Reiseverbote für Bewohner von Corona-Reservaten beschlossen: Die neue Apartheid und der Rückfall in die Kleinstaaterei

Wird bald die innerdeutsche Grenze wiederauferstehen? (Foto:Imago/Hohlfeldt)

Innerdeutsche Reisebeschränkungen, Grenzen auf deutschem Boden, Übernachtungsverbote für eigene Landleute? Was bis vor kurzem noch für alle Zeiten überwunden schien, ist ab sofort wieder Realität. Der galoppierende Corona-Irsinn macht es möglich. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Mit dem von den Bundesländern heute beschlossenen Beherbergungsverbot für Urlauber aus „inländischen Corona-Risikogebieten“ werden Deutsche im eigenen Land zu unerwünschten Personen, denen kein Obdach gewährt werden darf. Für illegale Zuwanderer steht das nationale „Hotel Merkel“ selbstverständlich weiter sperrangelweit offen.

Absurde, medizinisch und wissenschaftlich kaum nachvollziehbare oder haltbare Definitionen darüber, was eigentlich ein „Risikogebiet“ ist, aber auch die ebenso fragwürdige wie uneinheitliche Festlegung des jeweils betroffenen territorialen Geltungsbereichs (Gemeindegebiet? Kreisgebiet? Bezirk? Bundesland) machen diese nur noch neurotisch zu nennende „Hyperprävention“ zu einem bürokratisch-kafkaesken Willkürakt, der nicht nur die Bürger weiter verunsichert, sondern auch die Tourismusbranche (sofern überhaupt noch existent) weiter abwürgt. Nachdem sowieso keiner mehr ins Ausland fahren darf oder will, wird nun pünktlich zum Beginn der Herbstferien der innerdeutsche Reiseverkehr abgewürgt.

Die Deutschen werden auch dies wieder brav schlucken – so wie sie alle anderen Regierungsschikanen erdulden, die ohne jede gesundheitspolitische Krisensituation, ohne irgendwelche besorgniserregende Kranken- oder gar Sterberaten und vor allem bar Verhältnismäßigkeit von der Politik beibehalten werden, um diese Fake-Pandemie (die in Wahrheit maximal im Rang einer etwas heftigeren Grippewelle einzustufen ist) für alle Ewigkeit zu zementieren. Was allerdings wirklich erstaunlich ist, und diese Frage stellt sich hier vor allem: Wieso nehmen Hotellerie, Gastronomie, Freizeitgewerbe und vor allem die Reisebranche diesen Wahnsinn weiter hin? Wo bleibt der Aufschrei der Branchen, die hier sehenden Auges von einer selbstzerstörerischen Politik zum Schafott geführt werden?

Wo bleibt der Aufschrei der Touristikbranche?

Die per Schaltkonferenz von Chefs der Staats- und Senatskanzleien unter Ägide von Merkels CDU-Kanzleramtschef Helge Braun beschlossene Neuregelung betrifft hunderttausende Binnenreisende, auch Geschäftsleute und Arbeitnehmer auf Montage. Ausgenommen ist nur, wer einen „aktuellen negativen Test“ vorweisen kann.

Ganz verzückt über die wieder erhöhte „Schlagzahl“ und das härtere Vorgehen ist natürlich Ober-Coronafreak Markus Söder, der mit regelrecht triumphierender Stimme verkündete, dass als Folge der Beschlüsse bereits ab morgen früh auch Reisende aus Berliner Bezirken, in denen es „mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen“ gibt, nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürfen. Besonderer Clou: Dies soll sogar dann gelten, wenn das Land Berlin insgesamt unter der kritischen 50er-Marke bleibt – mit der einen Ausnahme laut „Tagesspiegel„, dass jeder, der einen maximal 48 Stunden alten Test vorlegt, noch in Hotels oder Gasthöfe einchecken darf.

Fassen wir zusammen: Nach völlig intransparenten Kriterien und ohne jede statistisch valide Teststrategie werden also PCR-Massentests (nach einem Verfahren mit hoher Fehleranfälligkeit) durchgeführt – deren Menge nicht festgelegt wird und beliebig variieren darf. Je mehr Tests, desto mehr „Neuinfektionen“ in absoluten Zahlen – was überhaupt nichts über den realen Ausbreitungsstand besagt, doch so lässt sich jedes Gebiet, wenn gewünscht, zum „Risikogebiet“ machen und seine Bürger somit zu Geiseln einer institutionellen Hysterie. (DM)

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