Die Banalität des Bösen

Hannah Arend schreibt:

„Das Böse kommt von fehlendem Denken. Es trotzt dem Denken, denn sobald das Denken das Böse zu verstehen sucht und die Prämissen und Prinzipien, die ihm zugrundeliegen, wird es frustriert, weil es da nichts findet. Das ist die Banalität des Bösen.“

(Hannah Arendt)

@manfred1 Manfred heute um 11:46

Was Hannah Arendt als Banalität des Bösen beschrieb, waren die nachgeordneten willigen Werkzeuge. Männer wie Adolf Eichmann, die imstande waren, ihr böses Tun als Pflichterfüllung, Ordnungsliebe und Rechtschaffenheit zu verstehen.

Obwohl diese Leute nach außen hin ihr Tun als gerechtfertigt darstellten, muss ihr Gewissen ihnen gesagt haben, dass es falsch war. Vor dem Zusammenbruch haben die Täter im großen Stil Akten verbrannt, Opfer verscharren lassen und versucht, zu vertuschen. Sie waren nicht stolz auf ihre Taten. Sie schämten sich.

Hallo manfred,

Möchtest du mir damit nahebringen, das Hannah sich in dieser Sache geirrt hat?

Gruß

Lothar

Hanna Ahrend hatte schon recht auf ihre Weise. Das Böse ist banal, wenn es in Gestalt der vielen tüchtigen Beamten und Organisatoren daherkommt, die das getan haben, was ihnen aufgetragen wurde, ohne nach gut und böse zu fragen.

Ich frage mich manchmal, was sich die Leute denken, die Demonstranten verprügeln. Aber wahrscheinlich machen die sich einfach keine Gedanken. Tun einfach das, wofür sie dorthin gestellt wurden. Aber das hat ja damit gaaaar nichts zu tun, nicht wahr? 😉

Die schwangere Frau, welche da von den Staatskämpfern auf den Boden gerungen wurde, fragte danach ein Polizistin: „Warum machst du so etwas mit?“ Antwort : „Das ist mein Job!“ Die über 60 jährige Frau, die von einem Gewalttäter auf dem Boden liegend geprügelt wurde, ist ja laut Polizeisprecher nicht verstorben – das war ihm wichtig!

Ja dann! Dann war ja alles rechtmäßig. Ich habe das weiße im Auge dieser Gewalttäter gesehen! Nichtssagende – ja feindliche Gesichter. Bereit von einer auf die andere Sekunde auf alles und jeden mit maximaler Gewalt los zugehen. Diese Gewalttäter machen das weil das ihr Job ist und weil man ihnen gesagt hat wie sie vorgehen sollen – das denken die sich nicht alleine aus. Das ist schlimm genug. Schlimmer sind nach meiner Einschätzung diejenigen, die das vom Sofa her betrachten und sich dann so äussern: Da muss doch keiner hingehen! Wenn ich nicht verprügelt werden möchte bleibe ich dort weg! Genau diejenigen sind die Schlimmsten. Genau mit denen wird alles wieder möglich!

Gerade sah ich wie zivile Ordnungshüter in der Wiener U – Bahn einen Fahrgast wegen fehlender Maske aus dem Zug gezerrt und auf den Boden gerungen haben! Evtl. Sollten man einmal über ein gelbes Maskenembleme nachdenken, welches man Rezeptmaskenverweigerern auf die Brust nähen könnte.!

Das Böse ist fast immer banal!

Wohin man auch schaut!

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