Was wir heute übers Klima wissen

Bild: Autor aus seinem Garten im Trockensommer 2019

Nichts ist in der Wissenschaft unumstritten – auch keine angeblich „unumstrittenen Basisfakten zum Klimawandel“
Prof. Dr. Klaus-D. Döhler
, Naturwissenschaftler und Umweltschützer
Unter dem Titel „Was wir heute übers Klima wissen – Basisfakten zum Klimawandel, die in der Wissenschaft unumstritten sind“ gaben Deutsches Klima-Konsortium, Deutsche Meteorologische Gesellschaft, Deutscher Wetterdienst, Extremwetterkongress Hamburg, Helmholtz-Klima-Initiative und klimafakten.de eine gemeinsame Veröffentlichungheraus, die nicht unkommentiert bleiben sollte. Frei nach „Ars poetica“ des römischen Dichters Horaz ließe sich die Veröffentlichung auch so kommentieren: „Es kreißten die Berge, aber geboren wurde nur ein lächerliches Mäuschen.“

Der Bericht ist auf den gefälschten Temperaturdaten von Michael Mann aufgebaut (Hockey Stick Kurve, siehe 1. Abbildung). Dieser amerikanische Professor hatte vergeblich vor Gericht gegen Professor Tim Ball geklagt, der ihn in der Fachwelt als Lügner und Betrüger bezeichnet, der aufgrund seiner kriminellen Datenfälschungen besser im Staatsgefängnis als in der Staatsuniversität aufgehoben sei.

Kurz gefasst beschreibt der Bericht auf 24 Seiten, dass es seit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Erde wärmer wurde. Diese Feststellung ist allseits bekannt und wird auch von keinem Klimarealisten angezweifelt. Dass es nach einer „kleinen Eiszeit“, wie sie Mitte des 19. Jahrhunderts zu Ende ging, wieder wärmer wird, ist eine Binsenweisheit. Dafür braucht man keinen 24-seitigen Artikel zu schreiben. Zusätzlich aber stellen die Autoren die Behauptung auf, wir hätten derzeit eine beispiellose Häufung von Wärme-Rekordjahren und Naturkatastrophen, auch die Ernteerträge würden sinken. Diese Angaben sind nachweislich falsch!

Bereits im Alten Testament wird berichtet „Nachdem sieben ertragreiche Jahre verstrichen waren, begannen sieben Jahre der Dürre. Die Nachbarländer Ägyptens hungerten, in Ägypten selbst aber wurde auf Josefs Rat hin in den ertragreichen Jahren zuvor genug Getreide gesammelt, um die Dürre zu überstehen“ (1. Buch Mose-41). Damit hat Josef, der Urenkel Abrahams, bereits vor tausenden von Jahren gezeigt, wie man sich mit passivem Management sinnvoll auf einen Klimawandel einstellt. Aktives Management wäre es gewesen, wenn Josef dem Pharao geraten hätte, CO2 aus der Luft zu filtern um dadurch den Klimawandel zu verhindern. Das hätte damals den Klimawandel nicht verhindert und tut es auch heute nicht (darüber später mehr).

Die Autoren behaupten, die erdhistorischen Klimaschwankungen ließen sich nur erklären, wenn man den Treibhauseffekt mit einbezieht. Die vielfältigen Forschungen hätten „natürliche Ursachen für den aktuellen, sehr schnellen und steilen Temperaturanstieg um etwa 1°C seit Beginn der Industrialisierung ausgeschlossen“. Er sei „nur durch die menschengemachte Verstärkung des Treibhauseffekts erklärbar“. Dem widersprach bereits 2001 der aus Funk, Film und Fernsehen allseits bekannte Klimaalarmist Harald Lesch (https://youtu.be/RrNLNpOdmbA). Seinen Angaben zufolge gab es im Laufe der Erdgeschichte des Öfteren Temperatursprünge von 14°C innerhalb von 10-Jahres-Zeiträumen.

Auch die Behauptung der Autoren, ein Temperaturniveau wie heute hätte es „noch nie während der vergangenen 2000 Jahre gegeben und sehr wahrscheinlich auch nie seit Ende der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren“, ist falsch. Die Abbildung aus dem IPCC-Bericht 1990 zeigt eindeutig die früh-mittelalterliche Wärmeperiode, gefolgt von der „kleinen Eiszeit“ (links). Sie zeigt aber auch die gefälschten Daten von Michael Mann, der in der Fachwelt juristisch korrekt als Lügner und Betrüger bezeichnet werden darf, was aber das Intergovernmental Panel for Climate Control (IPCC) nicht abhielt, diese gefälschten Daten in seinen Bericht von 2001 aufzunehmen. Die Fälschungen waren damals politisch opportun und sind es leider auch heute noch.

Bereits in der Schule haben wir gelernt, dass Hannibal 218 v. Chr. die winterlichen Alpen mit circa 50.000 Soldaten, 9.000 Reitern und 37 Kriegselefanten überquerte, um Rom anzugreifen. Das ging nur wenn die Alpen damals schnee- und eisfrei waren. Es musste logischerweise in Europa eine Temperatur geherrscht haben, die weit über der heutigen lag.

Für die zurückliegenden 4.500 Jahre konnte gezeigt werden, dass die Geschichte menschlicher Siedlungen auf Grönland dem Takt von Klimaänderungen folgt. Die Temperaturen konnten beträchtlich steigen bzw. sinken. Forscher fanden beispielsweise Veränderungen um 4°C innerhalb von 80 Jahren (hier) – und das ganz ohne „Kipppunkte“.

Gehen wir noch etwas weiter zurück in der Erdgeschichte. Vegetationsüberreste belegen, dass vor etwa 90 Millionen Jahren ein gemäßigter, sumpfiger Regenwald im Küstenbereich der Westantarktis wuchs. Die Jahresdurchschnittstemperatur muss etwa 12 Grad Celsius betragen haben – weitaus höher als die heutigen minus 20 bis minus 70°C. Dieser überraschend hohe Wert war nach Auffassung von Wissenschaftlern nur möglich, weil der antarktische Eisschild damals fehlte.

Die mittlere Kreidezeit vor circa 115 bis 80 Millionen Jahren gilt nicht nur als das Zeitalter der Dinosaurier, sie war auch die wärmste Periode der zurückliegenden 140 Millionen Jahre. Nach bisherigem Wissensstand betrug die Oberflächentemperatur des Meeres in den Tropen damals rund 35 Grad Celsius. Der Meeresspiegel lag bis zu 170 Meter höher als heute – und das ganz ohne menschlichen Einfluss (hier).

Auch die im Bericht behauptete angebliche Häufung von Katastrophen derzeit widerspricht bereits biblischen Beispielen. Etwa im 13. Jahrhundert v. Chr. wurde Ägypten von zehnPlagen getroffen(2. Buch Mose). Die Sintflut zur Zeit Noahs sollte als weiteres Beispiel einer vorchristlichen Naturkatastrophe erwähnt werden. Auch die Anzahl und Stärke tropischer Stürme nimmt derzeit keineswegs zu (hier). Sturmfluten gab es schon immer. Man lese nur die Erzählung „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm aus dem Jahr 1888.

Weitaus höhere Hochwasserstände als heute wurden in Deutschland bereits vor Jahrhunderten gemessen:

Im Gegensatz zur Behauptung der Autoren, die Ernteerträge würden aufgrund der angestiegenen Temperaturen und CO2-Werte zurückgehen, zeigen viele Studien genau das Gegenteil. Die Apfelernte in den USA hat sich beispielsweise seit 1961 vervierfacht (siehe Abbildung) und die Erhöhung des CO2-Anteils der Luft führt nachweislich zu höheren Ernteerträgen (Parry et al.: Glob. Environ. Change 14, 2004; Bazzaz, F.A., Carlson, R.W. The response of plants to elevated CO2 . Oecologia 62, 196–198 (1984; hier und hier) (https://doi.org/10.1007/BF00379013;https://plantsneedco2.org/default.aspx?menuitemid=325).

Während wir in den gemäßigten Zonen der Erde gerade mal eine Ernte im Jahr haben, gibt es in wärmeren Gebieten der Erde jährlich zwei bis drei Ernten.

Seit 1989 erscheinen jedes Jahr durchschnittlich 310.000 qkm zusätzliche grüne Blattfläche auf der Erde, etwa so groß wie Polen oder Deutschland (Winkler AJ et al.: Earth system models underestimate carbon fixation by plants in the high latitudes. Nature Communications 2019) und trotz extensiver Waldrodungen weltweit ist seit 1982 eine Grünfläche doppelt so groß wie die USA hinzugekommen (Nature Climate Change 6, 791-795, 2016, www.nature.com/articles/nclimate3004).

Desweiteren behaupten die Autoren, detaillierte Computermodelle des Klimasystems der Erde hätten „bereits in den 1970er und 1980er Jahren die derzeit stattfindende Erwärmung korrekt vorhergesagt“. Auch diese Behauptung ist falsch! Richtig ist, dass kein einziges der 32 Computermodelle auch nur annäherungsweise die tatsächlich gemessenen Temperaturen vorhergesagt hat (siehe Abbildung).

Die hier besprochene Veröffentlichung wird alarmistisch aufgepeppt durch die bereits vielfach widerlegte Behauptung, der Mensch sei an der derzeitigen Klimaerwärmung Schuld, genauer gesagt, der wahre Übeltäter an der Klimaerwärmung sei das durch Verbrennen fossiler Energieträger emittierte CO2. Diese Behauptung wird an jeder unpassenden Stelle in den laufenden Text eingestreut, so als ob die Qualifikation der Autoren nach der Häufigkeit dieser „Produktplatzierung“ gemessen würde, ob sie nun Sinn macht oder nicht.

Sinn macht diese „Produktplatzierung“ sicherlich nicht, denn es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie, die diese pure Annahme bestätigen würde. Im Gegenteil, ein Einfluss von CO2 auf den Klimawandel wurde mehrfach wissenschaftlich widerlegt, z.B. durch Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887) und William Thomson (1824-1907), durch Josef Stefan (1879), Robert W. Wood (1909) und Emanuel Kayser (Zentralblatt Mineralogie 1913, S. 769). Auch Anders Jonas Angström hat die Hypothese über den Einfluss von CO2 auf die Erderwärmung mit einem einfachen Experiment verworfen. Er zeigte, dass die Infrarot-Absorption durch CO2 bereits bei niedrigen CO2-Konzentrationen gesättigt ist und dass eine weitere Erhöhung der CO2-Konzentrationen die Erdtemperatur nicht maßgeblich erhöhen kann.

G. Gerlich & R.D. Tscheuschner widerlegten 2009 den CO2 -induzierten Treibhauseffekt erneut:  „Falsification of the atmospheric CO2 greenhouse effects within the frame of physics“, Int. J. Modern Physics B 23, Nr. 3, 275-364, 2009. Auch die Deutsche Meteorologische Gesellschaft stellte zu den Grundlagen des Treibhauseffektes fest: „Es ist unstrittig, dass der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte“ (hier).

Der österreichische Ingenieur Walter Hopferwieser aus Salzburg bietet sogar 100.000 Euro dem Ersten, der ihm „einen schlüssigen naturwissenschaftlichen Beweis vorlegt, dass das von uns Menschen freigesetzte CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die uns Menschen und unsere Erde nachhaltig schädigt.“ Da sich bisher noch niemand diese 100.000 Euro abgeholt hat, kann es mit der Hypothese der CO2-induzierten Klimaerwärmung nicht weit her sein!

Schauen wir uns also die Hypothese mal genauer an. Es steht die Frage im Raum „wird der Anstieg der globalen Erwärmung kausal verursacht durch den Anstieg atmosphärischer CO2-Konzentrationen oder ist es der Anstieg der globalen Erwärmung, der sekundär die atmosphärischen CO2-Konzentrationen ansteigen lässt?“ Diese Frage ist elementar für die Betrachtung des Klimawandels. Sie ist aber leicht zu beantworten, wenn man sich die vorliegenden Messwerte anschaut. In der nachfolgenden Abbildung sind die Länge der Sonnenzyklen, die atmosphärischen CO2-Konzentrationen und die globalen Temperatur-Anomalien von 1860, als die kleine Eiszeit zu Ende ging und die Industrialisierung begann, bis 1990 gezeigt:

Von 1860 bis 1890 gab es noch keine nennenswerten Veränderungen der dargestellten Parameter. Von 1890 bis circa 1945 nahm die Intensität der Sonnenzyklen zu, gefolgt von einem Anstieg der globalen Temperaturen um etwa 0,4°C. Während dieser Zeit lag die europäische Industrie aufgrund des 1. Weltkriegs für lange Zeit am Boden und – wie aus der Abbildung zu erkennen ist – die CO2-Konzentrationen der Luft blieben niedrig. Sie stiegen erst ab Ende des 2. Weltkriegs deutlich an, d.h. mit einer Verzögerung von gut 50 Jahren.

Obwohl nach dem 2. Weltkrieg die Industrialisierung weltweit große Fortschritte machte und die CO2-Konzentrationen deutlich anstiegen, wurde es von 1945 bis circa 1970 auf der Erde im Durchschnitt um etwa 0,2°C kälter. Dieser Temperaturabfall ging einher mit geringerer Sonnenaktivität. Die Medien waren damals voll von der Hysterie, wir stünden vor einer neuen Eiszeit und machten dafür die Verbrennung fossiler Energieträger und damit den Anstieg des CO2 verantwortlich. Basierend auf den Angaben amerikanischer Wissenschaftler prognostizierte die Washington Post vom 9.7.1971, dass die globalen Temperaturen in den nächsten 50 Jahren – also bis zum Jahr 2021 – um 6°C fallen würden.

Jedoch, die Sonne als die wahre Verantwortliche für die Temperaturschwankungen auf der Erde verstärkte von 1975 bis 1995 wieder ihre Zyklen und lies die globalen Temperaturen um etwa 0,3°C ansteigen. Nur während dieser 20 Jahre stiegen auch die CO2-Werte parallel zur globalen Erwärmung an. Für die meiste Zeit seit Beginn der Industrialisierung gab es keine Korrelation, geschweige denn eine Kausalität, zwischen den CO2-Werten der Luft und der Erdtemperatur. Sogar Harald Lesch erklärte seinen Zuschauern in einem Video aus dem Jahr 2015, dass es auf der Erde zuerst aufgrund der Sonneneinstrahlung wärmer wurde. Auch die Meere wurden wärmer, was dazu führte, dass Wasserdampf und CO2 in die Luft entwichen.

Im folgenden Punkt widersprechen die Autoren ihrer eigenen Schlussfolgerung. Sie behaupten, die derzeitige Klimaerwärmung sei verursacht durch den Anstieg der CO2-Konzentrationen der Luft. Andererseits aber behaupten sie, das CO2 der Luft würde im Meerwasser gelöst und würde dort Kohlensäure bilden und die Meere versauern. Die Autoren haben diese beiden Aussagen gewiss nicht auf Plausibilität überprüft, so wie es Ihre Pflicht als Wissenschaftler gewesen wäre. Hätten Sie es getan, dann hätten Sie festgestellt, dass diese Annahme physikalisch gar nicht möglich ist. Das eine schließt nämlich das andere aus folgenden Gründen aus:

  1. Wird das Klima wärmer, dann wird auch das Meerwasser wärmer.
  2. Da sich CO2 in warmem Wasser weniger löst als in kaltem Wasser müsste konsequenterweise bei einer Klimaerwärmung mehr CO2 aus dem Meer entweichen. Die gemessenen CO2-Konzentrationen bestätigen dies. CO2 aus der Luft hingegen kann sich höchstens unter hohem Druck in wärmer werdendem Meerwasser lösen.
  3. Wenn aber CO2 dem Meer entweicht, verbleibt weniger Kohlensäure im Meer, d.h. das Meer wird logischerweise alkalischer, nicht saurer. Realität ist, Meerwasser ist mit pH 7,5 bis 8,4 tatsächlich alkalisch.
  4. Es gibt also keinen Grund, wegen vermehrter Konzentration von Kohlensäure in den Weltmeeren ein Korallensterben herbeizureden! Im Übrigen benötigen Korallen zum Aufbau ihres Kalkskeletts CO2. Ohne CO2 gäbe es kein Calciumcarbonat und somit kein Kalkskelett. Korallenriffe sind von Natur aus weis. Sie werden nur durch die Symbiose mit Zooxanthellen farbig. Eine Korallenbleiche bedeutet also keineswegs den Tod der Koralle, wie von den Autoren behauptet. Korallen haben seit hunderten von Millionen Jahren deutlich höhere Temperaturen und höhere CO2-Werte überdauert.

Fazit: Entweder wir haben eine Klimaerwärmung – dann kann es keine Versauerung der Meere geben – oder wir haben eine Versauerung der Meere, dann kann es aber keine Klimaerwärmung geben. Um diese Schlussfolgerung zu ziehen, braucht man kein Klimawissenschaftler zu sein, es genügt der gesunde Menschenverstand!

Richard Toll, Professor für Klimawandel-Ökonomie und Gutachter für den Weltklimarat IPCC empfiehlt: „Es ist wenig teurer, eine Strategie der Anpassung an den Klimawandel zu wählen, statt ihn durch drastische CO2 Reduktion verhindern zu wollen.“ Laut UN-Schätzungen könnte man für die Hälfte der Kosten von Kyoto die schlimmsten Probleme der Welt dauerhaft lösen: Trinkwasser, Sanitärhygiene, Gesundheitsversorgung, Bildung. Investitionen also, die sofort Leben retten würden. Aber, solange die CO₂-Bilanz stimmt, sind uns Umwelt und Menschheit egal!!!

Quelle

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