Proteste in Portland – Wie der Spiegel ausnahmslos alle Tatsachen verdreht

Die Proteste in Portland und anderen US-Städten laufen nun bald seit zwei Monaten. Wirklich bemerkenswert ist, mit welchen Mitteln der Spiegel – um seine Anti-Trump-Linie zu halten – Plünderungen und Ausschreitungen verharmlost und dabei fröhlich Tatsachen verdreht.

Ich bin – das muss ich immer wieder extra sagen – sicher kein Fan von Donald Trump. Aber ich bin ein Freund der Wahrheit und wenn „Qualitätsmedien“ ungeniert über Trump lügen, dann muss man das auch aufzeigen. Am Mittwoch ist ein Spiegel-Artikel erschienen, der mit ausgesprochen geschickten Mitteln alles verdreht, was in Portland abläuft. Diese Mittel wollen wir uns mal im Detail anschauen.

Der Artikel ist unter der Überschrift „Widerstand gegen die „Feds“ in Portland – Die Falle des Präsidenten“ erschienen und er beginnt wie folgt:

„Wahlkampf brutal: Donald Trump bekämpft das Chaos, das er selbst verursacht hat – und stiftet wie in Portland bewusst neue Unruhe. Manche Demonstranten machen es ihm dabei allerdings leicht.“

Diese Einleitung charakterisiert den ganzen Artikel, denn sie besteht aus einer Lüge und einer Verharmlosung. Die Lüge ist, dass Trump das Chaos selbst geschaffen hat, denn es waren ja die Black Lives Matter, die die Proteste angeheizt haben und damit auch nicht aufgehört haben, als sie von friedlichen Protesten in Plünderungen, Schießereien und Brandstiftung umgeschlagen sind. Die Verharmlosung findet sich im zweiten Satz, denn die Tatsache, dass viele Demonstranten mit massiver Gewalt vorgehen und vorgegangen sind, wird vom Spiegel verharmlost.

Wir erinnern uns: Als es die Krawalle in Stuttgart und Frankfurt gab, waren die deutschen „Qualitätsmedien“ ganz schockiert. Sie haben zwar verharmlosend von einer „Partyszene“ gesprochen, aber die Krawalle selbst haben sie scharf verurteilt. Was in Deutschland in drei Nächten in zwei Städten stattgefunden hat, ist in vielen US-Städten seit fast zwei Monaten Alltag. Aber die „Qualitätsmedien“ finden daran nichts Schlimmes, sondern zeigen Sympathien für die Randalierer in den USA. Logisch, es geht ja gegen Trump und dabei ist den „Qualitätsmedien“ jedes Mittel recht und wenn dabei Städte angezündet werden und Menschen sterben, dann suchen sie die Schuld nicht bei den Organisatoren der Proteste, sondern bei Trump.

Wie spontan sind die Proteste entstanden?

Ich habe bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass die Unruhen in den USA von den Demokraten gelenkt werden und es sich dabei keineswegs um eine spontan entstandene Erscheinung handelt. Black Lives Matter wird von den Demokraten und ihren Unterstützern – allen voran George Soros – unterstützt und finanziert. Die Proteste sollen davon ablenken, in welche korrupten „Geschäfte“ Joe Biden verwickelt ist. Das wird im September Thema in den USA werden, aber wenn die Städte brennen – so offensichtlich das zynische Kalkül der Organisatoren – wird sich niemand für Joe Bidens Korruption interessieren.

Dafür, dass es sich bei den Protesten nicht um eine spontane Entwicklung handelt, findet man in lokalen Medien in Portland weitere Hinweise. Die Proteste waren lange geplant und da in den USA pro Jahr 1.000 Menschen von der Polizei ermordet werden, war es nicht schwer, abzuwarten und sich zum passenden Zeitpunkt einen passenden Fall auszusuchen, den man dann medial pushen konnte. Dass George Floyd diese Rolle „übernommen“ hat, war reiner Zufall.

Lokale Seiten aus Portland schreiben über die Organisatoren der Unruhen ausführliche Artikel. Eine wichtige Rolle spielt die sogenannte Youth Liberation Front, die keine erkennbaren Strukturen oder Anführer hat, aber seit 2017 in sozialen Netzwerken aktiv ist und diverse Proteste organisiert hat, die genau in die Programmatik von Black Lives Matter passen.

So ein Zufall, denn 2016 hat Black Lives Matter insgesamt mindestens 130 Millionen Dollar von den Unterstützern der Demokraten erhalten. Der Zweck der Spenden war es, dass Black Lives Matter eine landesweite Organisationsstruktur aufbauen sollte, um bei Bedarf die Menschen zu mobilisieren. Das wurde ganz offen mitgeteilt. Und schon wenige Monate später sind solche lokalen Gruppen wie die Youth Liberation Front entstanden und haben begonnen im Netz und sozialen Netzwerken Anhänger zu sammeln.

Trump nennt die Organisatoren der „Proteste“ Anarchisten und die „Qualitätsmedien“ bekommen deswegen Schnappatmung. Warum denn, wenn diese Gruppen selbst die Symbole der Anarchisten verwenden? So kann man über sie lesen:

„Die Gruppe bezeichnet sich auf Twitter als „dezentralisiertes Netzwerk autonomer Jugendkollektive, die sich direkten Handlungen in Richtung totaler Befreiung verschrieben haben“. Die Beschreibung enthält ein Emoji mit schwarzer Flagge, das oft den Archismus symbolisiert.“

Wer auf Twitter nach der Youth Liberation Front sucht, der sieht, dass es eine große Organisation mit „Divisionen“ in allen Teilen der USA ist. Die Divison in Portland ist erst seit Mai 2018 auf Twitter aktiv, hat aber schon über 30.000 Follower.

Aber all das erfährt der Spiegel-Leser nicht, denn das würde ja die Legende von den spontanen Protesten zerstören.

Was ist in Portland los?

Um die Situation einschätzen zu können, sollte man US-Quellen zur Hand nehmen. Wikipedia ist bekanntermaßen mit Vorsicht zu genießen, aber selbst im weichgespülten englischen Wikipedia-Artikel über die Proteste in Portland kann man eine Chronologie der Ereignisse finden, die aufzeigt, dass es in Portland seit Ende Mai ununterbrochen gewaltsame Proteste gegeben hat.

Es gab seit Ende Mai Gewalt, Sachbeschädigungen, Zusammenstöße mit der Polizei und so weiter. Das, was in Frankfurt und Stuttgart los war und im Spiegel Entsetzen hervorgerufen hat, findet in Portland seit fast zwei Monaten praktisch täglich statt. Aber der Spiegel verharmlost es. Stattdessen stellt der Spiegel die von Trump geschickten Sicherheitskräfte als die Bösen dar. Und dazu braucht es viele Emotionen.

Daher beginnt der Spiegel-Artikel mit einer ausführlichen Beschreibung der „Wall of Moms“. Das sind ein paar hundert Frauen, die sich der Polizei entgegenstellen. So zeichnet der Spiegel ein schönes Bild in die Köpfe der Leser: Die bösen Polizisten gehen gegen unbewaffnete Mütter vor. Die Emotionen des Lesers kochen vor Empörung hoch.

Das füllt die ersten fünf Absätze des Artikels, der Leser wird in Stimmung gebracht. Danach wird Trump die Schuld an den heftigen Ausschreitungen gegeben:

„Seit Ende Mai in Minneapolis der Schwarze George Floyd unter dem Knie eines Polizeibeamten starb, protestieren in Portland Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Nach Ausschreitungen und vereinzelten Plünderungen in den ersten Tagen verliefen die Demonstrationen weitgehend friedlich. Am Ende seien immer weniger Leute gekommen, erzählt eine junge Schwarze, die nach eigenen Angaben von Beginn an dabei war.“

Das ist ein sehr geschickt formulierter Absatz, denn der Spiegel vermeidet es, offen zu lügen. Er erwähnt die „Ausschreitungen und vereinzelten Plünderungen“ ganz beiläufig und es klingt harmlos. Zur Erinnerung: In Stuttgart und Frankfurt ist es auch zu „Ausschreitungen und vereinzelten Plünderungen“ gekommen, aber irgendwie klang die Berichterstattung des Spiegel dabei anders. Und in Portland waren es nicht drei Nächte, verteilt auf zwei Städte und einen ganzen Monat, es passiert dort täglich.

Und dass „am Ende immer weniger Leute gekommen“ sind, ist eine geschickt gestreute Behauptung. Von wem kommt diese Information, die dem Leser zeigen soll, wie harmlos das da alles angeblich ist? Von einer offiziellen Stelle? Von der Polizei? Vom Bürgermeister? Nein, diese als vermeintliche Tatsache in den Artikel eingebaute Behauptung kommt von einer „jungen Schwarzen, die nach eigenen Angaben von Beginn an dabei war.“

Das nenne ich aber wirklich mal eine sehr starke und verlässliche Quellenangabe!

Bei der Polizei klingt das alles nämlich ganz anders, die Polizei spricht von „unhaltbaren Zuständen“ und von „Aufständen“. Aber das verschweigt der Spiegel seinen Lesern natürlich.

Wer eskaliert die Lage?

Der Spiegel schreibt dann:

„Dann beschloss Trump, die Proteste dafür zu nutzen, seine Chancen auf die Wiederwahl im November zu erhöhen. Er entsandte am 4. Juli Einheiten des Heimatschutzministeriums nach Portland.“

Trump hat sich das Treiben über einen Monat angeschaut und dann reagiert. Für den Spiegel ist das böse.

Stellen wir uns mal vor, in Hamburg – also vor der Tür des Spiegel – würden fünf Wochen lang Straßenschlachten und „vereinzelte Plünderungen“ stattfinden. Wie lange würde es wohl dauern, bis der Spiegel in großen Lettern fordern würde, die Polizei solle gefälligst für Ruhe und Ordnung sorgen?

Wir dürfen nicht vergessen, dass es nicht Trump war, der die Unruhen begonnen oder unterstützt hat. Das waren die Demokraten, die Black Lives Matter unterstützen und den Tod von George Floyd instrumentalisiert und damit weiteres Öl ins Feuer gegossen haben. Unvergesslich war, dass sogar Joe Biden sich bei der Gelegenheit aus seinem Keller getraut hat, in dem er sich seit Corona versteckt. Für gute Fernsehbilder mit dem Kind von George Floyd war Biden sich für nichts zu schade.

Was der Spiegel hier tut, nennt sich „Vertauschen von Ursache und Wirkung“, denn es waren die Demokraten, die die Unruhen angeheizt haben und es ist Trump, der versucht, sie zu beenden. Die Demokraten könnten die Unruhen ganz schnell beenden, wenn sie es wollten: Sie müssten nur Black Lives Matter zurückpfeifen und mit einer Streichung der Finanzhilfen drohen, dann wäre in den USA ganz schnell wieder Ruhe.

Aber das steht im Spiegel nicht zu lesen. Stattdessen verdreht der Spiegel es weiter und unterstellt Trump das, was die Demokraten selbst tun:

„Die Zunahme von Gewalt und Gegengewalt gehört in Trumps Kalkül“

Der amerikanische Maidan

Ich habe die Vorgänge in den USA schon öfter als „amerikanischen Maidan“ bezeichnet. Und diese Parallele zieht der Spiegel in dem Artikel auch ungewollt:

„Auf seinem Haussender Fox News laufen fortwährend Bilder, die die Brutalität der Demonstranten belegen sollen, „die kranken und gestörten Anarchisten und Agitatoren“, wie der Präsident sie nennt. So soll der Eindruck erweckt werden, die Stadt befinde sich auf dem Weg in den Bürgerkrieg. (…) Dabei ist Portland bei aller Härte der Auseinandersetzung von einem Bürgerkrieg weit entfernt. Die Proteste spielen sich in einem kleinen Bereich der Innenstadt ab. Wer sich einige Blocks entfernt, bekommt davon nichts mehr mit. Als Krieg findet das Ganze vor allem in konservativen Medien statt.“

Das zeigt die Macht der Medien auf. Der Spiegel und all die anderen „Qualitätsmedien“ haben beim Maidan genau das getan, was der Spiegel jetzt Fox vorwirft. Ich habe Freunde, die damals in Kiew gewohnt haben und die von dem Maidan die ganzen drei Monate lang nichts mitbekommen haben. Der Maidan fand auf dem zentralen Platz in Kiew statt und ein paar Straßen weiter ging das Leben seinen normalen Gang. Aber erinnern Sie sich noch an die sensationsheischende Berichterstattung der deutschen „Qualitätsmedien“?

Gegen Randale, Krawalle, Plünderungen und so weiter sollte die Polizei in meinen Augen mit aller Härte vorgehen. Aber der Spiegel findet solche Dinge gut, wenn sie auf dem Maidan oder in Portland geschehen, und wenn die „richtigen“ Leute diese Dinge tun. Dann wird das verharmlost und die Polizei, die die öffentliche Ordnung schützen will, wie es ihr Job ist, wird vom Spiegel angefeindet.

Dabei sind es die Demonstranten, die die Polizei provozieren. Das kann man sogar im Spiegel zwischen den Zeilen lesen, aber es ist gut eingebettet, damit es nicht so auffällt. Damit das gelingt, kommt zunächst dieser Absatz:

„Gegen 21.50 Uhr ziehen vor dem Gerichtsgebäude Spezialkräfte mit großen Schilden auf. Es sind knatternde Gewehrsalven zu hören. „Pfeffermunition“, sagt Carrie, eine Weiße, die seit Wochen dabei ist. „Sie fangen heute früh an. Offensichtlich haben sie etwas Neues vor.““

Der Leser ist nun darauf eingestellt, die Polizei würde brutal vorgehen, aber das ist nicht so, wie man dann lesen kann:

„Dann passiert erst einmal lange gar nichts.“

Das scheint aber den Unruhestiftern nicht zu gefallen, denn dann kommt folgender, die Vorgänge verniedlichende, Satz:

„Einige Demonstranten schmeißen Feuerwerkskörper, Flaschen und Müll hinter den Zaun, um die Beamten, die sich wieder in das Justizgebäude zurückgezogen haben, zu provozieren.“

Nur ein paar ganz wenige scheißen Feuerwerkskörper auf die Polizei, wie niedlich! Wie sind die Formulierungen nochmal im Spiegel, wenn in Deutschland Demonstranten Feuerwerkskörper auf Polizisten schmeißen?

Und wie reagiert die böse Polizei? Gar nicht. Um das zu überspielen, kommt danach aber sofort ein Satz, der wieder Sympathien für die Chaoten wecken soll:

„Wie findet ihr das eigentlich?“, fragt eine junge Frau, die ihre Augen mit einer Schwimmbrille schützt und sich mit Sarah vorstellt. „Für unsere Sache ist das doch nicht gut.“

In den USA läuft ein Maidan, ein versuchter Umsturz. Von den Unruhen profitieren nur die Demokraten, für Trump wäre es am besten, wenn in den USA alles ruhig wäre, denn man kann nur schwer eine Wahl gewinnen, wenn im Land Unruhen herrschen. Die Menschen machen dafür die Regierung verantwortlich, also Trump. Und das hilft den Demokraten.

Die Unruhen werden von den gleichen Leuten und mit den gleichen Mitteln angeheizt, wie beim Maidan und anderen Farbrevolutionen.

Aber Spiegel-Leser erfahren das nicht, stattdessen endet der Artikel so:

„Trump ist zufrieden, weil es wieder Chaos-Berichterstattung geben wird. Wer wirklich Grund zur Zufriedenheit hat, wird man erst nach der Wahl im November wissen.“


Wenn Sie sich für mehr Beispiele für freche Verfälschungen der Wahrheit in den „Qualitätsmedien“ interessieren, sollten Sie Beschreibung meines neuen Buches lesen. Das Buch ist eine Sammlung der dreistesten „Ausrutscher“ der „Qualitätsmedien“ im Jahre 2019 und zeigt in komprimierter Form, wie und mit welchen Mitteln die Medien die Öffentlichkeit in Deutschland beeinflussen wollen. Von „Berichterstattung“ kann man da nur schwer sprechen. Über den Link kommen Sie zur Buchbeschreibung.

Quelle

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