Facebook soll mit groß angelegter Kartell-Klage zerschlagen werden

Facebook, Auge, Facebook-Logo

Die Zielrichtung der beginnenden Kartellklagen gegen den Social Media-Konzern Facebook werden klarer. Die US-Behörden wollen nichts weniger, als eine Zerschlagung des Unternehmens, das in seinem Bereich nahezu eine Monopolstellung inne hat.

Facebook soll mit groß angelegter Kartell-Klage zerschlagen werden

Die Untersuchungen in der Sache haben ebenfalls bereits sehr konkrete Formen angenommen. So berichtet beispielsweise die US-Nachrichtenagentur Bloomberg davon, dass das Justizministerium sogar schon einzelne Entwickler des VR-Spezialisten Oculus vorgeladen hat, um sich ein genaueres Bild darüber zu machen, wie Facebook diesen Markt zu seinen Gunsten beeinflusst.

In einer ersten internen Stellungnahme, die dem US-Magazin CNet vorliegt, teilte Konzerngründer Mark Zuckerberg mit, dass man die Vorwürfe nicht nachvollziehen könne. „Die Realität sieht doch so aus, dass wir mit vielen anderen Diensten in Konkurrenz stehen und wir dabei einen fairen Wettbewerb führen“, erklärte er.

Alles ist bereits genehmigt

Die Chef-Justiziarin Facebooks, Jennifer Newstead, betonte zudem, dass die FTC jeder einzelnen Übernahme ihre Genehmigung erteilt habe. Nutzer und Werbetreibende würden sich aufgrund der damit verbundenen Vorteile für Facebook entscheiden – und nicht, weil sie dazu gezwungen wären, führte sie weiter aus. „Anti-Kartell-Gesetze existieren, um Verbraucher zu schützen und Innovation zu fördern, nicht um erfolgreiche Unternehmen zu bestrafen“, führte sie aus.

Klar ist aber eben auch, dass Facebook immer wieder die Grenzen dessen austestet und zu verschieben versucht, was in den Übernahme-Genehmigungen erlaubt ist. Das zeigt sich unter anderem an den regelmäßigen Versuchen, die User-Datenbanken des Social Networks und des Messengers WhatsApp zusammenzuführen – was klar untersagt worden ist. Ganz einfach ist der Umgang mit der Sache aber nicht, da eine Monopolbildung in sozialen Medien strukturell angelegt ist – immerhin gehen die Nutzer nicht dorthin, wo es besonders innovative Funktionen gibt, sondern wo sie möglichst viele andere Menschen aus ihrem Umfeld vorfinden.

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