Neue Erkenntnisse zum „Sturm auf den Reichstag“ und die Medien berichten bewusst unwahr

In den „Qualitätsmedien“ ist seit Sonntag die Rede davon, Neonazis oder „Rechte“ könnten die Corona-Demos kapern. Das ist Unsinn und die Medien wissen das. Sie berichten offensichtlich bewusst unwahr, um die Corona-Demos zu diskreditieren, wie sich leicht aufzeigen lässt.

Der Shitstorm, den wir seit Sonntag in den „Qualitätsmedien“ beobachten können, ist per Definition Propaganda. Nicht nur wegen der Menge an Artikeln und Beiträgen, die das gewollte Narrativ in die Köpfe der Menschen hämmern sollen, sondern vor allem, weil es nachweisbar unwahre Behauptungen sind. In Berlin wurden am Samstag auf engstem Raum alle möglichen Demos zugelassen, deren Parolen und auch Zusammenstöße mit der Polizei mit der Corona-Demo nichts zu tun haben. Aber wenn so viele verschiedene Demos auf engstem Raum stattfinden, sind Bilder, auf denen fragwürdige Gestalten neben Gegnern der Corona-Maßnahmen zu sehen sind, gar nicht zu vermeiden und es drängt sich der Verdacht auf, dass genau diese Bilder vom Innensenator der Stadt Berlin gewollt waren.

Diskreditierung nicht gewollter Demos

Die „Qualitätsmedien“ spielen das Spiel gerne mit. Wie absurd das mediale Theater ist, kann man schon daran sehen, dass es auch reichlich Bilder gab, auf denen zum Beispiel LGTB-Flaggen zusammen mit Reichsflaggen zu sehen waren, aber kein Politiker und kein Redakteur der „Qualitätsmedien“ hat die LGBT-Bewegung aufgefordert, sich in Wort und Tat von den bösen „Rechten“ zu distanzieren. Das sollen nur Gegner der Corona-Maßnahmen tun, die genauso zufällig und ungewollt neben den Reichsflaggen zu sehen waren, die die LGBT-Aktivisten. Sogar auf der Treppe des Reichstages war mindestens eine LGBT-Flagge mit dabei. Das wird medial allerdings ignoriert.

Offensichtlich wollen Politik und Medien die Gegner der Corona-Maßnahmen verdammen und sie so sehr diskreditieren, dass die Menschen nicht mehr an den Demos teilnehmen. Der Versuch ist plump, aber das bedeutet nicht, dass er nicht funktionieren könnte.

Der Spiegel legte am Dienstag unter der Überschrift „Proteste gegen Corona-Maßnahmen – Polizeigewerkschaft warnt vor Rechtsextremisten bei Demonstrationen“ nach und ließ viele Vertreter aller möglichen Organisationen ins gleiche Horn stoßen:

„Seit dem Wochenende habe die Corona-Protestbewegung „endgültig ihre Unschuld verloren“, sagte der GdP-Vizevorsitzende auch. Wer weiterhin an diesen Demonstrationen teilnehme, müsse sich fragen, ob er sich mit den Rechtsextremen gemein machen wolle.“

Auch der beliebtestes (und leider in Deutschland auch wirksamste) Kampfbegriff durfte nicht fehlen:

„Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnte vor wachsendem Antisemitismus im Zuge der Protestbewegung. Er appellierte an die Bürger, dass sie „wissen müssen, mit wem sie mitlaufen oder wer mit ihnen mitläuft“. Den Menschen müsse klar sein, „dass sie die Argumente von Antisemiten indirekt unterstützen, wenn sie sich an solchen Demonstrationen beteiligen“, sagte Schuster der „Bild“-Zeitung. Bereits seit Monaten würden in der Corona-Debatte „Verschwörungsmythen mit antisemitischer Grundtendenz bewusst geschürt“.“

Nun ist die Ablehnung (oder auch nur das Hinterfragen?) der Corona-Maßnahmen bereits antisemitisch. Man lernt nie aus.

Neue Infos über den „Sturm auf den Reichstag“

Was hingegen in den Medien untergeht, ist die Frage, wie es überhaupt zu den Szenen auf der Treppe des Reichstages kommen konnte. Schon am Sonntag habe ich dabei eine gewollte Provokation nicht ausgeschlossen, denn die Tatsache, dass das Gelände praktisch nicht polizeilich bewacht war, obwohl unmittelbar neben den Absperrungen des Reichstages eine Veranstaltung von angeblichen „Reichsbürgern“ stattfand. Wohlgemerkt: Diese Leute hatten nichts mit der Corona-Demo zu tun, es war eine eigene Veranstaltung und die Leute, die dann das Reichstagsgelände gestürmt haben, waren keine Corona-Demonstranten, sondern Besucher der angeblichen „Reichsbürger“-Demo.

Am Montag sind dann neue Einzelheiten bekannt geworden. Der Sturm auf das Gelände wurde von einer Frau ausgelöst, die von der dortigen Bühne verkündet hat:

„Wir schreiben heute hier in Berlin Weltgeschichte. Guckt euch um, die Polizei hat die Helme abgesetzt. Vor diesem Gebäude (Anm.: Gemeint ist der Reichstag), und Trump ist in Berlin. Die ganze Botschaft ist hermetisch abgeriegelt, wir haben fast gewonnen. Wir brauchen Masse. Wir müssen jetzt beweisen, dass wir alle hier sind. Wir gehen da drauf und holen uns heute, hier und jetzt unser Hausrecht. Wir werden gleich diese komischen kleinen Dinger brav niederlegen und gehen da hoch und setzen uns friedlich auf Treppe und zeigen Präsident Trump, dass wir den Weltfrieden wollen und dass wir die Schnauze gestrichen voll haben. Wir haben gewonnen.“

Historische Szene vor dem Reichstag am 29.08.2020 #Polizeigewalt #Reichstag #b2908

Die Identität der Frau ist bekannt, sie wird in den Medien auch beim Namen genannt. Ich schenke mir das, denn sie tut mir einfach nur leid. Wer geistig so minderbemittelt ist und so wenig von Politik versteht, dass sie den Unsinn, den sie erzählt hat, selbst geglaubt hat, ist zu bemitleiden und da sie derzeit eindeutig im Zentrum bundesweiter Aufmerksamkeit steht, dürfte sie ohnehin keine schöne Zeit haben.

In einem Interview hat sie sich dann geäußert und sie glaubte den Unsinn, den sie da erzählt hat, anscheinend wirklich. Man muss sich also fragen, woher kamen diese unsinnigen Informationen, die zu den dann folgenden Szenen geführt haben? Auf diese Frage gibt es nun eine mögliche Antwort, wie wir in diesem Video sehen können. Der „Sturm auf den Reichstag“-Aktion wurde von Regime nahen Kräften inszeniert und koordiniert

Wer war der Mann?

Wenn man – egal, ob als Ermittler oder als Journalist – die Wahrheit sucht, dann muss man diesen anstrengenden Weg gehen und von Quelle über Quelle bis zum Ursprung einer Information suchen. Die Frau hat – wie in dem Video gesehen – das Überrennen der von der Polizei nicht bewachten Absperrungen zum Reichstag ausgelöst. Sie wiederum scheint ihre Informationen von diesem Mann zu haben, der wichtigtuerisch in gelber Weste und mit Megafon das verkündet hat, was die Frau dann auf der Bühne wiederholt hat.

Hatten sie die Informationen aus der gleichen Quelle? Oder war der Mann mit dem Megafon die Quelle der Frau auf der Bühne? Man müsste also diesen Mann finden und befragen. Hat er sich das selbst ausgedacht? Wenn nicht, woher hatte er seine Informationen? Und warum hat er so hartnäckig daran gearbeitet, die Menschen zum Durchbrechen der Absperrungen zu überreden?

Faszinierend ist jedenfalls, wie leicht sich die Massen lenken lassen. Es reicht offenbar ein Wichtigtuer mit einem Megafon und eine leicht hysterische Rednerin und schon setzen sich Hunderte in Bewegung. Hier kann man das exemplarisch beobachten und sollte es im Hinterkopf behalten, wenn man sich an den Maidan erinnert oder aktuell nach Weißrussland oder zu den Black-Lives-Matter-Unruhen in den USA blickt.

Die Arbeit von V-Leuten?

Es ist bekannt, dass der Verfassungsschutz so viele V-Leute in beobachteten Organisationen hat, dass man kaum mehr nachweisen kann, welche Aktionen von den Organisationen selbst verantwortet werden und für welche der Verfassungsschutz mit seinen V-Leuten verantwortlich ist. Daran ist bekanntermaßen das Verbot der NPD gescheitert, denn die Partei ist bis in ihre Führungsetage so sehr vom Verfassungsschutz durchsetzt, dass man ihr nicht einmal eine eigenständige, verfassungsfeindliche Gesinnung nachweisen konnte. Und auch die auf 120 Jahre angesetzte Sperrung der NSU-Unterlagen dürfte denselben Grund haben. Die Liste ließe sich fortsetzen.

Daher ist die Frage, ob hier V-Leute im Einsatz waren, die mit solchen Aktionen, wie auf der Treppe des Reichstages, die Corona-Demonstranten diskreditieren sollten, angemessen. Bezeichnenderweise hat die Bundesregierung zugegeben, dass dort V-Leute im Einsatz waren. Details blieb sie allerdings schuldig.BPK zu „Sturm auf Reichstag“ – Innenministerium bestätigt Einsatz von V-Leuten bei Corona-Protesten

Es ist bezeichnend, dass die „Qualitätsmedien“ das Spiel mitspielen, anstatt sich wieder auf ihre Rolle als „vierte Macht im Staat“ zu konzentrieren, die der Regierung kritisch gegenüberstehen, kritische Fragen stellen und so die Machthaber kontrollieren soll. Stattdessen haben sich die „Qualitätsmedien“ der Linie der Regierung vollkommen untergeordnet.

Der Spiegel zitierte, anstatt kritische Fragen zu stellen, zum Beispiel unter der Überschrift „Teilnehmer an Berliner Demonstration – Verfassungsschutz stellt starke rechtsextreme Komponente fest“ gleich selbst den Verfassungsschutz. Und natürlich erweckte der Spiegel in der Überschrift wieder den unwahren Eindruck, in Berlin habe es eine Demonstration gegeben, anstatt seinen Lesern zu erklären, dass es sich um verschiedene Demos gehandelt hat, die nichts miteinander zu tun hatten.

Wenn die „vierte Macht im Staate“ sich so der Regierung unterordnet, muss man sich fragen, ob die Formulierung von einer „gleichgeschalteten Presse“ in Deutschland wirklich abwegig ist.

Quelle

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