„Welt“ muckt auf – gegen die Merkel-Strategie

Die Kanzlerin und deren Regierung scheinen mit den Lockdown-Maßnahmen immer mehr Menschen gegen sich aufzubringen. Zumindest fangen auch die sogenannte Mainstream-Medien, die bislang fast durchgehend treu an der Seite der Kanzlerin standen, an, die Maßnahmen nun zu kritisieren. Die „Welt“ ließ zunächst den früheren Schröder-Kulturstaatsminister Nida-Rümelin in einem Gastbeitrag zu Wort kommen – der Lockdown sei nicht unumgänglich -, um nun aus dem „Feuilleton“ heraus zu meckern.

„Hält uns die Bundesregierung für dumm?“

Die Frage, die auch wirtschaftlich betrachtet interessant ist, lautet schlicht: „Hält uns die Bundesregierung für dumm?“ Schließlich sind wir alle von den Entscheidungen der Regierung abhängig – in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Planungen, von der Funktionsfähigkeit des Handels, von der Betreuung der Kinder dabei und so fort.

Der Lockdown sollte, Zitat „Welt“, „hart aber kurz“ sein. „Dann hieß es, Lockerungen seien zwar der Plan, aber nicht ‚garantiert“. Schließlich ginge die Regierung nun dazu über zu erklären, dass „wir über eine Aufhebung der Maßnahmen gar nicht mehr zu sprechen“ bräuchten.

Markus Söder hatte erklärt, „Wenn wir den November nutzen, wenn wir alle mitmachen (…) wird es im Dezember wieder heller werden.“

Nun lautet es vor den nächsten Gesprächen in der Kanzler- und Ministerpräsidenten-Runde genau andersrum: „Eventuell müssen wir sogar nachlegen“. Angela Merkel zeigte sich gar überzeugt, dass die Pandemie – und wie die „Welt“ „übersetzt: die Restriktionen“ – uns noch den gesamten Winter über begleiten würden. Die fast schon vernichtende Kritik der Zeitung – bezogen auf die Qualität der Kommunikationspolitik der Merkel-Regierung, lautet: „Eine Krisenkommunikation, der man die manipulative Absicht überdeutlich anmerkt, trägt selber zur Krise bei.“

Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Die Gesellschaft wird hier nachhaltig weiter zerstört. Wir dürfen uns fast sicher sein, dass diese Kommunikationsstrategie Teil der Gesellsdchaftslenkung sein dürfte, die Frau Merkel oft vorgeworfen wird. Dies habe, so ganz böszüngige Kritiker, sie schließlich in jungen Jahren gelernt. Im Sozialismus.

Quelle

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