sehr gut. Bezos, Zuckerberg, Bill Gates, Warren Buffet und Larry Ellison sind bislang die fünf ganz großen Gewinner dieser Krise.

Bis Ende Mai hatten die Milliardäre in den USA durch die Krise, nicht trotz der Krise, sondern durch die Krise einen Vermögenszuwachs von 434 Milliarden Dollar erzielt. Gleichzeitig lebten Ende Mai in den USA 38 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze und 28 Millionen waren nicht krankenversichert. Hohe Arbeitslosigkeit in breiten Bevölkerungskreisen haben noch den zusätzlichen Vorteil für die Großkonzerne und Milliardäre, dass man dadurch die Löhne drücken kann. Die Leute wehren sich nicht mehr gegen niedrige Löhne. Zu groß sind Job-Angst und die drohende Arbeitslosigkeit. Es gibt also enorme Krisengewinner. Für mich als Wirtschaftsgeschichtler ist das wenig überraschend. Die Ereignisse nehmen nicht zufällig diesen Lauf. Man kann da nachhelfen. Ganz Ähnliches haben wir in der Geschichte schon während der Weltwirtschaftskrise von 1907 gesehen, wo ganz wenige Männer, vor allem John Pierpont Morgan sein Vermögen durch die Krise ungemein vergrößert hat, während er Millionen Menschen in Armut gestürzt hat. Er ist gerade dadurch ganz besonders reich geworden, dass er sie in Armut gestürzt hat. Denn JP Morgan hat mit seinem gigantischen Bankenimperium die Krise damals bewusst und vorsätzlich herbeigeführt, gerade um die Konkurrenz auszuschalten und sich durch die Krise zu bereichern.

Die Krise war für JP Morgan nicht etwa schlimm. Sie war ein Segen. Aber nicht gottgesandt, sondern von ihm selbst herbeigeführt. Ähnliches geschieht heute wieder. Aber es ist nicht mehr ein Mann allein mächtig genug dazu. Die Großen fressen die Kleinen. Und wollen die Kleinen fressen.

Jeder Tag länger Lockdown ist ein Segen für bestimmte große Konzerne und ihre Eigentümer, die auf riesigen Bargeldsummen sitzen. Jeder Tag zusätzlicher Lockdown bedeutet das Ausschalten von weiteren zigtausend kleinen und mittelständischen Konkurrenten, deren Marktanteile man hinterher billig oder kostenlos übernehmen kann. Je größer die geschürte Angst in der Bevölkerung, desto leichter kann man strenge und lange Lockdown-Maßnahmen politisch rechtfertigen. Möglichst lange Maskenpflicht. Möglichst lange Uni-Schließungen. Möglichst lange Schließungen, Distanzierungen, Aushebelungen der Grundrechte aller Art. Der Feind ist überall, die Angst ist überall. Einige Monate später können die Großen dann billig fischen gehen, wie es JP Morgan 1907 vorgemacht hat. Man fragt sich in bestimmten Konzernzentralen: Wo wollen wir in fünf oder 10 Jahren stehen? Wie können wir unseren Marktanteil langfristig maximal ausdehnen?

Man braucht nur langen Atem, man braucht vor allem viel Cash. Ich gehe davon aus, dass bestimmte Marktführer und die größten der Großen in fünf oder zehn Jahren noch viel größer sein werden als heute, insbesondere die Eigentümer dahinter, die Milliardäre. Die Macht der Mächtigen wird durch die Covid-Lockdowns ungemein vergrößert. Zu Lasten des Mittelstandes, der Arbeitnehmer, der Armen, der Dritten Welt. Und damit komme ich zum entscheidenden Punkt. Die Bündelung von Macht in den Händen sehr weniger, sehr vermögender, nicht demokratisch gewählter Menschen nimmt durch die Lockdowns, durch die bewusste Angstverbreitung dramatisch zu. Bündel heißt auf Italienisch il fascio. Daher kommt der Begriff Faschismus.

Ich habe die große Sorge, dass Corona für diese Zwecke bewusst missbraucht wird, dass die ganze Angsterzeugung mit der Absicht gemacht wird, faschistische Prozesse voranzutreiben, konkret: Die Bündelung von Macht in den Händen von Wenigen, die von niemandem gewählt wurden. Das sind sehr gefährliche, antidemokratische Entwicklungen. Ich habe große Sorge um unsere Demokratie. Ich habe die große Sorge, dass unsere Grundrechte dauerhaft eingeschränkt werden. Ich habe die große Sorge, dass unser wunderbares Grundgesetz, das wir uns mit so viel Leid errungen haben, immer mehr ausgehebelt wird. Dagegen will ich mich wehren. Das spüren, glaube ich, irgendwie alle, die hier sind. Deshalb sind wir hier auf dieser friedlichen Demo: für Freiheit, für Demokratie, für Menschenwürde und für unsere kostbaren Grundrechte.

Zum Autor: Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen für Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sechs Büchern: Profitwahn – Warum sich eine menschgerechtere Wirtschaft lohnt (2013); Geplanter Verschleiß – Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können (2014); Gekaufte Forschung – Wissenschaft im Dienst der Konzerne (2015); Werbung nein danke – Warum wir ohne Werbung viel besser leben könnten (2016); BWL Blenden Wuchern Lamentieren – Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (durch drei verschiedene politische Parteien), Mitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen.

Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de

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