Reaktion auf Krawalle in Frankfurt: Grüne Jugend fordert „öffentliche Räume“ für junge Randalierer

Gewalt ist derzeit ein großes Thema in den Medien. Aber nicht, wenn es um Gewalt gegen Polizisten geht. Der Spiegel bekam regelrecht Schnappatmung, als Seehofer eine Studie darüber gefordert hat und die Grüne Jugend fordert „Freiraum“ und Sozialarbeiter für diejenigen, die randaliert haben.

Nachdem in Stuttgart die von den „Qualitätsmedien“ sogenannte „Partyszene“ gefeiert und bei der Gelegenheit die Innenstadt verwüstet hat, wurden Rufe laut, das Innenministerium solle Rassismus bei der Polizei untersuchen. Diese Forderung zeigt die Macht der US-Medien über die deutschen Medien. In den USA ist Rassismus ein echtes Problem und weil mögliche rassistische Polizeigewalt dort gerade ein Thema ist, haben die deutschen „Qualitätsmedien“ das Thema sofort auch für Deutschland entdeckt.

Man muss dabei aber ein paar Fakten im Auge behalten. Wenn zum Beispiel Polizisten in einem Bereich, in dem Schwarzafrikaner bekanntermaßen mit Drogen dealen, verstärkt Schwarzafrikaner kontrollieren, dann hat das Gründe, die nichts mit Rassismus zu tun haben. Wer nichts verbrochen hat, zeigt seine Papiere und geht weiter seiner Wege.

Ausländer machen in Deutschland 13 Prozent der Bevölkerung aus, sind aber für 40 Prozent der Gewaltverbrechen und auch für 40 Prozent der Totschlagsdelikte verantwortlich. Das sage nicht ich, das sagt die deutsche Kriminalstatistik. Dass die Polizei stärker mit Ausländern zu tun hat, hat also objektive Gründe, die ebenfalls nichts mit Rassismus zu tun haben.

Nach den Ausschreitungen in Stuttgart sagte der Polizeisprecher:

„Unglaubliche Geschehnisse, die mich fassungslos gemacht und die ich in den 46 Jahren Polizeidienst, die ich hinter mir habe, noch nicht erlebt habe“

Fast das gleiche haben wir vom Frankfurter Polizeipräsidenten nach den Krawallen in Frankfurt gehört:

„Von der Qualität aber auch von der Anzahl ist das etwas, was ich in Frankfurt noch nicht erlebt habe“

Inzwischen haben auch die „Qualitätsmedien“ gemeldet, dass in beiden Fällen die Krawalle von Menschen mit Migrationshintergrund ausgegangen sind. Wir können also festhalten, dass es da ein Problem gibt: Nicht (oder schlecht) integrierte Zuwanderer legen eine Gewalt gegen Polizisten an den Tag, wie es sie früher in Deutschland nicht gegeben hat.

Das sagte auch der Chef der hessischen Polizeigewerkschaft in einem Interview. Auf die Frage, ob die Übergriffe gegen Einsatzkräfte seiner Meinung nach heute heftiger und häufiger geworden sind, antwortete er:

„Ja, das ist eine klare Feststellung, die nicht für Hessen zutrifft, sondern für die ganze Polizei in Deutschland. In den letzten Jahren haben die Angriffe gegen die Polizei stark zugenommen. Wir hatten hier in Hessen im letzten Jahr noch einmal eine Steigerung um 13 Prozent und liegen hier in Hessen nun bei 4.080 Angriffen auf Polizeibeamte in einem Jahr. Deutschlandweit sind wir mittlerweile bei 200 Angriffen auf Polizisten jeden Tag.“

Hessische Polizeigewerkschaft zu Gewalt in Frankfurt: In dieser Dimension bisher unbekannt

Vor dem Hintergrund von 200 (!!!) Angriffen auf Polizisten in Deutschland jeden Tag ist die Forderung von Seehofer, das Phänomen zu untersuchen durchaus verständlich.

Schnappatmung beim Spiegel und der Grünen Jugend

Das sieht der Spiegel jedoch anders. Schon der Trennstrich in der Überschrift zeigte, dass es für den Spiegel etwas völlig ungeheuerliches war, was Seehofer gefordert hat „Seehofer fordert Studie – über Gewalt gegen Polizisten“ und in dem Artikel echauffierte sich der Spiegel dann auch erst einmal darüber, dass Seehofer keine Notwendigkeit sieht, angeblichen Rassismus bei der Polizei zu untersuchen, dafür aber die ganz objektiv zunehmende Gewalt gegen Polizisten untersuchen möchte.

Noch deutlicher wurde die Grüne Jugend auf Twitter.

Repression und Verbote werden die Bilder aus #Stuttgart und #Frankfurt nur wiederholen. Damit das nicht passiert, braucht es öffentliche Räume, in denen junge Menschen sich treffen können – und Sozialarbeiter*innen, die Situationen deeskalieren können. Menschen brauchen Freiraum.7:11 nachm. · 20. Juli 20207091.455 Personen twittern darüber

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: