Klima-Alarmismus ↔ wissenschaft­liche Methode

Das war einmal! Bild: Alexander Hauk / alexander-hauk.de / pixelio.de

H. Sterling Burnett
Es gibt viele Wege zum Wissen, aber an erster Stelle steht die wissenschaftliche Vorgehensweise, zumindest wenn es um die Entdeckung und das Verständnis universeller Wahrheiten und gesellschaftlicher Fortschritte geht, denn genau das ist Wissen, das nicht mit persönlichen Vorlieben, zwischenmenschlichen Beziehungen und den Launen des menschlichen Herzens zu tun hat. Im Zentrum der wissenschaftlichen Methode steht die Idee der empirischen Falsifizierung, die verlangt, dass Theorien anhand von Daten und Fakten überprüft und getestet werden.

Albert Einstein sagte einmal: „Auch noch so viele Experimente können nie beweisen, dass ich Recht habe; ein einziges Experiment kann beweisen, dass ich Unrecht habe“. Um eine Hypothese zu verifizieren, muss es einen Test geben, mit dem man sie falsifizieren kann. Tausend Beobachtungen scheinen eine Hypothese zu verifizieren, aber ein einziger Fehlschlag könnte zu ihrem Untergang führen. Die Geschichte der Wissenschaft ist übersät mit solchen Beispielen.

Leider hat die jüngste Geschichte der Klimaforschung die wissenschaftliche Methode immer wieder untergraben: Theorie wurde über die Beweise und mathematische Modelle über die Daten gestellt. Es wurden Irreführungen oder völlig unbestätigte Aussagen herangezogen, um die Theorie zu untermauern, dass der Mensch eine Klimakatastrophe verursacht, und trotz leicht zugänglicher Beweise für die Falschheit solcher Aussagen fanden diese Eingang in die Schlagzeilen.

Während der letzten zehn Jahre haben beispielsweise zahlreiche Forscher behauptet, dass überschüssiges Kohlendioxid aus der Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen von den Weltmeeren absorbiert wird und sie versauern lässt, wodurch das Aussterben von Schalentieren und anderen Meereslebewesen droht. Um diese Behauptung zu untermauern, wiesen sie auf Laborexperimente hin, bei denen Austern in Eimer mit Meerwasser gelegt wurden, denen die Forscher Chemikalien zusetzten, um das Meerwasser von seinem normalen durchschnittlichen pH-Wert von 8,1 oder 8,2 auf unter 7 zu bringen und so eine alkalische Flüssigkeit in eine Säure zu verwandeln. Dies führte, wie vorhersehbar, zur Erosion der Austernschalen und tötete die Austern.

In Wahrheit würde niemand bestreiten, dass die Umwandlung der Ozeane in Säurebäder für Schalentiere und die meisten, wenn nicht sogar alle anderen Meeresbewohner tödlich wäre. Aber die Behauptung, dass die Ozeane versauern, ist eine Lüge.

Eine neue Studie des Biologen Jim Steele, des kürzlich in den Ruhestand getretenen Direktors des Sierra Nevada field campus an der San Francisco State University mit dem Titel „Ocean Health-Is There an ‚Acidification‘ Problem?“ zeigt, dass selbst bei einem Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration von den heutigen 0,04 Prozent auf 0,10 Prozent (über einen Zeitraum von etwa 250 Jahren bei den derzeitigen Raten) der pH-Wert der Ozeane nur auf 7,8 sinken würde und damit immer noch deutlich über dem neutralen Wert läge und sich dort stabilisieren würde.

Anstatt die Weltmeere zu „versauern“, ist Kohlendioxid ein lebenswichtiger Teil der Gesundheit der Ozeane und des Nahrungsnetzes der Ozeane, schreibt Steele, und der bescheidene Anstieg des Kohlendioxids trägt zum Gedeihen des Meereslebens bei. Die Grundlage des Nahrungsnetzes der Ozeane ist das Phytoplankton, zu dem Organismen wie mikroskopisch kleine Pflanzen und Bakterien gehören. Diese Organismen benötigen CO2, um ihre Nahrung durch Photosynthese herzustellen, und es geht ihnen besser, da die Kohlendioxidkonzentration leicht angestiegen ist.

Ein weiteres, regelmäßig Schlagzeilen machendes Klimamärchen ist de Behauptung, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel Hunger und Entbehrung verursacht, obwohl sie im direkten Widerspruch zu den besten verfügbaren Beweisen steht.

Auf ClimateRealism wurden im Mai und Juni Geschichten widerlegt, in denen die Mainstream-Medien unkritisch die Behauptungen von Klima-Alarmisten nachplapperten, woach der Klimawandel entweder bereits jetzt oder in Kürze zu Ernteausfällen sowie zu Hunger und Unterernährung führen wird. Hätten die Journalisten, die die Geschichten schrieben, ein wenig investigative Initiative gezeigt, hätten sie leicht Hunderte von Feldexperimenten und Studien entdecken können, die zum Thema CO2 gesammelt und zusammengefasst wurden. Auf CO2-Sience wurde gezeigt, dass die Ernteerträge boomen und Hunger und Unterernährung zurückgehen, zum großen Teil weil die Kohlendioxidkonzentration gestiegen ist. CO2 ist entscheidend für die Photosynthese. Ein großer Teil dieser Forschung wird auch im umfassenden Bericht des Nongovernmental International Panel on Climate Change in der Studie Climate Change Reconsidered II: Biological Impacts (CCRIIBI) beschrieben und diskutiert.

In einem ungeheuerlichen Artikel behauptete die Cornell Alliance for Science, dass die Bauern im südlichen Afrika verzweifelt nach neuen landwirtschaftlichen Technologien und Nutzpflanzen suchten, um den klimabedingten Rückgang der Pflanzenproduktion zu bekämpfen, der, wie die Allianz schrieb, „Millionen von Südafrikanern in den Hunger treibt“. Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigen jedoch, dass die Produktion von Getreide (Grundnahrungsmittel) im gesamten südlichen Afrika zumindest seit den 1960er Jahren erheblich und ziemlich stetig zugenommen hat und Jahr für Jahr regelmäßig Rekorderträge verzeichnet, wobei die letzten zehn Jahre die zehn höchsten Ernteerträge in der Geschichte Südafrikas lieferten.

Dann ist da noch diese Krankheit, die COVID-19-Pandemie, welche so viel Aufsehen erregt hat. Nach dem Spielbuch der Demokratischen Partei, wie es von Rahm Emmanuel dargelegt wurde, „eine Krise nie zu verschwenden“, warfen radikale Klima-Alarmisten die Wissenschaft erneut mit der Behauptung um, der Klimawandel mache Pandemien häufiger und tödlicher. Während der Coronavirus-Pandemie veröffentlichten Google News, GQ, The Hill, Jurist Legal, die L.A. Times, MSNBC und das Time Magazine Artikel, in denen sie behaupteten, der vom Menschen verursachte Klimawandel mache Pandemien wahrscheinlicher oder würde sie in Zukunft häufiger und tödlicher machen.

Artikel um Artikel wurde bei ClimateRealism auf diese Behauptungen reagiert. Darin wurden die Beweise, wie es die wissenschaftliche Methode verlangt, untersucht, wobei sich zeigte, dass das genaue Gegenteil der Fall war.

Zum Beispiel deckte Climate Realism auf, dass ein Artikel in der Pro Publica eklatant gelogen hat, als man feststellte: „Infektionskrankheiten, die von Insekten wie Moskitos und Zecken übertragen werden, sind ebenfalls auf dem Vormarsch, da wärmeres Wetter und unregelmäßige Niederschläge die für Ansteckung anfälligen geografischen Regionen enorm ausdehnen“. Die umfangreiche wissenschaftliche Literatur, die in Kapitel vier von Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels ausführlich beschrieben wird, zeigt, dass es keine faktische Grundlage für diese Behauptung gibt.

Studien aus Afrika, England, Wales, Nord- und Südamerika, Thailand und darüber hinaus zeigen, dass Behauptungen über Zusammenhänge zwischen dem vom Menschen verursachten Klimawandel und der Verbreitung von Malaria, Dengue-Fieber, West-Nil-Virus und anderen Infektionskrankheiten stark übertrieben oder völlig falsch sind. In einer Studie in Nature verglichen Gething et al. im Jahre 2010 historische und zeitgenössische Karten des Verbreitungsgebiets und des Auftretens von Malaria. Dabei stellten sie fest, dass die endemische/stabile Malaria um 1900 wahrscheinlich 58 Prozent der Landfläche der Erde bedeckt hatte, 2007 aber nur noch 30 Prozent. Sie berichten: „Noch ausgeprägter ist der Rückgang der Prävalenz innerhalb dieses stark reduzierten Verbreitungsgebietes, wobei die Endemie in mehr als zwei Dritteln des derzeitigen stabilen Verbreitungsgebietes um eine oder mehrere Größenordnungen zurückgegangen ist“. Und weiter: „Weit verbreitete Behauptungen, dass steigende Durchschnittstemperaturen bereits zu einem Anstieg der weltweiten Malariamorbidität und -mortalität geführt haben, stehen weitgehend im Widerspruch zu den beobachteten abnehmenden globalen Trends, sowohl was die Häufigkeit als auch die geographische Ausdehnung betrifft“.

Historisch gesehen sind kältere Perioden sowohl mit Hungersnöten verbunden, wenn die Ernten ausfallen, als auch mit der raschen Ausbreitung von Pandemien wie der Beulenpest, die während der Kleinen Eiszeit grassierte. Während relativ warmer Perioden nehmen Pandemien typischerweise ab, wenngleich sie auch nicht verschwinden, und Hunger und Unterernährung gehen beide stark zurück. Kapitel 7 des CCRIIBI beschreibt die Ergebnisse Dutzender begutachteter Studien und Berichten, die zeigen, dass der vorzeitige Tod durch Krankheit und Krankheiten in kälteren Jahreszeiten und längeren kälteren Zeiträumen weitaus häufiger auftreten als in wärmeren Wetterperioden oder Epochen.

In einer im Jahre 2015 im Lancet veröffentlichten Studie untersuchten Forscher Gesundheitsdaten von 384 Orten in 13 Ländern, die für mehr als 74 Millionen Todesfälle verantwortlich sind – eine riesige Stichprobengröße, aus der Schlussfolgerungen gezogen werden können – und stellten fest, dass kaltes Wetter direkt oder indirekt 1700 Prozent mehr Menschen tötete als heißes Wetter.

Eine „nicht optimale“ Umgebungstemperatur ist für einen erheblichen Anstieg der Sterblichkeit verantwortlich, mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern“, so die Lancet-Studie. „Obwohl sich die meisten bisherigen Untersuchungen auf hitzebedingte Effekte konzentriert haben, waren die meisten der zurechenbaren Todesfälle auf kalte Temperaturen zurückzuführen“.

In Rechtskreisen gibt es ein altes Sprichwort: „Wenn das Gesetz auf Ihrer Seite ist, hämmern Sie auf das Gesetz; wenn die Fakten auf Ihrer Seite sind, hämmern Sie auf die Fakten; wenn keines von beiden auf Ihrer Seite ist, hämmern Sie auf den Tisch“. Seit drei Jahrzehnten hämmern Klima-Alarmisten auf den Tisch, weil es ihnen an Fakten fehlt, die ihre immer schrilleren Warnungen untermauern, wonach die Nutzung fossiler Brennstoffe durch den Menschen eine Klima-Apokalypse auslösen wird. Sie veranstalten Kundgebungen auf den Straßen, tragen Plakate und T-Shirts mit der Aufschrift „Believe Science“, auch wenn ihre Praktiken die wissenschaftliche Methode pervertieren.

Klima-Alarmisten sind keine wahren Wissenschaftler. Sie sind Bauernfänger, die hoffen, den Dummköpfen (der breiten Öffentlichkeit) die gefährliche Vorstellung zu verkaufen, dass eine größere Kontrolle des Staates über unser Leben den Menschen in die Lage versetzen wird, das Wetter zu kontrollieren und die Welt zu einer Utopie zu machen. Fragen Sie die Menschen, die hinter dem Eisernen Vorhang lebten oder jetzt in den sozialistischen Paradiesen Kuba, Nordkorea und Venezuela dahinvegetieren, wie das für sie funktioniert hat.

SOURCES: Climate Change Weekly 362; Climate Realism; Climate Realism; CO2 Science; Nongovernmental International Panel on Climate Change; Climate Realism

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/climate-alarmism-versus-the-scientific-method

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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