Wie mit GEZ-Geldern Polizeigewalt gegen Demonstranten propagiert wird

Es ist nicht neu, dass die Medien selektiv berichten. Hier zeige ich nur ein weiteres, aktuelles Beispiel. Und ich zeige auch, wofür die GEZ-Gelder in diesem Zusammenhang verwendet werden: Für die Propagierung von Polizeigewalt gegen Demonstranten. Das glauben Sie nicht? Schauen Sie selbst.

Ich habe kürzlich über das Projekt funk berichtet, das ARD und ZDF ins Leben gerufen haben. Mit 45 Millionen jährlich wollen sie damit junge Leute erreichen. Allerdings hat das, was funk macht, mit Berichterstattung nichts zu tun, wenn dort die vom Verfassungsschutz beobachtete Antifa als ganz nette Organisation bezeichnet wird und andere unwahre und sogar propagandistische Narrative verbreitet werden. Die Details finden Sie hier.

Wobei: Ich muss genau sein, die Antifa gilt nicht als einheitliche Gruppe, sondern als Sammelsurium von Gruppen, von denen wiederum einige vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Dieses Detail macht die Sache allerdings nicht besser, wenn man bedenkt, dass jeder, der auf einer Corona-Demo auch nur zufällig neben einer Reichsflagge gelaufen ist, von den Medien dazu aufgerufen wird, sich von den bösen Rechten zu distanzieren. Bei der Antifa fehlt hingegen jeder Aufruf, sich von klar als extremistisch bekannten Gruppen innerhalb der Antifa zu distanzieren. Das ist Messen mit zweierlei Maß in Reinkultur, finanziert mit den GEZ-Gebühren.

Dazu gleich mehr.

Noch einige kleine Details zum „Sturm auf den Reichstag“

Über den „Sturm auf den Reichstag“ ist schon genug geschrieben worden, ich habe den letzten Stand hier zusammengefasst und will hier nur ein Detail nachtragen. Die Frage, ob die Frau, die zum Sturm auf die Reichstagstreppe aufgerufen hat, mit dem Mann in Kontakt stand, der gleiches per Megafon gefordert hat, ist geklärt.

Die beiden kennen sich, der „Sturm auf die Reichstagstreppe“war also eine koordinierte Aktion, zu der vorher per Megafon aufgerufen worden ist. Man muss außerdem wissen, dass Teilnehmer der kleinen Veranstaltung vor dem Reichstag auch vor dem Brandenburger Tor versucht haben, Leute zum Sturm auf den Reichstag aufzurufen, viele Corona-Demonstranten haben das bestätigt und wurden auch selbst angesprochen und aufgefordert, nicht zur Corona-Veranstaltung zu gehen, sondern zum Reichstag.

Da kann die Polizei nicht überrascht tun, wenn das Stunden vorher per Megafon angekündigt worden ist. Entweder war die Tatsache, dass der Reichstag zu dem Zeitpunkt unbewacht war, eine Polizeipanne (dann frage ich mich aber, warum niemand den Berliner Innenminister kritisiert oder einen Untersuchungsausschuss fordert) oder es war eine von staatlichen Stellen über V-Leute gelenkte Aktion, weil man die Bilder von bösen Rechten haben wollte, um den Vorfall den Corona-Demonstranten anzuhängen (was danach ja auch wahrheitswidrig geschehen ist). Andere Möglichkeiten gibt es nicht, suchen Sie sich aus, welche sie überzeugender finden.

Die selektive Wahrnehmung der Medien

Wie sehr die Medien dabei den Fokus weg von der Crona-Großdemo und hin zu einer Splittergruppe gelenkt haben, zeigt dieses Bild der Demo vom 29. August anschaulich.

Da die Medien unisono so getan haben, als seien es Corona-Demonstranten gewesen, die den Reichstag gestürmt haben, obwohl das nachweislich nicht stimmt, haben sie den Lesern und Zuschauern bewusst einen falschen Eindruck vermittelt. Das Ziel ist plump, aber offensichtlich: Man will die Corona-Demonstranten erstens verteufeln und in die Ecke von bösen Rechten (inzwischen sogar Antisemiten) oder einfach Spinnern rücken und gleichzeitig ihre Anzahl marginalisieren. Sowohl das obige Bild, als auch die vielen Livesterams von dem Tag, als auch die übereinstimmenden Aussagen von Teilnehmern zeigen, dass es weit über hunderttausend Teilnehmer waren. Aber die Medien ignorieren das und verbreiten, es seien nur 38.000 gewesen.

Wobei: Wieso „nur“? In anderen Fällen wären 38.000 Teilnehmer für die Medien eine echte Erfolgsmeldung. Nach dem Brand in dem Flüchtlingslager in Griechenland hat der Spiegel unter der Überschrift „Nach Großbrand im Camp Moria- Tausende Demonstranten fordern Aufnahme von Flüchtlingen“ folgendes berichtet:

„Nach der Zerstörung des griechischen Flüchtlingslagers Moria durch einen Großbrand haben in deutschen Großstädten Tausende Demonstranten gefordert, Migranten in der EU und Deutschland aufzunehmen. In Berlin beteiligten sich laut Polizei rund 3000 Menschen, in Hamburg mehr als 1200 und in Frankfurt am Main 300.“

Wenn für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen demonstriert wird, ist für den Spiegel sogar eine Versammlung von 300 Menschen in Frankfurt eine Erwähnung in einem Artikel wert. Für diese Flüchtlings-Forderung sind aber in ganz Deutschland keine 38.000 Menschen auf die Straße gegangen. In Deutschland sind gegen die Corona-Maßnahmen – wenn man die vielen kleinen Corona-Demos nimmt, die jedes Wochenende stattfinden – ständig weit mehr Menschen auf der Straße, als wegen der Flüchtlinge. Nur werden die allwöchentlichen Corona-Demos medial entweder ganz verschwiegen oder schlecht gemacht. Und bei dem Artikel über die Flüchtlings-Demos gab es natürlich ein Foto, auf dem alle Demonstranten brav Maske getragen haben, damit die bösen alternativen Medien nicht wieder die Frage stellen, warum denn die eine Demo kritisiert wird, und die andere nicht.

Mit GEZ-Geldern: Propagierung von Polizeigewalt

Ins gleiche Horn stoßen natürlich auch die staatlichen (sorry, es sind natürlich „öffentlich-rechtliche“) Medien. In diesen Tagen ist ein Browserspiel online gegangen, das „Reichstag-Defender“ heißt. Die Aufgabe des Spielers ist es, als einer der drei heldenhafte Polizisten, die den Reichstag „gerettet“ haben, Menschen abzuwehren, die den Reichstag stürmen wollen. Natürlich tragen die Bösen dabei auch „böse“ Fahnen, zum Beispiel die deutsche Nationalfahne.

Man hat dazu nur drei Funktionen zur Wahl: Man kann entweder nach links oder nach rechts gehen. Und ganz wichtig: Man muss die Demonstranten treten (dritte Funktion), damit sie die Reichstagstreppe wieder runterfliegen.

Dagegen müsste es breiten Protest hageln, denn es wird offen propagiert, die Polizei solle Demonstranten treten, eine andere Wahl lässt das Spiel dem Spieler nicht. Mir fehlt hier auch ein Aufschrei der Polizeigewerkschaft, die kaum ein Interesse daran haben kann, dass ein solches Bild von Polizisten propagiert wird. Noch dazu mit GEZ-Gebühren!

Wer bei dem Spiel auf das Impressum klickt, der sieht sofort, dass dahinter das Projekt funk von ARD und ZDF steckt. Auch wenn das als „Satire“ bezeichnet wird, frage ich mich, wo denn der Aufschrei von Politik und Medien bleibt. Zur Erinnerung: Ein dummer Kommentar von Brüderle über das Dekolletee einer Journalistin war einen wochenlangen medialen Shitstorm wert. Gleiches galt für alle möglichen anderen unglücklichen Äußerungen von Politikern oder anderen Prominenten. Aber wenn ARD und ZDF Geld bezahlen, damit ein Computerspiel Polizeigewalt feiern kann, dann herrscht Schweigen im Walde.

Man stelle sich einmal vor, ein „Satiriker“ würde ein Spiel online stellen, in dem er dazu auffordern würde, Friday-Hüpfer, Flüchtlinge, LGBT- oder Antifa-Aktivisten wegzutreten. Da wäre der Aufschrei wahrscheinlich groß. Ist Deutschland wirklich schon an dem Punkt angekommen, wo Gewalt gegen bestimmte Gruppen akzeptiert wird?

Verkehrte Welt…

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: