Neue Corona-Maßnahmen und Sperrstunden: Gau für Gastronomie

In Berlin und Frankfurt sind neue, drastische Corona-Maßnahmen verhängt worden. Obwohl das Hotel- und Gaststättengewerbe seit Monaten massiv unter den Einschränkungen leidet, sind nun in zwei Großstädten Sperrstunden und in einigen Bundesländern Beherbergungsverbote erlassen worden. Für viele Hotels und Gaststätten ist das eine Katastrophe – der Supergau.

Wirte und Hoteliers reagieren entsetzt auf die neuen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Plandemie. Mehrere Bundesländer hatten ein Beherbergungsverbot für Übernachtungsgäste aus inländischen Gebieten beschlossen. Der Berliner Senat erklärte, dass Restaurants und Bars von 23 Uhr bis 6 Uhr geschlossen sein müssen. In Frankfurt ist eine Sperrstunde für die Gastronomie sogar schon ab 22 Uhr verhängt worden.

Ingrid Hartges, Chefin des Branchenverbandes Dehoga, kritisiert die neuen Maßnahmen. Für viele Gastwirte in den beiden Städten sei das ein neuer harter Schlag, sagte sie der „Welt“. Die ohnehin reduzierten Öffnungszeiten und das Alkoholverbot in einigen Städten hätte nach Angaben der Gastwirte für Umsatzeinbrüche von bis zu 70 Prozent geführt, klagt Hartges.

Absehbar dürften weitere Großstädte Berlin und Frankfurt folgen. Bundeskanzlerin Merkel hatte am Donnerstag angekündigt, Großstädte zum „Corona-Krisen-Gipfel“ zu rufen. Merkel will sich am Freitag erstmals mit den Oberhäuptern von 11 „besonders betroffenen deutschen Großstädten“ in einer Schaltkonferenz über die „dramatische Corona-Lage“ beraten. Die Oberhäupter von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart werden erstmals mit der Kanzlerin sprechen.

Hoteliers fürchten die Folgen des inländischen Beherbergungsverbots. Bayerns Ministerpräsident Söder teilte mit, dass Urlauber aus innerdeutschen „Corona-Hotspots“ ohne negativen Corona-Test von Donnesrtag an nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürften.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann drohte unlängst mit Ausweispflicht in Restaurants und Gaststätten, weil viele Gäste ihre Kontaktdaten nicht wahrheitsgemäß angeben würden. Dehoga-Chefin Hartges kritisierte auch dieses Vorhaben. Sie sagte, die Gaststättenbetreiber seien nicht die Erfüllungsgehilfen der Ordnungsbehörden.

Sie könnten zudem die Kontrolle der Gäste nicht leisten. Kretschmann ordnete zunächst an, die Angabe der Kontaktdaten auf „Plausibilität“ zu prüfen. Mit der Ausweispflicht ist aber angesichts der Entwicklungen in diesem Land, welche die Maßnahmen in der DDR weit in den Schatten stellen, zu rechnen.

Quelle

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