Bundesrepublik 2020: Merkels Vollkasko-Angsthasen

Die Bundesrepublik Deutschland steht kurz vor ihrer Abschaffung. Formal zwar nicht, sonst aber in jeder Hinsicht. Viele Deutsche sehen das nicht, viele andere schon, trauen sich aber nicht, etwas zu sagen. Offiziell werden sie von der GroKo regiert, tatsächlich aber von ihrer je persönlichen Angst. Vergessen ist die alte Volksweisheit, derzufolge die Angst kein guter Ratgeber ist. Die Panikanalyse.

von Max Erdinger

„Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.“ – Zitat Franz Josef Strauß (1915 – 1988)

Es ist zu vermuten, daß Franz Josef Strauß, Kanzerkandidat der Union 1980, mehrfacher Bundesminister, bayerischer Ministerpräsident, jahrzehntelanger CSU-Vorsitzender – und so vieles mehr, heute ein Verdachtsfall für den Verfassungsschutz wäre und für seine Reden im Parlament einen Ordnungsruf nach dem anderen kassieren würde. Einen wie Strauß würde man heute nicht mehr einfach so reden lassen. Das obige Zitat stammt aus dem Jahr 1974. Strauß hatte nichts zu befürchten. Zu seinen Lebzeiten war die Bundesrepublik allerdings auch noch der Mercedes unter den Demokratien der westlichen Welt, während Frau Angela von Drüben brav schweigend in einem schäbigen Trabant ihren Weltverbesserungsphantasien hinterherknattern musste. Strauß starb unerwartet ein Jahr vor dem Mauerfall am 3. Oktober 1988. Niemand konnte ihn bisher ersetzen. Der Ober-Bayer sagte sinngemäß auch einmal, eine Regierung, die dem Volk Angst macht, anstatt es mit Zuversicht zu erfüllen, sei verbrecherisch. Das wäre heute vermutlich das „ceterum censeo“ am Ende einer jeder seiner Reden. Ein ängstlicher Mensch war Franz Josef Strauß nicht.

Regieren mit der Angst

Der Mensch ist prinzipiell ein soziales Wesen, das die Interaktion mit seinen Artgenossen braucht. Man trifft sich, man feiert Feste, besucht sich gegenseitig, nimmt Anteil am Leben der anderen. Neben der Angst vor dem Tod ist vermutlich die Angst, zu seinen Lebzeiten zum Ausgestoßenen zu werden, eine der größeren. Schon im Kinderleben gibt es nichts traurigeres, als von anderen Kindern erklärt zu bekommen, daß man nicht mitspielen darf. Das läßt sich ausnutzen – und es wird weidlich ausgenutzt von jenen Roten, die nach Strauß eigentlich von mutigen Bürgern in ihre Löcher hätten zurückgejagt werden sollen. Übersetzen wir Strauß´ „rote Ratten“ heute ruhig mit „juste milieu“. Unbestreitbar sind die „die Menschen“ hierzulande in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten deutlich nach links gerückt (worden).

Das linke juste milieu unterscheidet inzwischen nach „die Menschen“ und nach solchen, die anders benannt werden, obwohl sie evident Menschen sind. Solche Menschen, die nicht zu den „die Menschen“ des juste milieus gehören, werden bezeichnet als Rechte, als Ewiggestrige, als Gefährder, als Rassisten und Sexisten, als Hasser und Hetzer, sie sind geplagt von allerlei Phobien, wurden also vom juste milieu zu Kranken erklärt – und was das juste milieu dem ollen Hitler und seinen Nazis neben allem anderen, was sie angerichtet haben, niemals verzeihen wird, das ist, daß ihm von der braunen Bande die Verwendung des Wortes „Untermenschen“ für seine Gegner verunmöglicht wurde. Zu gern würde das juste milieu von seinen Gegnern als von „die Untermenschen“ reden.

Die „die Menschen“ des tonangebenden linken juste milieus sind allerdings zugleich auch seine Geiseln. Wer widerspricht, wird zum Ausgestoßenen. Das Meinungsklima in Deutschland ist heute ausgesprochen repressiv – und Repression funktioniert über Angstmache. Anpassung ist die Folge. Wer wiederum die infantilen Ängste der Angepassten nicht teilt, der wird nicht mehr als Freier identifizert, sondern als Asozialer. Wer keine Maske trägt, wird oft so bezeichnet.

Die vermaledeite Sterblichkeit

Überlagert wird diese Sozialangst ganz allgemein von der Angst vor dem Tod. Wer inbrünstig an die Allmacht der Wissenschaft glaubt, hält sich für besonders aufgeklärt, erkennt den Aberglauben mit Leichtigkeit – und der Glauben an ein ewiges Leben nach dem Tod kommt ihm direkt albern vor. Schon sitzt er in seinem Kopfgefängnis fest. Tatsächlich gibt es nichts, das so albern wäre, wie ein Wissenschaftsgläubiger, der alles, alles in seiner eingebildeten Macht stehende tun zu müssen glaubt, um dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, anstatt einfach sein Leben zu leben und gelassen darauf zu vertrauen, daß er selber der allerletzte sein wird, der den Zeitpunkt seines unfreiwilligen Ablebens bestimmt. Es ist nun einmal albern, seine eigene Macht zu überschätzen. Im Grunde gibt es nichts tragisch-komischeres, als einen Nichtraucher, einen sportlich Gestählten mit Idealgewicht, einen Veganer, der sich jahrzehntelang in Selbstkasteiung geübt hatte, um sein Leben dann unter einer Lawine oder dem LKW aus dem Gegenverkehr auszuhauchen. Die Infantilität hinter der Angst vor dem Tod wiederum läßt sich ebenfalls trefflich nutzen, um den Menschen dieses oder jenes tun zu lassen. Man pflanze dem Wissenschaftsgläubigen ein gefährliches Virus in seinen eingebildeten Kopf, welches ihm den Garaus zu machen droht – und schon stellt er begierig die Lauscher hoch, um zu vernehmen, wie er es anstellen muß, dem kleinen Drecksding ein Schnippchen zu schlagen.

Die Kombination der Todesangst mit der Angst vor dem sozialen Ausgestoßensein ist die Machtbasis der Frau Angela von Drüben. Mit dieser Angstkombi regiert sie. Und es funktioniert. Für sie und ihren Hofstaat, – für sonst niemanden. „Wir“ haben ein ganz dickes kulturelles Problem. Die Folgen sind absolut gräßlich. Das individuelle Recht des Einzelnen auf Leben und körperliche Unversehrtheit wurde längst umdefiniert in eine kollektive Pflicht aller anderen, ihm sein individuelles Recht durch Verzicht auf ihr jeweiliges Leben als ein Überleben zu garantieren. Das Leben in der lebenswerten Fülle seiner Unwägbarkeiten wurde gleichgesetzt mit dem blanken Überleben.

Wer der Sicherheit Vorrang vor der Freiheit gibt

„Wer der Sicherheit Vorrang vor der Freiheit gibt, wird am Ende beides verlieren“, ist eine Einsicht, die schon mehrere kluge Männer formuliert haben. Das war allerdings zu Zeiten, in denen im europäisch geprägten Kulturraum auch noch die Gewißheit vom ewigen Leben nach dem Tod unausgesprochener Konsens gewesen war. Damals ist niemand einfach gestorben, sondern er ist „heimgegangen“. Daheim ist es am schönsten. Der freie Wissenschaftsgläubige von heute geht nirgendwo mehr hin. Er stirbt – und das war´s dann. Er hat keine Perspektive mehr, die über den Zeitrahmen zwischen Geburt und Tod hinausreicht. Das wirkt sich aus auf sein Leben. Er wird unfrei. Er tendiert dazu, alles seinem Überleben unterzuordnen – und das Leben darüber zu vernachlässigen. Überspitzt ausgedrückt, könnte man das heutige Volk vermutlich dazu bringen, angekettet in Hundehütten zu hausen, so man es vorher nur geschafft hätte, ihm einzureden, es gebe wissenschaftliche Beweise dafür, daß Hundehütten die einzigen Orte sind, an die das – nein, nicht das lebensbedrohliche, sondern das überlebensbedrohliche – Virus nicht hinkommt. Totale Sicherheit in der Hundehütte. Heute gilt: Überleben ist bereits Leben. Leider ist das aber nicht der vielgepriesene Fortschritt, sondern absolute Degeneration. Diese Degeneration wiederum wird sichtbar in der gegenwärtigen Politik, resp. daran, daß sie sich durchsetzen läßt.

Hosenscheißer sind leicht zu verarschen

Man muß gar nicht behaupten, daß es in der Coronakrise so passiert sei, um zu einer Antwort auf die Frage zu kommen, ob es funktionieren würde, einem solcherart verängstigten Volk die Umkehrung von Ursache und Wirkung als die Realität anzudrehen. Die Frage: Dienen die sogenannten Corona-Schutzmaßnahmen tatsächlich dem Schutz vor der Infektion mit einem brandgefährlichen Virus, oder dient die behauptete Gefahr durch das Virus lediglich als Scheinbegründung für die Abschaffung grundlegender Bürgerrechte, weil man deren ohnehin beabsichtigte Abschaffung dann unter dem Arbeitstitel „Schutzmaßnahme“ betreiben kann und somit den Schuldigen für die Abschaffung aus der Welt schafft? Die Antwort: Natürlich würde das funktionieren. Und zwar unter der Voraussetzung, daß das Volk mehrheitlich so tickt wie oben beschrieben. Dafür, daß das tatsächlich so sein könnte, gibt es Indizien zuhauf. Indizien wiederum sind aber nur mehr oder minder deutliche Hinweise, noch keine Beweise. Die Indizien verstärken sich jedoch, wenn sie von der Beobachtung begleitet werden, daß trotz ihrer Nennung von offizieller Stelle keine Versuche unternommen werden, den Verdacht zu entkräften, sondern lediglich versucht wird, diejenigen zu stigmatisieren, die auf das Vorhandensein solcher Indizien hinweisen. Trotz aller Lippenbekentnisse zum Segensreichtum des gesellschaftlichen Diskurses und der demokratischen Reife des kritischen Bürgers wird der Hinweisgeber zum „Coronaleugner“ abqualifiziert. So wird aus dem Verdacht ein großer Verdacht.

Die Indizien

1. Pseudoinformation: Es wird mit Begriffen hantiert, deren Inhalt nicht das wiedergibt, was der Begriff vortäuscht. „Infizierte“ sind in Wahrheit „bekannt gewordene Infektionen“. „Neuinfektionen“ sind in Wahrheit ebenfalls nur bekannt gewordene Infektionen. Logisch: Wer beim ersten, äußerst unzuverlässigen Test positiv reagiert, von dem „weiß“ man lediglich, daß er infiziert ist, nicht aber, wie lange schon. Und noch nicht einmal das weiß man angesichts der Unzuverlässigkeit der Tests wirklich. „Coronatote“ sind keine Leute, die zwingend an der Infektion verstorben sind, sondern alle, bei denen zum Zeitpunkt ihres Todes eine Infektion festgestellt wurde. „Todesrate“ wird behauptet als ein tatsächlicher Wert, obwohl er sich aus dem Verhältnis zweier lediglich herbeidefinierter Parameter zueinander errechnet („Infektionen“ und „Coronatote“). Denkbar ist, daß gar nicht das Virus „neuartig“ ist, sondern das Wissen, daß dieses Virus schon seit längerem flächendeckend vorhanden ist. In dem Fall wäre dann diese Erkenntnis „neuartig“, nicht das Virus. Durch die Umwandlung einer eigentlich „neuartigen Erkenntnis“ in ein „neuartiges Virus“ ließe sich politisch allerhand anstellen. Man könnte aus einer ohnehin schon riesigen Menge weitgehend folgenlos Infizierter (folgenlos etwa wegen geringer Virenlast) heraus medial jede x-beliebige Menge „Neuinfizierter“ produzieren, je nachdem, wie man die Zahl der (unzuverlässigen) Tests erhöht. Das würde funktionieren wie mit dem Vergleich zweier verschieden großer Sandhaufen. Den größeren könnte man der Öffentlichkeit gegenüber als einen Beweis für die „Zunahme von Sand“ präsentieren, wenn man zugleich verschweigt, daß beide Sandhaufen sich auf dem größten Sandstrand der Welt befinden. Es ist bestimmt nur ein Zufall, daß die Coronafälle in den Schlachthöfen von Tönnies ausgerechnet denen in die Hände spielen, die auch „ohne Virus“ schon für eine extreme Reduzierung des Fleischkonsums plädiert haben. Und bestimmt ist es nur Zufall, daß die Kanzlerin dieser Tage dekretierte, 300 Gramm Fleisch pro Woche hätten für jedermann als ausreichend angesehen zu werden.

2. Fokussierung auf das Virus: Obwohl hinsichtlich der Rechtfertigung von „Corona-Maßnahmen“ allein ausschlaggebend wäre, wie groß die statistische Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist, wird die Öffentlichkeit mit immer neuen Horrorgeschichten dazu bombardiert, welche gesundheitlichen Schäden das Virus angeblich verursachen kann. Es ist beileibe nicht ausgemacht, daß die ursprüngliche Lungenkrankheit Covid-19, die auch wieder abheilt („Genesene“), inzwischen deswegen „irreversible Hirnschäden“ hervorruft, weil „die Wissenschaft“ das inzwischen herausgefunden hätte. Absolut denkbar ist, daß solche Neuigkeiten lanciert werden, weil „irreversibler Hirnschaden“ auf der Skala der Gräßlichkeiten am nächsten an der größten aller Gräßlichkeiten, dem „Tod durch Virus“ siedelt – und weil die vorzeigbaren Toten schlicht und einfach fehlen, um die kollektiven „Schutzmaßnahmen“ weiter aufrecht zu erhalten. Hinsichtlich der Corona-Schutzmaßnahmen ist aber nicht relevant, was das Virus tut, sondern wie hoch das Infektionsrisiko ist. Augenblicklich liegt es selbst bei Verwendung offizieller Zahlen im Bereich eines Vierers mit Zusatzzahl.

3. Gleichsetzung von Indikativ und Konjunktiv – zweite Welle: Abgesehen davon, daß es für eine zweite Welle zunächst einmal eine erste bräuchte – und daß die sich sowohl in stark gestiegenen allgemeinen Mortalitätsraten (Sterberegister) und einer gesunkenen durchschnittlichen Lebenserwartung hätte manifestieren müssen, läuft die „Argumentation“ so: „Weil es sein könnte, daß eine „zweite“ und „dritte“ Welle kommt, müssen augenblicklich alle …“ – Das ist schlicht Wahnsinn. Wo man in Anerkenntnis der Tatsache, daß jedem in Zukunft alles mögliche passieren wird, ein Gegenwartsverhalten erzwingt, weil es unter allen Zukunftsmöglichkeiten auch eine ganz bestimmte Möglichkeit gibt, da ließen sich auch alle möglichen anderen Verbote und Verhaltensvorschriften in der Gegenwart begründen. Als gesichert gilt beispielsweise, daß eine heute nicht näher bekannte Zahl an Rauchern dereinst an Lungenkrebs versterben wird. Diese Möglichkeit besteht heute. Wo man also mit einem Konjunktiv Grundrechte suspendieren und wirtschaftliche Existenzen ruinieren kann, da könnte man auch ein totales Rauchverbot begründen, oder, einmal an die Verkehrstoten gedacht, ein generelles Fahrverbot.

4. Positiv vs. Negativ: Anstatt Tests auf Infektionen durchzuführen, die niemals zu einer Annäherung an die tatsächliche Zahl Infizierter führen werden, könnte man auch Tests auf vorhandene Antikörper durchführen, um dann hochzurechnen, welcher Prozentsatz der Bevölkerung eine Coronainfektion bereits folgenlos überstanden haben muß – und so zu einer Einschätzung jener epidemiologischen Gefährlichkeit kommen, mit der die „Schutzmaßnahmen“ in jedem Fall zu begründen sind. Daß das unterbleibt, ist ein starkes Indiz für ein regierungsamtliches Interesse am Vorhandensein eines mordsmäßig gefährlichen Virus.

5. Strategiepapiere zur Panikmache: Sowohl aus dem österreichischen wie auch aus einem deutschen Innenministerium wurde bekannt, daß es dort Strategiepapiere gab – mutmaßlich von Kognitionspsychologen verfaßt -, die sich der Frage widmeten, wie sich am effektivsten Panik in der Bevölkerung streuen läßt. Eigentlich hätte man erwartet, daß es, wenn schon Strategiepapier, darum hätte gehen müssen, wie man die Bevölkerung trotz der angespannten Lage am besten beruhigt und dennoch sinnvolle Maßnahmen durchsetzt. Eine nüchterne Darlegung der Fakten, gepaart mit dem Vertrauen darein, daß die Bevölkerung die notwendigen Rückschlüsse – beispielsweise via neutraler Berichterstattung im Rahmen ihres Medienkonsums – schon selbst ziehen wird, scheint wohl nicht als ausreichend, resp. zielführend im Sinne einer Agenda angesehen worden zu sein. Da scheint die Notwendigkeit einer Art „Nachhilfe“ erkannt worden zu sein. Warum? Etwa aus demselben Grud, aus dem bis heute eine mediale „Nachbehandlung“ der Frage ausbleibt, wer denn auf wessen Geheiß jene Horrogeschichten von den überlasteten Intensivstationen und den Ärzten am physischen und psychischen Limit in die Welt setzte, die sich hernach allesamt als frei erfunden herausgestellt haben.

6. Die Notwendigkeit staatlichen Handelns: Es ist auffällig, daß gerade in einem derartigen Ausnahmezustand wie allerweil keine historisch interessanten Rückblicke auf das Regierungshandeln resp. das Nichthandeln in der Vergangenheit erfolgen. Das wäre aber durchaus ein Thema für die Kultur-Ressorts der Medien. Es wäre nämlich hochinteressant, zu erfahren, wie der staatliche Umgang mit der Hongkong-Grippe im Winter 1969/70 heute bewertet werden würde. Im Winter 1969/70 starben -zigtausende, die Flure der Krankenhäuser waren mit Patienten belegt, in den Großstädten herrschte Medikamentenknappheit, Pflegepersonal fuhr übers Land, um die Medikamentenvorräte in den Provinzapotheken einzusammeln. Aber es gab keine regierungsamtlich verordneten Schutzmaßnahmen oder gar einen Lockdown. Wenn die Regierung heute einen „guten Job“ macht, dann müsste retrospektiv die erste sozialliberale Koalition unter Willy Brandt in Grund und Boden verdammt werden. Warum unterbleibt dieser Vergleich? Eine naheliegende Erklärung ist, daß die eingebildete Einzigartigkeit der gegenwärtigen Situation besser eine Einbildung bleiben muß, damit an das gegenwärtige Agieren der Regierung kein Vergleichsmaßstab angelegt wird. Zu unangenehm ist auch die Aussicht, daß zu vielen klar werden könnte, wie sehr die Akzeptanz der gegenwärtigen Maßnahmen einem Bewußtseinswandel der Bevölkerung hinsichtlich der Aufgaben und Zuständigkeiten des Staates geschuldet sein könnte. Der „Nannystaat“ war 1969/70 noch nicht einmal ein Begriff. Heute ist er einer. Die Einsicht des Bürgers, daß seine gegenwärtige Situation als Grundrechtsberaubter und wirtschaftlich Ruinierter weniger einem Virus, dessen Gefährlichkeit und Häufigkeit geschuldet sein könnte, sondern seiner Erwartungshaltung an den Staat, wäre keine gewünschte Einsicht seitens der Regierung. Die Regierung hat kein Interesse daran, zuzugeben, daß sie sich aufgrund der Erwartungshaltung von Bürgern in einer Zwickmühle befindet, die ihr wiederum aus Gründen ihres eigenen Wohl und Frommens gar keine andere Wahl mehr läßt, als sich in die Rolle einer kollektiven Lebensversicherung zu begeben. Das allerdings mit der Einschränkung, daß es kein Regierungsinteresse daran gegeben hat, den Effekt der „Schutzmaßnahmen“ herbeizuführen, etwa, weil der nützlich wäre bei der Schaffung jener „neuen Ordnung der Welt“, welche die Bundeskanzlerin auch vor der Krise des öfteren schon als eine Unerläßlichkeit skizziert hat.

Über die je individuelle Angst zur Weltdiktatur

Natürlich muß man vorläufig noch von einer Unterstellung reden, wenn jemand behauptet, die „Pandemie“ gebe es nicht aus virologischen -, sondern aus Gründen einer globalistischen Agenda, die sich anders nicht so leicht hätte befördern lassen. So viel steht fest: Ohne Virus müssten die politischen und die wirtschaftlichen Effekte der „Schutzmaßnahmen“ als Resultat des zeitgleichen Putsches verschiedener Regierungen gegen die Verfassungen ihrer jeweiligen Länder bezeichnet werden. Das Virus übernimmt also auf jeden Fall Verantwortung, die durchaus auch woanders liegen könnte. Funktioniert hätte das wegen etwas ganz anderem, das epidemisch geworden ist, als ausgerechnet ein Virus: Die Infantilität des wissenschaftsgläubigen Menschen. Das ist nämlich die tatsächliche Epidemie. Es ist nun einmal infantil und zeugt von einem alarmierenden Fehlen an Geschichtskenntnis, wenn sich ein ganzes Volk oder mehrere Völker der Tatsache nicht mehr bewußt sind, daß „die Wissenschaft“ alles andere als von blütenreiner Göttlichkeit ist, sondern durchaus genauso korrumpierbar und utilisierbar wie vieles andere auch. Es gibt Beispiele aus der Vergangenheit zuhauf, wie sich „die Wissenschaft“ in die Dienste von Ideologen hat stellen lassen, um nachträglich politisches Handeln „per Wissenschaft“ zu legitimieren – und im Gegenzug finanzielle Pamperung von exakt jenen Ideologen zu erfahren, denen sie vorher zu Diensten gewesen ist. Es sei nur an die streng wissenschaftliche Rassenkunde der Nazis erinnert, oder an die Adelung marxistischer Hirngespinste zu einer „Wissenschaft“ namens „Marxismus-Leninismus“. Heutzutage geht „Gender Mainstreaming“ als Wissenschaft durch. Aus den vormaligen Halbgöttern in weiß sind längst die Ganzgötter in weiß geworden. Und wie war das nochmal mit den Empfängern auf Seiten der Wissenschaft, die sich vom Großmogul des Impfens, Bill Gates, haben „fördern“ lassen? Wie´s wohl kommt, daß sich ausgerechnet die tonangebenden Wissenschaftler allesamt auf dieser Empfängerliste wiederfinden? In Deutschland haben sowohl das Bundesgesundheitsmihnisterium selbst, als auch das angeschlossene RKI und die Charité von Gates-Spenden profitiert. „Manus manumlavat“ – eine Hand wäscht die andere: War das nicht schon zu römischen Zeiten ein geflügeltes Wort? Wann hätte sich an dessen Gültigkeit etwas dergestalt geändert, daß man es heute nicht mehr zu berücksichtigen braucht?

Und stimmt es etwa nicht, daß die Agendasetzung heutzutage gar nicht mehr vom gewählten Teil der Politik vorgenommen wird, sondern vom ungewählten Teil in Form einer unüberschaubaren Zahl finanziell mehr oder weniger gut ausgestatteter NGOs und Stiftungen, die über ihren Einfluß auf die Medien jenes öffentliche Bewußtsein schaffen, welchem die Gewählten dann Rechnung zu tragen haben, wenn sie Gewählte bleiben wollen? Wie hätte es denn um die Zukunftsaussichten eines Gewählten gestanden, wenn der in der Krise aufgestanden wäre und sich lautstark gegen die Panikmache ausgesprochen hätte? – Eher schlecht.

Welches Krisenmanagement?

Das, was allgemein als „Krisenstrategie“ der Regierungen wahrgenommen wird, könnte durchaus etwas ganz anderes sein. Es könnte sich leicht um die politische Umsetzung von Befehlen handeln, welche die Regierungen von ganz woanders erhalten, als ausgerechnet vom eigentlichen Souverän. Möglicherweise sind Regierungen sogar erpreßbar geworden. Unzweifelhaft ist es so, daß nicht die Existenz eines gefährlichen Virus Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf eines Putsches gegen die Grundrechte der Bürger und die Verfassungen mehrerer Länder ist, sondern der kollektive Glaube an dessen Existenz einerseits – und der Glaube an die ethisch-moralische Unbeflecktheit von „die Wissenschaft“ andererseits. Wenn dann noch die je individuelle Ansicht des Bürgers dazukommt, es handle sich bei dem, was er denkt, um seine persönliche Meinung in ihrer ganzen Einzigartigkeit, weil er ja schließlich von „überkommenen Zwängen befreit“ sei und seine Meinung so viel zählt wie jede andere, obwohl es sich tatsächlich um eine nach massenpsychologischen Erkentnissen gesteuerte Einheitsmeinung aller handelt, deren Gemeinsamkeit in ihrer je individuellen, ins Infantile mutierten Angst vor dem Tod besteht, dann bräuchte man sich nicht zu wundern, wenn eine global inszenierte Pandemie nicht mehr als Putsch gegen die je individelle Freiheit und die kollektiven Grundrechte identifiziert werden würde, sondern als „Lebensrettung“ interpretiert wird. Tatsächlich läßt sich aber nicht ein einziges Leben retten. Die Möglichkeiten erschöpfen sich darin, eine bestimmte Todesursache zu einem bestimmten Zeitpunkt zu vermeiden. Das heißt nicht, daß man nicht im nächsten Moment aus einem ganz anderen Grund das Zeitliche segnen muß. Unter diesen Voraussetzungen sein Leben für ein bloßes, momentanes Überleben einzutauschen, ist von einer nie gesehenen kollektiven Dämlichkeit. Die wiederum ist letztlich Resultat des Umstandes, daß dem „modernen Menschen“ die Fähigkeit abhanden gekommen ist, gelassen mit seiner eigenen Sterblichkeit umzugehen. Noch nie hat es eine derartig große, kollektive Angst vor dem Tod gegeben wie heutzutage. Das läßt sich politisch bestens ausnützen. Und genau das ist es, was nach meiner Überzeugung gerade stattfindet.

Zivilreligiosität

Schon der Gedanke an eine „bessere Welt“, der ja eigentlich die tragende Säule jener globalistischen Agenda ist, in deren Diensten nach meiner Überzeugung die „Pandemie“ steht, bestätigt den infantilen Geisteszustand derjenigen, die eine „bessere Welt“ beschwören. Auch sie haben ihre eigene Sterblichkeit verdrängt. Fest steht: Ob als Folge ihres Agierens dereinst tatsächlich eine „bessere Welt“ geschaffen wurde, werden sie selbst nicht mehr überprüfen können. Schon die Aussage, es sei möglich, eine „bessere Welt“ zu erschaffen, ist im Grunde nichts anderes als ein zivilreligiöses Glaubensbekenntnis. Was sehr wahrscheinlich realistisch sein dürfte, das ist, daß sich Fehlentwicklungen in einem eng begrenzten Territorium vermeiden lassen. Man kann schon sehen, wo die Dinge tendenziell hinlaufen und kann dann territorial begrenzt gegensteuern. Eine „bessere Welt“ hingegen ist der Gipfel aller Utopie. Realisiert wird zur Zeit die Einsamkeit eines jeden, der gewillt ist, bis zu seinem letzten Atemzug selbst du denken und die Verantwortung für sein Leben resp. sein Ableben auch selbst zu tragen. Ich brauche keine Regierung, die mein Leben rettet. Das Resultat dieser Haltung wäre dann, wenn sie allgemein vorhanden wäre, nichts weniger als die Freiheit. Sie ist aber nicht vorhanden, und deshalb lassen sich die Massen auch wieder so leicht fremdsteuern wie schon so oft. Aus der Geschichte gelernt? – Pustekuchen. Da geht sie dahin, die Freiheit. Gestorben an der Blödheit des Kollektivs. Beam me up, Scottie!

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