Die Würde des Menschen ist unantastbar

Es sei denn – die Polizei sieht das anders! Ausgebildet und ausgerüstet zum Kampf gegen Verbrechen und Verbrecher gehen sie mit diesen Fähigkeiten auf friedlich demonstrierende Bürger zu und behandeln diese mit Gewalt als wär es es die Schergen der Mafia. Dabei haben sie Rückendeckung der Politiker und (Innen-) Senatoren als dürften sie alles was ihnen gefällt – oder nicht gefällt!

Screenshot Youtube

Meine Eindrücke von der Friedensdemonstration am 29. August 2020 in Berlin

Von Lothar Finger

Schon am Vorabend der Demonstration haben wir den Pariser Platz besucht, um zu erkunden wie Lage und Stimmung war.

Es war überraschend friedlich, warm und angenehm dort zu sein. Wir gingen durch das Brandenburger Tor, welches ich Jahrzehnte nur durch eine Leiter in Nähe der Mauer anschauen durfte. Also- schon ein -für mich- besonderer Ort um dort zu sein.

Auf der anderen Seite des Tores waren auch viele Menschen, welche sich unterhielten und die gute Stimmung genossen. In der Menge erkannte ich Jürgen Elsässer, mit welchem ich ein paar freundliche Worte wechseln konnte.

Bild : eigenes Werk

So machte der Abend vor dem großen Ereignis eigentlich einen guten Eindruck.

Bis auf – ja ich will es nicht unerwähnt lassen, kleine Gruppen von Polizisten, welche in ihren martialischen schwarzen Kampfanzügen , mit unnahbaren, nichts menschliches oder warmes ausdrückenden, abweisenden – ja feindlichen Gesichtsausdrücken.

Sie machten auf mich den Eindruck von bewaffneten und natürlich kompromisslosen Kampfrobotern, welche von einer Sekunde zur anderen „scharf gemacht“ werden können um gegen jeden und alles Gewalt anzuwenden.

Mit einem gewissen Misstrauen hörte ich die Mitteilungen der Organisatoren, das man im Vorfeld sehr gut mit der Polizei kooperiert hatte und das wir diesen freundlich gegenüber treten sollten, damit diese „Stimmung“ erhalten bliebe.

Noch waren mir die friedlichen Demonstranten vom ersten August in Erinnerung, die den „Freunden und Beschützern“ etwas von ihrem mitgeschleppten Wasser anboten, weil diesen der Kopf unter schwarzen dem Kampfhelm in der Sonne rauchte, – damit diese im Anschluss wieder fit waren um die friedlichen Leute zusammen zu knüppeln und sich zu dritt oder viert unwürdig auf eine am Boden liegende Frau setzten um diese maximal zu demütigen und zu schikanieren.

Es tut mir Leid- ich hätte gerne andere Polizisten gesehen, welche sich zum Schutz der Bürger und zum Nachteil von Verbrecher einsetzen. Indes – ich habe keine gesehen!

Vielleicht sollte man diesen Individuen einmal nahebringen, das friedliche Demonstanten keine Verbrecher sind.

Man kann leicht den Eindruck bekommen, es sind ausnahmslos Werkzeuge der Machthaber!

Am Tag der Demonstration gingen wir dann also durch dem Tiergarten parallel zur Straße des 17. Juni auf das Brandenburger Tor zu um auf der anderen Seite zum Pariser Platz zu gelangen, von welchem die Demo starten sollte.

Und? Wieder hatte die Polizei den Durchgang zum Pariser Platz komplett gesperrt! Warum? Warum leckt sich mein Hund seine… Er kann es!

Und wir armseligen Bürger haben das hinzunehmen! Die Polizei darf grundsätzlich alles!

Ob man diese Menschen etwas fragen darf? Z.B. was das soll – da reicht ein Blick in diese Gesichter – da fragt keiner mehr etwas. Aber noch besser : Nun war man also gezwungen sich links und oder rechts am Brandenburger Tor vorbei zu schlängeln.

Da ich ungerne über das Mahnmal der ermordeten Juden laufen wollte gingen wir wie vor vier Wochen auf der linken Seite durch eine überdachte Wandelhalle um dann rechts zum Brandenburger Tor zu kommen.

Aber – das hatten unsere Beschützer auch beim letzten mal bemerkt und den Ausgang Richtung Pariser Platz auch blockiert! Fragen hilft da nicht viel – ich würde sogar davon abraten – da wird schnell ein Widerstand draus gemacht!

Also laufen wir mit vielen vielen Menschen zur nächsten Querstraße, dann wieder rechts und dann wieder rechts zu Pariser Platz zu gelangen. Na Hautsache, die Schikane hat sich gelohnt, wenn man sich schon so viel Arbeit mit der Planung macht!

Dann waren wir also pünktlich um 10.30 dort wo es los gehen sollte. Nur – das geht bei dieser unwahrscheinlich großen Menge von nicht mal soeben.

Ich denke so gegen 11.00h setzte sich dann der Menschenstrom langsam in Bewegung. Von der Straße unter den Linden dann links ab in die Friedrichstraße.

Wie vor ein paar Wochen war wieder diese unglaublich friedvolle Stimmung unter den Menschen, man kann es kaum wiedergeben.

Bis dann am Bahnhof Friedrichstraße das Ganze zu stocken begann.

Die Polizei hatte den Demonstrationszug vorne gestoppt, alle Seitenstraßen gesperrt und einfach abgewartet, was passiert! Nämlich, das die zigtausende von hinten nachrückten, weder nach links noch nach rechts in die Seitenstraßen abbiegen konnten, so dass es eine kurze Frage der Zeit war, bis unserer Beschützer freudig mitteilten, das die Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden! Und das man deshalb die die Demonstration auflösen müssen- Na so etwas aber auch!

Dagegen wurde – so ich das richtig mitbekommen haben eine spontane Versammlung gegen diese Maßnahme einberufen.

So haben wir uns dann auf der Straße niedergelassen und so um die 3-4 Stunden in der Sonne auf die Dinge zu warten, welche da kommen sollten.

Der einzige Trost war der, das unsere Beschützer in ihren schwarzen Kampfanzügen auch in der Sonne standen.

Nach dem wir kalkulierten, das wir auch bei wieder freigegebener Straße nicht vor Nachtanbruch wieder am großen Stern ankommen würden, sind wir dann langsam wieder Richtung Pariser Platz gelaufen, wo die Polizei schon auf uns wartete um uns zu schikanieren. Die Versammlung sei aufgelöst, man würde sich einzelne rausfischen und „behandeln“! Dann wurde der Wagen des Veranstalters wie in einem Piratenfilm gekapert und von den schwarzen „in Besitz“ genommen.

Nachdem die erste schreiende Frau über den Platz gezerrt wurde, sind mein Schatz und ich (wir sind beide über 70) Richtung Brandenburger Tor gegangen und haben dort noch die verschiedenen Reden hören können.

Sehr eindrucksvoll auch die von J. Kennedy jun.

Von den weiteren Prügelorgien, der Hatz von Demonstranten durch den Tiergarten, dem Polizeiführer, der auf das Urteil des Gerichts nur sagte“ Das interessiert ihn nicht“

Und alle die nachfolgenden Straftaten der Polizei (Behinderung eines Behinderten Journalisten welcher mit Gewalt daran gehindert wurde, über die Gewalttaten der Polzei zu berichten) Mir fällt noch eine ältere Frau ein welche „Zu Boden gebracht wurde“ und erst als sie kein Lebenszeichen mehr von sich gab nahm eine „erfahrene“ Polizistin ihren Kampfhelm ab und versuchte ihr gut zu zureden.

(Wahrscheinlich, damit man sie leichter abtransportieren konnte)

Sorry für den Sarkasmus –es bleibt nichts anderes!

In Anhang stelle ich alle wichtigen und eindrucksvollen Bilder ein, damit sich jeder , der will ein Bild machen kann.

„Bewegt euch – auf die Friedensstraße hinauf!“

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