Das bischöfliche Bullerbü oder das lustige Bischofs-Doppel

Marx und Bedford-Strohm

Von Peter Hahne

Die Bischöfe Marx und Bedford-Strohm scheinen in einer Parallelwelt zu leben. Nur so erklärt sich der verstellte Blick auf die Willkommenskultur und die gescheiterte Integration von Migranten.

Naivität ist die kleine Schwester der Dummheit. Das ist das Mindeste, was man nach der Merkel-Weihestunde unserer Oberhirten sagen kann, die in Wahrheit eine Märchenstunde war. Ein ganzes KNA-Doppelinterview verbrachten Reinhard Kardinal Marx und sein protestantisches Pendant Bedford-Strohm damit, die Welt zu sehen, „wie sie uns gefällt“.

Idyll ohne Realität

Das bischöfliche Bullerbü ist das Idyll einer Welt, die wenig mit Realität zu tun hat. Anlass: fünf Jahre „Willkommenskultur“. Ein Loblied auf die Grenzen sprengende Kanzlerin. Es sei doch alles so großartig gelaufen, fast die Hälfte der Flüchtlinge seien in Lohn und Brot und bestens integriert. Ja, die Heilige Angela habe recht behalten: „Wir schaffen das!“ Dass just zu diesem Zeitpunkt Scharen der „Schutzsuchenden“ (wie ich es bei Recherchen an den Grenzen selbst erlebt habe: viele junge, kräftige Männer und kaum Frauen und Kinder) gerade in Stuttgart und Frankfurt Polizeibeamte krankenhausreif geschlagen und Einkaufsviertel entglast haben — so what! Wer braucht schon Schaufensterscheiben.

Mehr Morde

Dass just in diesem Augenblick die offizielle Kriminalstatistik auswies (Bundestagsdrucksache 19/21055 vom 14.7.20), dass dieses „Klientel“ vergleichsweise fünfmal soviel Morde und Vergewaltigungsverbrechen begeht als die (im wahrsten Wortsinn) Restbevölkerung. Der Berliner Senat bestätigt diese Woche: Jeden Tag zwei Vergewaltigungen in Berlin, die Hälfte der Täter Ausländer. Kein Sterbenswörtchen zu diesen lebensbedrohlichen Tatsachen. Auch keins dazu, dass gerade mehr als 10 000 (!) Berliner Familien verzweifelt ihre Kinder ummelden, weil sie das kirchliche Steckenpferd von Integration und Inklusion an den Schulen nicht länger ertragen.

Parallelwelt-Klerus

Stattdessen, und das setzt der Bullerbü-Ideologie unseres Parallelwelt-Klerus die Krone auf: ein Loblied auf das EKD-Schiff, das in diesem Monat damit beginnt, „die Ärmsten der Armen“ aus dem Mittelmeer zu fischen. Naiv bis zur Schmerzgrenze! Denn diese von Schlepperbanden organisierte Flucht kann sich doch nur der afrikanische Mittelstand leisten, der nun in den Heimatländern fehlt. Ähnlich wie das Rühmen von Ärzten und Facharbeitern, die (laut Merkel-Marx-Lyrik) aus Syrien und Afghanistan zu uns strömen. Gott sei Dank eine Fata Morgana. Denn wäre es so, es wäre ein Akt der Inhumanität gegenüber allen, die in ihrer Heimat bleiben.

Alles ausgeblendet

Vor allem den wenigen Christen. Keine Ärzte mehr, keine Wirtschaft, kein Leben. Alles ausgeblendet vom Bullerbü-Duo. Stattdessen der (Selbst-)Ruhm, durch Migrationsjubel und Reedereibetrieb seien viele in die Kirche eingetreten. Komisch: Ich sehe nur das Gegenteil, und die Statistiken auch. Nein, wer so etwas verbreitet, verkauft andere bewusst für dumm und ist nicht naiv, sondern gezielt manipulativ. Kein Wunder, dass selbst die Süddeutsche Zeitung am 31. Juli in ihrer Titel-Schlagzeile klagt: „Wo seid ihr? Von einer Kirche, die gerade jetzt wenig zu sagen hat.“ Von der Kardinaltugend Klugheit ist Kirche weit entfernt, jedenfalls in ihrer Spitze. Das heißt nämlich: maßvolle Entscheidungen aus der Gesamtsicht der Dinge fällen. Und nicht aus Bullerbü mit dem ideologischen Blickwinkel der Selbstbeweihräucherung.

Quelle

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