Aktuelle Meldungen zu Corona: Wer ist hier postfaktisch?

Wenn Julia Merlot im Spiegel schreiben darf, dann kann man sich immer auf geballten Unsinn freuen. Am Dienstag durfte sie sich zu Corona auslassen und wie üblich lassen sich die Dümmlichkeiten, die diese Dame äußert, sehr leicht widerlegen. Das wollen wir nun also tun.

Ich frage mich jedes Mal, wieviele Flaschen des gleichnamigen Getränks Frau Merlot verköstigt, bevor sie in die Tasten haut und Artikel schreibt. Von ihr stammen zum Beispiel Lobeshymnen auf Glyphosat oder auch auf Tierversuche. Bei Frau Merlots Artikeln hat man immer das Gefühl, da schreibe die Pressestelle der Pharma- oder der Chemieindustrie. Und da Corona – egal wie gefährlich oder ungefährlich das Virus auch sein mag – ein Gelddruckprogramm für die Impfstoffhersteller wird, für die die EU alleine schon über sieben Milliarden eingesammelt hat, war nicht schwer zu erraten, was Frau Merlot denn dieses Mal absondern würde.

Der aktuelle Kommentar von Frau Merlot mit der Überschrift „„Covidioten“ – Sinnlose Debatten“ ist noch primitiver als das, was sie sonst schreibt, denn dieses Mal versucht sie nicht einmal ernsthaft, ihre Pseudofakten zu bemühen, mit denen sie sonst hantiert. Das Machwerk reiht sich im Großen und Ganzen ein in die Reihe der Mainstream-Artikel, die über die Corona-Demo vom Samstag herziehen. Es geht um das Übliche: Alles rechte Spinner, Esotheriker und anderes gefährliches Gesocks hat sich da in Berlin versammelt und Blödsinn verbreitet.

Die Corona-Demo vom Samstag

Zu der Demo in Berlin kann ich sagen, dass das Team von NuoViso dort ausgiebig gefilmt hat und die Kollegen waren danach emotional so bewegt von den Erlebnissen, dass sie in einer HomeOffice-Sendung etwas Neues probiert haben: Sie haben vor laufenden Kameras das getan, was sonst hinter den Kulissen läuft, sie haben die Stunden von Filmmaterial gesichtet und lassen die Zuschauer daran teilhaben. Das Ergebnis ist ein sehr authentischer und reich mit Videos belegter Erlebnisbericht über die Demo. Und übrigens, ich habe dabei keine einzige „Reichskriegsflagge“ gesehen, von denen die „Qualitätsmedien“ immer berichten.ALLES über die Coronademo in Berlin! – Home Office #44 (feat. @Kilez More & @SchwrzVyce )

Was man in dem NuoViso-Video auch sehr deutlich sieht ist, dass die Zahl von 20.000 Teilnehmern schlicht nicht stimmen kann, denn von der Bühne aus kann man sehen, dass die Menschen nicht nur auf der Straße des 17. Juni dicht gedrängt standen, sondern auch im Tiergarten, wo sie auf den Luftaufnahmen, die im Netz zirkulieren, gar nicht zu erkennen sind, weil die Bäume sie verdecken. Wer also die Teilnehmerzahlen aufgrund der Luftaufnahmen schätzen will, der schätzt garantiert zu niedrig, denn der Tiergarten war auch gerammelt voll, nicht zuletzt, weil dort der Schatten vor der brütenden Sonne des Tages geschützt hat.

Spiegel: Mit solchen Leuten zu reden, ist sinnlos

Aber zurück zu Frau Merlot. Sie setzt stattdessen die angeblichen 20.000 vom Samstag in Relation zu Gay-Paraden oder Klimademos, wo ja mehr als 20.000 gekommen sind und regt sich darüber auf, dass über eine solche Minderheit von Spinnern und „Covidioten“ überhaupt so ein Wind gemacht wird. Mit denen könne und dürfe man auch gar nicht reden, findet Frau Merlot:

„Für den Umgang mit Corona-Leugnern gilt daher das Gleiche wie für den mit Rechtsextremen: Mit Extremisten zu reden, ist sinnlos.“

Das nenne ich aber mal einen intelligenten Ansatz und einen wirklichen Beleg für eine intelligente Debattenkultur. Und nachdem die Medien die Teilnehmer der Demo im Vorwege und auch danach so beschimpft und von vornherein jedes Gespräch ausgeschlossen haben, hat sich Dunja Hayali vom ZDF gewundert, dass sie auf der Demo unfreundlich begrüßt wurde. Das ist bei NuoViso übrigens auch sehr sehenswert, als sie darüber diskutieren und anhand eines Vergleiches von Bildern von Hayali und ihren eigenen Bildern zeigen, wie das ZDF arbeitet: Hayali kam mit Bodyguards in die Menge und provozierte schon allein durch ihren Auftritt unfreundliche Kommentare. Aber seien wir ehrlich: Das war gewollt, sie wird (ich glaube am Donnerstag) in ihrer Sendung ausgiebig über ihre Erlebnisse berichten.

Was laut Frau Merlot nicht zur Debatte steht

Aber zurück zu dem Spiegel-Artikel. Nachdem Frau Merlot sich emotional abreagiert hat, nennt sie dann „Fakten“, die ihrer Meinung nach „nicht zu Debatte stehen„. Und die wollen wir mal durchgehen.

Als erstes schreibt Frau Merlot:

„Es gibt Sars-CoV-2.“

Ich glaube, das kann niemand ernsthaft bestreiten. Und das bestreiten auch die Teilnehmer der Demo nicht, zumindest die, die ich kenne.

Als zweites schreibt Frau Merlot:

„Das Virus ist gefährlicher als die Grippe, denn es befällt eine Vielzahl von Organen und ist für den menschlichen Organismus neu – wir sind nicht gewappnet dagegen, dadurch kann es sich leicht ausbreiten.“

Also hier kann man schon ein wenig debattieren, denn auch die Grippe (Influenza) „befällt eine Vielzahl von Organen„. Bei der Grippe kommen folgende Komplikationen vor: virusbedingte Lungenentzündungen, Gehirnentzündungen, Entzündungen der Skelettmuskulatur sowie Herzmuskelentzündungen und Herzinfarkte.

Aber natürlich ist Corona (anscheinend) gefährlicher als die Grippe. Aber wohl nicht viel gefährlicher. An dem Tag, an dem dieser Kommentar von Frau Merlot erschienen ist, hat der Spiegel auch gemeldet, dass in Italien laut einer Studie mindestens 2,5 Prozent der Menschen bereits Corona-Antikörper haben, also bereits infiziert waren und 27 Prozent davon haben überhaupt keine Symptome gehabt und nichts von der Infektion bemerkt. Und da man inzwischen weiß, dass die Antikörper manchmal schon kurz nach der Infektion wieder verschwinden, dürften noch weit mehr Menschen in Italien bereits Corona gehabt haben, wie der Spiegel in dem Artikel auch selbst anmerkt.

Aber was bedeutet das?

Nun, das bedeutet, dass die Todesrate von Corona viel geringer ist, als uns erzählt wird. Das Virus ist also viel ungefährlicher, als man uns weismachen will. Italien hat offiziell aktuell insgesamt 248.000 Infizierte gehabt, von denen 35.000 gestorben sind. Das wären fast 15 Prozent Todesopfer, also sehr viel. Wenn es aber in Wirklichkeit 1,5 bis zwei Millionen Infizierte gegeben hat (wie der Spiegel mit Bezug auf eine Studie meldet), dann wären das „nur“ noch weniger als zwei Prozent. Das klingt schon nicht mehr so dramatisch, wie 15 Prozent.

Wenn man dann noch weiß, dass die Corona-Opferzahlen im Westen nach oben frisiert werden, dann wird Corona langsam aber sicher ziemlich marginal.

In diesem Zusammenhang habe ich eine Bitte an alle Leser: Ich habe heute aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass in Deutschland Hausärzte von den Ämtern angewiesen wurden, bei unklaren Todesursachen einfach „Corona“ in den Totenschein zu schreiben. Leider habe ich die schriftliche Bestätigung (aus nachvollziehbaren Gründen) nicht erhalten. Wenn Sie Arzt sind oder mit einem Arzt befreundet sind und diese Anweisung bestätigen können, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf. Vertraulichkeit wird garantiert.

Wenn sich diese Information bestätigen und belegen lässt, würde das auch für Deutschland bedeuten, dass die Zahl der Corona-Opfer deutlich übertrieben wurde. Und zwar auf Anweisung der Behörden.

In Deutschland gibt es bisher weniger als 10.000 Corona-Opfer, das sind weit weniger, als bei den meisten Grippewellen. Daher, liebe Frau Merlot, ist Ihre zweite These durchaus fragwürdig. Corona ist bestenfalls potenziell gefährlicher als eine Grippe, aber auch die Zahlen zur Übersterblichkeit aus Schweden oder Weißrussland, wo es wenige oder keine Einschränkungen gegeben hat, geben das bisher nicht her.

Übrigens interessant am Rande ist auch, dass der Westen Russland vorwirft, zu niedrige Corona-Opferzahlen zu melden. Russland untersucht aber jeden Toten und sortiert ihn dann ein in „Corona-Opfer“, „Corona-Infiziert, aber andere Todesursache“ oder „Corona hat eine vorhandene Krankheit verstärkt, was zum Tode geführt hat“. Russland meldet derzeit insgesamt 860.000 Infizierte und 14.000 Todesopfer, das sind ziemlich genau die 1,7 Prozent, die auch bei Italien zum Vorschein kommen, wenn die vom Spiegel zitierte Studie der Wahrheit entspricht. Könnte es vielleicht sein, dass Russland korrekte Zahlen meldet und dass in Wahrheit der Westen falsche (nämlich viel zu hohe) Zahlen meldet?

Daher, Frau Merlot, Ihre zweite These sollte man sehr wohl debattieren und zwar sachlich und auf Basis der Zahlen.

Die dritte These von Frau Merlot, die „nicht zur Debatte steht„, lautet:

„Es wird über Tröpfchen und über die Luft übertragen.“

Ja, das wird die Grippe auch. Na und? Gab es deshalb etwa jemals Lockdown und Maskenpflicht?

Und die vierte These von Frau Merlot lautet:

„Der Erreger verursacht eine erhebliche Anzahl zusätzlicher Todesopfer, wenn er unkontrolliert zirkuliert.“

Ja, das trifft auch auf die Grippe zu, aber gab es deshalb etwa jemals… (siehe vorheriger Punkt)

Weitere postfaktische Meldungen der letzten Tage

So viel zu den unglaublich überzeugenden Argumenten von Frau Merlot, nun möchte ich bei der Gelegenheit noch auf ein paar andere Panikmeldungen der letzten Tage eingehen. Vor einigen Tagen verkündete der Spiegel eine Alarmmeldung, der Inhalt des Artikels wird gleich im ersten Satz zusammengefasst:

„Angesichts der wieder deutlich gestiegenen Zahl an Coronainfektionen in Deutschland warnen die Amtsärzte vor Überlastung“

Die Coronainfektionen steigen wieder! Was der Spiegel (und auch alle anderen „Qualitätsmedien“, die das gemeldet haben) verschweigt: Die Zahl der Tests steigt auch. Und wenn man mehr testet, dann findet man auch mehr Infizierte.

Der Situationsbericht des RKI, aus dem diese Informationen kommen, zeigt auf Seite 12 die Anzahl der Tests. Beachten Sie die zweite Spalte von rechts („Positivrate“), denn da sehen Sie den „dramatischen“ Anstieg der positiven Tests von 0,6 auf 0,8 Prozent. Und wie Sie in der zweiten Spalte von links („Anzahl Testungen“) sehen, steigt die Zahl der Tests jede Woche an. Das bedeutet: Auch wenn es prozentual nicht mehr Infizierte gibt, wird ihre absolute Zahl auch nächste Woche steigen, einfach weil mehr getestet wurde.

Und sollte Ihnen jemand etwas von der anrollenden zweiten Welle erzählen, dann zeigen Sie ihm diese Grafik der Corona-Erkrankungen von Seite 4 des RKI-Berichts. Die Grafik zeigt die ganze Dramatik der Situation unzweifelhaft auf. Falls Sie die Dramatik nicht erkennen, sind Sie nicht zur Mitarbeit in einer Redaktion der „Qualitätsmedien“ geeignet.

„Die Corona-App ist toll!“

Aber das ist unwichtig, wir brauchen trotzdem alle die Corona-App. Und Regierung und „Qualitätsmedien“ stützen sich bei dem, was sie tun, natürlich ausschließlich auf Fakten, das haben wir ja gerade bei Frau Merlot gelernt. Daher war es besonders interessant, was die stellvertretende Sprecherin der Kanzlerin geantwortet hat, als sie gefragt wurde, auf welche konkrete Analyse sich die Bundesregierung bei ihrer Euphorie über die App stützt. Die Antwort war bestechend und gespickt mit Fakten:

„Dafür brauchen wir keine Daten“

Viel schlimmer ist, was sie danach sagt, denn es klingt absolut nach Überwachungsstaat: Sie findet die App „toll“ (ihre Formulierung), weil man damit Kontaktketten erkennen und feststellen kann, wer wie lange mit wem in Kontakt war. Solche Informationen über die Bevölkerung waren der feuchte Traum von Stasi und Gestapo, nun ist er wahr geworden.Regierungssprecherin lobt überschwänglich die Corona-Warn-App: „Die App ist toll!“

Und nun sollen möglichst alle Menschen mit der App offenlegen, wer mit wem wie lange in Kontakt war, und zwar bis zu dem Zeitpunkt, an dem ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Apropos Impfstoff: Warum die in Entwicklung befindlichen Impfstoffe problematisch sind (und zwar aus Sicht von Ärzten, die als Forscher Impfbefürworter sind), habe ich hier ausgeführt. Hinzu kommt, dass Corona eine Besonderheit aufweist, denn die Antikörper, die eine Impfung erzeugen soll, verschwinden im Fall von Corona recht schnell wieder. Das würde eine Impfung aber wertlos machen oder sie müsste alle paar Monate aufgefrischt werden.

Nur gut, dass es so viele Fakten gibt, über die man nicht debattieren darf und noch besser ist, dass unsere Regierung uns eine so „tolle“ App zur Verfügung stellt…

Quelle

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