Spiel mir das Lied von den Corona-Toten

Aufgebauschte Corona-Zahlen; Foto: © jouwatch

Zu den großen Desinformationsorgien, deren Zeugen wir auch in diesem zweiten Lockdown wieder werden, gehört neben diffusen Fallzahlen zu „Corona-Neuinfektionen“ vor allem das tägliche Bulletin der „Corona-Toten“. Rekordmeldungen überschlagen sich, die den Eindruck erwecken, nun würde auch in Deutschland die Pandemie in alarmierender Häufung Menschenleben fordern – mit dem erwünschten Effekt einer immer kritikloseren Hinnahme weiterer Zumutungen durch Merkels Bund-Länder-Kabinettkränzchen in der Bevölkerung. Dabei wecken die vermeldeten Zahlen immer mehr Zweifel daran, was uns hier eigentlich vorgemacht wird – und wozu.

Den vorläufigen Gipfel der dreisten Panikmache markierte Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder mit seinem heutigen Kommentar: „Die Todeszahlen sind aktuell so hoch, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen„. Dass diese Vergleichsgröße, so bedauerlich jeder einzelne Todesfall natürlich immer ist, für eine mehr als beruhigende und nach nationalen gesundheitspolitischen Maßstäben geringfügige Opferzahl steht, scheint niemand mehr wahrhaben zu wollen – bei täglich über 2.900 Toten, die an sonstigen Krankheitsursachen anfallen, ganzen Flugzeugladungen von Straßenverkehrstoten oder täglich im Haushalt Verunglückten Tag für Tag – banale, leider alltägliche Todesfälle, zu denen aus gutem Grund solche Horrorvergleiche von der Politik noch nie angestellt wurden. Bei Corona aber muss es zwingend anders laufen, weil hier jeder Tote mehr in der Statistik Gold wert ist – zur Untermauerung des herbeigeredeten Notstands und einer permanenten Beinahe-Katastrophe, in der die Uhr seit nunmehr neun Monaten auf einer Minute vor Zwölf stehengeblieben ist. „410 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie“ meldet das RKI aktuell. Was jedoch ganz und gar sonderbar bei dieser täglichen multimedialen Totenmesse ist und jedem kritischen Beobachter eigentlich sofort ins Auge fallen müsste: Immer weniger dieser „Corona-Patienten“ versterben auf der Intensivstation. Denn von den gestern vom RKI vermeldeten 249 Verstorbenen etwa waren es genau 116, die sich vor ihrem Ableben intensivmedizinischer Behandlung befanden. Am vergangenen Freitag lag ihr Anteil bei 109 von insgesamt 251 Toten, und am vergangenen Mittwoch sogar nur bei 52 auf der Intensivstationen Verstorbenen – von an diesem Tag insgesamt gelisteten 305 „Covid-Toten“. Die Preisfrage ist hier: Wo sterben alle anderen, wenn nicht im Klinikum? Etwa zuhause? Wo sterben die Toten, wenn nicht im Krankenhaus? Die Antwort ist recht simpel, wenn auch politisch inopportun – da sehr viel unspektakulärer, als es das medialen Dauertremolo der Verunsicherung und Angstaufwiegelung nahelegt: Es handelt sich bei der Mehrzahl der Todesfälle eben um solche, bei denen Covid ganz offenkundig gar nicht todesursächlich war. Zum Beispiel Hochbetagte in Pflege- und Altenheimen oder Hospizen, bei denen die Infektion zu bereits existierenden Erkrankungen hinzukam, in einem bereits begonnenen Sterbeprozess auftrat oder nur einer von mehreren ausschlaggebenden Faktoren war. Darunter fallen aber auch Opfer von Herzinfarkten und Unfällen, bei denen zum Todeszeitpunkt eine positive Infektion vorlag – oder postum „ertestet“ wurde; nicht zu vergessen übrigens auch jene Fälle von aus allen erdenklichen Gründen Verstorbenen, die irgendwann zu Lebzeiten schon einmal positiv und anschließend wieder genesen waren – die nach der vom RKI übernommenen Empfehlung der WHO jedoch ebenfalls als „Corona-Tote“ gezählt werden müssen. Für ein differenzierteres Bild sorgte heute verdienstvollerweise einmal die „Bild„-Zeitung, die die Detaildaten für den Zeitraum vom 17. und dem 24. November auswerten ließ. Für diesen Zeitraum hatte das RKI 1545 Corona-Infizierte als verstorben gemeldet. Was die deutsche Öffentlichkeit bislang jedoch nicht erfuhr: Zwei Drittel davon, rund über 68 Prozent, waren über 80 Jahre alt, und weitere 20 Prozent stammten aus der Altersgruppe zwischen 70 und 79 Jahren. Acht weitere Prozent waren 60 bis 69 Jahre alt – und nur knapp vier Prozent der Verstorbenen – insgesamt 64 Fälle – waren zum Todeszeitpunkt jünger als 60 Jahre. Acht Personen dieser 1.545 – 0,52 Prozent – waren jünger als 40 Jahre. Diese Zahlen zeigen: Von einer tödlichen Pandemie kann und konnte hier nie ernsthaft die Rede sein. Die Inzidenzwerte liegen signifikant unter den Sterbezahlen der früheren starken Grippewellen. Und eine Übersterblichkeit lässt sich ebensowenig feststellen. Auch Palmer wieder auf der Palme Tatsache ist: Hätten Bund und Länder, statt das ganze Land einzusperren, auf ein qualifiziertes Risikogruppen-Splitting gesetzt und vor allem Ältere und Vorerkrankte effizient geschützt, dann hätte zumindest von diesen Todesfällen eine erhebliche Zahl vermieden werden können. Auch Tübingens grünem OB Boris Palmer platzte heute deswegen der Kragen, als er auf Facebook wetterte: „Dass (von den RKI-„Rekordzahlen“, die Red.) wieder einmal die Hälfte in Pflege- und Altenheimen gelebt hat, wird kaum erwähnt… Diese Menschen könnten noch leben, wenn das letzte halbe Jahr genutzt worden wäre, um systematisch die Personen zu testen, die in die Heime gehen!“. Ein solcher Kurswechsel hätte allerdings das Eingeständnis bedeutet, dass Sars-CoV2 eben doch vorrangig (und fast nur) für dieselben Gruppen lebensgefährlich ist, für die auch alle sonstigen üblicherweise harmlosen Erreger (Influenza, Salmonellen, Noro- und Enteroviren) immer schon potentiell tödlich waren – eine rationale „Verharmlosung“, die vor allem Corona-Hysterikern wie Karl Lauterbach und Markus Söder, aber auch dem Bundeskanzleramt nicht ins Konzept passten. Die Todeszahlen sind derweil nicht die einzige Ungereimtheit im Datensalat, der uns passend zu den neuen Lockdown-Beschlüssen inklusive fortschreitender wirtschaftlicher Selbstzerstörung serviert wird: Auch die Situation der angeblich ständig kurz vor dem Zusammenbruch stehenden Intensivstationen stellt sich bei nüchterner Faktenbetrachtung deutlich unauffälliger dar, als uns von den Panikmedien weisgemacht werden soll. Denn die Belegungszahlen scheinen sich so gut wie nicht zu verändern – obwohl uns doch ständig weisgemacht wird, der Anstieg schwerer Verlaufsfälle in den Kliniken hinke dem Infektionsgeschehen mit 10-14 Tagen Latenz hinterher und die große Exposition stünde nun unmittelbar bevor. Seit Wochen hören wir dies nun, und seit Wochen geschieht – nichts. Intensivstationen am Limit? Wieso lag etwa die Belegungsrate vor genau einer Woche, am 18.11., bei 3561 Patienten, und heute – trotz inzwischen wieder angestiegener Zahlen – bei 3.777 Patienten (drei weniger als gestern), die „wegen Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt“ wurden? Allenfalls korreliert die Gesamtauslastung, ob zufällig oder nicht, mit jener der Positiv-Getesteten – von denen laut RKI heute, am frühen Mittwochmorgen 18.633 gemeldet wurden – 6,1 Prozent mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Und diese gingen durch den Lockdown erweislich ja gerade nicht zurück.

Intensivstation-Schreckensszenarien à la Bergamo mit unmittelbar bevorstehender Triage, aber auch der tägliche RKI-Totentanz gehören zum Standardprogramm der Hardliner, die weiterhin stur auf ein Absenken der 7-Tages-Inzidenzen setzen und weiterhin nichts von einer differenzierten Betrachtung der Ansteckungsrisiken wissen wollen. Inzwischen resignieren die Berufsgruppen und Experten, die einen Strategiewechsel seit langem fordern, bei den Krisenpolitikern jedoch taube Ohren vorfinden: So erklärt heute der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen: „Wir müssen den Bürgern klar sagen, wo die Ansteckungsrisiken liegen und wie sie sich am besten davor schützen können. Wir haben versucht, einen Empfehlungskatalog für Risikogruppen zu initiieren, das ist allerdings aus der Politik bisher nicht auf allzuviel Unterstützung gestoßen.“ Warum wohl? Die einzige Erlösung darf, soll, muss allein im Impfstoff liegen. Bis dahin wird dramatisch weitergestorben… ob nur statistisch oder real, ist dabei zweitrangig. (DM) https://ecdn.firstimpression.io/static/html/obd_banner.html

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