Blackbox KW 48 – Bonzen & Spitzel, Spritzen & Spitzen

Von Stephan Paetow

Kleine Übung zum 1. Adventssonntag: sagen Sie die Überschrift ganz schnell 10 x hintereinander. Außerdem: Merkel bekam Besuch von einem Querlenker.

Nun, da die erste Adventskerze Herz und Stube erwärmt, wollen wir daran erinnern, dass auch die Weihnachtszeit, wie wir sie kennen, nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern der hingebungsvollen Arbeit frommer Männer und Frauen zu verdanken ist. Oder glauben Sie etwa, dass Maria und Josef einst den ersten Adventskranz geflochten haben? Mitnichten! Das war Johann Hinrich Wichern aus Hamburg, genau 1839 Jahre später. Und erst 180 Jahre danach erfand Dr. Angela Merkel (ebenfalls aus Hamburg) den Betontannenbaum, der dieses Jahr allerdings nicht gebraucht wird.

Ständig wird Weihnachten modernisiert: Jens-Thorben und Daniel-Benedikt feiern dieses Jahr alleine, denn einerseits hat die herkömmliche Familie ihre Monopolstellung verloren (Bundeszentrale für politische Bildung), andererseits waren „Josef und Maria auch nicht in einem großen Familienkreis zusammen“, so die im Theologischen nie schwankende Ex-Bischöfin Margot-Renate Käßmann. Auch der Weihnachtsurlaub wird fürderhin gestrichen, denn, wie sagt der fränkische Evangele Maggus Söder so richtig:
Ski gefahren ist der Herr Jesus ja wohl auch nicht.

♦ Überhaupt der Söder. Der ist ja gerade deswegen so wahnsinnig beliebt, weil er sich in Leichter Sprache (eigentlich SPD-Erfindung) verständlich machen kann. Weil von einer Übersterblichkeit wegen Corona (Fachbeschreibung: Menschen, die „an oder mit“ Corona gestorben sind) so gut wie nichts zu spüren ist, gruselte er seine Anhänger mit dem Gleichnis „Die Todeszahlen sind aktuell so hoch, als würde jeden Tag ein Flugzeug abstürzen.“ Das ist natürlich leicht untertrieben, schließlich sterben in Deutschland täglich durchschnittlich 2.500 Menschen. Wie viele davon „an oder mit Corona“ zählt jeder auf seine Weise. Der eine kriegt einen Jumbo damit voll, andere nur den Brivatfliecher.

♦ Und jetzt zum Sport. Beim Rennen um den Großen Preis der CDU zog soeben der Außenseiter Norbert aus Meckenheim am stolpernden Armin aus Aachen vorbei. Weiter in Führung liegt noch der Favorit Fritz von Brilon, dem allerdings bereits bedenklich die Zunge aus dem Hals hängt. Um die Spannung zu erhöhen, könnte die Rennleitung das Teilnehmerfeld von drei auf vier vergrößern. Mit der Startnummer Vier nähert sich der weitgehend unbekannte Ralph Brinkhaus (Rheda-Wiedenbrück) selbstbewusst der Rennbahn. An ihm führe kein Weg vorbei, lässt er sein „engstes Umfeld“ schon mal ankündigen. „Rigged“ würde Trump dazu sagen.

♦ Wer immer von der CDU ins Ziel stolpert, auf den wartet möglicherweise der Maggus, mit Sicherheit aber der Olaf. Die SPD hat die Zeichen der Zeit erkannt. Haben wir nicht ausschließlich positive Erfahrungen mit Annegret, Ursula, Annette Widmann-Mauz, Dorothee Bär, Franziska Giffey, Svenja Schulze (klitzekleiner Auszug aus der Befähigten-Liste) gemacht? Deshalb sollte eine Frau Kanzlerin sein, oder aber wenigstens ganz viele Quotenfrauen um einen Kanzler herum. Deshalb gibt Olaf Scholz hier heute ein Versprechen ab:
„Ich gebe hier heute das Versprechen ab: Ein von mir als Bundeskanzler geführtes Kabinett ist mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt!“

♦ Dagegen hat die Union nur eine Chance: Ein Kabinett mit mehr als der Hälfte an Frauen. Außerdem muss der Aufstand in Sachsen-Anhalt niedergeschlagen werden. Wenn die CDU-Rebellen mit der AfD gegen die Erhöhung des Demokratie-Soli (GEZ-Gebühren) stimmen, treten die Grünen aus der Regierung aus und im Staatsfunk wird zukünftig bei jedem Auftritt eines Unionisten der Satz eingeblendet: ‘Diese Person/Position ist umstritten‘ – dagegen müssen sie erst mal antwittern.

♦ Ob die DDR ein Unrechtsstaat war oder nicht, haben Manuela Schwesig (SPD) und Bodo Ramelow (SEDff) ja längst abschließend geklärt („Jein“), und es war doch nicht alles schlecht! Zum Beispiel gab es keinen Faschismus, dank Staatssicherheit. Damals kam auf 200 Einwohner ein hauptamtlicher MfS-Mitarbeiter, die meisten anderen waren Inoffizielle Mitarbeiter (ok, zugegeben, böser Spott). Da geht noch was, sagte sich die Bundesregierung nun und beschloss ein „weitreichendes Maßnahmenpaket, um Rassismus und Rechtsextremismus in allen Bereichen zu erkennen, zu benennen und konsequent zu bekämpfen“ (Annette Widmann-Mauz, CDU). Mehr als eine Milliarde Euro werden dafür bereitgestellt. Wir lesen die Sache nüchtern so: 1 Milliarde für Inoffizielle Mitarbeiter und Stiftungen entsprechender Art.

♦ „Bild“ sorgt sich unterdessen um Hongkong. Dort sei das Unterrichtsfach „Kritisches Denken“ abgeschafft worden. Bei uns gibt’s solch ein Fach doch auch nicht …

♦ Frage an Radio Eriwan: Kommt die Impfpflicht? Antwort: Nein, außer Sie wollen Fliegen, Verreisen, ins Restaurant oder in den Fitnessclub gehen. Scherz beiseite, Jens Spahn sagt: „Ich gebe Ihnen mein Wort. Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben!“ Markus Söder ist schon seit April „sehr offen“ für eine Impfpflicht, Schäuble wiederum schließt diese aus. Es kommt halt nur darauf an, wen Sie fragen.

♦ Obwohl Bundesforschungsministerin Anja Karliczek uns bei den Impfstoffen „auf einem richtig guten Weg“ sieht, will die Mehrheit der Deutschen lieber abwarten, bevor sie sich impfen lässt. Deshalb haben sich die Gesundheitsminister der Länder überlegt, zuerst das Klinikpersonal mit dem neuartigen Stöffchen zu impfen. So lasset uns denn beten, dass der „Spiegel“ mal Recht hat, wenn er schreibt, Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen gebe es nicht.
Wenn allerdings beim Krankenhauspersonal was schiefgeht, weil sich in den Studiendaten ein paar kleine Fehler eingeschlichen haben, dann wäre das gesamte Gesundheitssystem platt. Dabei gibt es doch genügend Impfbegeisterte in Politik und Medien sowie unter deren Gefolgsleuten, die bestimmt gerne freiwillig einen Impf-Cocktail probieren würden und dann von ihren Erfahrungen berichten könnten.

♦ Die sind schon putzig, diese Gewerkschafter. Nachdem sie jahrelang bei jedem Klimatänzchen dabei waren, glauben sie nun, da nach BMW auch Daimler seine Verbrenner wunschgemäß anderswo herstellen lässt, die Arbeitsplätze erhalten blieben. Genossen halt.

Querlenker-Alarm vorm Kanzlerbunker. Am Ende stellte sich der Autofahrer, der seine alte Karre vor Merkels Amts-Tor rollen ließ, als so harmlos heraus wie die Querdenker. Der Mann wollte Merkel nur einen Brief persönlich vorbeibringen.

♦ Längst sind sie im linksverstrahlten Komplex so humorlos wie in der Koranschule. Mit diesen Twitter-Taliban von heute hätte es nie „Das Leben des Brian“ oder den „Ritter der Kokosnuss“ gegeben. Gerade waren die Kulturverbrenner dabei, die Werke von J.K. Rowlings (Harry Potter) ihrem Feuer zu übergeben, schon wird auch John Cleese (Monty Python) der „Transphobie“ verdächtigt. Dabei wäre John „tief in meinem Herzen gern eine kambodschanische Polizistin. Ist das erlaubt oder bin ich unrealistisch?“


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