Der Spiegel kann´s nicht lassen: Die alten Lügen zum russischen Corona-Impfstoff im neuen Gewand

Der Spiegel hat wieder die Lügen über die angebliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs behandelt. Inzwischen wurden die Ergebnisse der Tests des Impfstoffs sogar schon im Fachmagazin The Lancet publiziert und obwohl die Ergebnisse ausgesprochen positiv waren, erweckt der Spiegel mit sehr geschickten Mitteln den gegenteiligen Eindruck.

Der Spiegel begann seinen Artikel unter der Überschrift „Coronavirus – Moskau will 40.000 Freiwillige impfen“ mit folgender Einleitung:

„Ab Montag sollen 40.000 Menschen in Russland gegen das Coronavirus geimpft werden. Forscher und Bevölkerung zweifeln an der Sicherheit des Vakzins, das ohne gründliche Prüfung zugelassen wurde.“

Darauf, dass der Impfstoff nicht zugelassen, sondern registriert wurde und worin der Unterschied besteht, habe ich sofort hingewiesen, als die deutschen Medien mit dieser Lüge auf den Plan getreten sind. Aber die Medien sind nicht zu stoppen und verbreiten – siehe aktuell der Spiegel – diese Lüge auch weiterhin.

Die alten Lügen im neuen Gewand

Nun könnte man einwenden, dass der Anti-Spiegel ja ohnehin nur russische Propaganda betreibt und dass man mir nicht glauben sollte, wenn ich so etwas schreibe. Witziger weise hat aber sogar correctiv weitgehend bestätigt, was ich geschrieben habe und das war mehr als überraschend, wenn man weiß, wie correctiv arbeitet, von wem es finanziert und wer da in der Leitung sitzt, die Details dazu finden Sie hier. Da der Spiegel sich immer wieder gerne auf correctiv beruft, wenn correctiv dem Spiegel in „Faktenchecks“ bescheinigt, die Wahrheit geschrieben zu haben, verwundert es umso mehr, dass der Spiegel bei diesem Thema trotzdem weiterhin wider besseres Wissen die Unwahrheit verbreitet.

Der russische Impfstoff wurde nach den Tests der Phasen I und II in Russland zugelassen, was dort Voraussetzung für die Testphase III ist, in der tausende Freiwillige getestet werden, während sie ihr normales Leben weiterleben. Diese Menschen werden geimpft und werden dann medizinisch beobachtet, müssen melden, wie sie sich fühlen, ob sie Fieber haben, sie müssen Blutproben abgeben, um zu untersuchen, ob der Impfstoff wirkt und so weiter und so fort. Über diese Testphasen habe ich auch schon ausführlich berichtet, denn kurioserweise sind drei Impfstoffe aus dem Westen schon weiter fortgeschritten und werden bereits in Phase III getestet, die Details finden Sie hier. Die „Qualitätsmedien“ kritisieren Russland also für etwas, was sie bei westlichen Firmen als Erfolgsmeldungen feiern.

In Russland beginnt diese Phase III jetzt erst und Russland will dabei Freiwillige aus Risikoberufen impfen, das sind nach dortiger Lesart in erster Linie zum Beispiel Mediziner oder Lehrer. Das kritisiert der Spiegel ausführlich und stellt es in dem ganzen Artikel so dar, als habe Russland begonnen, den Menschen in Moskau einen nicht zu Ende getesteten Impfstoff im großen Stil zu verabreichen:

„Das Vertrauen in „Sputnik V“ ist daher auch in Russland nicht hoch: Nach einer Umfrage des staatlichen Instituts Wziom erklärten 42 Prozent der befragten Russinnen und Russen, dass sie sich höchstwahrscheinlich impfen lassen, 52 Prozent sagten, dass sie das nicht machen wollen. „Sie haben Angst, glauben nicht daran, fürchten sich“, sagte der Wziom-Leiter zu den Gründen.“

Das ist bemerkenswert, denn ich habe schon öfter aufgezeigt, dass in Russland ganz anders über Corona berichtet wird, als in Deutschland. Die Panikmache, die die deutschen „Qualitätsmedien“ betreiben, indem sie jeden Tag mehrere Artikel über die große Gefahr schreiben, die von Corona angeblich ausgeht, fehlt in Russland vollkommen. Das Thema ist in den russischen Medien längst in den Hintergrund gerückt. Trotzdem wollen sich dem Spiegel zufolge 42 Prozent der Russen impfen lassen und der Spiegel nimmt das als Misstrauensvotum gegen den Impfstoff.

Der Witz dabei ist, dass sich in Deutschland – trotz der täglichen Panik-Party der Medien zum Thema Corona – nur 52 Prozent gegen Corona impfen lassen wollen, wie die Pharmazeutische Zeitung berichtet hat. Laut einer Studie der Uni Heidelberg sind es 55 Prozent und die Apotheker-Seite Aponet hat berichtet, dass die Impfbereitschaft in allen westlichen Ländern rapide abnimmt. Und das – ich wiederhole es – trotz der Panikmache der westlichen Medien. Da wirken – vor dem Hintergrund, dass Corona in den russischen Medien und im russischen Alltag nur noch eine Nebenrolle spielt, die 42 Prozent in Russland schon fast wie ein Vertrauensbeweis.

Fachzeitschrift veröffentlicht Testergebnisse von russischem Impfstoff

Die Fachzeitschrift The Lancet hat am Freitag die Ergebnisse der ersten beiden Testphasen des russischen Impfstoffs veröffentlicht. Und was der Spiegel daraus gemacht hat, ist wirklich bemerkenswert. Man sieht wieder einmal deutlich, dass es dem Spiegel nicht um Berichterstattung oder gar um Journalismus geht, es geht nur um Propaganda, in diesem Falle anti-russische Propaganda.

Die Ergebnisse, die The Lancet über die Testphasen I und II veröffentlicht hat, sind nämlich ausgesprochen positiv. Der Impfstoff habe in hundert Prozent der Fälle zur Bildung sehr vieler Antikörper geführt und Nebenwirkungen seien, außer der bei Impfungen normalen Nebenwirkungen, wie kleine Rötungen an der Einstichstelle oder leichtes Fieber, keine aufgetreten.

Nun ist es interessant, wie der Spiegel darüber berichtet und es schafft, dass das trotzdem negativ klingt.

Meisterwerk der Spiegel-Propagandisten

Der Spiegel schreibt:

„Am Freitag hatten russische Forscher des staatseigenen Gamaleja-Instituts in der Fachzeitschrift „The Lancet“ vorläufige Ergebnisse von Tests mit dem russischen Impfstoff veröffentlicht. Er sei „sicher und gut verträglich“, heißt es dort. Die russischen Wissenschaftler berichteten über zwei kleine Studien, an denen jeweils 38 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 60 Jahren teilnahmen. Alle erhielten demnach im Abstand von drei Wochen zwei Impfdosen und entwickelten innerhalb der ersten 21 Tage Antikörper.“

Es ist unterbewusste Beeinflussung der Leser, wenn Worte wie „staatseigenes Institut“ verwendet werden und von „zwei kleinen Studien“ berichtet wird, an denen jeweils 38 Menschen teilgenommen haben. Das klingt nach wenig, ist es aber nicht. Das ist die normale Zahl beim Phase I Test, wie dieses Abbildung des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen zeigt.

Aber das erfährt der Spiegel-Leser nicht, für ihn soll das, was Russland tut, ja böse klingen, dabei ist es exakt die gleiche Vorgehensweise, die auch im Westen gilt und über die der Spiegel dann positiv berichtet.

Dass Russland nun in Moskau bis zu 40.000 Menschen freiwillig impfen will, wird als schlecht dargestellt, dabei ist auch das im Rahmen dessen, was im Westen geschieht. Impfstoffe werden in Phase III an mindestens Tausend Menschen getestet, oft sind es aber weit mehr als 10.000. Wer wissen will, ob der Impfstoff auch nur in einem von 10.000 Fällen zu ernsten Nebenwirkungen führt, muss mindestens 10.000 Menschen testen und wenn die sich freiwillig zur Verfügung stellen, dann ist das doch völlig in Ordnung. In Russland sollen sogar bis zu 40.000 Freiwillige geimpft und medizinisch beobachtet werden.

Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie kreativ die Spiegel-Schreiberlinge sind, wenn es darum geht, mit zweierlei Maß zu messen…

Quelle

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