„Wir machen auf“ – Gastwirte wollen Lockdown nicht mehr einhalten

Verzweiflung nach Lockdown-Verlängerung

Der Lockdown wurde gegen alle Versprechen abermals verlängert. Das geht vielen nun endgültig zu weit. Fast 50.000 schlossen sich einer Aktion an, die schnell umso brutalere Gegenreaktionen nach sich zog.

Sofort erfuhr die Gruppe eine Welle der Solidarität, der Hashtag #wirmachenauf ging auf Platz 1 der Twitter Trends in Deutschland. Doch umso stärker sollte der Gegenwind werden, sofort begannen Nutzer dazu aufzurufen, die betreffenden Geschäfte „auf dem schnellsten Weg anzuzeigen“. Das Gegenmotto „Wir machen euch dicht!“ war schnell erfunden und betreffenden Unternehmern wurde die Insolvenz gewünscht. Andere schrieben „#wirmachenauf für euer Grab?“. Die Antwort, dass es einem als Unternehmer eigentlich egal sei, ob man durch den Lockdown oder die Strafen insolvent wird, ließ die meisten Dichtmacher unbeeindruckt. Es zeigt auch die Bereitschaft zur Denunziation. Blockwarte kontrollieren, wenn ein Händler Kunden in seinen Laden huschen läßt. Bespitzeln wird zur Norm, die Polizei gegen Bürger eingesetzt, die arbeiten wollen. Vermutlich sind die Gegner nicht nur gesundheitlich motiviert – wer ein festes Einkommen vom Staat bezieht kann sich kaum vorstellen, dass dieses Einkommen erst von Pizzabäckern und anderen Tätigen erwirtschaftet werden müssen. Es ist wie ein Klassenkampfszenario, in dem die Klasse der Ausgehaltenen den Erzeugern gegenüber steht. Dabei sind die, die noch arbeiten wollen oder müssen, ganz offensichtlich in der Minderzahl und stehen mit dem Rücken zur Wand. Sie kämpfen gegen ihren Ruin, der durch den Lockdown ausgelöst ist.

„Was wäre die Alternative? Konkurs durch Verbote und Einschränkungen? Sollte man da nicht lieber das Risiko einer Geldstrafe eingehen, die auch noch rechtlich angefochten werden kann?” heißt es. Es ist der Mut der Verzweifelten. Es erinnert an das Märchen der Bremer Stadtmusikanten: Da fliehen 5 Tiere vor dem Schlachter, denn: „Was schlimmeres als den Tod findest Du nicht.“ Es ist also ein Akt der Verzweiflung, in die Gastwirte und Händler getrieben werden.

Das mediale Echo ist bisher noch zurückhaltend, lediglich der Nordkurier berichtete.
Dieser Akt von zivilem Ungehorsam zeigt zweifelsohne zumindest eines: Wie dramatisch die Lage der viel zu oft vergessenen Unternehmer in diesem Land bereits ist.

Quelle

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