Mutation des Corona-Virus in der EU: WHO mit Krisentreffen

https://www.shutterstock.com/de/image-photo/coronavirus-2019ncov-blood-sample-corona-virus-1625206747

Die Verwirrung um die Mutation des Corona-Virus in Großbritannien und die von dort befürchtete 70%-Ansteckungsrate setzt sich fort. Nun hat die Weltgesundheitsorganisation WHO “für Europa” eine Krisensitzung einberufen. Dazu twitterte der “Regionaldirekor Hans Kluge”, das WHO-Regionalbüro würde die Entwicklung zur Mutation genau verfolgen und zusammen mit den Mitgliedstaaten entsprechende Gegenmaßnahmen beraten.

Es ginge um eine Eindämmung der Übertragung und Strategien für Virustests, heißt es weiter. Wegen der unklaren Lage sei es “klug”, den Reiseverkehr derzeit zu beschränken. Die Erklärung beißt sich indes etwas mit den vorhergehenden Mitteilungen anderer Experten. So sei das Virus in Europa in der neuen Mutation bereits unterwegs hieß es. Auch Dr. Drosten hatte sich dazu bereits zu Wort gemeldet.

“Die Daten seien bis dato lückenhaft. Aber noch sei erst zu klären, ob das Virus in der neuen Mutation wirklich stärker übertragbar sei. Denkbar ist demnach, dass nicht nur das Virus selbst für eine höhere Wachstumsrate verantwortlich sei, sondern auch “lokale Übertragungsmechanismen”.

Damit spricht Drosten die spezifischen Bedingungen an, die möglicherweise an den Orten herrschte, an denen die höhere Ansteckung gemessen worden ist. Dieser methodische Hinweis ist in diesem Zusammenhang sogar unabdingbar: Haben sich etwa in Extremfällen Menschen in großen Gruppen an der neuen Virusmutation infiziert, wäre dies die Erklärung für größere Wachstumszahlen. Es fehlen demnach schlicht die Daten.

Virusmutation nicht neu

Zudem betont Dr. Drosten, dass dieses Virus – die neue Mutation – je gar nicht so neu sei und man sich “wirklich nicht irgendwie aus der Ruhe bringen lassen” solle. In England sei diese Mutation schon im September aufgetaucht.

Schon jetzt sei bekannt, dass es in Italien, in Belgien, in den Niederlanden, in Dänemark und “sogar in Australien” auftauche. Deshalb gebe es auch keinen Grund, weshalb es in Deutschland nicht schon vertreten sein sollte. Inzwischen ist sogar mindestens ein Fall bekannt.

Tatsächlich hat Dr. Drosten damit vollkommen zu Recht, so die Meinung von Beobachtern angesprochen, dass das Virus schon seit Wochen auch in dieser Mutation grassiert. Darüber hinaus stellt sich allerdings die Frage, ob die EU und die einzelnen Ländern nicht erneut mit Schließungen des Grenzverkehrs überreagieren. Angesichts der Bemerkungen von Dr. Drosten ist die Frage noch drängender.

Quelle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: