Wo verstecken sich die deutschen COVID-19 Toten?

Bild: Christian Daum / pixelio.de

Dr. Rainer Facius

„Die aktuelle Situation in Deutschland ist an jahreszeitlich bedingter Normalität nicht zu überbieten – trotz gleicher Horrorrhetorik wie schon im Frühjahr“.
Mit diesem Satz hatte Dr. med. Frank den Abschnitt „Jahreszeitübliche Normalität“ seines jüngsten EIKE Beitrags eingeleitet (hier). Diese Aussage kann anhand der Daten des Statistischen Bundesamtes cum grano salis auf das ganze Jahr 2020 ausgeweitet werden.

Vorbemerkung: Im Gegensatz zu den bei EIKE vorherrschenden Stellungnahmen zu Corona/Covid-19 und den ‘Vorsorge-‘ Maßnahmen der Regierungen erweckten zunächst die weltweiten und besonders ostasiatischen Verläufe der Epidemie bei mir die Auffassung, dass der auslösende Erreger deutlich gefährlicher ist als die bekannten Influenza Viren. Die zunächst überhebliche bzw. arrogante und dann hektische Reaktion unserer Verantwortlichen sah ich als die Hauptursache für die im März/April zumindest lokal durchaus beängstigenden publizierten Sterberaten – vor allem in den Altersklassen ab 60. Von daher erschienen mir viele Kommentare bei EIKE als voreilig bis abwegig. Allerdings war auch mir bald bewusst, dass die amtlich wie halbamtlich publizierten ‘Fall-‘Zahlen mehrheitlich dazu dienen sollten, die Bevölkerung auf Linie zu trimmen. Die unkritische und kontextfreie Verbreitung jedweder Horrorzahl durch die wie immer diensteifrigen regierungstreuen Verlautbarungsmedien war allein schon ein ausreichender Grund für eine solche Bewertung. Zumindest was die aktuelle Entwicklung betrifft, muss ich mich – vorsichtig – der bei EIKE vorherrschenden Bewertung anschließen.

Angestoßen durch die neuen ‘Schutzmaßnahmen‘ ab November suchte ich nach Daten zu ‘harten‘ Endpunkten im Gegensatz zu den von den Medien verbreiteten PCR-Testergebnissen, die sinn- und rechtswidrig als Infektions-„Fälle“ den verängstigten Konsumenten um die Ohren geschlagen wurden und mit denen unsere Obrigkeit ihre Zwangsmaßnahmen zu rechtfertigen sucht. Dr. med. Gunter Frank hatte (hier) solche „harten Endpunkte“ diskutiert. Unbestreitbar die härteste aller denkbaren Gesundheitsdaten stellen die Todesfallraten dar. Stephan Kloss hatte (hier) verwiesen auf die amtlichen (DeStatis) deutschen Sterbedaten für die Jahre 2016 bis 2020 (bis einschließlich September).

Todesfälle in Deutschland: 2019 und 2020

Abbildung 1 gibt die in der DeStatis Excel Datei enthaltenen Sterbefälle in den ersten 9 Monaten von 2020 wieder. Abgesehen von den KWn 14 und 15 liegt die Zahl der wöchentlichen Todesfälle völlig unspektakulär unter 20000. In den zwei KWn 14 und 15 (30. März bis 12. April) liegen sie mit 20489 resp. 20630 knapp über 20000, um anschließend dem üblichen jahreszeitlichen (Erwärmungs-) Trend folgend in KW 28 (6. bis 12. Juli) auf ein Minimum von 16099 abzusinken. In KW 33 (10. bis 16. August) tritt ein kurzer (möglicherweise Hitze bedingter) Peak mit 19571 Todesfällen auf, zu einer Zeit, als aber von Corona noch wenig zu hören war. Bis zum 4. Oktober (KW 40) dümpelte die Gesamt-Sterberate dann wieder auf einem Niveau um 16000 bis 17000 Todesfällen pro Woche, ungeachtet der bereits im September durch die Medien gejagten Panikmeldung über eine zweite Welle.

Im Vergleich mit den wöchentlichen Sterberaten im Vorjahr, 2019 (Abbildung 2), stellt sich 2020 bisher als völlig normales Jahr heraus. Die Spätwinter Sterblichkeit trat in 2019 etwas früher mit jahreszeitlich, kältebedingter erhöhter Sterblichkeit in den vier KWn 7 bis 10 (zwischen 10. Februar bis 8 März) auf, mit wöchentlich höheren Todesfällen von 20150, 20349, 20790, und 20453. Dieser Peak trat 2020 in schwächerer Form, vier Wochen verspätet und verkürzt zwischen dem 30. März und dem 12. April auf (siehe oben). Wo haben sich dann hier die Corona Toten versteckt?

In den durch und durch normalen – selbst altersbezogen normalen – Sterberaten in 2020 sind ziemlich sicher auch – allerdings wohl nur schwer quantitativ zu ermittelnde – Todesfälle enthalten, die durch die zahlreichen Nebenwirkungen der Zwangsmaßnahmen verursacht worden sind. Insofern stellt sich Frage nach dem Verbleib der Corona Toten noch verschärft.

Im übrigen werden die längerfristigen Folgeschäden dieser vorsorglichen ‘Schutzmaßnahmen‘ die Lebensqualität auf Jahre hin beeinträchtigen und unvermeidlich weitere Todesfälle verursachen, die dann ebenfalls nicht dem Corona Virus sondern den Verantwortlichen zuzurechnen sind.

Influenza Mortalität

Neben dem Vergleich der Sterblichkeitsraten der Jahre 2019 und 2020 drängt sich der Vergleich mit Sterblichkeitsraten in anderen Pandemien auf, insbesondere in den ‘gewohnten‘ Influenza Pandemien. Abbildung 3 präsentiert die in verschiedenen Regionen und im zeitlichen Verlauf beobachteten Fall-Mortalitätsraten einer eher schwereren Influenza-A Pandemie von 2009. Neben ‘weichen‘ Schätzungen auf Grund von „geschätzten Infektionen“ oder „symptomatischen Fällen“ zeigen die ‘harten‘ Schätzungen auf der Basis von labortechnisch nachgewiesenen Infektionen eine Schwankungsbreite von mehr als zwei Größenordnungen mit im ‘Mittel‘ ca. 0.8 % Mortalität. Aktuelle Schätzungen der Fall-Mortalitätsraten für Covid-19 konvergieren zunehmend in einen Bereich, der sich nur unwesentlich von diesem Influenza-A Wert abhebt – wenn überhaupt. Somit ist die Covid-19 Pandemie auch hinsichtlich dieses „harten“ Endpunkts inzwischen ein eher normales Ereignis. Anomal sind nur die Reaktionen der vorgeblichen Lebensschützer (für die mehrheitlich menschliches Leben im Mutterleib ein zu beseitigender Störfaktor ist). Wer 2009/2010 einen Lockdown mit der Begründung hätte durchsetzen wollen, er wolle Leben schützen, der wäre aus dem Amt gejagt worden.

Wo verstecken sich die Toten?

Die gestellte Frage nach dem Verbleib der Corona Toten wird man wohl kaum belastbar beantworten können. Was man sagen kann, daß ihre landesweite Anzahl zu klein ist, um im stochastischen Rauschen nachweisbar zu sein. Das kann und soll keine Abwertung der ohne Frage schweren Schicksale in den ohne Frage existierenden Einzelfällen sein. Daß aber Einzelfälle der Obrigkeit zur Rechtfertigung der wahrscheinlich überwiegenden und alle bedrohenden Nebenwirkungen ihrer Zwangs-Therapie mißbraucht werden können, darauf mußte man warten bis zur gegenwärtigen Herrschaft des Gutmenschentums.

Angesichts (i) des bisher vergleichsweise normalen Verlaufs des „harten Endpunktes“ Sterblichkeit (ii) der normalen Mortalitätsraten, sowie (iii) der versteckten Nebenwirkungen stellt sich die Frage nach der wahren Motivation für die drakonischen, die Gesellschaft wie insbesondere die Volkswirtschaft und damit auch das Gesundheitssystem ruinierenden Zwangsmaßnahmen, die die uns beherrschenden Verantwortlichen der Bevölkerung aufoktroyieren – am Rande bis jenseits parlamentarisch demokratischer Legitimation! Letzteres ist um so alarmierender, als gleich mehrere unveräußerliche Grundrechte durch diese Maßnahmen de facto außer Kraft gesetzt sind.

Für die Degeneration der „vierten Gewalt“, deren Pressefreiheit Privilegien einzig mit dem Auftrag zu rechtfertigen sind, dass sie die Bevölkerung vor den Allüren der Regierenden zu schützen haben, bedarf es aber dieses erneuten Beleges ihres Versagens nicht mehr. Spätestens seit den Vertrags- Gesetzes- und Rechtsbrüchen zur Rettung Europas, des Euro, des Klimas weiß man, dass die Medien zu Claqueuren der Regierenden mutiert sind (von wenigen, isolierten Ausnahmen in den Printmedien abgesehen).

Quelle

4 Kommentare zu „Wo verstecken sich die deutschen COVID-19 Toten?

  1. Die Frage sollte nicht heißen: „Wo sind die Toten“ sondern viel mehr: „Wo ist das Virus?“
    Das Virus wurde bis heute nicht isoliert und die Existenz beruht lediglich auf Annahmen. Dies trifft nicht nur auf das Sars Cov2 zu, sondern auf fast alle anderen „krankmachenden Viren“ ebenso. Es gibt keine Studien, in dem die wissenschaftlich vorgeschriebenen Kontrollexperimente bzw. Negativkontrollen durchgeführt wurden….also, was passiert hier eigentlich?!
    Beim Rubikon gibt es einen guten Artikel dazu. Der Autor geht hier zwar auch fälschlicherweise von der Existenz von Influenzaviren aus aber es soll ja um das „Corona-Virus“ gehen.
    https://www.rubikon.news/artikel/auf-hauchdunnem-eis

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  2. Wirklich treffend kommentiert! Vielen Dank dafür.
    Eine Tragödie ist trotzdem permanent vorhanden. Die Mehrzahl der Bundesbürger hält die Maßnahmen der politischen Kaste für richtig, nur deswegen ist noch kein Massensterben zu verzeichnen. Die Bürger glauben wirklich, man könne sich (oder andere) mit einer Maske schützen! Auch das bei der letzten Grippeepedemie in 2018 viel mehr Menschen gestorben sind kann man zwar anführen, das interessiert aber niemand!
    Man kann den Eindruck gewinnen, die Bürger lieben eine „starke Hand“ und Grundrechtabbau.
    Genauso interessant ist die Frage: warum das alles? Was gibt es für Ziele? Vor ein paar Tagen schrieb ich einen längeren Kommentar dazu: Was haben wir falsch gemacht?
    Dumm ist Putchen nicht; sie verfolgt ein klares Ziel- nur wir bekommen nicht zu wissen was das für eines ist! Selbst das ist den beinharten Bundesbürgern egal, sie sehen darin nur Vorsorge für ein gesünderes Leben. So ähnlich wie die Wirkung von Tamifllu auf geimpfte Bürger mit Narkolepsie als side effect nimmt man als gottgegeben hin. Gegen so viel Regierungsgläubigkeit ist noch kein Kraut gewachsen.
    Gruß
    Lothar

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    1. Sie haben vollkommen Recht!
      Eigentlich sind diejenigen, die glauben, sie würden sich und andere mit einer Maske schützen die wahren Verschwörungstheoretiker 🙂 Was ich von der Existenz des Corona Virus halte, kann man meinem ersten Kommentar entnehmen.
      Es existiert im Grunde auch keine Pandemie. Mai 2009 änderte die WHO die Definition der Pandemie. Seitdem reicht es aus, wenn ein „Erreger“ einfach nur viele Menschen infiziert. Im Prinzip könnten wir also zweimal im Jahr eine Pandemie ausrufen, weil wie gewohnt die Grippe grassiert und auch nicht wenige Menschen sterben. In dieser „Pandemie“ allerdings, werden die Menschen mit einem Test getestet, der nicht einmal eine Infektion feststellen kann….trotzdem spricht man von Infizierten, was die Lüge der Pandemie aufrecht erhält. Sollte man mal drüber nachdenken.

      Regierungsgläubigkeit bzw. Obrigkeitshörigkeit ist ein großes Problem dieser Tage – war auch immer schon das Problem der Deutschen. Hinzu kommt noch eine gehörige Portion Bequemlichkeitsverblödung und und und (großes Thema).
      Aber wen wundert es? Die Medien und der PCR Test sind die Wurzel des Übels. Vor allem die Rolle der Medien, mit ihren täglichen Panikmeldungen, ist nicht außer acht zu lassen.
      Viele Menschen saugen weiterhin Tag um Tag alles auf, was Medien, Politik und deren ärztliche Berater ihnen auftischen. Sie haben Angst und für sie sind Shutdown, Maske und Abstand lebensrettend. Denn genau so wird es ja kolportiert. Diese Menschen sind dankbar für jede Restriktion, für jede Rechtewegnahme, solange man ihnen nur erzählt, es würde sie retten. Und an der Spitze der Erlösung steht die Giftplörre, umgangsprachlich Impfung. Die Naiven (mal nett formuliert), die tatsächlich denken, alles würde danach wieder „normal“, sind die ersten in der Schlange um sich impfen zu lassen.

      Zu Ihrer Frage, warum das alles, habe ich ein paar Stichworte, die Ihnen sicherlich schon untergekommen sind: NWO, Agenda 2030, ID2020, The Great Reset

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  3. Ja – so verhält es sich! Die Narkolepsie, welche sich die Impfprobanten bei der sg. „Schweinegrippe“ eingefangen haben ( „Tamiflue“) (Damals viele tausende) ist ja für die Impffreunde heute kein Argument!
    Wie sagte meine geliebte Mutter: (so simpel und so wahr) „Erst durch Schaden wird man klug“
    Und so bitter das sein wird – es wird sich anders nicht nahebringen!
    Die unfruchtbare gewordenen Frauen, welche mit einem Impfstoff von Mr. G. gegen Gebärmutterhalskrebs beglückt worden sind wurden höchstwahrscheinlich nicht vorher über diese „side effects“ informiert.
    Aber auch auch bei uns sind die Hersteller dieser von allen Haftungen freigestellt!

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