Analyse der BR „Doku“: „Gegen den Wind – Windkraft in der Diskussion“

Buchtitel der vom BR Fernsehen promoteten „Haltungsjournalistinnen“ Susanne Goetze und Angelika Joeres

Politische Dokumentation des BR vom 17.6.2020 = Quelle aller Video-Ausschnitte

Autor der Analyse: Rüdiger Stobbe

Am 17.Juni 2020 brachte das Bayerische Fernsehen eine politische! Dokumentation , die dem Abtransport eines ursprünglich für den Markt-Altdorfer Ortsteil Pfettrach geplanten Windrades nach Danzig beginnt. Im Lauf der Sendung entwickelt sich ein Plädoyer für die Windkraft bei der gleichwohl auch Windkraftgegner zu Wort kommen.

So entsteht der Eindruck einer Ausgewogenheit, die faktisch nicht vorhanden ist. In diesem Beitrag werden die einzelnen Sequenzen der Doku analysiert.

Was geschieht mit dem Zuschauer, der sich diese Dokumentation eines öffentlich-rechtlichen Senders anschaut? Wie wird Wissenschaft dargestellt?

Ist Opposition zum Mainstream erwünscht?

Der Aufhänger ist eine Windkraftanlage, welche in dem Ortsteil Pfettrach der Gemeinde Höhe des Windrades von der Wohnbebauung entfernt. Dafür muss der Gemeinderat, die Gemeinde mehrheitlich die 10H-Regelung für ihren Ort, für dieses Vorhaben aufheben. Was offensichtlich nicht gelang. So geht Demokratie. Deshalb der Abtransport des Windrads nach Danzig. Wo es auch gute Dienste leisten wird. 3,4 MW ist die Nennleistung. Das macht vorsichtig kalkuliert knapp 7,5 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr. Zwar nicht kontinuierlich, aber immerhin. In Verbindung mit einem öffentlichen Stromnetz als „Speicher“ erspart es Polen die Produktion von Kohlestrom in entsprechender Menge. Das ist – Achtung Ironie- für das Klima genau so erfreulich, wie der Standort Pfettrach.

Von der Windkraftanlage  à 3,4 MW Nennleistung schwenkt die Doku des BR sehr mutig zum Kernkraftwerk Isar 2, welches eine Nennleistung von 1.485 MW auf die Waage bringt. Und diese in einem Jahr (2019) die Menge von  12.000 GWh „Stromumsetzt erzeugte. Kontinuierlich fließenden Strom. Keinen „Flatterstrom“ ==> dazu später mehr – wie eine Windkraftanlage. Von denen es nicht eine wie in Pfettrach, sondern 1.600 solcher Anlagen bräuchte, um diese Menge Strom rein rechnerisch, aber eben nicht kontinuierlich zu erzeugen. 30,4 % des in Bayern benötigten Strom wird in Kernkraftwerken erzeugt. Kernkraftwerke, die Ende 2021 (Grundremmingen) und Ende 2022 (Isar 2) keinen Strom mehr erzeugen.

Woher soll der Strom dann kommen?

Diese Frage suggeriert die Antwort: Aus Windkraftanlagen. Die Rechnung oben allerdings belegt, wie unsinnig ein solches Unterfangen ist. Das wissen die Macher der Doku. Es geht ihnen letztendlich nur darum, den Zuschauer pro Windkraft zu triggern.

Raimund Kamm, Umweltaktivist, demonstriert mit wenigen Aufrechten gegen die Abstandsregelung vor dem bayerischen Landtag. Sein Hauptargument: Die (der Landtagsabgeordneten) müssten doch einsehen, dass der Klimaschutz jetzt so wichtig ist, und dass wir jetzt auf CO2-freie Energien umschalten müssen. Warum die das machen, ist mir wirklich ein Rätsel. Und sie machen die Arbeitsplätze kaputt, die wir brauchen für die Zukunft.“ Das ist eine wenig überzeugende Aussage, die für Freunde der Energiewende und Befürworter von Kraftwerken, die mittels erneuerbarer Energieträger Strom erzeugen, gleichwohl typisch ist: ´Ihr müsst es doch endlich einsehen, es ist doch sonnenklar, das mit der Energiewende!` Ist es aber offensichtlich nicht. Denn in Pfettrach hat man sich gegen die Verringerung des Mindestabstandes ausgesprochen. Nach und in einem demokratischen Prozess auf Gemeindeebene.

Der bayerische Ansatz „pro Windkraft“ kann nur über die Abschaffung der 10H – Regelung Erfolg versprechen. Deshalb zeigt die Doku die Flächen, welche noch geeignet wären, aber unter dem Strich praktisch nicht geeignet sind. Wenn die Windkraft in Bayern überhaupt noch eine Chance haben soll, muss die 10H- Regelung fallen. So ´lernt` es der Zuschauer.

Schwenk zu einem Mann, der Windkraftanlagen projektiert. Herrn Sing. Es wird der Eindruck erweckt, dass auf der einen Seite die Gegner der Energiewende mit ihren Windkraftanlagen eine „böse Windradlobby“ bekämpfen, die in Wahrheit aber nur aus heimatverbundenen Einzelpersonen besteht. Und immer noch seien Leute gegen die Windkraft. Was angesichts der schönen Bilder und der hohen Erträge kaum verständlich ist.

Und wieder der harte Schwenk zu einem Kernkraftwerk. Diesmal ist es Grundremmingen. Aber nur pro forma. Berichtet wird darüber nicht. Stattdessen trifft unser Windkraftprojektierer Sing trifft auf den Klimaaktivisten Kamm. Dieser erläutert seine beiden Beteiligungen an Windkraftprojekten. Die eine läuft, die andere nicht. Schön kommt der wirtschaftliche Aspekt ans Licht. Wobei eines klar ist: Ohne die Subventionen durch das EEG würde sich kein Projekt wirklich rechnen. Da wäre der Einsatz für die Umwelt schnell am Ende.

Einführung des Vereins für Landschaft- und Artenschutz in Bayern (VLAB). Der Vorsitzende kommt zu Wort. Der Widerspruch zwischen Naturschutz und in die Natur massiv eingreifende Windkraftanlagen wird formuliert. Bemerkenswert: Der Feldhamster, der 2001 in Aachen grenzübergreifende Gewerbeparkpläne behinderte, feiert in Form diverser schützenwerter Vögel in Bayern fröhliche Urständ.

Diverse Argumente gegen die Windkraft werden genannt. Die Größe der Unternehmen, die auf Gewinnmaximierung im Namen der Energiewende ausgerichtet sind, wird angedeutet. Und deren  Willen, eine urwüchsige Landschaft mit Windkraftanlagen zu überziehen. Wird der Hambacher Forst als Ikone des Naturschutzes von zwielichtigen bis hin zu kriminellen Gestalten mit Zähnen und Klauen „verteidigt“, ist Wald in Bayern und anderswo nur ein Hindernis für den Windkraftausbau. Dagegen stemmt sich der Verein. Der Klimawandel aber sei eine viel größere Bedrohung der Natur als Windkraftanlagen meinen hingegen andere Naturschutzverbände.

Ein angeblich menschengemachter Klimawandel, der erst in einer prognostizierten Zukunft gefährlich sein soll, dessen Schrecken immer mit gesicherter Bestimmtheit vorgetragen werden. Schrecken, die aber durchaus nicht sicher sind. Es könnte auch ganz anders kommen. Das jedoch wird meist verschwiegen. […]

Wahr ist aber auch: Es lässt sich nicht bestimmen, wie wahrscheinlich die Klimarisiken sind. Und viele Extremwetterphänomene sind bislang nicht häufiger geworden. (Anmerkung der Redaktion: Eher seltener).  Erhebliche Unsicherheiten durchziehen nahezu alle Ergebnisse der Klimaforschung. Robuste Klimaszenarien für einzelne Regionen sind bislang nicht möglich, weshalb sich konkrete Folgen der Erwärmung schlecht bestimmen lassen. Dennoch erstellen Forscher Szenarien, die Auswirkungen des Klimawandels auf Gesellschaft und Umwelt erhellen sollen. Je nach politischer Orientierung finden die Modelle Anklang: Linke dramatisieren das Problem, der Klimawandel liefert ihnen Argumente für die Umverteilung von Wohlstand. Rechte beschwichtigen, sie mögen keinen Dirigismus, mithin schon gar nicht beim Klimaproblem, das staatliche Eingriffe größten Ausmaßes zu erfordern scheint. […]  Etwas später heißt es: […] … der Chef des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, Jochem Marotzke, äußerte sich jüngst zurückhaltend auf die Frage nach den Kipppunkten: „Die sind denkbar, wir können sie nicht ausschließen, aber wir wissen eigentlich wenig“, sagte er im April der „FAZ“. Auf die Frage, welcher Kipppunkt ihm am meisten Sorge machte, erwiderte Marotzke: „Keiner.“ […] Quelle der beiden Zitate: Hier klicken

Ein Beispiel für die „Klagewut“ des VLAB.

Bemerkenswert: es geht den Bürgern, den Anteilseigner weniger um die Umwelt, die Energiewende. Es geht vor allem um das Geld, welches wegen der Klage ausbleibt. Selbstverständlich sagt niemand, dass die Windkraftgegner mit dem VLAB einen starken Partner haben, der ihre Interessen mit demokratischen Mitteln stark durchsetzt. Raimund Kamm erläutert, dass dahinter der Wille stünde, die Energiewende zu blockieren. Ich habe den Eindruck, dass ihm demokratische Prozesse in der Legislative, in der Judikative nicht gefallen, weil sie das Geldverdienen in Bayern verhindern.

Deshalb wird in der Doku jetzt auf die Strategie des VLAB eingegangen. Ein Anwalt, der die Windkraftprojektierer, die Anteilseigner (oft auch Bürger) vertritt, erläutert dies auf skurrile Weise: Wer viel klagt, gewinnt auch viel. Hinzu kommen die rechtlichen Grundlagen, die schlecht seien. Anschließend werden die Punkte aufgeführt, die beachtet werden müssen. Es reicht vor Gericht nicht, einfach mal daher zugehen und zu behaupten: „Wir retten die Welt, deshalb ist es gut, was wir tun.“ So wie das gerne in Berichten der Presse, in Funk und Fernsehen geschieht. Da sind Menschen und Organisationen, die sich gegen den Windradausbau, die gegen die Energiewende argumentieren regelmäßig Klimaleugner, Energiewende-Bremser oder Schlimmeres.Video-Player00:0002:15

Am Beispiel Regensburg wird die „Widersinnigkeit“ des bestehenden Regelwerks dargestellt. Den Wald für die geplanten Bürgerwindräder hat man schon mal gerodet. Weg ist weg, sagt der Rheinländer, das hätten wir schon mal. Und dann kommt doch der VLAB daher und klagt. Besonders bemerkenswert sind die Ausführungen der Landrätin. Der Begriff ´Kollateralschäden` fällt auf. Die Bäume weg. Wer haftet?

Was schlägt der VLAB vor?

Die Laufzeitverlängerung von bestehenden Kernkraftwerken. Das ist blanke Theorie. Da ist der VLAB schlecht informiert. Ein Kernkraftwerk schaltet man nicht einfach mal so an oder ab. Da sind immense Vorbereitungen technischer, juristischer und gesetzgeberischer Art notwendig. Da würde es schon wundern, wenn Ende 2020 noch ein Kernkraftwerk in Deutschland am Netz wäre. Jetzt bringt die Doku eine ´wissenschaftliche Meinung` zur Kernkraft. Nachdem zur Laufzeitverlängerung ein „Warum nicht, ist ja CO2-frei?“ etwas hinterfotzig hineingefragt wurde. Die Meinung von Prof. Jürgen Karl  aber ist dünn, so dünn, dass man nicht von Wissenschaft, sondern von – meine Meinung – willfährigem Kadavergehorsam Richtung Politik sprechen muss. Nach Fukushima hat er das Thema Kernenergie in Forschung und Lehre ad acta gelegt. Jetzt arbeitet der Professor an der Entwicklung von leistungsfähigen Stromspeichern.

Prof. Karl hatte die Eingebung, dass die Zukunft bei den Erneuerbaren liegt. Vor allem auch, weil die so günstig seien.

Einschub:

Ohne Subventionen läuft weder bei Wind- noch bei Sonnenkraft irgendetwas. Dann müssen noch ausreichend Backup-Gaskraftwerke gebaut werden, damit bei Ausfall der Erneuerbaren das Land weiter Strom bekommt. Das verteuert die Energiewende enorm. Einschub Ende. Dann wird von Strom aus Überschusswind geredet. Den gibt es faktisch nicht, wie meine wöchentlichen Analysen belegen. Nicht mal alle erneuerbaren Energieträger zusammen haben in der Vergangenheit ausgereicht, um auch nur eine Stunde den Strombedarf Deutschlands zu decken. Prof. Karl meint, die Kernkraftwerke, die aktuell noch in Deutschland Strom erzeugen stellten ein Sicherheitsrisiko dar. 30 Jahre hielten solche Anlagen, hätte er – wahrscheinlich vor 30 Jahren – gelernt. Dass die deutschen Kernkraftwerke allesamt auf höchstem Sicherheits- und Wartungsstand stehen, weiß er wohl nicht, will er nicht sagen. Dann lieber Angst verbreiten.  Im Übrigen bleibt es aus den oben erwähnten Gründen ohnehin beim Ausstieg komplett bis Ende 2020. Dennoch ist das Thema Kernenergie Thema bei der Diskussion über die zukünftige Stromversorgung Deutschlands.

Dann kommt ein abrupter Themenwechsel. Offensichtlich musste das Buch einer Freundin im Geiste promotet werden. Die Doku stolpert hinein in die „Klimaleugnerszene“, die Klimaschmutzlobby, wie krampfhaft ironisch das Buch von Annika Joeres und Susanne Götze heißt.Video-Player00:0004:18

In Deutschland bündelt sich gemäß der Doku die „Klimaleugnerszene“ im Europäischen Institut für Klima & Energie, kurz EIKE genannt. EIKE veranstaltet alljährlich für jedermann zugängliche Kongresse. 2019 wurde der geplante Kongress wahrscheinlich von linksorientierten „Klimafreunden“ sabotiert. So mussten Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt werden, damit überhaupt Räumlichkeiten zur Durchführung des Kongresses gefunden werden konnten. Trotz Geheimhaltung des Ortes kam es zu den im Bericht gezeigten Demonstration, bei der man die Antifa-Fahne kurz aufblitzte. Der ganze Vorgang um den Kongress 2019 belegt, dass es den Freunden der Energiewende nicht um Wissenschaft geht, sondern um die Durchsetzung eines anderen – grundgesetzwidrigen – Gesellschaftsmodells, in dem die einen die Wahrheit in jeder Hinsicht mit Riesenlöffeln gegessen haben und die anderen die Leugner sind, die bekämpft werden müssen.

„Nach Angabe des Bundesumweltamtes verbreitet Eike Thesen, die dem wissenschaftlichen Konsens widersprechen.“

Das Umweltbundesamt und viele, viele andere Institutionen und ´Wissenschaftler` haben offensichtlich nicht verstanden, wie Wissenschaft funktioniert. These, Antithese, Synthese heißt der dialektische Dreiklang von Wissenschaft. Nicht einseitig festgelegter Konsens. Willfähriges Ausblenden der Antithese in Politik und Medien, weil deren Protagonisten nicht die ´richtige` politische Einstellung haben, ist der Tod von Wissenschaft, von Disput, ist der Tod um das Ringen von Wahrheit. Ringen um Wahrheit ist übrigens keine demokratische Veranstaltung. Es zählen Argumente, Beweise und nicht die Mehrheitsmeinung. Nichtmarxistische Wissenschaft will nicht verifizieren, sondern falsifizieren. Deshalb ist das permanente Ausblenden einer nicht genehmen Gegenmeinung, deshalb ist allein der Begriff „Leugner“ in diesem Zusammenhang verleumderisch und höchst wissenschaftsfeindlich.

Das sieht die Doku natürlich ganz anders. Doch statt auf eine eigene Argumentation zurück zu greifen, bringt der öffentlich-rechtliche Sender Aussagen der bereits oben erwähnten Susanne Götze. Diese Aussage ist gleichwohl weder wissenschaftlich noch sonst irgendwie begründet. Sie speist sich allein aus dem Buch „Klimaschmutzlobby“, dessen Kernaussage darin besteht, dass ´alte, weiße Männer` und geldgierige Lobbyisten der ´alten` Energieträgerwirtschaft die Energiewende sabotieren, um Unmengen Kohle zu schaufeln. Dabei sei ihnen die Zukunft der Erde vollkommen gleichgültig. Dabei verkennt Frau Götze vollkommen, dass die sogenannten Klimawandelleugner bei EIKE und anderswo finanziell „da“ sind. oder glaubt irgendjemand, dass ein Prof. Lüdecke, ein Michael Limburg u. v. a. aus wirtschaftlichen Erwägungen engagiert sind.

Die einzige Verschwörungstheorie formuliert Frau Götze im Prinzip selbst. Es gibt eben die große Klimaschmutzlobby, die versucht, jeglichen Fortschritt, nicht nur in Sachen Energiewende, sondern auch politisch abzuwürgen. Das Beispiel der Werte-Union Bayern soll die „Unterwanderung“ wohl belegen. Und ja, es stimmt, die meisten der Energiewendegegner kommen aus dem ´rechten` Lager, das sich an den Realitäten der Welt orientiert und nicht irgendwelchen linken Ideen nachhängt, die in der Vergangenheit am Ende immer Leid und Elend hervorgebracht haben. Vor allem weil die – Mitarbeiter der – Mainstream-Medien ebenfalls mehrheitlich grün-linken Ideen nachhängen, kommt es zu einem Ungleichgewicht der Kräfte. So entsteht in der Bevölkerung der völlig falsche Eindruck, dass als Wahrheit dargestellte Sachverhalte tatsächlich Wahrheit seien. Da bekommt das Verhindern von Gegenmeinungen und deren Diskreditierung (Klimaleugner) auf einmal politisch-motivierten Sinn.

Um diesen Eindruck zu verhindern, bringt die Doku genau jetzt eine recht ausgewogene Darstellung von den Bemühungen der Windkraftprojektierer, die Anlagen naturschutzgerecht und vorschriftsmäßig zu gestalten und Argumenten von Windkraftgegner. Am Ende bleiben die Argumente „keine Speicher“ und „Flatterstrom“. Was in keiner Weise die Argumentationslinie der Windkraftgegner widerspiegelt. Die drehte sich um Gesundheit und Landschaftsbild. Da der BR aber mit Prof. Jürgen Karl den Experten in Sachen Speicher und Flatterstrom hat, kommt dieser zu Wort. Als wohltuender Gegensatz zum Klimaleugnerverein EIKE erklärt dieser die Energiewendewelt und räumt mit einem der Mythen der Klimaleugner auf. Dem Flatterstrom, den Windkraftanlagen angeblich erzeugen.Video-Player00:0001:35

Dieser Teil der Doku ist wissenschaftlich betrachtet eine Katastrophe für die Freunde der Energiewende. Das, was Prof. Karl in Sachen Flatterstrom von sich gibt, ist nachweisbar Unfug. Meine E-Mail vom 5.7.2020 hat er nicht beantwortet. Ebensolcher Unfug ist des Professors Prognose, dass in Zukunft Speicher die noch zu bauenden Backup-Gaskraftwerke ersetzen werden. „Für ihn [Prof. Karl] ist klar, die konventionellen Kraftwerke sind eine veraltete Technologie. Es müssen neue Technologien her.“ Aber nicht mit diesem Professor. Der zeichnet sich vor allem durch Ignoranz und Halbwissen (Flatterstrom, Umfang von Speichermöglichkeiten Strom) aus. Schließlich geht die Doku auf die Gegner der Energiewende ein. Die legen Studien vor. Studien auch von Doktoren, Ingenieuren und meist emeritierten Professoren. Das mache Eindruck und überfordere den Bürger. Dann die Argumente von Energiewende-Verteidigerin Susanne Götze: „Ich kann Ihnen sagen, dass bei EIKE und den ganzen Studien keine einzige dabei ist, die wissenschaftlichen Standards genügt, oder die jemals durch eine Universität oder durch eine wissenschaftliche Fachzeitschrift gegangen sind. Das sind Verschwörungstheorien“.

Aber EIKE ist ein wissenschaftliches Insitut, dass zusätzlich zu seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen (Anmerkung für Frau Götze, Frau Jöres und Macher der Doku: Dazu gibt es auf der Website von EIKE extra den Menuepunkt „Publikationen“) einen vielgelesenen Blog betreibt, der sich schwerpunktmäßig mit den Neuigkeiten zu den Themen Energie und Klima beschäftigt. Es ist daher sowohl eine wissenschaftliche Institution, und beansprucht ebenso Wissenschaft zu betreiben wie beispielsweise das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK), es ist sogar juristisch identisch wie das PIK als Verein strukturiert, aber auch ein Nachrichtenkanal der sich zu den genannten Theme tagtäglich äußert.  Daher erscheinen auf http://www.eike-klima-energie.eu regelmäßig Beiträge, die wissenschaftlichen Standards genügen, die aber sehr oft gerade nicht einem (pseudo-) wissenschaftlichen Konsens pro „menschgemachten Klimawandel oder pro Energiewende entsprechen. „Pseudo“, weil die Gegenrede praktisch ausgeblendet wird. „Pseudo“, weil der Umbau der Gesellschaft in eine technokratisch ausgerichtete Ökowissenschaftsdiktatur das Ziel ist, welches im programmatischen Hauptgutachten ´Die große Transformation` niedergelegt ist. Dass die Beiträge von EIKE medial und politisch praktisch totgeschwiegen werden, belegt eindrucksvoll die Sorge der Transformierer, der Umbauer der Gesellschaft, dass die Bevölkerung, große Teile der Bevölkerung womöglich noch aufwachen könnten und bei diesen Unterfangen nicht mitmachen.

Nachdem Spiegeljournalistin Götze nochmals ihre unhaltbaren Behauptungen aufstellen durfte, wird der Einfluss von EIKE auf Politik und Windkraftgegner dokumentiert. Gut so. Immer dann, wenn EIKE mit seinen Beiträgen zu einem Gegenpol zur nicht hinterfragbaren Energiewendepolitik der aktuellen Politik mit ihren medialen Helfershelfern darstellt: Umso besser. Das macht Debatte möglich, das sind demokratische Prozesse. Vergessen wir nicht. Am Ende war eine Mehrheit in Pfettrach gegen den Aufbau des Windrades.

Um es kurz zu machen: Vor der 10H – Regelung in Bayern  genehmigte Windkraftanlagen dürfen nicht gebaut werden. Bereits erstellte dürfen bleiben. Raimund Kamm hat (fast) umsonst gekämpft. Jetzt sollte er sich fügen. Die Windkraft in Bayern ist praktisch tot. Nicht wegen EIKE, vor allem wegen demokratischer Prozesse auf landes- und kommunaler Ebene. EIKE gibt seine Expertise. Sonst nichts. Entscheidend sind die Bürger und ihre gewählten Vertreter. Demokratie pur.

Quelle

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