Dänemark wegen Immunität neidisch auf Schweden

Aktuell zeigt sich in der Diskussion um die vermeintlich “richtige” Strategie im Kampf gegen das Corona-Virus, dass Schweden offenbar zumindest nicht so sehr daneben liegt, wie es die deutschen Medien lange Glauben machen wollten. Einem Bericht des “Focus” nach hat der Mathematiker Tom Britton nun in der Kopenhagener Zeitung Politiken die höhere Immunität verantwortlich gemacht. “Aber bereits 20 Prozent Immunität in der Bevölkerung machen einen großen Unterschied”, ließ der Mathematiker wissen. Am Anfang einer Epidemie würden die sozial Aktivsten infiziert. Diese sind dann “besondere Multiplikatoren”. Die Epidemie könne abflachen, wenn auch nur “ausgewählte Maßnahmen” getrofren würden.

Schweden verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Menschen, auch wenn dies in den hiesigen Medien permanent unterschwellig anders dargestellt wurde. Die Schulen öffnen, die Universitäten hingegen werden im Wintersemester die Veranstaltungen “virtuell” durchführen.

Dänemark lobt

Kim Sneppen, ein Professor für Biokomplexität, räumt denn auch ein, dass die Schweden offenbar besser immunisiert seien. “Manches deutet darauf, dass die Schweden eine Immunitätskomponente gegen die Krankheit in die Hand bekommen haben. Zusammen mit dem, was sie sonst tun, um die Verbreitung zu verhindern, hält das die Krankheit auf niedrigem Niveau.” Die Schweden würden ihre Zahlen seit Mai immer noch Woche für Woche zurückdrängen können.

Wir erinnern an andere Lobpreisungen:

“Die Zahlen zeigen, dass der massvollere Lockdown, der viel auf Eigenverantwortung setzte, in jeder Hinsicht zumindest auch ein richtiger Weg sein kann. Nicht nur die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Schweden zuletzt dafür sogar gelobt.

Schweden: Es läuft besser als gemeldet

Die jüngsten Daten jedenfalls sind eindrucksvoll. Nach jüngsten Meldungen ist die Quote der positiv Getesteten zuletzt auf einen Stand von 1,3 % gesunken. Dies ist die niedrigste Positiv-Rate seit Beginn des Ausbruchs in Schweden. Noch im Frühjahr waren in Schweden 19 % der Getesteten positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Quote in Deutschland liegt bei aktuell 0,74 und ist damit noch niedriger. Nur: Die Zahl der Tests in Schweden ist fast um den Faktor 10 geringer. Dies legt nahe, dass nicht so willkürlich wie in Deutschland gemessen wird, sondern vermehrt Verdachtsfälle.

Schweden hat nun offenbar, so die Interpretation einiger Beobachter, auch davon profitiert, dass die Bevölkerung weitgehend Immunität erlangt haben könnte. Nicht alle Menschen, die eine solche Immunität erlangen, haben Symptome entwickelt. Möglicherweise hat die Verbreitung dazu geführt, dass sich die Ausbreitung nun rasend schnell zurückentwickelt. Dazu eine weitere Zahl: In Schweden sind aktuell lediglich noch 13 Menschen wegen einer Corona-Erkrankung auf einer Intensivstation.

Die Eigenverantwortung hat offenbar doch deutlich bessere Ergebnisse hervorgebracht, als Kritiker in Deutschland, die Schweden sogar eine “unverantwortliche Politik” unterstellt hatten, vermuteten. Die Zahl der Todesfälle ist mit 5.800 relativ höher als in Deutschland. Allerdings ist der Anteil der Vorerkrankten und älteren Menschen aus Alten- und Pflegeheimen besonders hoch. Hier hatte Schweden Fehler eingeräumt. Ansonsten scheint zu gelten, dass Schweden mit seiner wirtschaftsschonenden Politik ausgesprochen erfolgreich war. Hier lesen Sie mehr dazu. 

Quelle

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