Für den „Great Reset“ müssten Wind und Sonne erstmal grundlastfähig werden

Sackgasse Strom, Bild U. Weber

Für den „Great Reset“ müssten Wind und Sonne erstmal grundlastfähig werden

10. November 2020 Admin Energie 4

Sackgasse Strom, Bild U. Weber

von Uli Weber
Die sogenannte Corona-Pandemie hatte zunächst auch den allgegenwärtigen Klimaalarm überrollt. Aber die in Aussicht gestellten Wiederaufbau-Milliarden nach dem ersten Lockdown haben dann sehr schnell Begehrlichkeiten geweckt, diese Mittel für den Klimaschutz zu requirieren.

Denn nach der in Paris (2015) vereinbarten Dekarbonisierung der Welt bis 2100, oder der Deutschlands bis 2050, wird jetzt aus Angst vor einem vorgeblich „menschengemachten“ Anteil am „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ sogar gefordert, unser Land bereits bis 2035 „klimaneutral“ umzugestalten. Und dieser Klima-Aktionismus beruht allein auf einer Fehlanwendung (1895) des Stefan-Boltzmann-Gesetzes (1884). Denn „Tag“ ist nun mal weder im Sprachgebrauch noch in der Realität gleich „Nacht“, und daher ist die ganze Klimahysterie völlig unnötig. Als vieljährige Durchschnittsbetrachtung unserer realen Erde kann mein hemisphärisches S-B-Modell vielmehr alle drei räumlichen Dimensionen und die Tages-/Jahreszeit bei der Temperaturgenese auf unserer Erde ohne einen solchen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ abbilden, beispielsweise:

Abbildung: Räumliche und zeitliche Derivate aus meinem hemisphärischen Stefan-Boltzmann-Modell (nicht flächengetreu)

Links: Jahresverlauf der maximalen solaren Strahlungsleistung mit den Beleuchtungsklimazonen

Rechts: Das maximale S-B-Temperaturäquivalent (~spez. Leistung W/m²) und die maximale örtliche Tageslänge (~Arbeit=Leistung x Zeit) im jeweiligen Sommerhalbjahr auf der Nord- und Südhalbkugel

Anmerkungen: Overlays in der linken Abbildung: Die maximale temperaturwirksame spezifische Strahlungsleistung der Sonne MAX Si (rot=940W/m², schwarz=0W/m²) in Abhängigkeit von der geographischen Breite und der Jahreszeit. Für den Nordwinter (linke Seite) und den Nordsommer (rechte Seite) wurden darüber jeweils die Beleuchtungsklimazonen der Erde projiziert (von oben/unten zur Mitte: Polarzonen, Mittelbreiten, Tropenzone – Quelle: Wikipedia, Autor: Fährtenleser, Lizenz: GNU Free Documentation License)

Das hemisphärische S-B-Modell lässt also qualitative räumliche und zeitliche Aussagen über die tatsächliche Temperaturgenese auf unserer realen Erde zu, ohne einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ als Erklärung für die ominöse Differenz von (33°C / 155W/m²) zwischen einer fehlerhaften S-B-Berechnung und der „gemessenen“ Realität zu benötigen.

Es gibt gar keinen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von (33°C / 155W/m²)

Das gängige 24h-Tag=Nacht-THE-Flacherdemodell mit seinem vorgeblich „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ von (33°C/155W/m²) ist dagegen streng eindimensional und kennt keinerlei Unterschiede zwischen Tag und Nacht, Pol und Äquator oder Sommer und Winter. Bei ihrer Berechnung überspringen die Anhänger eines THE einfach die primäre Temperaturgenese auf der Tagseite unserer Erde durch eine S-B-Inversion (Strahlung=>Temperatur) und fokussieren ihre Betrachtung mit dem S-B-Gesetz (Temperatur=>Strahlung) auf die sekundäre Abstrahlung über die gesamte Erdoberfläche. Dabei geht man allerdings nicht physikalisch-systematisch vor, indem man die Abstrahlungsleistung aus der tatsächlich „gemessenen“ globalen Durchschnittstemperatur von ca. 15°C ermittelt (=S-B-Gesetz), sondern man viertelt einfach die Einstrahlungsleistung der Sonne (=S-B-Inversion). Die Grundlage einer solchen Betrachtung ist dann eine ominöse Faktor4-„Erde ohne Atmosphäre“ mit einer „natürlichen“ Temperatur von (-18°C), die im Arrhenius-Paradoxon von 33°C hängen bleibt.  Aus dieser Differenz wird dann wiederum das Postulat für einen bisher immer noch unbewiesenen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ abgeleitet, der entgegen dem 2. HS der Thermodynamik aus einer „atmosphärischen Gegenstrahlung“ gespeist werden soll. Die zugrundeliegende fehlerhafte Faktor4-Inversion des Stefan-Boltzmann-Gesetzes erfolgt also durch eine Gleichsetzung von Tag und Nacht unter Einbeziehung unbestrahlter Flächen – und ignoriert zudem noch die Wärmespeicher unserer Erde.

Der sogenannte „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist unser Ticket in eine noch teurere und noch bessere Welt

Dank fossiler Energien leben wir heute in der besten aller historischen Welten. Und der sogenannte „natürliche atmosphärische Treibhauseffekt“ ist nun unser Ticket in eine noch teurere und noch bessere Welt. Denn was einstmals Kometen waren, bei deren Erscheinen man unseren Vorfahren den Weltuntergang geweissagt hatte, das sind heute „dünntelligente“ Supercomputer-Spekulationen der alimentierten Wissenschaften, die uns aufgrund unseres anthropogenen CO2-Ausstoßes auffordern, unsere „Beste aller Welten“ eigenhändig zu zerstören.

Zwischenfrage: Wäre es eigentlich statthaft, Benutzer des Ausdrucks „Klimaleugner“ mit der Endung „-lunken“ zu bezeichnen, beispielsweise als „Klimalunken“, Politolunken oder Journalunken?

Der Glaube unserer Zeit ist die Angst vor freihändig extrapolierten Hochrechnungen à la Club of Rome, die für jede willkürliche politischen Maßnahme als Begründung herhalten müssen, geradeso, als hätte es einen Herrn Gompertz niemals gegeben. Am anfälligsten für solche Computerspekulationen ist offenbar eine universitär ausgebildete Mittelschicht, die gelernt hat, Aussagen aus dem eigenen Ausbildungsumfeld blind zu vertrauen, während man aus Handwerk und Gewerbe oft sehr schöne Beispiele von angewandter Intelligenz zu hören bekommt, was gemeinhin auch als „gesunder Menschenverstand“ bezeichnet wird. Und KI-erleuchtete Politiker*innen träumen sogar davon, mittels einer „erneuerbaren Planwirtschaft“, also auf Grundlage der gescheiterten sozialistischen Planwirtschaft bei gleichzeitiger Nutzung von „erneuerbaren Energien“, eine noch teurere und noch bessere Welt zu errichten.

Um „klimaneutral“ zu werden, sollen die „erneuerbaren Energien“ massiv ausgebaut werden

Die Anhänger eines „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffektes“ zeigen üblicherweise eine „natürliche“ physikalische Schwäche bei der Unterscheidung von „Leistung“ [Watt] und „Energie“ [Joule=Watt*Sekunden]. Denn die installierte Leistung der sogenannten „erneuerbaren Energien“ liegt mit mehr als 100 Gigawatt bereits heute deutlich über unserem Bedarf von bis zu 80 Gigawatt, wie die nachfolgende Abbildung beweist:

Abbildung SMARD: Installierte Erzeugungsleistung, linke Skala „Erneuerbare“ 0 (grün) – 120GW (gelb)

Eigentlich wären wir also schon längst „klimaneutral“, wenn die Zeit hier nicht physikalisch brutal zuschlagen würde. Denn Leistung [Watt] ist nicht gleich Arbeit [Joule=WattSekunden, in diesem Fall WattStunden], und die volatilen EEG-Zufallsstromerzeuger sind nun mal von Sonne und Wind abhängig, wenn sie Arbeit verrichten sollen; im Zweifel schau‘n Sie sich einfach noch mal den „Autobahneffekt“ von Herrn Ordowski an. Die nachfolgende Abbildung stellt die Realität dar und ist ein schönes Beispiel für die immer noch existierende deutsche Ingenieurskunst:

Abbildung SMARD: Realisierte Erzeugungsleistung und tatsächlicher Stromverbrauch im Zeitraum 14.-25. September 2020

Wenn tagsüber die Sonne scheint und nachts Wind weht, haben wir schon heute ein Problem, weil dann über den 24h-Tag bereits zu viel EEG-Strom produziert wird. Die mit kräftiger Hilfe der EEG-Zufallserzeuger realisierte Erzeugungsleistung verlief zwischen dem 14. und 25. September 2020 meist deutlich über dem tatsächlichen Stromverbrauch. An ganz wenigen Tagen stimmten die Minima oder Maxima der Kurven von realisierter Erzeugungsleistung und tatsächlichem Stromverbrauch auch nur annähernd überein.

Die konventionellen Grundlastkraftwerke können die tageszeitlichen EEG-Erzeugungsschwankungen und die tageszeitlichen Verbrauchsschwankungen also schon heute nicht mehr komplett ausgleichen, es bleibt lediglich eine gewisse Parallelität im Anstieg und Abfall beider Kurven. Daher mussten in diesem Zeitraum sowohl im Maximum (Solar) wie im Minimum (Wind) erhebliche Strommengen, wahrscheinlich meist kostenpflichtig, ins Ausland „verklappt“ werden. Die geniale Ingenieursleistung besteht nun darin, dass der große Blackout bisher trotzdem ausgeblieben ist, und wir uns vorläufig noch auf das MINT-ferne Narrativ, „der Strom kommt aus der Steckdose“, verlassen können. Aber an der Zerstörung dieses Narrativs von einer sicheren Stromversorgung wird weiterhin ganz kräftig gearbeitet, Zitat:

Europa muss seine Offshore-Windleistung 10x ausbauen, um die europäischen Klimaziele für 2050 zu erreichen.“

Vergleichen wir also mal die installierte EEG-Erzeugungsleistung direkt mit dem Verbrauch und dem tatsächlichen Strommix:

Abbildung SMARD für den Zeitraum 14.-25. September 2020

Oben: Installierte Erzeugungsleistung „Erneuerbare“ 0 (grün) – 120GW (gelb)

Unten: Realisierte Erzeugungsleistung und tatsächlicher Stromverbrauch

Es fragt sich, mit welcher Transfer-Funktion die realisierte EEG-Erzeugungsleistung und der tatsächliche Stromverbrauch jemals in Übereinstimmung gebracht werden sollen, ein Faktor 10 bei der Offshore-Windkraft wird es jedenfalls ganz sicher nicht sein. Selbst die verbliebene deutsche Ingenieurskunst wäre bei einem solchen Faktor 10 heillos damit überfordert, Strom-Erzeugung und Strom-Verbrauch weiterhin versorgungssicher und ohne regelmäßige Blackouts in Übereinstimmung zu bringen. Und wenn eines Tages alle Atom- und Kohlekraftwerke in unserem Lande abgeschaltet werden, während die EEG-Strom-Erzeugung noch weiter ausgebaut worden ist, dann ist es auch mit unserer Versorgungssicherheit vorbei, wovor abseits des medialen Mainstreams schon seit vielen Jahren eindringlich gewarnt wird, beispielsweise hier, hier und hier. Das einzig sichere am EEG bleibt vielmehr der weitere kontinuierliche Anstieg unserer Strompreise. Die öffentliche Sicherheit in Gestalt einer zuverlässigen Stromversorgung wird dagegen durch den weiteren Ausbau und den gesetzlichen Einspeisevorrang der volatilen EEG-Strom-Erzeugung  in immer stärkerem Maße gefährdet. Nur MINT-fernste Gestalten könnten daher auf die Idee kommen, dem EEG-Zufallsstrom als Zerstörer unserer elektrischen Versorgungsicherheit müsse jetzt gesetzlich auch noch ein „Öffentliches Interesse“ für seinen weiteren Ausbau eingeräumt werden.

Insanity is doing the same thing over and over again and expecting different results“ (Einstein)

Und während wir dem „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ zunehmend unsere Zukunft und unsere natürliche Umwelt opfern, behaupten erinnerungsferne Jugendliche sogar, es wäre in unserem Lande bisher noch gar nichts für die Umwelt getan worden und fordern eine ganz „andere“ Wirtschaftsordnung. Dabei wissen jene Jugendlichen nicht einmal, dass noch in den 1990-er Jahren kein Mensch freiwillig in eine plansozialistisch verseuchte Elbe gesprungen wäre. Als alter weißer Mann erlaubt sich der Autor hinzuzufügen, dass die Dystopie eines „Demokratiemoratoriums“ zwecks „Weltklimarettung“ die Lebensdauer von Herrn Kaisers Schaumweinsteuer locker übertreffen dürfte.

Und auf diesem intellektuellen Niveau will man uns jetzt auch noch vor unseren Bürgerrechten schützen. Denn die Corona-Krise bietet postnationalen Globalisten eine einmalige Gelegenheit für den Einstieg in die schon lange geforderte Große Transformation zu einer CO2-freien Welt – und das befürchtet man nicht nur hier bei uns. Auch dazu liefert die alimentierte Mainstream-Wissenschaft wieder entscheidende Beiträge, und eine solchermaßen beratene Bundesregierung versucht dann offenbar im Ermächtigungsmodus, 75% aller Kontakte zu unterbinden, anstatt 75% der Infektionsschwerpunkte auszuschalten. Der bekannte Rechtsanwalt Gerhard Strate führt im Hamburger Abendblatt (Paywall) aus, die Schließung der Gaststätten sei offensichtlich willkürlich; nach den vom RKI veröffentlichten Studien würden sich die meisten Infektionen im Umfeld von privaten Haushalten, Alten- und Pflegeheimen, Flüchtlings- und Asylbewerberheimen sowie Krankenhäusern ereignen. Die Forderungen nach Wohnungskontrollen, Denunziation und bewaffneten Coronawarten von Seiten demokratisch gewählter „Würdenträger“ lassen bereits Befürchtungen aufkommen. Und der eben noch konkret angekündigte Shutdown-II-Zeitraum wurde bereits am zweiten Tag aufgeweicht und relativiert. Die Gegner solcher angeordneten Zwangsmaßnahmen werden dann gerne in die Nähe von „antidemokratischen“ Verschwörungstheoretikern gerückt, wobei alle Spuren solcher Verschwörungstheorien schließlich in New York oder Davos enden.

Die mittelalterliche Landbevölkerung frönte der Verschwörungstheorie, eine Rückkehr der Wölfe würde vom Zerfall der staatlichen Ordnung künden

Vielleicht wird die Geschichte diese selbstzerstörerische Klimahysterie rückblickend einmal mit den Ereignissen des Jahres 999vergleichen, als das Christliche Abendland zum ersten Jahrtausendwechsel Sein Jüngstes Gericht erwartet hatte; denn auch die Kirche liefert heute einen entsprechenden Beitrag zum aktuellen Tagesgeschehen. Zwecks Erhalt unserer gegenwärtigen Lebensqualität sollten wir daher sehr sorgsam mit unseren Freiheitsrechten und sehr nachhaltig mit unserer natürlichen Umwelt umgehen. Wir sollten also Erstere nicht aufgeben, nur um dann Letztere willkürlich mit wind- und tageslichtabhängigen Zufallsstromerzeugern zupflastern zu lassen, die lediglich in der Lage sind, diese natürliche Umwelt und deren Artenvielfalt zum Preis einer Vervielfachung unseres  Strompreises zu zerstören. Denn politisch gewollte MINT-ferne Scheinlösungen können die hoch entwickelten technischen Anwendungen in unserer fossil betriebenen Industriegesellschaft gar nicht ersetzen. Und mittelalterliche Hans-im-Glück-Technologien zur Nutzung von Wind und Sonne können nun einmal systembedingt keinerlei verlässliche elektrische Grundlast liefern, sondern erfordern zwingend eine parallele „Zweitstromerzeugung“ durch fossile „Schattenkraftwerke“. Und wenn solche Kraftwerke dann irgendwann nur noch bei unseren Nachbarn stehen, dann wäre das eine Carte Blanche für den Zukauf von Atom- und Kohlestrom um jeden Preis – und das Ende des Industriestandortes Deutschland.

Im Angesicht des „Großen Neustarts“ im Dienste einer globalen Moral, von globaler Gerechtigkeit und des global-gesellschaftlichen Fortschritts passt die Erfahrung der mittelalterlichen Landbevölkerung, eine Rückkehr der Wölfe würde vom Zerfall der staatlichen Ordnung künden, wohl auch auf unsere demokratische Ordnung. Lassen Sie Sich also in dieser seltsamen Zeit nicht unterkriegen oder gar am selbständigen Denken hindern – und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Quelle

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