Brahim Aouissaoui, Auftrags-Terrorist von Nizza – Zeit die Flüchtlingsschwärmerei zu beenden

Brahim Aouissaoui – das ist der Name des Attentäters von Nizza, der in der ARD als “1999 geborener Tunesier” bezeichnet wird.

Aouissaoui ist am 14. September von Sfax, Tunesien aus, an Bord eines kleinen Boots mit maximaler Kapazität für 20 Personen, nach Lampedusa aufgebrochen.

Auf seinem Weg nach Lampedusa sind er und seine Mitreisenden offenkundig nicht von der Gutmenschen-Flottille gerettet worden.

In Lampedusa wurde er von italienischen Behörden am 20. September erfasst.

Am 25. September wurde er – gemeinsam mit 50 anderen – auf das Schiff Rhapsody in Quarantäne gesteckt, in der er zwei Wochen verbracht hat. Diejenigen, die die Quarantäne mit ihm geteilt haben und sich an ihn erinneren, haben dem Corriere della sera berichtet, dass er die Zeit vor allem damit zugebracht habe, zu telefonieren und entschlossen gewesen sei, nach Frankreich weiterzureisen.

Brahim Aouissaoui

Am 8. Oktober hat die Rhapsody in Bari angelegt, und die italienischen Behörden haben damit begonnen, die Migranten vom Schiff zu holen und in Gruppen zu teilen:

  • 104 wurden sofort aussortiert, weil sie als gefährlich oder als Straftäter bekannt waren;
  • 177, die meisten davon minderjährig, wurden in Aufnahmelager gesteckt;
  • 122, die in den nächsten Tagen zurückgeschoben werden sollten, wurden auf freien Fuss gesetzt. Aouissaoui befand sich unter ihnen und ist in der Folge verschwunden.

Er hat sich noch am 9. Oktober auf den Weg nach Paris gemacht. Offenkundig ist es ihm mithilfe eines “Ersatzpasses”, einer Art Identifikationskarte, die das Rote Kreuz ausstellt, gelungen, unbehellig von Italien nach Frankreich zu reisen. Dann verliert sich seine Spur, bis er am Morgen des 29. Oktober am Bahnhof in Nizza von CCTV-Kameras erfasst wird. Am Bahnhof von Nizza hat er seine Kleidung gewechselt, neue Schuhe angezogen, seine Jacke gewendet und sich auf den Weg in die rund 400 Meter entfernte Basilica de Notre Dame gemacht. In der Basilika hat er sich rund 30 Minuten aufgehalten und während dieser Zeit drei Menschen mit einem “langen Messer” getötet, eine 60jährige, einen 55jährigen und eine 44jährige.

Sein Morden hat er mit der Rezitation von Allahu Akbar angefüllt.



Das sind die Fakten, aus denen man eine Reihe von Schlussfolgerungen ziehen muss, die normalerweise dafür sorgen müssen, dass die Gutmenschen-Flottille aus dem Mittelmeer verschwindet und eine andere, eine härtere Linie gegen Zuwanderung gezogen wird.

Wie Reuters feststellt, wurde Aouissaoui weder von den tunesischen noch den italienischen noch den französischen Behörden als gefährlich geführt oder erkannt. Offenkundig ist es dem 21jährigen gelungen, unter dem Radar der Sicherheitsbehörden zu bleiben. Aouissaoui hat keinerlei kriminelles Strafregister, das ihn als Attentäter hätte ausweisen können.

Da Aouissaoui erst Anfang Oktober in Bari an Land gegangen ist und die 14 Tage zuvor auf einem Quarantäneschiff weitgehend ohne Kontakt mit anderen und mit häufigen Telefongesprächen verbracht hat, kann man davon ausgehen, dass Aouissaoui seine Radikalisierung in den terroristischen Arm des Islam nicht in Italien oder auf der Überfahrt nach Lampedusa erfahren hat. Man muss zu dem Schluss kommen, dass er bereits ein radikaler islamistischer Terrorist war als er sich auf den Weg nach Italien gemacht hat. Und von dieser Feststellung ist es nicht mehr weit zu der Erkenntnis, dass er offenbar mit dem expliziten Ziel, einen terroristischen Anschlag in Frankreich zu verüben, seine Überfahrt von Sfax nach Italien begonnen hat. Er ist ein Auftrags-Terrorist, der mit explizitem Auftrag nach Europa geschleust wurde.

Die Schleusung hat sehr erfolgreich funktioniert. Drei Sicherheitsbehörden haben ihn nicht als Gefahr erkannt. Weder die tunesischen noch die italienischen noch die französischen. Wenn es einem Auftrags-Terroristen gelingt, unerkannt von Sicherheitsbehörden nach Europa zu reisen, dann kann man davon ausgehen, dass er kein Einzelfall ist. Und wenn er kein Einzelfall ist, dann muss man sich fragen, wie viele Terroristen wie Aouissaoui bereits nach Europa gelangt sind und nur auf eine Gelegenheit warten. Dass Aouissaoui in Italien abtauchen konnte, hat seine Begründung in den durch SARS-CoV-2 verursachten Problemen, die eine längere Bearbeitungsdauer zur Trennung von berechtigten Asylbewerbern und illegal Einreisenden ohne Aufenthaltsrecht, nach sich ziehen. Und es hat seine Ursache in der Überlastung der italienischen Behörden, denen regelmäßig die Menschenfracht, die z.B. die Gutmenschen-Flottilla u.a. der Evangelischen Kirche anschippert, vor die Tür gekippt wird.

Wenn es offenkundig möglich ist, dass ein Terrorist wie Aouissaoui durch das Netz der Behörden schlüpfen kann, um dann drei unschuldige und ihm unbekannte Menschen bestialisch zu ermorden, dann muss dieses Netz verengt werden, jedenfalls dann, wenn man den Schutz der eigenen Bevölkerung höher ansetzt als die Beherbergung von illegalen Migranten, unter denen sich wer weiß wie viele Auftrags-Terroristen verstecken.

Diese Konsequenz scheint uns logisch.

Aber diese Konsequenz wird derzeit wieder zerredet, u.a. dadurch, dass die an Zuwanderung verdienende Linke Störfeuer gezündet und Nebenkriegsschauplätze eröffnet hat.



Dieselben Leute, die jeden Mörder, der in seinem früheren Leben einmal mit einem Rechtsextremisten Schach gespielt hat, zum Prototyp des Rechtsterroristen aufbauen, den sie zur Grundlage nehmen, um einen undifferenzierten Verbalkrieg gegen alles und alle, was bzw. die von ihnen aus rechts ist / sind zu führen, sind plötzlich zu Differenzierung fähig. Anschläge, wie der Mord an Samuel Paty in Paris oder die Morde in Nizza, die das Merkmal gemeinsam tragen, von einem Islamisten ausgeführt worden zu sein, stünden nicht für den Islam. Man müsse zwischen Islam und Islamismus trennen.

Als der Irre von Hanau, Tobias Rathjen, auf Mordtour gegangen war, wurde jede nur erdenliche Möglichkeit ersonnen, um den Psychopaten zu einem Rechtsextremisten zu stilisieren, um ihn im nächsten Schwung als notwendige Folge rechtsextremer, rechtsradikaler oder rechter Indoktrination zu nehmen. Niemand ist auf die Idee gekommen, dass man zwischen Rechtsterrorist und Ideologie der Rechten trennen müsse. Es war politisch opportun, dies nicht zu tun. Nun, da zum wiederholten Mal ein Muslim als Terrorist in Erscheinung getreten ist, ist das anders. Nun muss eindeutig zwischen der Ideologie des Islam und dem Islamismus getrennt werden. Auch diese Trennung entspringt politischem Opportunismus. Dieselben Organisationen, die daran verdienen, dass sie angeblich gegen Rechtsextremismus vorgehen, verdienen auch daran, dass sie Islamophobie bekämpfen, Islamfeindlichkeit. Ersteres macht es notwendig, alles, was rechts ist, über einen Kamm zu scheren und zur Gefahr zu erklären, Letzteres macht es notwendig, fein säuberlich zwischen Islam und Islamismus zu trennen.

Es mag sein, dass der politische Islam, der in Hasspredigten und Terroranschlägen in Erscheinung tritt, von einem religiösen Islam verschieden ist. Wenn dem aber so sein sollte, dann muss man von den Angehörigen des religiösen Islam erwarten, dass sie sich massiv von den Terroristen des politischen Arms differenzieren, dass sie sich nicht für politische Agitation vereinnahmen lassen, ihre Moscheen für Hassprediger schließen und jede Gelegenheit nutzen, um Terroranschläge, wie den in Nizza öffentlich zu verdammen. Um fair zu sein, der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat den Anschlag verurteilt:

Aber diese lauwarme Verurteilung ist nicht, was notwendig wäre. Es ist nicht “der Terror” und “der Extremismus”, der im konkreten Fall bekämpft werden muss. Es ist klar angebbar ISLAMISTISCHER Terror und ISLAMISTISCHER Extremismus, der bekämpft werden muss. Solange der Zentralrat der deutschen Muslime sich hinter der Tatsache versteckt, dass es auch andere Extremisten als islamistische gibt, ist seine Verurteilung nichts wert, nichts anderes als ein weitgehend inhaltsleeres politisches Statement. Eine Differenzierung von den Extremisten und Terroristen in den eigenen Reihen ist gefragt.

Zu den Nebenkriegsschauplätzen, die derzeit eröffnet werden, tragen öffentlich-rechtliche Medien wieder umfassend bei. Eine Herz-Schmerz-Geschichte in der ARD, die absurder Weise mit “Verzweifelte Suche nach Antworten” überschrieben ist, dient wohl eher dazu, den Brunnen weiter zu vergiften als die offenkundigen Probleme zu benennen. Glauben Sie, dass in Nizza irgendjemand nach “Antworten” sucht? Wenn ein Islamist eine Kirche stürmt und mit Allahu Akbar Rufen sein “langes Messer” nutzt, um Menschen zu enthaupten und zu töten, dann muss man nach keinen Antworten suchen. Es ist offenkundig, dass ein islamistischer Terroranschlag ausgeführt wurde. Terroranschläge werden ausgeführt, um Unsicherheit zu verbreiten und Druck auf eine Regierung auszuüben. Man muss keine Antworten suchen. Sie liegen auf der Hand. Wer sich demnach dumm stellt und so tut, als lägen die Antworten nicht auf der Hand, der muss ein anderes Motiv mit seinem Text verbinden. Der Text, den Sabine Wachs in der ARD hinterlassen hat, hat ein anderes Motiv. Es findet sich in der Mitte des Beitrags und liest sich wie folgt:

“Der Mittsechziger, der seit Jahren an der Côte d’Azur lebt, macht unter anderem das Handeln von Präsident Macron und der Regierung für den Anschlag verantwortlich. Seit dem brutalen Mord am Lehrer Samuel Paty geht die Regierung hart gegen Islamisten vor, hat unter anderem eine Moschee geschlossen.

Frankreichs Präsident Macron hat Mohamed-Karikaturen im Namen der Meinungsfreiheit verteidigt. Mehrere arabische Länder haben zum Boykott französischer Produkte aufgerufen. Kreise, die der Terrororganisation Al Quaida nahestehen, sollen zu Anschlägen in Frankreich aufgerufen haben.

“Vielleicht sollten wir besser Karikaturen über andere Dinge machen, aber nicht mehr über Mohamed. Vielleicht wäre das ja die Lösung. Ich weiß es nicht. Aber können wir unsere Meinungsfreiheit nicht anders ausdrücken, als mit diesen Karikaturen?”

Stellen Sie sich vor, Wachs hätte über den Mörder aus Hanau zu berichten gehabt. Glauben Sie, im Text wäre ein Mittsechziger zu Wort gekommen, der die Regierung und ihren Kampf gegen Rechts für das Attentat verantworlich machen darf? Glauben Sie, Wachs hätte Bundesinnenminister Seehofer und sein Verbot von rechtsextremen Gruppen kritisieren lassen?

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Wir gehen, wie sie merken, davon aus, dass es den Mittsechziger, der hier zitiert wird, tatsächlich gibt, obwohl wir daran erhebliche Zweifel haben. Wenn es den Mittsechziger tatsächlich gibt, dann hat Wachs genau seine Stellungnahme ausgewählt, um sie zu verbreiten. All die anderen Stellungnahmen, die sie doch sicher gesammelt hat, hat sie nicht verbreitet. Warum? Weil Macron darin kritisiert wird? Weil ein Präsident, der eine no-nonsens Politik gegen Terroristen fährt, in der irren Welt der Identitätslinken angefeindet wird? Weil es die Möglichkeit einräumt, der Einschränkung (und damit Beseitigung) der Meinungsfreiheit einmal mehr das Wort zu reden?

Es ist unglaublich, welche anti-demokratischen Abgründe sich bei der ARD täglich auftun.
Wir finden Mohammed-Karrikaturen nicht sonderlich erbaulich, aber selbstverständlich sind sie von der Meinungsfreiheit und der Pressefreiheit umfasst. Davon gibt es keinen Deut abzuweichen. Aber wie sieht es im Kopf von jemandem aus, der denkt, der Terroranschlag in Nizza habe etwas mit einem Cartoon in einer Satirezeitschrift zu tun? Wie wirr kann man eigentlich sein? Hier wird einmal mehr in unverantwortlicher Weise von identitätslinker Seite versucht, die eigenen Hätschelprojekte mit Verständnis zu isolieren und keinerlei Diskurs über die Gefahren, die von einem radikalisierten Islam und vor allem davon ausgehen, dass man Ross und Reiter nicht mehr nennen darf, weil ein Mütchen an linker Seite dadurch verletzt sein könnte.

Wer es angesichts von drei Mordopfern verhältnismäßig findet, Einschränkungen von Presse- und Meinungsfreiheit anzusprechen, und diese damit in eine Kausalität der Ereignisse einzubauen, der ist entweder ein Dummkopf oder ein Bösewicht, der versucht, die Tatsache zu unterschlagen, dass niemand weiß, wie viele Aouissaouis es in Europa bereits gibt. Der versucht, die Offensichtlichkeit darüber zu täuschen, dass von islamistischen Terroristen derzeit die größte, die mit Abstand größte Gefahr ausgeht. Und der versucht, eine fein ziselierte Trennung zwischen Islamismus und Islam nur deshalb durchzusetzen, weil er seine Finger im dicken Geschäft der Bekämpfung des von prekären Mittelschichtlern erfundenen Konzepts der “Islamfeindschaft” hat.

Eine Diskussion darüber, welcher Gefahr man die eigene Gesellschaft aussetzen will und darf, und welche Werte unhintergehbar sind, unhintergehbar für jeden, der in dieser Gesellschat Teil sein will, ist überfällig. Selbst Linke sollten ein Interesse daran haben, sie zu führen. Denn eines ist klar, wenn die Diskussion nicht geführt wird, dann werden die Ereignisse den Takt vorgeben. Oder gibt es jemanden, der denkt, der Terroranschlag von Nizza sei der letzte islamistische Terroranschlag gewesen?


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