Vatikan akzeptiert Corona-Impfung trotz Einsatz abgetriebener Föten

Rom – Der Vatikan hat den Einsatz von Corona-Impfstoffen trotz Hinweisen auf die Verwendung von Zell-Linien zweier abgetriebener Föten für die Entwicklung als moralisch vertretbar bestätigt.

Ein Forscher arbeitet in einem Labor an dem von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Coronavirus-Impfstoff.
Ein Forscher arbeitet in einem Labor an dem von AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten Coronavirus-Impfstoff.  © John Cairns/University Of Oxford/PA Media/dpa

Wenn ethisch einwandfreie Impfstoffe gegen Covid-19 nicht verfügbar seien, sei es akzeptabel, eine Corona-Impfung zu erhalten, bei der Zell-Linien abgetriebener Föten für die Forschung und Entwicklung der Stoffe verwendet worden seien, schrieb die Glaubenskongregation des Heiligen Stuhls am Montag.

Man urteile nicht über die Effizienz oder Sicherheit der Impfstoffe, da dafür etwa biomedizinische Forscher verantwortlich seien.

Moralisch vertretbar sei eine solche Impfung auch dann, wenn Länder ihren Bürgern nicht die Wahl ließen, welcher Impfstoff aus einer Reihe verschiedener verabreicht werde.

Mit der Note unterstützte der Vatikan eine Impfung. Sie schütze die Allgemeinheit und vor allem die Alten und Verwundbaren.

Er betonte aber, dass das Impfen keine moralische Verpflichtung sei und freiwillig bleiben solle.

Impfstoffe auch den ärmsten Ländern zugänglich machen

Außerdem bedeute die Verwendung solcher Impfstoffe nicht, dass es der Vatikan befürworte, Zell-Linien abgetriebener Föten einzusetzen. Pharmazeutische Unternehmen und Gesundheitsagenturen der Regierungen seien deshalb angehalten, ethisch akzeptable Impfstoffe zu produzieren, zu genehmigen und zu verteilen.

Die Glaubenskongregation fügte an, dass die Impfstoffe auch den ärmsten Ländern zugänglich gemacht werden müssten. Ansonsten wäre das ein weiteres Zeichen von Diskriminierung armen Ländern gegenüber.

Die Verwendung von Fetalgewebe für die Impfstoffentwicklung ist nicht ungewöhnlich. Gemacht wurde das zum Beispiel für den Corona-Impfstoff, den die Oxford University und AstraZeneca entwickelten. In dem Fall wurden geklonte Zellen verwendet, die der Niere eines Fötus entstammten, der 1973 abgetrieben worden war, wie ein Sprecher der Universität mitteilte. Heutzutage würden nur noch Klone dieser Zellen verwendet.

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