Automobilmanager: Autoindustrie wird politisch zerstört

Die Automobilindustrie in Deutschland geht schweren Zeiten entgegen. Die Klimadiskussion wird in den kommenden Monaten erneut an Schärfe gewinnen, lässt sich angesichts des bevorstehenden Bundestagswahlkampfes erraten. Das wiederum wirft ein bedenkliches Licht auf den Zustand einer Industrie, die bedingt durch die Maßnahmen (!) während der Corona-Krise ohnehin mit dem Rücken zur Wand steht. Nun hat ein Manager seinem Ärger Luft verschafft. Die Merkel-Regierung schneidet – indirekt – nicht besonders gut ab.

„Man“ zerstört die Industrie

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Continental, Wolfgang Reitzle, hat sich dazu geäußert, was zur Krise in der Industrie führen könne. Die Worte sind auch an die Regierung gerichtet, die namentlich allerdings nicht benannt wird.

„Man zerstört politisch die Autoindustrie, die noch immer 99 % ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert. Man treibt Hersteller und Kunden zu früh in die noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität. Ergebnis: Wir müssen Fabriken schließen und Arbeitsplätze abbauen.“

Das Wörtchen „man“ lässt sich mühelos in die herrschende Politik, hier also die Regierung Merkel transformieren. Eine Chronologie der Ereignisse liefert der Manager gleich mit.

Die Industrie habe zehn Jahre lang einen Boom erlebt. Ab Mitte 2018 dann sei es in der Industrie „leicht“ bergab gegangen, bis es im folgenden Jahr eine starke Rezession gegeben habe. Statt 95 Millionen Einheiten zu bauen, würde die Industrie in diesem Jahr lediglich 70 Millionen herstellen.

Noch im März kam dann erschwerend die Belastung durch das Corona-Virus hinzu. Die Abgasgesetzgebung habe hier gleichfalls zugeschlagen, insofern sie einen regelrechten „Break“ erzwingen würde. Zu guter Letzt kämen die Politiker und würden den Verbrennungsmotor „unnötig früh“ diffamieren. Die Anpassungszeit fehle – und das koste unter anderem Jobs.

Quelle

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