Taliban, Vandalismus und ein vergesslicher Biden – Wie Russland über die aktuellen Meldungen berichtet

Natürlich wurde auch in Russland über die angeblichen Kopfgelder berichtet, die Russland den Taliban angeblich für tote US-Soldaten bezahlt hat. Daher will ich aufzeigen, wie in Russland darüber berichtet wird.

Da das Thema die deutschen Schlagzeilen beherrscht und ich auch selbst das Thema schon ausführlich behandelt habe, habe ich der Vollständigkeit halber auch einen Bericht des russischen Fernsehens aus den 20-Uhr-Nachrichten darüber übersetzt. Besonders sehenswert ist dabei, wie das russische Fernsehen über Biden und den Wahlkampf berichtet.

Beginn der Übersetzung:

Die Lage in den USA: Vandalismus und Betrug

50% für Biden und 44% für Trump, so sieht laut CNBC Amerika vor der Wahl aus. Dank der täglichen Enthüllungen und Skandale um den amtierenden Präsidenten führt der Kandidat der Demokraten bereits in sechs Bundesstaaten. Die ethnisch vielfältigsten – Nevada, Texas und Georgia – hat Biden gewonnen, indem er einen afroamerikanischen Kandidaten an den Obersten Gerichtshof berufen will. Und die millionenschwere asiatische Wählerschaft in Kalifornien und New York kann Trump die intolerante Bezeichnung „Kung-Grippe“ – so nennt der Chef des Weißen Hauses jetzt das Coronavirus – nicht verzeihen.

Aus den USA berichtet unser Korrespondent.

Die grelle rote Farbe ist von weitem zu sehen. Ein weiteres geschändetes Denkmal ist die Statue von George Washington in New York. Die Vandalen, die das Denkmal des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten angegriffen haben, wurden von Beobachtungskameras gefilmt und auf die Fahndungsliste gesetzt. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Vielleicht kamen die Vandalen aus diesem Lager. Anarchisten ließen sich unter den Fenstern des Stadtrates in New York nieder. Eine weitere autonome Zone nach Seattle, Richmond und Washington, Zelte wurden in Manhattan aufgestellt. Der Polizei wurde der Zutritt verboten, aber sie bat nicht um Erlaubnis. Heute Morgen kam sie, um die Demonstranten zu zerstreuen und das Lager aufzulösen.

Auch die autonome Zone in Seattle wird aufgelöst. Bürgermeisterin Durkan hat ihre Meinung geändert und die Sicherheitskräfte zu den Anarchisten geschickt. Zehn Demonstranten wurden dort bereits festgenommen.

Doch der Enthusiasmus der Polizei könnte bald nachlassen. Ihnen sollen die Budgets gekürzt werden. In New York erhält die Polizei eine Milliarde Dollar weniger. Das Geld wird in Bildungsprogramme fließen. Auch die geplanten tausend neuen Polizisten werden nicht eingestellt.

Die Bewegung „Black Lives Matter“ geht auch gegen die amerikanische Armee vor. Sie fordern vom Pentagon, über ein Dutzend Militärstützpunkte umzubenennen. Zum Beispiel Fort Gordon in Georgia oder Fort Hill in Virginia. Sie sind nach Generälen benannt, die im Bürgerkrieg für die Konföderierten gekämpft und daher die Sklaverei unterstützt haben. Die Idee wurde im Kongress von Vertretern beider Parteien angenommen. Doch Trump ist vehement gegen eine Änderung der Namen. Der Präsident erklärte, er werde sein Veto gegen den Militärhaushalt einlegen, wenn die Änderungen Teil des Haushaltes werden.

Der Präsident selbst konzentriert sich auf den Wahlkampf und trifft seinen Konkurrenten an dessen wunden Punkt: dem Kopf. Sein 77-jähriger Gegner vergisst und verwechselt die Worte. Trump zeigte das Gesicht einer Gebärdensprachendolmetscherin, die nicht verstand, was Joe Biden sagen wollte.https://platform.twitter.com/embed/index.html?creatorScreenName=SpiegelAnti&dnt=true&embedId=twitter-widget-0&frame=false&hideCard=false&hideThread=false&id=1278103771948736514&lang=de&origin=https%3A%2F%2Fwww.anti-spiegel.ru%2F2020%2Ftaliban-vandalismus-und-ein-vergesslicher-biden-wie-das-russische-fernsehen-ueber-die-aktuellen-meldungen-berichtet%2F&siteScreenName=SpiegelAnti&theme=light&widgetsVersion=9066bb2%3A1593540614199&width=550px

Biden wurde direkt nach seinen kognitiven Fähigkeiten gefragt: Ob er sich nicht untersuchen lassen wolle, fragten Reporter den Präsidentschaftskandidaten. Aber wie sich herausstellte, ist er bereits untersucht worden.

„Ich bin untersucht worden und werde immer wieder untersucht. Schauen Sie, ich kann es kaum erwarten, meine kognitiven Fähigkeiten mit den kognitiven Fähigkeiten der Person zu vergleichen, gegen die ich Wahlkampf mache“, sagte Biden.

Wenn seine Erinnerung nicht versagt, wird Biden Trump natürlich nach den tückischen Russen fragen, die die Taliban dafür bezahlen, Amerikaner in Afghanistan zu töten. Diese weitere mythische und anonyme Meldung kam kürzlich von der New York Times. Der ganze Propaganda-Apparat der Demokraten trompetet es nun herum, obwohl, abgesehen von den Worten ungenannter Quellen, keine Beweise vorgelegt wurden.

„Der Präsident der Vereinigten Staaten darf Russland nicht zu den G7 oder den G8 einladen. Wir sollten darüber nachdenken, welche Sanktionen angemessen sind, um Russland weiter von seinen böswillige Aktivitäten abzuschrecken, und nicht darüber nachdenken, es in den Kreis der zivilisierten Länder aufzunehmen“, sagte Adam Schiff, der Leiter des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses.

Der US-Verteidigungsminister sagte, das Pentagon habe keine Hinweise, die die Zeitungsartikel bestätigen. Trump sagt, die Geheimdienste hätten ihm nichts derartiges gemeldet.

„Die Geschichte der russischen Kopfgelder ist eine weitere frei erfundene Falschmeldung. Das wurde nur erzählt, um mir und der Republikanischen Partei zu schaden. Die geheime Quelle existiert wahrscheinlich überhaupt nicht, genau wie diese Geschichte selbst. Wenn die diskreditierte Zeitung New York Times eine Quelle hat, soll sie sie offen legen. Ein weiterer Betrug!“, ist sich Trump sicher.

Vertreter beider Parteien wurden am Vortag zu Gesprächen ins Weiße Haus eingeladen. Demokraten und Republikaner veranstalteten danach getrennte Pressekonferenzen. Die Stimmung der Kongressabgeordneten war kämpferisch.

„Amerikas Gegner sollten wissen und nicht daran zweifeln, dass es ein Angriff der Russen oder von jemand anderem auf amerikanische Truppen, eine sehr schnelle und tödliche Antwort zur Folge haben wird“, sagte die Republikanerin Liz Cheney.

Wie sich herausstellte, bekam die CIA im Frühjahr ein Gerücht über angebliche russische Belohnungen für die Taliban zu hören. Aber es wurde keine Bestätigung der Informationen gefunden, und sie wurden nicht an den Präsidenten weitergegeben. Am Wochenende wurde Trump alles erzählt. Aber, wie sein nationaler Sicherheitsberater betonte, ist es aufgrund der ständigen „Leaks“ von Daten an die Presse vielleicht nie möglich, die Wahrheit zu finden.

Ende der Übersetzung

Quelle

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