Unglaublich: „SPIEGEL“ erklärt Macron zum „Verlierer des Tages“

In Paris wurde am 16. Oktober der Geschichtslehrer Samuel Pathy auf offener Straße von einem 18-jährigen Islamisten enthauptet. Die daraufhin erfolgte Kampfansage des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an den Islamismus in Frankreich fand bei der Bundeskanzlerin keine Entsprechung. Als sei das noch nicht bemerkenswert genug, erdreistet sich der „SPIEGEL“ nun auch noch, Macron zum „Verlierer des Tages“ zu erklären. Eine Abrechnung.

Von Max Erdinger

Verlierer des Tages ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Nach dem Attentat eines Islamisten auf den Lehrer Samuel Paty hat Macron sich etwas ungeschickt in einen Konflikt mit mehrheitlich muslimischen Staaten begeben – und auch im eigenen Land neue Wunden aufgerissen“ – SPIEGEL Politik

Frankreich am Abgrund

Kaum ein Thema beschäftigt die Franzosen so sehr wie die radikalen Moslems im Lande. In den vergangenen Jahren sind auf „mysteriöse Weise“ über 1.000 Kirchen angezündet oder vandalisiert worden. Prominenteste Sakralbauten darunter waren die Kathedrale Notre Dame in Paris und die Kathedrale von Nantes. Vor einigen Jahren entwarf Michel Houellebecq in seinem Bestseller „Unterwerfung“ bereits das Bild einer islamischen Republik Frankreich und zeichnete fiktiv nach, wie es zu einer solchen hatte kommen können. Im vergangenen Jahr knackte Laurent Obertone  mit seinem dystopischen Roman „Guerilla“ Rekorde. Binnen kürzester Zeit nach dem Erscheinen hatte sich „Guerilla“ über 100.000 Mal verkauft. Obertone prangerte Journalisten und Blogger an, die den Staat unterhöhlt haben, schrieb von hilflosen Politikern, von der weichgespülten Polizei, den harmlosen Identitären und ratlosen Bürgern.

Das Interesse der Franzosen an diesen Büchern speist sich natürlich auch aus ihren eigenen Erfahrungen. Bei den Terroranschlägen vom 13. November 2015 kam es zu fünf Anschlägen im 10. und 11. Arrondisement von Paris. Es gab 130 Tote und 683 Verletzte zu beklagen. Der Islamische Staat hatte sich zu den Anschlägen bekannt. Allein das Massaker im Club „Bataclan“ war von einer derartigen Bestialität, daß sich die französische Regierung darum bemühte, möglichst keine Details über die Torturen der Opfer an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Die Bestialität wurde dennoch öffentlich. Monate zuvor, am 7. Januar 2015, hatte es den Anschlag auf die Redaktion der linken Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ mit elf Toten gegeben, am 8. Januar wurde eine Polizistin erschossen. Am 9. Januar killte der Mörder jener Polizistin vier weitere Personen in einem Supermarkt für koschere Produkte und nahm etliche Geiseln. Aktuell erreicht uns die Meldung von drei erstochenen Kirchenbesuchern in Nizza (29.10.20). Eines der Opfer soll enthauptet worden sein, so, wie Samuel Pathy am 16. Oktober in Paris.

Die Enthauptung des Geschichtslehrers Pathy vor knapp zwei Wochen schien endlich eine Trendwende im Umgang mit den radikalen Moslems in Frankreich zu bewirken. Präsident Macron erklärte dem Islamismus im Lande den Krieg. Das war längst überfällig. Französische Islamkritiker waren zuvor jahrelang immer stärkerem Druck von Regierung und französischer Systempresse ausgesetzt gewesen. Wenn es auch nicht viele Bonuspunkte gibt, die Emmanuel Macron gutzuschreiben wären – seine „Kriegserklärung“ an den radikalen Islam ist definitiv einer. Seinen Worten folgten auch sogleich Taten. Innenminister Gérald Darmanin ließ jene Moschee in einem Pariser Vorort schließen, deren Imam zuvor den Unterricht des Geschichtslehrers Pathy angeprangert hatte. Und endlich fiel auch die richtige Bezeichnung für diese Leute: „Feinde der Republik“. Schluß mit dem Gekuschel.

Wunden aufreißen á la „SPIEGEL“

Wessen Wunden hat Macron eigentlich aufgerissen in Frankreich? Waren denn schon welche verheilt? Notre Dame ist noch nicht wieder instandgesetzt. Samuel Pathys Ehefrau und die vier Kinder trauern noch lange. Die drei Opfer von Nizza sind noch nicht einmal beigesetzt. Welche Wunden soll Macron „im eigenen Land“ denn aufgerissen haben? Und wieso Macron? Vielmehr ist es wohl so, daß Macron endlich und viel zu spät versucht, Wunden „auch im eigenen Land“ zu schließén, nicht zuletzt auch psychische. Viel zu lange schon haben sich die Franzosen von gleich zwei Seiten her demütigen lassen müssen. Vom islamistischen Terror einerseits – und von einer Regierung, die der französischen Alltagserfahrung wie zum Spott jenen unsäglichen Schnack von der Toleranz, dem guten Willen und der Integration entgegensetzte, der auch uns Deutschen bestens bekannt ist.

Was der „SPIEGEL“ mit seiner Ernennung Macrons zum „Verlierer des Tages“ dokumentiert, ist die eigene Niedertracht. In einem „Kampf“, der gerade erst beschlossen und verkündet worden ist, gibt es noch keinen Verlierer. Zudem gilt gerade in Bezug auf Macron: Seine Worte hör´ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Bei der symbolkräftigen Schließung einer Moschee wird es wohl kaum bleiben können, will Macron nicht in nächster Zukunft zum „maulheldenhaften Verlierer“ des von ihm selbst verkündeten Kampfes werden. Da geht noch deutlich mehr. Verloren hätte, wer in diesem Kampf auch nur einen Pfifferling auf das durchsichtige Gemaule aus irgendwelchen muslimischen Staaten gibt. Daß der von Macron ausgerufene Kampf gegen den radikalen Islam ein schwieriger Balanceakt ist, weil es gilt, diejenigen Muslime nicht auch noch zu re-radikalisieren, die genau deswegen in Frankreich leben, weil sie eben nicht in einer muslimischen Theokratie oder einem theokratisch dominierten Land leben wollen, macht die Sache nicht einfacher.

Deswegen hätte Emmanuel Macron in dem von ihm ausgerufenen Kampf die Unterstützung aller verdient, denen an der Wiederherstellung jener inneren Sicherheit gelegen ist, welche zunehmend unter die islamistischen Räder gekommen ist – und rapide weiter erodiert.

Verlierer des Tages und überhaupt

Verlierer des Tages und überhaupt ist der „SPIEGEL“. Mit seiner Ernennung Emmanuel Macrons zum „Verlierer des Tages“ dokumentiert das vom Auflagenverlust gebeutelte und von Bill Gates geschmierte Relotiusblättchen lediglich seine eigene Verachtungswürdigkeit. Schlimmer noch als die willfährige Realitätsverweigerung, die man dort aus Gründen eitel moralisierender Selbstbespiegelung pflegt, ist die Arroganz, mit der man das tut. Eine solche „Qualitätspresse“ ist die Pest. Nicht nur in Deutschland, übrigens.

Das kulturmarxistische „Schönerdenken“ mit seinem utopistischen „Love, Peace & Happiness“ für „den ganzen Planeten“ ist zur Geißel der gesamten, vormals „freien Welt“ geworden. Jeder Realist weiß, daß es eine friedliche Koexistenz mit den Strenggläubigen allenfalls punktuell und über vergleichsweise kurze Zeiträume gegeben hat – und nur dort, wo sie totalitäre Staatsmacht erzwingen konnte -, und daß man ungeachtet des eigenen Wünschen & Wollens die geschichtliche Erfahrung berücksichtigen muß, welche da lautet: Der Islam kommt nicht, um zu koexistieren, sondern er kommt, um zu herrschen.

Eine parallel laufende geschichtliche Erfahrung ist die, daß Linke schon immer die unfreiwilligen Komplizen des islamistischen Terrors gewesen sind, allein deswegen, weil sie partout nicht wahrhaben wollen, daß nicht die ganze Welt so denken muß wie sie selbst. Wobei „denken“ in diesem Zusammenhang ein fragwürdiges Verb ist.

Nicht umsonst schlägt die „taz“ etwa in dieselbe denkfaule Kerbe wie der „SPIEGEL“. Bei der „taz“ ist allen Ernstes zu lesen: „Ein französischer Lehrer wurde ermordet, weil er im Unterricht über die Mohammed-Karikaturen diskutieren ließ. Es spricht viel dafür, dass der Mörder Kontakte zu Dschihadisten in Syrien hatte und der Mord keine Tat im Affekt war. Umso mehr hätte dieser Terrorakt deshalb ein Fall für eine professionelle Polizeiarbeit sein müssen und nicht ein Aufhänger für einen scheinbaren Kulturkonflikt„.

Ja, geht´s denn noch? Samuel Pathy wurde nicht einfach „irgendwie ermordet“, sondern er wurde auf eine sehr spezielle Weise gemeuchelt. Ihm wurde auf offener Straße mit einem Küchenmesser der Kopf abgetrennt! Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht davon zu lesen wäre, daß wahllos irgendwelche Personen – fast immer – von Tätern aus dem islamischen Kulturkreis erstochen werden. Was soll daran scheinbar sein? Das ist kein scheinbarer Kulturkonflikt, sondern ein Kulturkonflikt. Und ob das einer ist, hängt nicht davon ab, ob das Linken gefällt oder nicht. Konflikte müssen ausgetragen – , nicht unter den Teppich gekehrt werden. Teppiche, unter die viel gekehrt wird, bilden Beulen aus und werden so zu Stolperfallen. Nicht nur Macron, sondern die gesamte westliche Welt wäre verdammt gut beraten, sich endlich dazu zu entschließen, diesen Konflikt für sich zu entscheiden. „Schöner Denken“ können radikale Moslems selbst. Nur eben auf ihre Art „schöner“. Fortgesetzes und wirkungsloses Appeasement ist etwas für Traumtänzer und Vollidioten.  „Verlierer des Jahrhunderts“ sind deshalb der „SPIEGEL“ und die „taz“.

Quelle

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