Propaganda & Gehirnwäsche: Zuwanderung vs. Invasion

Was ist der Unterschied zwischen „Zuwanderung“ und „Invasion“? Die Zuwanderung beschreibt einen friedlichen Vorgang, die Invasion hingegen einen feindseligen. Ist das so, oder versteht man das nur so? Man versteht es nur so. Sprache und Sprachverständnis sind zwei verschiedene Paar Stiefel. „Framing“ ist die hohe Kunst, etwas in einer solchen Weise (nicht) zu sagen, daß es so verstanden wird wie beabsichtigt, nicht so, wie gesprochen oder geschrieben. Gerade in „Coronazeiten“ ist es ratsam, sehr genau zu lesen, worauf man später die Gewißheit von der eigenen Informiertheit baut. „Framing“ ist die wahre Seuche der Gegenwart.

von Max Erdinger

„Die Menschen in Deutschland profitieren von der Zuwanderung“, ist ein Satz, den man heutzutage lesen würde von Leuten, die eine Massenimmigration nach Deutschland befürworten und deshalb auch dafür werben. Aber was steckt drin in der Behauptung, die Menschen in Deutschland profitierten von der Zuwanderung? – Jede Menge unbewiesener Behauptungen stecken sogar in einem solchen kurzen Satz. „Profitieren“ ist bei weitem nicht die einzige.https://googleads.g.doubleclick.net/pagead/ads?client=ca-pub-3622156405313063&output=html&h=250&slotname=4186dbd.dd732ce&adk=1865756470&adf=3535032086&pi=t.ma~as.4186dbd.dd732ce&w=300&lmt=1603874653&psa=1&guci=1.2.0.0.2.2.0.0&gdpr=1&gdpr_consent=CO6cjWFO71b0dBEACBENA9CoAP_AAH_AAAwIG9tf_X_fb3_j-_59__t0eY1f9_7_v20zjheds-8Nyd_X_L8X_2M7vB36pr4KuR4ku3bBAQdtHOncTQmx6IlVqTPsbk2Mr7NKJ7PEmlsbe2dYGH9_n9XT_ZKZ79_v___7________77______3_v__9-BvbX_1_329_4_v-ff_7dHmNX_f-_79tM44XnbPvDcnf1_y_F_9jO7wd-qa-CrkeJLt2wQEHbRzp3E0JseiJVakz7G5NjK-zSiezxJpbG3tnWBh_f5_V0_2Sme_f7___-________–______9_7___fgAAA&format=300×250&url=https%3A%2F%2Fwww.journalistenwatch.com%2F2020%2F10%2F27%2Fpropaganda-gehirnwaesche-zuwanderung%2F&flash=32.0.0&wgl=1&adsid=NT&tt_state=W3siaXNzdWVyT3JpZ2luIjoiaHR0cHM6Ly9hZHNlcnZpY2UuZ29vZ2xlLmNvbSIsInN0YXRlIjowfV0.&dt=1603874650950&bpp=6&bdt=4649&idt=6&shv=r20201021&cbv=r20190131&ptt=9&saldr=aa&abxe=1&cookie=ID%3Da7c15ab41e7647db-22c678bf58a600e4%3AT%3D1603792989%3AS%3DALNI_MZuWG99ZIUCQ7a2VIhpdBYW7K-5mg&prev_fmts=640×280%2C1095x280%2C0x0%2C728x90&nras=1&correlator=7193666193667&frm=20&pv=1&ga_vid=1866899781.1600860470&ga_sid=1603874653&ga_hid=41053977&ga_fc=0&icsg=609819052474352&dssz=109&mdo=0&mso=0&u_tz=60&u_his=1&u_java=0&u_h=990&u_w=1760&u_ah=969&u_aw=1760&u_cd=24&u_nplug=1&u_nmime=2&adx=58&ady=2558&biw=1095&bih=619&scr_x=0&scr_y=662&eid=42530671%2C21067982&oid=3&pvsid=2625236328277974&pem=906&rx=0&eae=0&fc=896&brdim=94%2C37%2C94%2C37%2C1760%2C21%2C1099%2C706%2C1108%2C619&vis=1&rsz=%7Cm%7CpoeEbr%7Cp&abl=XS&pfx=0&fu=8192&bc=31&ifi=6&uci=a!6&btvi=3&fsb=1&xpc=BaqmfgHnAG&p=https%3A//www.journalistenwatch.com&dtd=2166

1. „Zuwanderung“: Jemand kommt an und gesellt sich einfach dazu. Er steht dann neben denen, die schon vor ihm da gewesen sind und fällt kaum auf. Er ist eben zugewandert. Zuwandern können auch viele. Dann stehen eben viele Zugewanderte völlig friedlich und unauffällig neben denen, die schon vor ihnen dagewesen sind.

2. „Einwanderung“: Das klingt schon bedrohlicher. Dem Einwanderer fehlt das, was dem Zuwanderer allein über das „Zu-“ vor „-wanderer“ zugebilligt wird, nämlich, daß er kompatibel sei mit denen, die schon da sind. Daß er inkompatibel sei, ist aber deswegen mit „Einwanderer“ noch nicht gesagt. Sowohl seine Kompatibilität als auch seine Inkompatibilität sind Möglichkeiten, die beide im Wort „Einwanderer“ enthalten sind. Das Wort „Immigrant“ als Übersetzung für „Einwanderer“ würde also die Möglichkeit offenlassen, daß es sich um einen inkompatiblen Zeitgenossen handeln kann. Deshalb wird er im öffentlichen Sprachgebrauch auch nicht als „Immigrant“ (Einwanderer) bezeichnet, sondern als „Migrant“, als (harmloser) Wanderer. „Der Migrant wandert zu“, nicht der „Immigrant wandert ein“.https://googleads.g.doubleclick.net/pagead/ads?client=ca-pub-0094447266939830&output=html&h=280&adk=665598817&adf=2482599880&pi=t.aa~a.1116645170~i.22~rp.4&w=640&fwrn=4&fwrnh=100&lmt=1603874653&num_ads=1&rafmt=1&armr=3&sem=mc&pwprc=6382937137&psa=1&guci=1.2.0.0.2.2.0.0&gdpr=1&gdpr_consent=CO6cjWFO71b0dBEACBENA9CoAP_AAH_AAAwIG9tf_X_fb3_j-_59__t0eY1f9_7_v20zjheds-8Nyd_X_L8X_2M7vB36pr4KuR4ku3bBAQdtHOncTQmx6IlVqTPsbk2Mr7NKJ7PEmlsbe2dYGH9_n9XT_ZKZ79_v___7________77______3_v__9-BvbX_1_329_4_v-ff_7dHmNX_f-_79tM44XnbPvDcnf1_y_F_9jO7wd-qa-CrkeJLt2wQEHbRzp3E0JseiJVakz7G5NjK-zSiezxJpbG3tnWBh_f5_V0_2Sme_f7___-________–______9_7___fgAAA&ad_type=text_image&format=640×280&url=https%3A%2F%2Fwww.journalistenwatch.com%2F2020%2F10%2F27%2Fpropaganda-gehirnwaesche-zuwanderung%2F&flash=32.0.0&fwr=0&pra=3&rh=160&rw=640&rpe=1&resp_fmts=3&wgl=1&fa=27&adsid=NT&tt_state=W3siaXNzdWVyT3JpZ2luIjoiaHR0cHM6Ly9hZHNlcnZpY2UuZ29vZ2xlLmNvbSIsInN0YXRlIjowfV0.&dt=1603874653618&bpp=18&bdt=7317&idt=18&shv=r20201021&cbv=r20190131&ptt=9&saldr=aa&abxe=1&cookie=ID%3Da7c15ab41e7647db-22c678bf58a600e4%3AT%3D1603792989%3AS%3DALNI_MZuWG99ZIUCQ7a2VIhpdBYW7K-5mg&prev_fmts=640×280%2C1095x280%2C0x0%2C728x90%2C300x250&nras=2&correlator=7193666193667&frm=20&pv=1&ga_vid=1866899781.1600860470&ga_sid=1603874653&ga_hid=41053977&ga_fc=0&icsg=2439276209897408&dssz=108&mdo=0&mso=0&u_tz=60&u_his=1&u_java=0&u_h=990&u_w=1760&u_ah=969&u_aw=1760&u_cd=24&u_nplug=1&u_nmime=2&adx=58&ady=3193&biw=1095&bih=619&scr_x=0&scr_y=662&eid=42530671%2C21067982&oid=3&pvsid=2625236328277974&pem=906&rx=0&eae=0&fc=384&brdim=94%2C37%2C94%2C37%2C1760%2C21%2C1099%2C706%2C1108%2C619&vis=1&rsz=%7C%7Cs%7C&abl=NS&fu=8320&bc=31&ifi=10&uci=a!a&btvi=4&fsb=1&xpc=dn4UByZwJN&p=https%3A//www.journalistenwatch.com&dtd=110

3. „Invasion“: Im Wort „Invasion“ steckt das lateinische Verb „vadere“ für „gehen“, „fahren“, „schreiten“ und „treten“. Wer geht? Jeder Wanderer geht. Ob er gehend zu- oder einwandert, spielt keine Rolle. Zu behaupten, wir hätten es bei der „Massen(im)migration“ mit einer „Invasion“ zu tun, ist unter rein sprachlichen Gesichtspunkten nicht zu beanstanden. Beanstandet wird es aber. Und zwar aus Gründen des „falschen Verstehens“, was wiederum nichts anderes ist, als ein „unerwünschtes Verstehen“. Je nachdem, von welchem Standpunkt man es betrachtet, geht der Invasor hinein, oder er kommt als Ein- oder Zuwanderer herein. Da „wir“ inzwischen aber trotz unserer individuellen und kulturellen Unterschiede alle nur noch als „die Menschen“ gelten (früher: Franken, Hessen, Eskimos usw.) wird es auch überflüssig, die Perspektive zu berücksichtigen, aus der heraus jemand entweder als „Invasor“ (Hineingehender) begriffen wird, oder als „Zuwanderer“. Am schönsten denkt hierzulande jemand, der die „Invasoren“ erst dann mit einem freundlichen Lächeln bedenkt, wenn er sie als offensichtlich „Zugewanderte“ bemerkt, oder, – um mit Merkels Worten zu sprechen – mit den Achseln zuckt und lakonisch bemerkt: „Nun sind sie halt da“. Noch „besser“ als der „Zuwanderer“ ist nämlich der „Zugewanderte“. Er ist schon völlig harmlos da – und niemandem ist aufgefallen, was er zuvor aktiv unternommen hat, um jetzt hier zu sein.

Sprachlich liegen die Zuwanderung und die Invasion gar nicht so weit auseinander. Im Sprachverständnis allerdings scheint der eine Begriff von der Sonne – und der andere vom Mond zu kommen. „Global Compact For Mass-Invasion“ hätte auch nicht so schön geklungen wie „Global Compact For Migration„.

Konfuzius

Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen.“ Konfuzius war ein chinesischer Philosoph, der vermutlich von 551 v. Chr. bis 479 v. Chr. lebte. Das ist lange her. Moment! Ist das lange her? Ja und Nein. Wenn man sich überlegt, wer heutzutage bereits als „Ewiggestriger“gilt, dann ist das „verdammt lang her“ (Niedecken). Wenn man sich jedoch überlegt, wie lange die Dinosaurier bereits ausgestorben waren, als Konfuzius zur Welt kam, dann war es quasi erst gestern. Wer wiederum von gestern erzählt, ist noch kein „Ewiggestriger“.

Aus dem „Framing-Manual“ für die ARD

Irgendwann kurz vor der Jahreswende 2018/2019 hatte die ARD bei der Linguistin Dr. Elisabeth Wehling ein sogenanntes „Framing Manual“ in Auftrag gegeben, um von ihr zu erfahren, wie die ARD zu ihrem eigenen Wohl und Frommen – und mutmaßlich zu demjenigen der Regierung – am besten mit dem Fernsehpublikum kommuniziert. Das stieß, als es im Februar 2019 bekannt geworden war, auf ziemliche Empörung in der Öffentlichkeit. Von Frau Dr. Wehling gibt es ein hochinteressantes Buch, das im Oktober 2018 herausgekommen war, etwa zu der Zeit also, als man sich bei der ARD ratlos fragte, wie wohl die Kommunikation mit dem Publikum zu „verbessern“ sei. Schon der Buchtitel transportiert viel von der ganzen Wahrheit. Er lautet: „Politisches Framing – Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht.“ – Politisches Denken sei bewusst, rational und objektiv, heißt es da, und daß davon viele Menschen überzeugt seien. Jedoch habe moderne Neuro- und Kognitionsforschung die klassische Vernunft längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingten politische Entscheidungen, sondern kognitive Deutungsrahmen, in der Wissenschaft „Frames“ genannt. Wehlings Buch deckte also auf, welche Frames „unsere“ politischen Debatten bestimmen. Dabei gewähre es überraschende Einblicke in „unser“ kollektives politisches Denken. – Alles schön und gut. Aber ändert das irgendetwas an den Fakten, denen „unser“ politisches Denken zu gelten hätte? – Natürlich nicht.

Als die ARD Frau Dr. Wehling mit der Erstellung jenes infamen „Framing Manuals“ beauftragte, muß die treibende Kraft dahinter im Wunsch bestanden haben, den deutschen Fernsehzuschauer von den Fakten zu trennen, ihn also von Realität & Information abzukoppeln, um ihn in die „Meinungswelt“ zu schicken. Härter ausgedrückt: Es bestand wohl der Wunsch, den Demokraten in die Wüste zu schicken. Der Demokrat muß nämlich, wenn er als Demokrat funktionieren soll, wissen, worum es geht, und nicht, was alle anderen Demokraten mehrheitlich „meinen & finden“, um das dann mit seinem „Denken“ zu verwechseln. Noch härter ausgedrückt: Bei der ARD wollte man von Frau Dr. Wehling wissen, wie man am besten die Demokratie als solche ausschaltet, ohne daß es groß auffällt. Daß diese Wehling-Beratung der ARD, so, wie alles andere, vom Gebührenzahler bezahlt worden ist, versteht sich von selbst. Vermutlich deshalb nannte Jörg Schönenborn (ARD) die GEZ-Gebühr bereits im Jahre 2012 eine „Demokratieabgabe„. Wo man die Demokratie abgibt, weil sie einem genommen wird, kann man das schon so nennen.

Und dann kam Corona

Unverändert bis zum heutigen Tage ist geblieben, daß auch das permanente Framing verkauft wird als „Berichterstattung“. Dabei ist die „Corona-Berichterstattung“ eine wahre Fundgrube für Aussagen, die keiner gemacht hat, die dennoch aber „richtig“ verstanden wurden. Beispiel: „Die Zahl der Neuinfektionen steigt“. Das ist völliger Quatsch. Lediglich die Zahl der neu festgestellten Infektionen steigt. „Neue Feststellung“ ist aber etwas ganz anderes als „neue Infektion“. Daß eine solche „Berichterstattung“ im Sinne der Berichtenden funktioniert, liegt einzig und allein an den Verknüpfungen, die der panikgeschulte Adressat in seinem Kopf vornimmt, weil er „Neuinfektion“ mit „Virus“, „Pandemie“, „Siechtum“ und „Tod“ in Verbindung bringt. Nur deswegen glaubt er, er habe mit „Zahl der Neuinfektionen steigt“ eine wahre Information aufgenommen. „Zahl der Neuinfektionen steigt“ entspricht eben seiner je persönlichen Disponiertheit, nicht aber der Realität. In der Realität steigt lediglich die Zahl der neuen Feststellungen. Speziell dieser Sachverhalt ist im Lauf der vergangenen Monate so häufig erwähnt worden, daß er auch z.B. bei der ARD Berücksichtigung gefunden haben müsste. Dort will ihn aber niemand berücksichtigen – und da er dennoch nicht zu widerlegen ist, tut man dort in unnachahmlicher Pelzigkeit so, als sei die Verwechslung von „Neufeststellung“ mit „Neuinfektion“ noch nie von jemandem bemerkt worden, weswegen man auch weiterhin von „steigenden Neuinfektionen“ redet.

Dafür gibt es ein anderes Substantiv: Dreistigkeit. Und es geht immer noch dreister. „Die Zahl der Neuinfektionen hat eine kritische Schwelle überschritten“, hieß es jüngst. Meine Fresse! Was soll eine „kritische Schwelle“ sein? Schwelle von wo nach wo? „Kritische Schwelle“ – wer definiert, wann die Schwelle kritisch ist? Das erledigt der „Inzidenzwert“, welcher hinsichtlich seines „Kritisch“-Gehalts den „R-Faktor“ vom Spitzenplatz der Panikbegriffe verdrängen musste, weil mit dem „R-Faktor“ keine Panik mehr aufrecht zu erhalten gewesen wäre in jener „zweiten Welle“, die selbst wiederum als existent behauptet wird, obwohl es eine erste Welle gar nicht gegeben hatte. Die allgemeinen Mortalitätszahlen in Deutschland sind für die Monate Januar bis Oktober 2020 eher etwas niedriger als im langjährigen Mittel. Die allerdings sind in der öffentlichen Berichterstattung kaum ein Thema. Dort heißt es, es habe durchaus eine „Übersterblichkeit“ gegeben. Daß die Existenz von „Übersterblichkeit“ jedoch an einem bestimmten Zeitraum hängt, welchen man auf Übersterblichkeit hin untersucht, fällt unter den Tisch. Wenn es im März und im April eine leichte Übersterblichkeit gegeben hat, die sich allerdings auf das langjährige Mittel nicht auswirkt, weil es ganz normal ist, daß im Winter häufiger gestorben wird als im Sommer, dann gibt es lediglich eine Übersterblichkeit in den Wintermonaten im Vergleich zu den Sommermonaten. Wenn die Mortalitätsrate am Ende des Jahres in etwa denen der Vorjahre entspricht, dann hatten „wir“ keine Epidemie, keine Pandemie, oder sonst irgendetwas außergewöhnliches.

Die „Covid-19-Pandemie“ ist eine Medienseuche, keine Virenseuche. Sie existiert in den Köpfen der Medienkonsumenten, weil sie dort medial und nicht tatsächlich eingepflanzt worden ist. Sie ist das Resultat von „Meinungsbildung per Framing“. Das läßt sich durchaus auch bewerkstelligen durch die Kombination von Text und Bild. Die beiden müssen nicht unbedingt zusammenpassen, damit sie der Medienkonsument von ganz alleine zusammenfügt. Beispiel: Corona-Pandemie wütet in New York. Bild dazu: Ausheben von Massengräbern auf Hart Island im Long Island Sound. Daß diese Gräber seit jeher für die verstorbenen Unbekannten und Obdachlosen der Millionenmetropole ausgehoben werden, wird unterschlagen. Text: Corona. Bild: Massengrab. Das tut seine Wirkung, auch ohne daß jemand erst behaupten muß, auf Hart Island würden Seuchenopfer begraben. Hängen bleibt beim Medienkonsumenten: Es ist alles ganz arg schlimm. Besonders in New York. Und der Trump tut nichts dagegen.

Die Demokratie-Illusion

Bizarrerweise ist es so, daß die per Framing in die je persönliche „Meinungsfreiheit“ Entlassenen oft genug der Ansicht sind, gerade ihre Meinungsfreiheit sei ein Indiz für die Existenz von Demokratie, weswegen man die Demokratie auch schützen und bewahren müsse. Leute, was weg ist, das ist weg. Es gibt hierzulande keine Demokratie mehr, die irgendwer schützen und bewahren könnte. Reetablieren könnte man eine Demokratie eventuell. Allerdings nicht mit einem Volk, das sich von raffinierten Ideologen aus der Realität hinaus in die „ach-so-löbliche Meinungsfreiheit“ hineinframen läßt. Womit wir wieder bei der Sprache gelandet wären. Der Kampf um die Sprache sei wesentlich für die geistige Selbstbehauptung, merkte Franz Josef Strauß einmal an. Und damit hatte er recht. Es ist geradezu Wahnsinn, sich der Begrifflichkeiten derjenigen zu bedienen, die daran arbeiten, vermittels dieser Begrifflichkeiten ein „postfaktisches Zeitalter“ zu etablieren. Ein Unterfangen, das absolut geisteskrank ist. Die Dinge sind, wie sie sind. Wie sie jemand sehen will oder soll, ändert daran gar nichts. Das vormalige „Arschloch“ wird nicht dadurch zu einem angenehmeren Zeitgenossen, daß man es als einen „Menschen mit einem sozialethisch fragwürdigen Charakter“ bezeichnet. Wenn einem an einem anderen Menschen dessen sehr dunkle Hautfarbe als erstes auffällt, dann macht das aus dem „Neger“ keinen „Menschen mit afrikanischem Hintergrund“. Man kann seinen Hintergrund so oft betonen wie man will, es ändert nichts. Zunächst einmal steht dennoch sein „Hintergrund“ im Vordergrund.

Wer schafft Demokratie und Realität per Framing ab?

Die Antwort fällt zwar sehr pauschalisierend -, dafür aber kurz und bündig aus: Die Linken. Das sind diejenigen, die sich den lieben langen Tag überlegen, wie man wovon reden muß, damit keiner merkt, worum es ihnen tatsächlich geht. Und die einzige relevante Schlußfolgerung, die sich daraus ziehen läßt, ist die, daß das Linkentum nach einem linken Jahrhundert wieder verschwinden muß, und daß sich die Zahl der Mittel, die einem dafür zur Verfügung stehen, von Tag zu Tag weiter verringert. Man könnte natürlich auch alles so weiterlaufen lassen. Dann gäbe es allerdings auch nichts mehr zu meckern an „Neuinfektion“, „Demokratieabgabe“ und Hintergründen aller Art im Vordergrund.

So viel steht dennoch fest und ist historische – besser noch: globale – Erfahrung: Wenn Linke erst einmal an den Punkt kommen, an dem sie von der Realität resp. denen, die versuchen, bei der Realität zu bleiben, derartig in die Ecke getrieben worden sind, daß sie sich noch nicht einmal mehr pseudoargumentativ befreien können, dann gibt es „verstärktes Framing“. Die Wörter „Schutzhaft“ und „Endlösung“ sind Euphemismen, die beim „verstärkten Framing“ zur Anwendung kommen. Andere Euphemismen und „verstärktes Framing“ haben „wir“ allerweil schon.

Wer sich in seinem Menschsein – welches er, ginge es nach Igor Levit, dem wohlgelittenen Klavierspieler, als persönliches Recht bereits verloren hat, wenn er AfD-Mitglied ist – nicht als die totale Dumpfbacke begreifen will, der muß Deutschland 2020 schon erkennen als das, was es bereits ist: Die „Vorstufe“. Der „Mindset“, den es für einen Massenmord braucht, wurde bereits installiert. Von den „Qualitätsmedien“. Und hatte nicht unsere sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin in grauroter DDR-Zeit etwas mit „Agitation & Propaganda“ zu tun? Ich meine, ich hätte da einmal so etwas gehört oder gelesen ….

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