SZ verharmlost KZ-Plakat als „emotional getriebene Aussage“

Bei der BPE-Kundgebung mit Michael Stürzenberger am Freitag in Penzberg hielt ein älterer Herr (l. rot umkreist) ein Plakat hoch mit der Schrift
Bei der BPE-Kundgebung mit Michael Stürzenberger am Freitag in Penzberg hielt ein älterer Herr (l. rot umkreist) ein Plakat hoch mit der Schrift „Wir brauchen wieder KZs – für die Neonazis“. Für die SZ eine „emotional getriebene Aussage“ (Screenshot Bildmitte).

Stellen Sie sich vor, ein Pegida- oder AfD-Anhänger begibt sich mit einem kleinen, aus Pappe und einem Holzstil angefertigten Plakat zu einer „Black Lives Matter“- oder „Fridays For Future“-Kundgebung, um gegen die dortige Veranstaltung zu protestieren. Und stellen Sie sich vor, auf dem Plakat stünde „Wir brauchen wieder KZs – für die Linken!“. Es würde wohl keine Minute vergehen, bis derjenige, der dieses menschenverachtende Plakat hoch hält, von den Teilnehmern der Kundgebung und der Polizei – zurecht! – beseitigt würde.

Von Michael Stürzenberger

Nun, wenn es sich im umgekehrten Fall allerdings um „Rechte“ handelt, ist eine Androhung mit Konzentrationslagern durchaus erlaubt. Nicht nur, dass die Polizei in solchen Fällen nicht eingreift – nein, derjenige, der mit KZs droht, wird sogar von den Medien noch in Schutz genommen und die Aussage als „emotional getrieben“ verharmlost.

Geschehen am 2. Oktober im Rahmen der Kundgebung der Bürgerbewegung Pax Europa am Penzberger Stadtplatz nahe München, über die der Lokal-Redakteur der Süddeutschen, Florian Zick, berichtet. Als Aufmacher seines Beitrags ist der besagte Mann mit KZ-Plakat von hinten abgebildet. Die BU (Bildunterschrift) lautet: Ein älterer Herr hat sich ein Schild gebastelt. Darauf die emotional getriebene Aussage: „Wir brauchen wieder KZs – für die Neonazis“.

Im Fließtext selber wird dann die Verharmlosung „emotional getrieben“ von Florian Zick weggelassen:

[…] In vorderster Reihe steht eine junge Frau im gelben Parka. Sie hält tapfer ein Banner hoch, darauf ist zu lesen: „Alle Rassisten sind Arschlöcher – überall“. Ein älterer Herr hat sich auf seinem selbst gebastelten Schild zu der Aussage hinreißen lassen: „Wir brauchen wieder KZs – für die Neonazis“. […]

Zu sehen ist die üble Szenerie im Livestream der Kundgebung ab Minute 44:55, bei dem BPE-Sprecher Michael Stürzenberger auf den Inhalt des KZ-Plakats hingewiesen wird und diesen thematisiert. Zu allererst ist es einmal eine unverschämte Verleumdung, die anti-totalitäre und zutiefst demokratische Bürgerbewegung Pax (das lateinische Wort „Pax“ steht für Frieden) Europa, die insbesondere auch vor dem Nationalsozialismus und seinen ideologischen Gemeinsamkeiten mit dem Politischen Islam warnt, in die Nähe von Neonazis zu rücken:

Dieser ältere Herr mit dem Schild scheint wohl mit seiner totalen Menschenverachtung nicht weit von jener der National-Sozialisten entfernt zu sein, die Andersdenkende in Konzentrationslager steckten, um sie dort auch zu foltern und zu töten. Nun, Linksextremisten der roten und braunen Couleur stehen sich bekanntlich in vielem geistig nahe.

Dieser Artikel erschien zuerst hier.

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