Führen Corona-Maßnahmen zu weltweiter Hungersnot? Russland schränkt Lebensmittelexporte ein

Es gibt viele besorgte Stimmen, die vor einer weltweiten Hungersnot als Folge der Corona-Maßnahmen warnen. Geschlossene Grenzen, Lockdown-Maßnahmen und andere Einschränkungen dürften in vielen Teilen der Welt die Nahrungsmittelproduktion beeinträchtigen.

Die Corona-Maßnahmen haben Nebenwirkungen. Sie schädigen die Wirtschaft, treiben Menschen in die Arbeitslosigkeit und führen zu erhöhten Preisen für Lebensmittel. Aus den USA kommen Meldungen, dass dort schon jetzt aufgrund der Kombination dieser Umstände 50 Millionen Menschen nicht mehr satt werden oder dass 12 Millionen Menschen akut von Obdachlosigkeit bedroht sind, weil sie ihre Mieten nicht mehr bezahlen können.

Die „Qualitätsmedien“ geben daran natürlich Trump die Schuld, was aber Unsinn ist, denn Trump versucht die von den Demokraten geforderte Abwürgung der Wirtschaft durch Corona-Einschränkungen, die das Elend verursachten haben, ja gerade zu verhindern. Und dass sich im US-Kongress Demokraten und Republikaner bei Verhandlungen über finanzielle Hilfen für die Notleidenden nicht einigen können, dazu gehören immer noch zwei und letztlich war es im Interesse der Demokraten, eine Situation zu schaffen, in der viele Menschen verarmen, daran dann Trump die Schuld geben und daher Joe Biden wählen.

Dass die Lage in Deutschland im internationalen Vergleich noch recht entspannt ist, liegt vor allem am Kurzarbeitergeld, das extreme Einkommensverluste zeitlich nach hinten verschiebt. Wenn man die Kurzarbeiter zu den Arbeitslosen hinzurechnet, was de facto korrekt wäre, hätte die Arbeitslosenquote in Deutschland schon im Juni bei über 20 Prozent gelegen und was nun auf Deutschland zukommt, nachdem der harte Lockdown beschlossen wurde, kann man nur raten.

Damit die Menschen in Deutschland nicht merken, wie schlimm es tatsächlich ist, hat die Regierung den Bezug von Kurzarbeitergeld schon im Sommer so weit verlängert, dass es für die Betroffenen erst nach der Bundestagswahl im September 2021 ausläuft. Eine Massenarbeitslosigkeit mit massenhafter Armut will man in Berlin vor der Wahl natürlich verhindern.

Aber es sind nicht nur finanzielle Probleme, die auf die Menschen zukommen oder unter denen sie schon leiden. Die Corona-Maßnahmen haben auch Einfluss auf die Lebensmittelproduktion, wenn zum Beispiel Wanderarbeiter wegen der Reisebeschränkungen nicht zur Ernte anreisen können oder Bauern aufgrund der Tatsache, dass sie nicht wissen, ob sie die Ernte einbringen können, gleich auf die Aussaat verzichten.

Sicherlich wird das in Europa nicht sofort zu einer Hungersnot führen, Europa hat ja bekanntlich eine Überproduktion von Lebensmitteln. Aber wenn weltweit die verfügbare Menge an Lebensmitteln geringer wird, werden die Preise steigen. Und am Ende werden die reicheren Länder den ärmeren die Lebensmittel wegkaufen. Das dürfte also in Teilen der Welt zu Hungersnöten führen.

In Russland ist das bereits ein Thema. Russland ist durch die Sanktionen bei den allermeisten Lebensmitteln zu einem Selbstversorger und sogar Exporteur geworden, obwohl Russland vor 2014 noch sehr viel importieren musste. Beim Weizen ist Russland innerhalb weniger Jahre zum Exportweltmeister aufgestiegen.

Aber da die Preise für bestimmte Produkte auf dem Weltmarkt bereits steigen, werden auch Preissteigerungen aus russischen Regionen gemeldet. Putin hat die Regierung letzte Woche angewiesen, gegen die Preissteigerungen und gegen Spekulanten vorzugehen, die sich aufgrund der Situation mit Verweis auf Angebot und Nachfrage bereichern wollen.

Die russische Regierung hat schnell gehandelt. Sie verhandelt mit Handel und Produzenten über Preise und parallel werden Exportzölle auf bestimmte Lebensmittel erhoben, damit der Verkauf auf die Weltmärkte unattraktiv wird. Sogar über die (vorübergehende) Einführung von Exportquoten wird nachgedacht.

Das russische Fernsehen hat Ausschnitte einer Kabinettssitzung übertragen, in der die Maßnahmen vorgestellt wurde. So will die russische Regierung regulierend eingreifen, wenn es bei Lebensmitteln zu Preisschwankungen von über zehn Prozent kommt. Noch im Dezember sind Verträge mit Herstellern und Handel geplant, die eine Deckelung der Preise für bestimmte Lebensmittel vorsehen. Um die Brotpreise stabil zu halten, soll es ab Januar eine Exportquote auf Getreide geben, damit genug Getreide für den russischen Markt im Land bleibt. Die russische Regierung erhofft sich, dass die Maßnahmen dazu führen, dass die Lebensmittelpreise bis Jahresende wieder sinken.

Natürlich sind aus Sicht der russischen Verbraucher solche Maßnahmen sinnvoll, aber die Tatsache, dass sie notwendig werden, zeigt, wie dramatisch die Lage der weltweiten Lebensmittelversorgung im nächsten Jahr werden kann. Man muss kein Prophet sein, um zu verstehen, dass weltweit am Ende weit mehr Menschen an den Folgen der Corona-Maßnahmen sterben werden, als an Corona selbst.

Quelle

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