Antirassistisches Milieu: Reif für die Klapse?

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Von Minusrassisten verfolgt: Der Sarotti-Mohr

Der Begriff „Rasse“ soll aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Aber es gibt Streit unter den wackeren Antirassisten aus der CDU, der SPD und bei den Grünen. Haben sie vielleicht nicht mehr alle Latten am Zaun? Der Wahrheit auf der Spur.

mit Max Erdinger

Die Integrationsstaatsministerin im Kanzleramt, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat den Bedenken anderer Vertreter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion widersprochen und allen Einwänden zum Trotz dafür plädiert, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen, berichtet die Nachrichtenagentur dts. Ihre Begründung ist interessant. „Sprache prägt unser Denken„, sagte sie dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Deshalb sei eine breite gesellschaftliche und verfassungspolitische Debatte um den Begriff „Rasse“ im Grundgesetz notwendig. Nach über 70 Jahren Grundgesetz brauche Deutschland „eine Formulierung, mit der wir unserer historischen Verantwortung gerecht werden, ohne die Sicht der Täter einzunehmen„. Es sei daher überfällig, so die Sprachgeprägte, „Rassismus in Artikel drei beim Namen zu nennen, statt von Rasse zu sprechen„. Frau Widmann-Mauz fügte außerdem an, es müsse „um konkrete Fortschritte im Kampf gegen Rassismus gehen„. Menschen, denen rassistisch begegnet wird, „benötigten schnelle Hilfe„.

Deshalb bräuchten „wir“ auch ein „Kompetenzzentrum Rassismus„, wo man fundierte Erkenntnisse über alltäglichen Rassismus sammelt und bündelt, um per zentralem Hilfetelefon zugleich auch erste Anlaufstelle für Betroffene zu sein. Mit der Schaffung eines wundervollen „Kompetenzzentrums Rassismus“ solle sich in allernächster Zeit der Kabinettausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus befassen. Damit liegt die Integrationsstaatsministerin von der CDU grundsätzlich auf einer Linie mit den Grünen. Die hatten gefordert, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu streichen und durch das Wort „rassistisch“ zu ersetzen.

Nicht das Lernen, sondern das Verlernen sei das Gebot der Stunde, so Grünen-Chef Robert Habeck und die Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteiner Landtages, Aminata Touré, in der „taz“: „Es ist Zeit, dass wir Rassismus verlernen.“ Der Begriff manifestiere eine Unterteilung von Menschen in Kategorien, die Anspruch und Geist des Grundgesetzes widersprächen. „Es gibt eben keine `Rassen`. Es gibt Menschen.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich dem intellektuellen Höhenflüg der beiden Grünen angeschlossen. In der Unionsfraktion jedoch traf die Grünen-Forderung auf Skepsis und Ablehnung. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, konterte in einem anderen Parlamentsersatzblatt, nämlich der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, eine solche Streichung sei „eher Symbolpolitik und bringt uns in der Sache keinen Schritt weiter„.

Die Vorsitzende des Innenausschusses, Andrea Lindholz (CSU), sprang Middelberg bei und sagte, sie halte die Forderung für „eine eher hilflose Scheindebatte„. Eine Streichung des Begriffs könne zudem die Rechtsprechenden verwirren. „Ohne einen entsprechenden Rechtsbegriff, der auch völkerrechtlich verankert ist, könnte Rassismus juristisch noch schwieriger zu greifen sein.“ Eine Änderung des Grundgesetzes kann nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Sprache prägt unser Denken?

Da stellt sich natürlich die Frage, was Sprache bei solchen Leuten prägt, die lieber gar nicht denken wollen, und die sich deshalb vorzugsweise per „authentischem Gefühl“ durchs Leben hangeln. Wenn solche Leute das Wort „Rasse“ hören, prägt das nicht ihr Denken, sondern ihre Emotionen. Und ihre Emotionen sind ihnen heilig. Der Denker wundert sich, daß diese Emotionalisten noch nicht die Umbennung des Grundgesetzes in „Grundgefühlsgesetz“ einer „breiten gesellschaftlichen und verfassungspolitischen“ Gefühlsdebatte zuführen wollten.

Es gibt Rassen. Auch ohne sprachgeprägtes Denken weiß der Normalgebliebene: Es ist gut, wenn für alles, was es gibt, auch ein Wort existiert, mit dem es benannt werden kann. Weil das der Verständigung der „die Menschen“ untereinander zuträglich ist. Schon die Bezeichnung von Mohren als „Menschen mit afrikanischem Hintergrund“ war unter Verständigungsgesichtspunkten ein Rückschritt. Erstens, weil es lächerlich ist, wenn ein Hintergrund schon optisch „auf den ersten Blick“ im Vordergrund steht, sowie man sich in Mitteleuropa aufhält, und zweitens, weil sowohl weiße Südafrikaner als auch aus Zimbabwe vertriebene, weiße Rhodesier von den antirassistischen Rassisten bei den Grünen und sonstwo noch nicht einmal mitgedacht, geschweige denn mitgemeint sind, wenn sie von Menschen „mit afrikanischem Hintergrund“ sprechen, obwohl sie einen hätten. Wenn sie nicht schon ermordet worden sind von „schwarzen Menschen mit afrikanischem Hintergrund“. Ein afrikanischer Hintergrund kann durchaus auch weiß sein und u.U. zurückreichen bis ins Jahr 1652, als Kapstadt von „Menschen mit niederländischem Hintergrund“ gegründet worden ist.

Prägung oder Verbiegung?

Leider ist es so, daß mit der Behauptung, Sprache präge unser Denken, unter den Teppich gekehrt wird, wie gut die Kraft hinter einer Prägung auch dazu ausreicht, das Denken zu verbiegen. Es ist so: Politkorrekte Sprache prägt unser Denken nicht, sondern sie verbiegt es bis zur Unbrauchbarkeit. Der Kampf um die Sprache sei wesentlich für die geistige Selbstbehauptung, hat Franz Josef Strauß (1915 – 1988) einmal sehr zutreffend bemerkt. Die politkorrekten Sprachkämpfe dienen aber nicht der geistigen Selbstbehauptung des Einzelnen, sondern der kollektiven Durchsetzung einer politkorrekten Agenda, die jeder geistigen Selbstbehauptung des Individuums Hohn spricht. Politkorrekte Sprachregelungen sind nichts anderes als eine breit angelegte, desaströse Massenverdummung. Der konservative Strauß sinngemäß: Der politische Gegner hat – nicht ohne Erfolg – Begriffe mit anderen Inhalten gefüllt, um sie als Wurfgeschosse gegen die bestehende Ordnung zu verwenden. Seine Anmerkung ist inzwischen etwa 40 Jahre alt. In diesen 40 Jahren hat sich die politkorrekte Gehirnwäsche der Massen abermals gewaltig ausgeweitet.

Es hat keine Krüppel mehr zu geben, keine Neger, keine Schmarotzer, keine Schlampen, keine Faulpelze – und die drei Chinesen mit dem Kontrabass singen auch schon lange nicht mehr. Dabei geht es gar nicht wirklich um die Sprachänderungen im Detail, sondern um einen Feldzug gegen den Unterschied als solchen. Egalitarismus ist längst Zivilreligion geworden. „Welcher Mensch genau?“, ist heute zu einer unzulässigen Frage geworden. Es gibt keine Bayern, keine Friesen und keine Lappen mehr. Das sind jetzt „die Menschen“. Also „die Menschen in Bayern“, „die Menschen in Friesland“ und „die Menschen in Lappland“. Dazu kommen die „gendergerechte Sprache“ und die „Bibel in gerechter Sprache“.

Strunzdumme „Antirassisten“ sind die wahren Rassisten

Das Deprimierendste an der Tatsache, daß es eine Clique von extrem umtriebigen, vor Selbstgerechtigkeit stinkenden Gefühls- und Meinungsinhabern hierzulande geschafft hat, sich im Bewußtsein der Massen als moralistische Höchstinstanz zu etablieren, ist der zulässige Rückschluß auf den demokratischen Reifegrad derjenigen, die sich das haben bieten lassen. Es gibt offensichtlich keinen solchen Reifegrad. Das Volk schwimmt zum größeren Teil noch immer in der ewig gleichen Ideologensuppe. Ob der größere Teil treubrav den rechten Arm nach oben reißt, oder ob er beim Schreiben treubrav „geschlechterkorrekt“ gendert, macht hinsichtlich der zu beobachtenden, deprimierenden Bereitschaft, sich aufgezwungenen Umgangsformen zu beugen, keinen wirklichen Unterschied. Der Wille zur geistigen Selbstbehauptung ist bei zeitgeistigen Deutschen nach wie vor dramatisch unterentwickelt. Dafür ist die kollektive Verblödung umso heftiger ins Kraut geschossen.

Man stelle sich das einmal vor, als Mohr, der man wäre: Da begegnest du einem Deutschen mit einem jahrhundertealten Stammbaum aus dem bayerisch-österreichischen Gebiet. Weiß ist er wie ein Mehlwurm. Er spricht den regionalen Dialekt wie alle seine Vorfahren. Und dann ignoriert dieses abgehobene, ideologisch völlig verpeilte Subjekt, daß du ganz anders aussiehst und seinen Dialekt nicht sprichst. Du bist ein Sensibelchen, dem sofort auffällt, wie verkrampft der Mehlwurm so tut, als hätte er nicht erkannt, wer du bist. Und dann erst denkst du dir als Mohr wahrscheinlich, daß der Mehlwurm eine erbärmliche Rassistensau ist, die ein Problem damit hat, daß du bist, wer du bist. Du bist ein Mohr und überhaupt nichts ist verkehrt daran. Du bist gerne ein Mohr, wenn du selbstbewußt bist.

Leider wäre dieses Selbstbewußtsein bei vielen „die Menschen mit afrikanischem Hintergrund“ nur aufgesetzt. Sie sind eigentlich Autorassisten. Ungeachtet der Frage, ob der Kolonialismus verbrecherisch gewesen ist oder nicht, kommst du nicht umhin, anzuerkennen, daß er möglich gewesen war – und daß es dafür Gründe gibt. Wie du als Mohr weiterdenkst, fällt dir auf, daß es tatsächlich nicht nur Farbunterschiede gibt, sondern auch – um es vorsichtig auszudrücken – mentale Unterschiede. Weswegen Weiße – Staatsoper und Ballett hin oder her – nicht tanzen können. Du gönnst es dem Mehlwurm, daß ihn sein Gewissen beißt. Auch wenn du weißt, daß alle die Kulturtechniken, die deinem Ursprungsland in Afrika zu Staudämmen, asphaltierten Straßen, sauberem Wasser und Eisenbahnen verholfen haben, und die du dort auch nicht mehr würdest missen wollen, nicht aus Afrika stammen. Das Verbrechen des Weißen: Er hat getan, wozu er imstande gewesen ist. Er, nicht du. Und weil dich das wurmt, als „gleicher Mensch“, gerierst du dich als wenigstens moralisch überlegen. Der Weiße ist Rassist, nicht du. Nicht damals und nicht heute. Jede faktische, historische „Unterlegenheit“ läßt sich mit deiner moralistischen „Gegenwartsüberlegenheit“ kompensieren. Das ist bequem und billig bis kostenlos. Genau das Richtige für dich. Weiße „Antirassisten“ sind für dich in erster Linie weiß. Du bist Rassist. Da ist nichts Verkehrtes daran. Mit dem Rassismus ist es wie mit dem Beton: Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Daß in Südafrika alljährlich über 20.000 Schwarze von anderen Schwarzen umgebracht werden, hat natürlich keine rassischen Gründe. Die Unterstellung, daß es einem Schwarzen in Afrika statistisch eher am Respekt für das Leben eines anderen Schwarzen mangelt, als einem Weißen in Europa an Respekt für das Leben eines anderen Weißen, wäre „rassistisch“. Die Evidenz ist wohl per se rassistisch. Es ist ganz einfach so: Als Mohr bist du in Mitteleuropa Angehöriger einer sogenannten Minderheit. Du gehörst einem der linken Ersatzproletariate an, die von weißen „Antirassisten“ moralkolonialisiert worden sind. Du bist deren Geisel, eine ersatzproletarische Frau oder ein ersatzproletarischer Krüppel in schwarz. Es zählt nicht, daß dich deine weißen Arbeitskollegen ins Herz geschlossen haben. Der freundlichste von ihnen, derjenige, der dich jeden Morgen einmal kurz drückt mit den Worten: „Ah, mein Lieblingsneger kommt wieder zwei Minuten zu spät!“, und mit dem du privat schon gegrillt hast: Auch er ist ein übler Rassist. Und das in der „menschlichen Gesellschaft“. Die rassistischen Antirassisten haben aber, wenn sie grün und schwul sind z.B., im Privaten keinerlei Problem damit, auf Pornoseiten die Kategorie „Big Black Cock“ anzuklicken, nicht etwa „Big Cock“. Weil sie ein rassistisches Vorurteil haben, offensichtlich, diese Sexbesessenen mit ihrem zweiten Lieblingsthema: Mumu & Pimmel. Was nachvollziehbarerweise auch zur Entdeckung des grünen „Geschlechterrassismus“ geführt hat. Weil diesen strunzdummen Antirassismus-Rassisten noch jedes diffuse Gefühl über den klaren Verstand geht und sie sich ungern eingehender mit schwierigen Themen beschäftigen, sind ihnen auch alle Religionen gleich egal. Dennoch dienen sie aber durch die sich anbietende Verwendung des Wortes „Religionsfreiheit“ zur Stigmatisierung jeder Islamkritik als „religionsrassistisch“.

Lange wird es nicht mehr dauern, bis der erste Grüne seine Forderung nach einem Tempolimit damit begründet, 400 PS seien „rassistisch“, weil sie beim Opel-Corsa-Fahrer ein Unterlegenheitsgefühl auszulösen imstande sind. Alle Menschen haben gleich zu sein, alle Rassen, alle Autos und alle Geschwindigkeiten. Gleichheit, Gleichheit über alles. Das ist das, wofür das Wort „Rasse“ den Haß derer erntet, die es aus dem Grundgesetz streichen wollen: Es steht stellvertretend für den Unterschied als solchen. Man muß sich wundern, daß die Wörter „Überlegenheit“ und „Unterlegenheit“ noch nicht mit sozialer Ächtung belegt worden sind. Kommt bestimmt noch.

Fest steht, daß es moralistisch sich selbst überhöhende, eitle Zerebralphimotiker sind, die sich hierzulande befugt wähnen, über die Streichung von Wörtern aus dem Sprachgebrauch und aus Gesetzestexten zu befinden. Und daß ihnen das durchgeht. Das ist weitaus alarmierender als jedweder „Rassismus“.

Der wahre Antirassist

Der wahre Antirassist, meinereiner als einer der wenigen also, hat die Größe, Unterschiede wohlwollend mit dem Auge desjenigen zu belächeln, der das Leben in seinen vielfältigen Erscheinungsformen liebt. Er weiß, was er den Mohren zu verdanken hat, wo die chinesische Medizin herkommt, und wessen Kultur er wofür schätzt. Genauso weiß er aber auch, was er nicht einer fremden, sondern seiner eigenen Kultur zu verdanken hat – und warum das so ist. Wer das Leben liebt, hat kein Problem mit dem Unterschied. Deswegen hat er auch kein Problem mit dem Wort „Rasse“. Nicht im Grundgesetz und auch sonst nirgends. Vive la différence – Es lebe der Unterschied! Am besten an verschiedenen Orten. Um des lieben Friedens Willen. Es sind ja nicht alle „die Menschen“ solche pazifistischen Toleranzbestien wie der wahre Antirassist.

Wenn es hierzulande jemals wieder aufwärts gehen soll, dann sind nicht „Rassimus“, „Antirassismus“, „Geschlechterdemokratie“, „Weltklimarettung“ oder „Pandemie“ das dringendste Thema, sondern die politkorrekt verpeilten Vollidioten. Die sind wirklich die übelste „Rasse“ von allen. Darunter auch Frauen und Kinder.

(Übrigens: Bis zum Wort „Kinder“ hatte dieser Text 1949 Wörter. 1949 kam das Grundgesetz heraus.)

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