Lieber Herrgott, lass doch mal Hirn statt Wasser regnen

BR Reportage über das Isartal

Helmut Kuntz
Keine Reportage oder Video über irgendetwas, bei dem nicht auch der alles zerstörende Klimawandel seinen (Zeit-)Anteil bekommt. So auch in einer Reportage des BR über das schöne Isartal [1]. Zielgerichtet und unausweichbar, fand der BR auch in dieser idyllischen Gegend einen älteren, gut situierten Ökoenergie-Aktivisten, sowie eine nette, junge Freitagshüpferin. Weil das, was diese dem BR-Reportteam erzählten, so symptomatisch (unwissend) ist, anbei eine kleine Darstellung dazu.

Seht, auch im schönen Isartal gibt es für das Klima besonders Engagierte

Der Ökoenergie-Aktivist durfte erzählen, wie grandios die Wasserstofftechnologie – woran er gerade arbeitet – unsere Energiewende retten wird, und die Freitagshüpferin ihr Wissen zum Klima:
Klimaaktivistin … (Abiturientin) im Video ab 12:00: ... irgendwann erkennt man, dass Teile nicht so gut sind. Zum Beispiel dass eine totale Dürre es ist in Italien oder dass es Waldbrände gibt und so. Und dann stellt sich auch mal die Frage: Warum? In der vierten Klasse glaube ich, gab es das Angebot von einer Umwelt-AG in der Grundschule. Und seitdem bin ich mehr oder weniger aktiv …
Weiter erzählte sie von ihren Vorbildern, den Aktivisten der weltweiten, klimarettenden Baumpflanzung wie Wangari Maathai und Felix Finkbeiner … wir haben schon mehrere Milliarden Bäume gepflanzt in der ganzen Welt, so 13 Milliarden. Und deshalb haben wir die „Children`s Tree-Campaign“ ausgerufen. Weil, wir wollen eine Billionen Bäume pflanzen auf der ganzen Welt. Dann könnte man ungefähr 25 % des ganzen CO2-Ausstoßes des Menschen da kompensieren …

Dann war die Zeit zum Erzählen des Hintergrundwissens zum sich stetig wandelnden Klima vorüber, denn zu zeigen war auch, wie der ältere, gut situierte Ökoenergie-Aktivist dank seiner guten Verbindungen zur Öko-Klimaszene der Freitagshüpferin inklusive einer Gruppe Gleichgesinnter auch im fernen München das Mitthüpfen ermöglicht und wichtig, als Mentor deren Aktivismus betreut und fördert.

Seit der Grundschule nichts dazugelernt …

Was die Freitagshüpferin erzählt, lässt sich inzwischen überall erleben. In den Schulen wird konsequent zum Klima indoktriniert. Im Städtchen des Autors ist derzeit Germanwatch wieder aktiv. Das liegt jedoch nicht an Germanwatch, sondern an den Schulen, die deren Vorträge buchen.

GERMANWATCH indoktriniert in Schulen

Bild 1 Screenshot von der Germanwatch Homepage, Schulungsmaterial zum Klimawandel

GERMANWATCH: … An Beispielen wie dem Gletscherschwund, Häufung von Starkwetterereignissen und dem Rückgang des Arktiseises machen wir Folgen des Klimawandels sichtbar. Auch die Auswirkungen des sich global ändernden Ernährungsverhaltens oder des weltweiten Rohstoffhungers werden über Satellitenbildvergleiche erfahrbar … Die Germanwatch Klimaexpedition ist für SchülerInnen der Klassen 5 bis 13 aller Schulformen geeignet, setzt in Absprache mit den LehrerInnen Schwerpunkte und kommt bundesweit an Ihre Schule …

Diese Schulung scheint anzukommen, wie es nicht nur die Tageszeitung des Autors, sondern auch „Danksagungen“ berichten:
[2]Besonders erfreulich war es, dass es in der Veranstaltung zu den in der Schule seltenen Momenten kam, an denen Lehrer und Schüler gemeinsam staunten und lernten. Konkret heißt dass :.. sahen das erschreckende Schrumpfen eines Sees in Nordwest-Afrika; entdeckten die Abgasspuren des Flugverkehrs zwischen Paris und London; nahmen life die brennenden Urwälder in Amazonien wahr und und und …

Man kann anhand „aktueller Satellitenbilder kein Klima und schon gar nicht „eine Häufung“ von Starkwetterereignissen“ zeigen und mit historischen Daten vergleichen. Genau das wir GERMANWATCH auch nicht, weil dies zu Diskussionen Anlass gäbe. Im Vortrag wird deshalb anhand von Hurrikanen die „schlimme Auswirkung“ gezeigt, aber bewusst nicht, dass solche seit dem Klimawandel abnehmen (müssen, weil die erzeugenden Temperaturgegensätze abnehmen):

Bild 2 USA: Jährliche Tornadozahl EF-3 und stärker seit 1970
Bild 3 Anzahl tropischer Zyklone in Nord-Amerika: Quelle Munich Re
Bild 4 Anzahl tropischer Zyklone weltweit: Quelle Munich Re

Perfide, nein, rein demagogisch die Darstellung: … sahen das erschreckende Schrumpfen eines Sees in Nordwest-Afrika …
Dabei kann es sich nur um den Tschad-See handeln. Der wächst und schrumpft regelmäßig, seit 6.000 Jahren geradezu extrem:
EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?... trocknen die nordafrikanischen Seen seit ca. 6.000 Jahren kontinuierlich aus. Der Tschad-See ist dafür sogar das Extrembeispiel, denn er war einstmals vielleicht der größte Süßwassersee der Erde …

Bild 5 Tschad See, Verlauf der Seehöhe (A) seit ca. 14.000 Jahren. Anmerkung: Links ist die aktuelle Zeit. Teilbild, vom Autor zusammengesetzt und ergänzt

Zur Zeit schrumpft er wieder, obwohl der Niederschlag dort zunimmt.

Bild 6 Niederschlagsverlauf im Norden des Sahel seit 1970 (Teilbild)

Jedoch nicht wegen des Klimas, was GERMANWATCH den Schülern aber nicht sagen will, denn dann müsste es wirkliche Probleme ansprechen. Und Probleme mit Wirklichkeitsbezug sind inzwischen doch meistens rassistisch, und wenn es das nicht wäre, immer noch rääächts – für „bunte“ Schulen also nicht vorhanden, geschweige zu diskutieren:
… von 1983 – 1994 stieg die Getreideproduktion im Tschad von ca. 0,5 Mio. Tonnen auf ca. 1 Mio. Tonnen, also gerad einmal um 0,5 Mio. Tonnen, allerdings waren das damals +100 %. Die Landwirtschaft soll damals dadurch 50 % Anteil an der Austrocknung, genauer: Reduzierung des Seevolumens, durch Wasserentnahme beigetragen haben.
Von 1994 bis 2015 stieg die Getreideproduktion von ca. 1 Mio. Tonnen auf ca. 3 Mio. Tonnen, also um +2 Mio. Tonnen, oder gegenüber dem Zeitraum davor (Startwert: 0,5 Mio. t) um + 500 %.
Wenn +0,5 Mio. Tonnen schon eine anteilige Volumenreduzierung des Tschad-Sees von 50 % verursacht haben, kann man ahnen, was weitere +2 Mio. Tonnen, beziehungsweise weitere +400 % (von 1 Mio. t gerechnet) für einen Einfluss haben müssen. Da kann das CO2, welches zu mehr Grün und mehr Niederschlag führt, nicht mehr „gegenhalten“ …

Öffentliche Institute wie das PIK, indoktrinieren nicht nur Schüler*innen

„Lehrkörper“, welche es für ihre Schüler*innen zur besseren „Erbauung“ eher „hardcore“ mögen, schicken diese zu einem Vortrag des PIK.

Herr Professor Rahmstorf vom PIK lässt es sich nicht nehmen, mit seinen Thesen zu indoktrinieren. Daran nehmen dann auch Schulklassen teil. Eine Klasse muss die Teilnahme so aufgewühlt und durcheinander gebracht haben, dass sie im Bericht darüber das Jahr verwechselte:
Helene Lang Gymnasium Fürth: VORTRÄGE ZUM KLIMAWANDELAm Mittwoch, den 13. November 2020, besuchte eine Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler aus der Q11 den Vortrag „Menschheit in der Klimakrise – Die wichtigsten Daten und Fakten“ von Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung an der FAU Erlangen.
Der sehenswerte Vortrag wurde aufgezeichnet und ist online unter
https://www.video.uni-erlangen.de/clip/id/12240 abrufbar.

Herr Rahmstorf legt in seinem Vortrag nicht im Entferntesten Wert auf eine neutrale Klimadarstellung. Ohne mit der Wimper zu zucken, betreibt er reinste Klimahysterie. Das gelingt, weil er gekonnt alles, was seine Thesen in Zweifel stellen könnte, einfach weglässt. Eine neutrale Darstellung würde vollkommen anders aussehen (müssen). Seine Zuhörer sind damit aber zufrieden und glauben es, denn sie kennen es ja nicht anders.

Beispiele:
Temperaturverlauf seit der letzten Eiszeit:

Bild 7 Temperaturverlaufsbild im Vortrag von Prof. Rahmstorf

Dieses Bild sieht in Proxidarstellung allerdings vollkommen anders aus. Bei diesem käme jedoch niemand auf die Idee, eine Erdüberhitzung zu vermuten.

Bild 8 Proxirekonstruktionen der Temperatur der letzten 12.000 Jahre. Quelle: Frank Lansner: Holocene, historic and recent global temperatures from temperature proxies

Obwohl er genau weiß, dass es nicht stimmt, stellt er es so dar, als wären alle aktuellen Extreme „Klimawandel-bedingte“ Ereignisse und auch ein Beleg dafür. So seine Darstellung zum Buschfeuer in Australien:

Bild 9 Darstellung der Buschfeuer in Australien vom letzten Jahr im Vortrag von Prof. Rahmstorf

Keine Erwähnung, dass Buschfeuer abnehmen und vorwiegend aus ganz anderen – allerdings auch von Menschen gemachten – Gründen wüten:
EIKE 17. Januar 2020: Buschbrände in Australien: Folgen grüner Politik
EPOCH TIMES 14. Januar 2020:Australischer Feuerwehrverband: Der Klimawandel ist nicht an der Brandkatastrophe schuld
EIKE 15. Januar 2020:Australische Buschfeuer: Wenn der Faktencheck von Klimafakten.de einen Faktencheck braucht

Daraus eine Grafik:

Bild 10 Grafik zu Buschfeuern in Australien

Und eine Grafik zu Buschfeuern in den USA:

Bild 11 [3] US Wald-Brände nach Brandfläche 1926 … 2017

Extremniederschlag:

Bild 12 Extremniederschlag im Vortrag von Prof. Rahmstorf

Herr Rahmstorf bezieht sich bei dieser Grafik auf eine Studie des PIK:
Lehmann et al. 2015: climate change; Pressemitteilung: … Eine statistische Analyse von Regendaten aus den Jahren 1901-2010, gewonnen aus Tausenden von Wetterstationen weltweit, zeigt für den Zeitraum seit 1980 einen Anstieg solcher Rekord-Regen-Ereignisse um 12 Prozent verglichen mit einem Szenario ohne Klimawandel … (wegen dem Zeitraum bitte Bild 41 beachten, es ist nicht zufällig ein für Niederschlagtrends viel zu kurzer Zeitabschnitt gewählt)).

Leider ist die Studie bezahlpflichtig, obwohl die Bürger sie mit ziemlicher Sicherheit über ihre Steuer bereits bezahlt haben. Bestimmt, damit nicht gleich jeder kritische Bürger einfach nachsehen kann, wie die Autoren auf Ihre Aussagen gekommen sind.

Das muss nämlich interessant sein, denn die Aussage widerspricht dem „offiziellen Wissen“ und Daten darüber. Wer sich Studien zu Niederschlag und Starkregen ansieht, liest darin unisono, wie schlecht die Datenlagen sind, weshalb genaue Aussagen, gar zu signifikanten Trendbestimmungen, oft gar nicht erfolgen können. In einem Artikel ist es anhand von Ereignissen in Deutschland mit vielen Grafiken gezeigt:
EIKE 22.08.2017: Verschiebt der Klimawandel Europas Hochwässer dramatisch?
Daraus eine Grafik, wie sich Starkregen über mehr als 100 Jahre mit vielen, vermeintlichen Kurzfristtrends und Einzelereignissen verteilt, ohne jedoch einen Langfristtrend auszuweisen.

Bild 13 Tagesniederschlag Annaburg (DWD-Station 170) von 1901 – 2017

Und die Verteilung von Gebieten mit Niederschlags-Abnahme/Zunahme in „Großeuropa“.

Bild 14 [x] Supplement, Fig. S3 (Teilbild) 7-day maximum precipitation (1960-2010), trend in timing; red indicates earlier precipitation, blue later precipitation (days per decade) (B).

Aber auch „offizielle“ Stellen können keine Zunahme berichten.
Für Deutschland sagt der Klima-Monitoringbericht 2019: Starkregen im Siedlungsbereich: Ein Trend ist nicht ermittelbar

Bild 15 „Starkregen im Siedlungsbereich“ aus dem Deutschen Klima-Monitoringbericht 2019

Historische Aufzeichnungen berichten, dass es früher viel stärkere Extremniederschläge gab:

Bild 16 Das Schlimmste Starkregenereignis der europäischen Geschichte
Bild 17 Das Schlimmste Starkregenereignis der jüngeren, deutschen Geschichte

Im folgenden Bild sind der Hochwasser-Pegelverlauf des Main bei Würzburg und die Temperatur dargestellt. Überdeutlich sieht man, dass höhere Hochwasser kühleren Temperaturen folgten und mit der aktuell wärmeren ein drastischer Rückgang stattfand:

Bild 18 Hochwasserverlauf des Main bei Würzburg seit 1340 und Temperatur. Grafik vom Autor erstellt

Prof. Rahmstorf ist sich auch nicht zu schade, zur „Verstärkung“ eine glatte Lüge zu erzählen und das Flutereignis von Braunsbach dem Klimawandel zuzuschieben:
Rahmstorf: … wir haben also eine Zunahme von Rekordniederschlägen. Das sind dann solche Ereignisse wie 2016 in Braunsbach …

Bild 19 Bildliche „Untermalung“ zum Flutereignis Braunsbach im Vortrag
Bild 20 Bildliche „Untermalung“ zum Flutereignis Braunsbach im Vortrag

Die Flutereignisse Braunsbach und Simbach lassen sich parallel aus vergleichbaren Ursachen ableiten: Eindeutiges, menschliches (hier Behörden) Versagen. Wie weit der Mensch – aber nicht das CO2 – an den Fluten von Braunsbach (und parallel Simbach) direkt schuld war, kann man im Detail nachlesen:
EIKE 6. Juni 2016: Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und NiederalfingenDer plötzliche Starkregen hat nun die drei kleinen Bächlein vor Braunsbach, insbesondere die Orlach, stark anschwellen lassen, die mitgerissenen Steine vom Abhang und die Holzstämme haben den Eingang zur Dole zugeschüttet und der Braunsbach nahm seinen alten Weg durch den Ort, wie er vor der Verdohlung geflossen ist, nur stehen da heute eben Häuser, Straßen und Autos. Der einstige Bachverlauf mit Überschwemmungszone ist bebaut, aber die Wassermassen finden wegen der erhalten gebliebenen Geländeform natürlich den alten Weg zum einstigen Bachbett hin …
Bei Braunsbach kam nun noch dazu, dass das Hochwasser nicht langsam angestiegen ist im Ort, sondern plötzlich donnernd daherkam, was auf den Bruch eines im Oberlauf gebrochenen Erddammes oder mehrerer kleiner Rückhaltedämme hinweist

Nochmals Information zu beiden Vorgängen: [6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst
EIKE 24.01.2017:Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels
und Süddeutsche Zeitung, 9. Juni 2016: Hochwasserkatastrophe Rohr löste offenbar Flutwelle in Simbach aus
… Die Ursache der tödlichen Flutkatastrophe in Simbach am Inn war offenbar ein verstopftes Rohr. Weil eine Unterführung des Simbachs durch Bäume und Sträucher verstopft war, hatte sich vor einem Straßendamm im Norden der Stadt ein gigantischer Stausee gebildet. Als dieser Damm brach, ergoss sich am Nachmittag des 1. Juni eine riesige Flutwelle über die Stadt.

Anbei das Niederschlagsbild der Simbach am nächsten gelegenen Wetterstation in Tagesauflösung: Der Niederschlag war kein „Jahrtausendereignis“, wie es ein Professor der TU München dem Bayerische Landtag in einem Gefälligkeitsgutachten bescheinigte, damit kein Betroffener für das eklatante Behördenversagen Regress stellen kann … Die (nicht vorhandene) Opposition wagte nicht, dagegen anzugehen, denn genau das ist ja auch ihr ureigenes Narrativ. Das darf man – so schlimm es für die Betroffenen ist – natürlich nicht in Frage stellen.

Bild 21 Simbach: Tagesverlauf Niederschlag. Der Pfeil kennzeichnet das Starkregenereignis von 2016. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt [4]

Immer wichtig ist natürlich, was der allwissende IPCC sagt:
Überflutungen
IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”
Übersetzung: Es besteht weiterhin ein Mangel an Beweisen und deshalb ein geringes Vertrauen in Bezug auf Trend-Anzeichen in Bezug auf Größe und / oder Häufigkeit von Überschwemmungen auf globaler Ebene der Instrumenten-Aufzeichnungen.“

Hagel und Gewitter
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”
Übersetzung: „Zusammenfassend gibt es [nur] ein geringes Vertrauen in beobachtete Trends bei den Unwetter-Erscheinungen wie Hagel und Gewitter wegen historischen Daten-Inhomogenitäten und Unzulänglichkeiten bei der Systemüberwachung.“

IPCC Zusammenfassung
IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”
Übersetzung: “Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“
kaltesonne 24.11.2013: Munich Re rudert beim nordamerikanischen Extremwetter zurück: Keine Unterscheidung zwischen natürlicher und menschengemachter Komponente möglich

In einem Vortrag zum Klimawandel darf der Meerespegel nie fehlen. So hält es auch Prof. Rahmstorf, zeigt (unter anderem) das folgende Bild und sagt:
… und dadurch rutscht das Kontinentaleis schneller ins Meer … und mehrere Studien haben auch gezeigt, dass wahrscheinlich jener Kipppunkt bereits überschritten ist, so dass ein kompletter Verlust des Westantarktischen Eisschildes einprogrammiert ist … der würde dann 3 m globalen Meerespegelanstieg bringen …

Jeder „Interessierte“ weiß, dass das „Rutschen“ des Antarktischen Kontinentaleises ins Meer eine Lieblingssimulation des PIK ist, weil sich ausschließlich dadurch Pegelalarm „Pegelalar“ generieren – heißt beim PIK immer Simulieren – lässt.
Doch auch „Anderen“ gehen die andauernden Alarmaussagen des PIK mit ihren oft methodischen Fehlern auf die Nerven:
kaltesonne 27.7.2015: Neue Studie der Durham University verweist Rahmstorfs Sintflutszenarien für North Carolina in das Reich der Fabeln
kaltesonne 14.8.2014: Fachkollegen erheben Einspruch gegen alarmistischen Meeresspiegel-Artikel von Stefan Rahmstorf in den Quaternary Science Reviews
kaltesonne 16.1.2014: Fachzeitschrift ‘Climate of the Past’ lehnt Meeresspiegel-Manuskript von Rahmstorf-Gruppe ab: Gutachter finden fundamentale Fehler in der Methodik

Bild 23 Vortragsbild Prof. Rahmstorf zum Verlauf des Meeresspiegels

Das Pegel-Verlaufsbild sieht wahrlich bedrohlich aus. Aber nur, wenn man andere Angaben dazu und die wirklichen Verläufe nicht kennt. Wird der Pegel im Bild um ca. 7.000 Jahre zurück verlängert und mit Proxidaten „gefüllt“, „verfällt“ der Alarm vollkommen:

Bild 24 [5] Rekonstruktionsversuch Pegelverlauf der letzten 3000 Jahre. Bilder ([5] 3; 7; 21 im gleichen Zeit- und Höhenmaßstab vom Autor übereinander kopiert). Hinweis: Die 0-Linien der Proxi-Y-Achsen sind versetzt. Die Pegelspannen aber im Maßstab

Was sagt eigentlich der IPCC in seinem letzten großen Sachstandsbericht AR5 dazu? Er ist sich nicht schlüssig, was er sagen soll. Einmal zeigt der Bericht, dass die Tidenpegel-Anstiegsrate mit max. 1,5 mm/pa vollkommen unspektakulär ist:

Bild 25 IPCC AR5 Figure 13.4 (Bildauszug): (d) are matched to earlier panels. (Updated) from Church et al., 2013)

Und zeigt er ein Projektionsbild zum Jahr 2100, in dem der Pegel bis dahin im „Standardszenario“ RCP2.5 lediglich zwischen 10 … 18 cm ansteigt:

Bild 26 IPCC AR5 Figure 13.8 Heat uptake by the climate system during the 21st century relative to 1986–2005 projected by CMIP5 Atmosphere–Ocean General Circulation Models (AOGCMs) under RCP scenarios (1 YJ = 1024 J).

Bild: The heat uptake is diagnosed by two different methods. The thick solid lines, and the coloured ranges for RCP2.6 and RCP8.5, are the time- and global integral of the net downward radiative flx perturbation at the top of the atmosphere, from the 21 AOGCMs used to make the global mean sea level projections (in some cases estimated from other scenarios, as described in the Supplementary Material). The broken solid lines, and the thin solid lines delimiting ranges for RCP2.6 and RCP8.5, are the global volume integral of ocean temperature change, in a smaller and different set of AOGCMs for each scenario. The difference between the two diagnoses is due partly to the different sets of models (which is a consequence of diagnostics available in the CMIP5 data set), and partly to heat uptake in other parts of the simulated climate system than the ocean water. In both methods, climate drift in the pre-industrial control run has been subtracted.

Erst weiter „hinten“ im Kapitel zeigt er andere Projektionen, ergänzt dazu aber, dass diese Projektionen schon heute einen zu hohen Pegelanstieg ausweisen: 13.5.1 Process-Based Projections for the 21st Century
In all scenarios, the rate of rise at the start of the RCP projections (2007–2013) is about 3.7 mm yr–1, slightly above the observational range of 3.2 [2.8 to 3.6] mm yr–1 for 1993–2010, because the modelled contributions for recent years, although consistent with observations for 1993–2010 (Section 13.3), are all in the upper part of the observational ranges, perhaps related to the simulated rate of climatic warming being greater than has been observed (Box 9.2).
Wie man dann darauf kommt, dass sie den für 2100 dann richtig “wüssten“, kann nur ein Klimaalarmist erklären.

Man braucht es wohl nicht erwähnen, welches Szenario Prof. Rahmstorf in seinem Vortrag zeigt (Bild 26): Das Extremstszenari RCP8.5

Gekonnt spielt er auch mit Farben:

Bild 27 Bild Foliensatz Rahmstorf

Da muss man ihn allerdings „entschuldigen“. Das macht man beim Klimawandel allgemein, um dem Bürger vorzugaukeln, was „schlimme“ Temperaturen sind:

Bild 28 Darstellung, wie mit Farben betrogen wird. Bild aus einem Foliensatz des Autors

Rahmstorf vergisst nichts, was seinen Klimaalarmismus „unterstützt“, so auch nicht den heißen Sommer 2003 mit den vielen „Hitzetoten“:

Bild 29 Bild Foliensatz Rahmstorf

Er vergisst nur den Vergleich, was dies bezüglich Klimamortalität wirklich bedeutet, nämlich nichts. Und er vergisst auch, dass viel, viel mehr Personen an der Winterkälte (die abnimmt) sterben und dass gegen die „Hitzemortalität“ mit recht wenig Aufwand viel getan werden könnte:

Bild 30 Darstellung von Mortalitäten. Bild aus einem Foliensatz des Autors

Zum Abschluss verkündet er seine Message als Wiederholung seiner Basisstatements:

Bild 31 Bild Foliensatz Rahmstorf

Klar, dass auch rein gar nichts über die vielen positiven Auswirkungen des sich stetig wandelnden Klima gezeigt wird. Nicht, dass die Wetter-Extreme abnehmen (müssen, da die Temperaturunterschiede geringer werden) und nicht, dass alleine dadurch derzeit trotz der Bevölkerungsexplosion nicht die oft vorhergesagten Hungersnöte herrschen.

Denn das mit den „Ernteausfällen“ ist wieder fast eine glatte Lüge Aussage durch Weglassen wichtiger Angaben. Doch nicht nur Prof. Rahmstorf wiederholt diese:
EIKE 21. September 2017: Eine Studie belegt, dass der Klimawandel nur 3,4 % Anteil an der Suizidrate der Bauern in Indien hatWas Herr Rahmstorf dazu erzählt, stammt lediglich aus Simulationen und kurzfristigen Schwankungen auf dem höchsten Ertragsniveau der gesamten Menschheitsgeschichte:
EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?Mit der Wirklichkeit hat es wenig zu tun:
EIKE 30.06.2015: Ernteerträge und Klimawandel

Bild 32 USA Erträge Langfristdarstellung von 1865 – 2010)
Bild 33 Sortenproduktionen weltweit

Fazit

Solch einen Tendenzvortrag, der nicht einmal einen Anflug von Seriosität oder neutraler Informationsvermittlung ausweist, hören sich der Erlanger Bürgermeister an und Schuldirektionen muten ihn ihren Schüler*innen zu.
Laut der Schulinformation fanden die Schüler*innen den Vortrag sehenswert. Wer nichts weiß, findet eben alles, was über seinen Horizont hinausgeht, „sehenswert“. Mehr lässt sich daraus kaum ableiten.

Die Freitagshüpferin

Der Vorspann war erforderlich, um zu zeigen, welche konsequente (Des-)“Information“ Schüler*innen zum sich stetig wandelnden Klima ab der Grundschule erhalten. Die Ökokirche weiß, dass in diesem Alter „Gelerntes“ ganz zäh bis ins hohe Alter „hängen“ bleibt. Schon die Kirchen nutzen das Indoktrinieren von Kindern seit 2.000 Jahren konsequent aus.

Entsprechend antwortet auch die Freitagshüpferin aus dem Isartal dem BR. Obwohl diese sicher etwas Zeit für die Beantwortung hatte, viel ihr nicht mehr ein als: ... irgendwann erkennt man, dass Teile nicht so gut sind. Zum Beispiel dass eine totale Dürre es ist in Italien oder dass es Waldbrände gibt und so. Und dann stellt sich auch mal die Frage warum. In der vierten Klasse glaube ich, gab es das Angebot von einer Umwelt-AG in der Grundschule. Und seitdem bin ich mehr oder weniger aktiv …
Ergänzt um die NGOs, welche zur Rettung des Klimas Bäume pflanzen.

Dem BR-Team hat es gefallen und fanden es ausreichend wertig und informativ zum Senden. Der Autor findet es ausreichend, um die völlige Unwissenheit zum Thema Klima und seinem stetigen Wandel zu erkennen.

Eine bei den Freitagshüpfern nicht lokal begrenzte Erscheinung. Eher meint man zu ahnen, dass diese Vereinigung ganz andere Ziele verfolgt und das Klima dafür nur als Vorwand dient:

Bild 34 Tweed einer FfF Organisation

Wobei SPD-Frau Esken ja überzeugt ist, dass wer das nicht ist, nur rääächts sein kann:

Bild 35 Tweed von SPD-Frau S. Esken

Das bisschen an Aussage der Freitagshüpferin anbei trotzdem noch kurz „durchleuchtet“: … Zum Beispiel dass eine totale Dürre es ist in Italien
Zu Italien finden sich Studien und Untersuchungen zu Dürre und Niederschlag. Es sei zugegeben, dass die Aussagen stark bis sehr stark differieren. Dies liegt unter anderem wohl auch daran, dass die Datenlage recht schlecht ist. Trotzdem der Versuch einer Darstellung.

Die folgenden Bilder zeigen den Prozentanteil an Fläche von Italien mit extremer Dürre im Januar seit 1951 für den Zeitraum 3; 6; 12 und 24 Monate. Für alle Zeiträume nehmen die extrem von Dürre betroffenen Flächenanteile ab.

Bild 36 [7] Prozentanteil an Fläche von Italien mit extremer Dürre im Januar seit 1951 für den Zeitraum 3, 6, 12 und 24 Monate

Noch Grafiken aus einer anderen Studie zu Dürren in Italien:

Bild 37 Niederschlag Italien seit 1800, aufgeteilt nach Jahreszeiten [10]

Was sich daraus ableiten lässt, steht ebenfalls in dieser Studie: eine nicht signifikante Niederschlags-Verringerung wäre erkennbar:
[10] … Prezipitation trend analysis showed a decreasing tendency, even if the decreases are very low and rarely significant …

Precipitation trend analysis showed a decreasing tendency, even if the decreases are very low and rarely significant. Considering the average all over Italy, there is a 5% decrease per century in the annual precipitation amount, Precipitation trend analysis showed a decreasing tendency, even if the decreases are very low and rarely significant. Considering the average all over Italy, there is a 5% decrease per century in the annual precipitation amount, Precipitation trend analysis showed a decreasing tendency, even if the decreases are very low and rarely significant. Considering the average all over Italy, there is a 5% decrease per century in the annual precipitation amount

Das folgende Bild zeigt die Niederschlagstrends über Europa und darüber hinaus. In Italien finden sich zu jedem Trend Gegenden. Eine „totale Dürre“ als Trend findet sich jedoch in keinem der Bilder.

Bild 38 [7] Niederschlagstrends großflächig

Aus einer anderen Studie weltweit die Dürreflächen seit 1951. Auch darin lässt sich mit Sicherheit kein vorhandener Trend zu mehr Dürren ableiten.

Bild 39 [8] Fig. 8. Percentage of areas in drought conditions from 1951 to 2016 according to the SPI-12 (blue) and to the SPEI-12 (red) for 23 macro-regions and at global level. For the list of the acronyms, see Table 1. (For interpretation of the references to colour in this figure legend, the reader is referred to the web version of this article.)
Bild 40 [8] Bezeichnung der Weltgegenden von Bild 39

Zur Argumentation „ … dass es Waldbrände gibt und so … “ wurde bereits ausreichend informiert.

Bleiben noch die eine Billionen Bäume, welche 25 % des Klimas retten können …
Eine Billionen Bäume sind nach ganz aktueller „Zählung“ ca. ein Drittel des aktuellen, weltweiten Baumbestandes. Es wird Gründe haben, weshalb an vielen Stellen keine Bäume stehen. Aber gut, um das Klima zu retten, muss man eben Besonderes leisten …
Nur: Bäume sind im Wesentlichen klimaneutral. Sie geben mit ihrem „Tod“ das gespeicherte CO2 wieder in die Atmosphäre zurück. Wer nur deshalb Bäume pflanzt, verschiebt das (angebliche) CO2-Poblem also nur auf spätere Generationen.

Niederschlagstrends sind immer interessant, deshalb noch einer von Indien.

Der Hamburger Bildungsserver sagt dazu: Indien
Weizen und Reis sind die beiden wichtigsten Anbaufrüchte in Indien. Dürren stellen zunehmend eine der größten Bedrohungen für die indische Landwirtschaft dar …

Eine aktuelle Studie der Indischen Regierung [11]. Darin herrlich dargestellt, wie man einen Dürretrend „konstruiert“, indem man aus einer Zyklik den passenden Zeitbereich herausschneidet. In Wirklichkeit liegt der Dürreanteil wenig höher als zu Beginn der Messreihen-Auswertung. Im Report wird aber nur auf den Dürretrend ab 1951 eingegangen.

Bild 41 [11] Fig. 6.1 Indien, von Dürre betroffene Flächenanteile seit 1900 (Teilbild). Blaue Hilfslinien vom Autor zugefügt

Man soll eine Freitagshüpferin im Alter kurz vor dem Abitur nicht zu sehr „rannehmen“. In dem Alter glaubt man Erwachsenen noch, was sie sagen. Für eigene Recherchen hat man da noch wenig Zeit, vor allem, wenn man auch noch weit fahren muss, um für das, was man meint zu wissen, zu demonstrieren.
Leider wachsen viele Erwachsene zwar körperlich aus diesem Alter heraus, jedoch nicht geistig. Die Redaktion der lokalen Tageszeitung des Autors hat vermittelt, dass sie den Aussagen der Klimawissenschaftler fest glaubt und deshalb keinen Wert auf (Er-)Kenntnisse von Laien legt.
Wie sollen bei solchen Vorbildern heutige Schüler*innen geistig (heran)wachsen?

Quellen

[1] BR24 22.06.2020: Vom Leben im Isartal einst und jetzt

[2] GERMANWATCH: Download: Dokumentation Reaktionen von Schulen auf die Klima-Expedition [PDF, 1 MB]

[3] EIKE 24. November 2018: Kalifornische Buschfeuer. Neil Young (Popsänger) rechnet mit Trump ab. Alternativ: Wie viel (Un-)Wissen haben Klimasachverständige

[4] EIKE 18. April 2018: Beeinflussungen durch Starkregen nehmen in Deutschland nicht zu. Mit schlecht angewandter Statistik lässt sich aber das Gegenteil „zeigen“ (Teil 2)

[5] EIKE 04.07.2020:Ist die aktuelle Meerespegeländerung im Vergleich mit historischen Zeiten einzigartig?

[6] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

[7] Tommaso Caloiero at al. 7. August 2018: Drought Analysis in Europe and in the Mediterranean Basin Using the Standardized Precipitation Index

[8] JonathanSpinoni at al. 22, April 2019: A new global database of meteorological drought events from 1951 to 2016

[9] Rudolf Brázdil at al. 2018: Documentary data and the study of past droughts: a global state of the art

[10] Michele Brunetti at al. March 2006: Temperature and precipitation variability in Italy in the last two centuries from homogenised instrumental time series

[11] A Report of the Ministry of Earth Sciences (MoES), Government of India: Assessment of Climate Change over the Indian Region

Quelle

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