Die unheimlichen Schulden der Corona-Entscheidungen

Die Corona-Krise in der EU – und auch in Deutschland – besteht nicht nur in einer erheblichen Verbreitung des Virus und den gesundheitlichen Folgen. Immer deutlicher wird, dass die wirtschaftlichen Folgen massiv unterschätzt worden sind und uns auf viele Jahre begleiten werden.

Nun gibt es sozusagen einen „Tilgungsplan“, berichtet die „Welt“. Ein bitterer Plan, wie Kommentatoren betonen. Zeigt er doch, wie lange wir an der Tilgung dieser Verbindlichkeiten arbeiten werden. Alleine für das nächste Jahr hat Finanzminister Scholz einen Schuldenberg von weiteren annähernd 180 Milliarden Euro aufgetürmt.

Wir werden … herauswachsen

Der vormalige Sparkommissar beruhigt das Volk nun damit, dass „wir (…) aus der Krise herauswachsen (werden“. Die „Lösung“ bestünde darin, dass die Wirtschaft nach dem Ende der Pandemie wieder schnell wachse und „in Schwung kommt“. Dies hätten wir in Deutschland bereits nach der Finanzkrise (2008 / 2009) „geschafft“. Die Verschuldung damals habe nur bei gut 80 % des jährlichen BIP (Bruttoinlandsproduktes) gelegen. Aktuell würde sie auf gut 70 % des BIP klettern, so der Finanzminister.

Eine erstaunliche Sicht der Dinge. Denn „geschafft“ hat die Bundesregierung auch nach der Finanzkrise nach Meinung zahlreicher Beobachter nichts. Die Neuverschuldung wurde zwar in den vergangenen Jahren schließlich formal auf weniger als 0 % zurückgeschraubt. Die alten Schulden wurden jedoch kaum getilgt und neue Schulden fanden sich in sogenannten Schattenhaushalten.

Der Kern der angeblichen „Erholung“ nach der Finanzkrise sind die krisenhaft niedrigen Zinsen (gewesen). Die Zinslast des Bundes ist schließlich massiv in sich zusammengefallen. Nur dies ist der Grund für die „Erholung“. Selbst, wenn die Zinsen auf krisenhaft niedrigem Niveau verbleiben, wird sich die Wirtschaft offensichtlich aber nicht so stark erholen, wie es für die Erholung nötig wäre.

Der „Tilgungsplan“ sieht denn auch offiziell vor, dass die Extra-Schulden von 2026 an bis 2042 getilgt werden sollen. Dies wären gut 15 Milliarden Euro pro Jahr. Wer die wohl zahlt, nachdem die Zinsen schon auf unter 0 % gesunken sind und private Altersvorsorgeverträge das Geld nicht mehr wert sind, das sie sein sollten? TEILEN TWITTERN TEILEN TEILEN

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