In Russland wurde weltweit erster Impfstoff gegen Corona registriert (nicht zugelassen)

In Russland wurde der weltweit erste Corona-Impfstoff registriert, das hat Putin heute in einer Videokonferenz mit der Regierung mitgeteilt. Im Spiegel durfte Julia Merlot darüber berichten. Lesern des Anti-Spiegel ist sie für ihre fantasievollen Artikel bekannt, aber ihr Artikel ist eine gute Gelegenheit, über den russischen Impfstoff zu berichten.

Erst am 4. August habe ich anhand eines Machwerks von Frau Merlot aufgezeigt, wie sie arbeitet. Von ihr stammen zum Beispiel Lobeshymnen auf Glyphosat oder auch auf Tierversuche. Bei Frau Merlots Artikeln hat man immer das Gefühl, da schreibe die Pressestelle der Pharma- oder der Chemieindustrie. Nun also durfte sie sich zum russischen Corona-Impfstoff äußern und wie üblich sind ihre Behauptungen leicht widerlegbar.

Es wurmt westliche Journalisten, dass Russland führend bei der Corona-Forschung ist

Der Artikel von Frau Merlot trägt die Überschrift „Entwicklung eines Corona-Impfstoffs – Russland nimmt die Abkürzung“ und das ist auch die wichtigste Aussage in dem Artikel: Frau Merlot beschuldigt Russland, den Impfstoff viel zu schnell entwickelt zu haben und dabei Sicherheitsbestimmungen verletzt zu haben. Aber das ist nicht so, wie wir gleich sehen werden, jedoch scheint man es im Westen nicht verwinden zu können, dass Russland derzeit bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona führend ist. Dabei ist das nicht einmal verwunderlich, russische Labors waren schon im Kalten Krieg führend bei der Arbeit an Biowaffen und auch wenn ein Impfstoff das Gegenteil von Biowaffen ist, ist das Fachgebiet das gleiche: Es geht um den Umgang mit Krankheitserregern.

Im Gegensatz zum Westen sind es daher in Russland auch keine privaten Pharmakonzerne, die den Impfstoff entwickeln, sondern staatliche Laboratorien. In Russland selbst wird der Impfstoff kostenlos sein, aber es gibt bereits Verhandlungen mit verschiedenen Staaten, die an dem russischen Impfstoff interessiert sind und so kann der Staat beim Verkauf ins Ausland sogar die Entwicklungskosten wieder einspielen und auch daran verdienen. Übrigens sehr zum Ärger westlicher Pharmakonzerne.

Vor einigen Tagen gab es dazu eine sehr interessante Reportage im russischen Fernsehen, in der der Entwickler des Impfstoffs interviewt wurde und in der der Impfstoff ausführlich erklärt wurde.

Bei Frau Merlot kann man deutlich lesen, dass ihr die Tatsache, dass Russland auf dem Gebiet derzeit führend ist, gar nicht gefällt:

„Viele der Wettbewerber berichten Fortschritte, doch ein Staat will nun alle anderen in den Schatten stellen: Russland hat angekündigt, noch im August den ersten Impfstoff zulassen zu wollen, möglicherweise schon am Mittwoch. Andere Experten, etwa von der deutschen Impfstoff-Zulassungsbehörde, des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), gingen dagegen bislang davon aus, dass es frühestens Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres einen Impfstoff geben wird. Was also ist dran an Russlands Ankündigungen?“

Wurde der Impfstoff in Russland zugelassen?

Nun muss man wissen, was tatsächlich in Russland geschieht. Der Impfstoff wurde heute nicht etwa zugelassen, wie Frau Merlot behauptet, sondern registriert. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn das Wort „Zulassung“ suggeriert, der Impfstoff wäre ab sofort überall erhältlich. Die Registrierung des Impfstoffes ist jedoch etwas anderes, sie ist ein juristisches Prozedere in Russland und nötig, um in Phase III der Erprobung zu gehen.

Impfstoffe werden in drei Phasen getestet. In den Phasen I und II werden kleine Gruppen von Menschen mit und ohne Vorerkrankungen mit verschieden hohen Dosen des Impfstoffs geimpft. Diese Phasen hat Russland abgeschlossen. Es ist übrigens bemerkenswert, dass die russischen Entwickler des Impfstoffs so sehr von ihm überzeugt sind, dass sich einige von ihnen selbst für die Phase I Tests zur Verfügung gestellt haben.

In Phase III wird der Impfstoff dann einer sehr viel größeren Gruppe (hunderte oder gar tausende) von Probanden getestet, um auch Nebenwirkungen zu erfassen, die vielleicht nur bei einem von tausend Fällen auftreten. Und für den Beginn von Phase III muss der Impfstoff in Russland registriert werden, das ist heute geschehen und nun soll er an einer großen Gruppe Freiwilliger getestet werden, die Rede ist in erster Linie von Medizinern, um sie als erste vor einer Infektion mit dem Erreger zu schützen.

Bei Frau Merlot klingt es jedoch so:

„Erst wenn der Impfstoff zugelassen ist, will Russland ihn an einer größeren Gruppe Menschen testen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Interfax hat der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko angekündigt, dass rund 800 Personen teilnehmen sollen, um die Ergebnisse aus der ersten Studie zu bestätigen. Das widerspricht dem anerkannten Vorgehen bei der Impfstoffentwicklung.“

Frau Merlot erklärt ihren Lesern, Russland verstoße gegen das „anerkannte Vorgehen bei der Impfstoffentwicklung„, was schlicht nicht stimmt, wenn man den Unterschied zwischen „Registrierung“ und „Zulassung“ kennt. Russland hat nur die im Land vorgeschriebenen juristischen Voraussetzung für Phase III geschaffen, zugelassen ist der Impfstoff damit noch nicht.

Und über die vorangegangenen Test-Phasen schreibt Frau Merlot:

„Ergebnisse klinischer Prüfungen am Menschen wurden bislang nicht veröffentlicht. Es ist lediglich bekannt, dass der Impfstoff seit Mitte Juni an 38 Personen erprobt wird. Laut russischen Nachrichtenagenturen gab es dabei keine Nebenwirkungen. Das ist allerdings unwahrscheinlich.“

Auch das ist gelogen.

Ich bin kein Wissenschaftler und weiß nicht, wo etwas hätte veröffentlicht werden müssen. Meines Wissens hat Russland die Ergebnisse öffentlich gemacht und gemäß internationalem Vorgehen gemeldet. Dass Frau Merlot hier die Unwahrheit schreibt, zeigt sich daran, dass in Russland sehr wohl über Nebenwirkungen berichtet wurde. In der oben genannten Reportage des russischen Fernsehens hat der Entwickler des Impfstoffs, Professor Alexander Ginzburg, von den Nebenwirkungen erzählt: In einzelnen Fällen hätten sich an der Injektionsstelle Rötungen gebildet, die schnell abgeklungen seien, in anderen Fällen habe es anschließend leicht erhöhte Temperatur gegeben, die jedoch mit Paracetamol problemlos behandelt werden konnte.

Übrigens hat Putin bei der Verkündung der Registrierung des Impfstoffs erzählt, dass auch eine seiner Töchter im Zuge der Testphase geimpft worden ist. Dabei habe sie nach der Impfung 38 Grad Fieber gehabt, das am nächsten Tag auf 37 Grad gefallen und dann ganz abgeklungen sei. Bei der Zweitimpfung habe sie nur leicht erhöhte Temperatur gehabt. Tests zeigten danach aber eine große Anzahl von Antikörpern.

Russische Impfstoffe und Medikamente gegen Corona

Im Westen wird vor allem an mRNA und an DNA Impfstoffen gearbeitet. Diese Impfstoffe wurden jedoch noch nie beim Menschen zugelassen, sind also kaum erforscht. Russland hingegen hat einen Vektor-Impfstoff entwickelt. Vektor-Impfstoffe sind bereits zugelassen und werden bereits in der Medizin genutzt, sowohl als Impfstoffe, als auch in der Krebsbehandlung. Diese Merkblatt des Paul-Ehrlich-Instituts erklärt die Unterschiede recht verständlich.

Da der russische Impfstoff, wenn er Phase III bestanden hat, noch in Massen produziert werden muss, ist nach heutigem Stand davon auszugehen, dass er in Russland ab Oktober für jeden, der geimpft werden möchte, zur Verfügung steht, so zumindest sind die Planungen. Die Registrierung ist in Russland die Voraussetzung, um die Regeln für den massenhaften Einsatz des Virus zu erarbeiten und die Produktion zu beginnen.

Übrigens gibt es – unbeachtet von den deutschen Medien – auch schon russische Medikamente, die nicht nur die Symptome einer Covid19- Erkrankung behandeln, sondern auch das Virus selbst angreifen. Diese Medikamente sind bereits im Einsatz und wurden schon von diversen Staaten bestellt. Aus irgendwelchen Gründen sind westliche Staaten nicht unter den Interessenten für diese Medikamente. Darüber hat RT-Deutsch mit vielen Quellenangaben heute berichtet und auch in Russland ist das schon vor Tagen gemeldet worden.

Man muss sich fragen, warum der Westen an Medikamenten zur Behandlung von Corona kein Interesse zeigt, sondern stattdessen lieber Maskenpflicht propagiert und von einem erneuten Lockdown spricht, sollte eine zweite Welle beginnen.

Quelle

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